Der methodische Zweifel bei Descartes und seine Überwindung
I. Einleitung
In dieser Arbeit möchte ich mich mit dem Versuch Réne Descartes`, die ersten Ursachen und Prinzipien von denen sich gesichertes und unbezweifelbares Wissen ableiten lässt, zu finden, beschäftigen.
Die Wahl der richtigen Methode ist für den wissenschaftlichen Erfolg dieser Suche von außerordentlicher Wichtigkeit. Die von Descartes für angemessen erachtete Methode, welche im „Bericht über die Methode“ („Discours de la méthode“) ausführlich beschrieben und in den „Meditationen über die Grundlagen der Philosophie“ schließlich zur Anwendung kommt, ist die des methodischen Zweifels.
Da Descartes zu der Einsicht gelangt ist, dass die Wissenschaften, besonders die Philosophie mit oftmals recht zweifelhaftem Wissen arbeiten, ist eben die richtige Anwendung dieser Methode der Weg zu einer Reformation des Denkens und der Wissenschaft. Descartes hofft einen festen Punkt, wie ihn einst Archimedes verlangte, für die Philosophie zu finden, auf dem sich dann das gesamte Wissen aufbauen kann, „….so darf auch ich auf Großes hoffen, wenn ich nur das geringste finde, das sicher und unerschütterlich ist.“ (Med. I, 1) ((Descartes, Rene: Meditationen über die Grundlagen der Philosophie. Übersetzung von Artur Buchenau. Herausgegeben von Lüder Gäbe. Hamburg. Felix Meiner Verlag: 1993.)) Weiterlesen »
Feuerbach und die Evolution
Es gibt Evolutionsfundamentalisten, die meinen, die Evolutionstheorie sei eine Wahrheit und keine Theorie mehr. Sie meinen, damit bewiesen zu haben, dass Gott, welcher Ausprägung auch immer, nicht existiert. Richard Dawkins ist einer dieser Fundamentalisten und im deutschsprachigen Raum dominiert Ulrich Kutschera die populärwissenschaftlichen Evolutionsdebatten. Evoltion ist ein Fakt, keine Theorie. Wenn Evolution ein Fakt ist, kann Gott nicht existieren. So sieht vereinfacht der polemisch geführte Kampf gegen Kreationisten und Anhänger der Intelligent Design Theorie aus. Doch das ist nicht nur zu einfach, sondern schlichtweg falsch.
Den selben Fehler hat Ludwig Feuerbach begangen und es scheint so, als wäre es schwieriger aus Fehlern zu lernen, als ich bei solch intelligenten Wissenschaftler, die in ihren Bereichen Großes geleistet haben, zugetraut hätte. Feuerbach stellte seiner Religionskritik eine Genese der Religiösität zur Seite, die zeigen sollte, dass alles, was der Mensch sich unter Gott vorstellt, die Projektion seiner Wünsche sei. Wir machen uns Gott um uns Wünschen zu können, eines Tages unsere Unzulänglichkeit zu verlieren. Weiterlesen »
Die Endlosrekursion
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