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	<title>Endlosrekursion &#187; Medien</title>
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		<pubDate>Tue, 07 Apr 2009 00:42:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raphael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Gesellschaft]]></category>
		<category><![CDATA[Kultur]]></category>
		<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Recht]]></category>

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		<description><![CDATA[Es rollt gerade eine Diskussion um das Mitmachen auf die Blogosph&#228;re zu. Ix, Alexander und Cem haben sich zu Wort gemeldet und Kommentare werden noch viele folgen. Dass das auch auf diesen Gemeinschaftsblog zutrifft, ist schon fast m&#252;&#223;ig zu erw&#228;hnen. Ich war auch Mal sauer, so viel Arbeit hier rein gesteckt zu haben, die sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Es rollt gerade eine Diskussion um das Mitmachen auf die Blogosph&#228;re zu. <a href="http://wirres.net/article/articleview/5172/1/6/">Ix</a>, <a href="http://www.ethority.de/weblog/2009/04/05/social-media-ohne-mehr-engagement-droht-krise/">Alexander</a> und <a href="http://sprechblase.wordpress.com/2009/04/05/macht-mit/">Cem</a> haben sich zu Wort gemeldet und Kommentare werden noch viele folgen. Dass das auch auf diesen <em>Gemeinschafts</em>blog zutrifft, ist schon fast m&#252;&#223;ig zu erw&#228;hnen. Ich war auch Mal sauer, so viel Arbeit hier rein gesteckt zu haben, die sich nur sehr bedingt gelohnt hat. F&#252;r mich. Von Relevanz zu reden habe ich schon vor l&#228;ngerer Zeit aufgegeben, es sei denn es l&#228;sst sich damit Geld verdienen, dann ist meinetwegen alles Relevant, wenn dir jemand zustimmt. Definitionen helfen da auch nicht weiter.Aber &#196;rger verfliegt und es bleibt dann etwas, dass man Entscheidung nennt, was aber irre f&#252;hrt, das es nur zwei Auswege suggeriert. Man hat derer aber viele. Man kann professionalisieren, sich noch mehr Amateure suchen, es alleine machen, gar nicht mehr machen oder was auch immer. Wen soll das denn bitte interessieren? Warum m&#252;ssen wir immer so tun, als ginge die Welt unter, wenn doch nur einer der eignen Tr&#228;ume gerade zerplatzt ist.</p>
<p style="text-align: justify;">Dass damit Engagement nicht gew&#252;rdigt wird, ist doch Bl&#246;dsinn. Es kommen viele, weil es sie interessiert und wen das nicht freut, der hat vielleicht ein wenig zu viel erwartet. Glaubt ihr denn wirklich, nur weil es jetzt digital ist, &#228;ndert der Mensch, &#228;ndern Gesellschaften ihre Handlungsmuster und -strukturen von Grund auf? Mitmachen ist so eine Sache. Kann man n&#228;mlich nur begrenzt im Leben. W&#228;hrend ich hier so einen Schei&#223; schreibe k&#246;nnte ich mir den Hegel nochmal gr&#252;ndlich vornehmen und so meine Welt erweitern, k&#246;nnte neben meiner Freundin im Bett liegen und meinen morgigen Tag erweitern, k&#246;nnte endlich Mal mit dem Buch anfangen, dass ich seit einem Jahr als Idee mit mir herumtrage und mein Leben ver&#228;ndern, k&#246;nnte <em>people in motion</em> anrufen und mich erweitern, k&#246;nnte, k&#246;nnte, k&#246;nnte. Dass das Argument keine Zeit zu haben, immer auch ein wenig mit weniger Lust zusammenh&#228;ngt, liegt in der Natur der begrenzten Zeit. Man kann nicht auf jeder Hochzeit tanzen und manche Br&#228;ute sind eben netter anzuschauen als andere. Der eine mag es &#252;ppig, der andere eher gem&#252;tlich, der n&#228;chste ist politisch und der, der da am Eingang steht, dem ist alles eher egal.</p>
<p style="text-align: justify;">Was soll diese Diskussion bringen, au&#223;er noch mehr &#196;rger? Was soll es bringen mal in die Runde zu fragen, woran es liegt? Das funktioniert nicht beim Bloggen und funktioniert auch nicht beim Fu&#223;ball. Jedes Mal, wenn wir mit der 2. Mannschaft wieder Mal ne Klatsche kriegen, fragt irgendwer in die Runde und nicht selten bin ich das. Was bringt es aber? Vielleicht etwas f&#252;r mich? Sich Gedanken zu machen, ist meine Art, wird die Art derjenigen sein, die die Diskussion um das Mitmachweb ansto&#223;en. Ob das Sinn macht, wei&#223; man immer erst sp&#228;ter. Manchmal geht was, manchmal eben nicht. Aber wie schon erw&#228;hnt, die Welt geht nicht unter, mit ein wenig Abstand nicht einmal die eigene. 6:2 verloren, 9:0 auf den Sack bekommen, wieder ein Monat ohne einen Artikel hier, wieder nicht angerufen. Mit ein wenig Selbstreflexion erkl&#228;rt sich alles, was dahinter steckt. Nicht immer ist es die Tr&#228;gheit der Masse, nicht immer ist es die Angst vorm System oder die Politikverdrossenheit. Manchmal hat man einfach was besseres vor. Manchmal haben eben viele was besseres vor.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich ziehe meinen Hut vor Leuten, die dennoch weiter machen, neue Ideen entwickeln und nach vorne schauen, wenn es Mal nicht so gelaufen ist. Aber ich ziehe ihn auch vor denen, die sagen, dass sie dann vielleicht doch nicht unbedingt jeden Sonntag auf dem Platz ihren Kindern die gemeinsame Zeit stehlen wollen und das eben dann auch so sagen. Nervig sind nur die, die sagen, dass sie kommen und dann ne halbe Stunde sp&#228;ter anrufen, dass doch irgendein besserer Schei&#223; dazwischen gekommen ist. Die gehen mir auf den Sack, weil sie mir mit ihren Entscheidungen keine eigene Entscheidung mehr erlauben.</p>
<p style="text-align: justify;">Es ist doch irgendwie ganz sch&#246;n, dass jetzt nicht alles anders ist. Die Fu&#223;ballvereine st&#246;hnen, dass die Kids jetzt lieber Online zocken und die Onlinecommunities st&#246;hnen, dass bei gutem Wetter dann doch viele nicht kommen.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich will jetzt nicht in eine Relativit&#228;tstheorie der Relevant abrutschen, aber manchmal muss man doch auch drauf hinweisen d&#252;rfen, dass der Enthusiasmus so nicht geteilt wird, ohne dass es so aufgefasst wird, als w&#252;rde man alles schlecht reden oder alles schei&#223;e finden. Und die Berufsn&#246;rgler sind in Deutschland eben nicht nur Lehrer oder am Stammtisch zu Hause. Ob jetzt das Wlan nicht so toll oder ob die ganze re:publica uniteressant war, ist doch selbst nur soweit interessant, wie es einen selbst interessiert. Genauso ist das Desinteresse an der Endlosrekursion auch nur soweit interessant, wie es mich &#228;rgert und ich uneingel&#246;stes Interesse an dieser zeige. Das mag sich zu sehr nach Aufgeben anh&#246;ren, aber das w&#228;re wieder nur die Entscheidung in eingeschr&#228;nkter Sicht. Ich w&#252;rde hier gerne mehr lesen und nicht selbst alle paar Pfingsten Mal einen Pseudobeitrag ins Blau feuern.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich w&#252;rde jetzt gerne so einen nach Lebenserfahrung klingenden Spruch reinhauen, der irgendwie die eigenen Tr&#228;ume mit den eigenen Kindern vergleicht und und darauf verweist, dass man nur versuchen kann, sein Bestes zu geben, was daraus wird, steht einem nicht mehr zu. Aber das w&#228;re vermessen, genauso wie es vermessen w&#228;re ix oder Cem so einen Beitrag vor den Latz zu knallen, der ihnen sicher auch nicht weiter hilft, weil sie den Brei sicher schon mehr als einmal ausgel&#246;ffelt haben, um den ich hier so blumig herumschreibe.</p>
<p style="text-align: justify;">Ich kann noch nicht Mal beurteilen, ob diese Konferenzen jetzt toll waren und ich mich da auch engagieren sollte oder nicht, weil ich da so gar nicht f&#252;r bin. Auch wenn mir schon oft vorgenommen habe, mal da hin zu fahren. Aber eigentlich sitze ich eben lieber mit <em>people in motion</em> bei Wein oder Bier und quasssel ihn voll, wie ich mir das mit dem Internet zu vorstelle. Er h&#246;rt mir zu und sagt mir was er f&#252;r Kappes h&#228;lt. Ohne Sessionbegrenzung, ohne hundert andere, die vielleicht auch was dazu zu sagen h&#228;tten. Ist eingeschr&#228;nkt, wei&#223; ich. Ist aber ebenso eine andere Form. Ob man weiter kommt, wie man weiterkommt, ob man &#252;berhaupt weiter will, muss man dann selber beschlie&#223;en. Mit Wut im Bauch geht das aber nicht.</p>
<p style="text-align: justify;">Deshalb schreibe ich hier ab und an ins Blaue und wenn jemand meint, er m&#252;sste das auch tun, dann freue ich mich. Bis der dann irgendwann auch nicht emrh so recht will. So ist das eben. Den Spa&#223; am Schreiben nimmt es mir nur kurzfristig. Auf lange Sicht muss man eh machen, was man will, oder was Kohle bringt. So wird es im Internet auch noch kommen, wenn es nicht schon so ist.</p>
<p style="text-align: justify;">
<p style="text-align: justify;">*&#220;berschrift habe ich weggelassen, keine Zeit mehr. Meine Freundin hat mich n&#228;mlich gerufen, ich solle ins Bett, ihr w&#228;re kalt und ich m&#252;sse Morgen fr&#252;h raus.</p>
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		<title>Hi Quality!?</title>
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		<pubDate>Sun, 23 Nov 2008 16:06:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>M. Pyre</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>
		<category><![CDATA[Eklat]]></category>
		<category><![CDATA[Fernsehen]]></category>
		<category><![CDATA[Harz-IV]]></category>
		<category><![CDATA[Marcel Reich-Ranicki]]></category>

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		<description><![CDATA[&#220;ber Geschmack l&#228;sst sich streiten. Und was ist mit Qualit&#228;t? Nach dem nun Marcel Reich-Ranicki die Qualit&#228;tsfrage im Fernsehen stellte und damit einen „Eklat“ ausl&#246;ste wird &#252;ber die Qualit&#228;t im Fernsehen gestritten, denn die fehlt nach Reich-Ranicki so ganz. Neben den n&#228;chtlichen Abzock-mit-mach-plus-ausziehen-und-Nippel-zeigen-Sendungen ist auch das Programm am Mittag, Nachmittag sowie am fr&#252;hen und sp&#228;ten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>&#220;ber Geschmack l&#228;sst sich streiten. Und was ist mit Qualit&#228;t? Nach dem nun Marcel Reich-Ranicki die Qualit&#228;tsfrage im Fernsehen stellte und damit einen „Eklat“ ausl&#246;ste wird &#252;ber die Qualit&#228;t im Fernsehen gestritten, denn die fehlt nach Reich-Ranicki so ganz. Neben den n&#228;chtlichen Abzock-mit-mach-plus-ausziehen-und-Nippel-zeigen-Sendungen ist auch das Programm am Mittag, Nachmittag sowie am fr&#252;hen und sp&#228;ten Abend nicht gerade auf Sartre Leser zugeschnitten. Meistens beobachtet man Menschen mit niedrigem Einkommen und niedriger Bildung wie sie sich im Fernsehen selbst der L&#228;cherlichkeit preisgeben und dem Spott anderer aussetzen. Denn wenn man ehrlich ist wird keiner sagen, dass den Personen, die bei „Super Nanny“ oder „Raus aus den Schulden“ mitmachen wirklich geholfen wird. Jedenfalls ist das nicht die Intention, wenn der ganzen Nation gezeigt wird wie eine allein erziehende Mutter von ihrem 5-j&#228;hrigen Sohn verpr&#252;gelt wird. Nein, es soll den Menschen, die sich diesen Sozialzoo anschauen gezeigt werden: Es gibt noch gr&#246;&#223;ere Assis als euch. Und das beruhigt. Klar k&#246;nnte man seine eigene Situation hinterfragen und aus seiner entstehenden Unzufriedenheit versuchen diese Situation zu &#228;ndern, aufzusteigen oder wenigstens das Recht aufzusteigen in Anspruch nehmen. Kritisieren, dass man am gesellschaftlichen Rand lebt und keinen Job hat. Aber wieso? So lange mein Sohn mich nicht schl&#228;gt und das mehrere Millionen Menschen am Bildschirm verfolgen bin ich doch in einer ganz guten Lage.</p>
<p>Moralisch ist man diesen Opfern des privaten Fernsehens sowieso &#252;berlegen. Man braucht sich nur mal die Hartz-IV Abzocker anzuschauen. Auch die werden im Fernsehen gnadenlos entlarvt. So kann sich ein Angestellter, der in der Stunde 3,50€ verdient ruhigen Gewissens anschauen, wer daran Schuld ist, dass der Staat kein Geld hat. Er k&#246;nnte sich nat&#252;rlich auch dar&#252;ber aufregen, dass Deutschland eines der wenigen L&#228;nder in Europa ist, das keinen Mindestlohn hat und fragen warum das so ist, aber es gibt halt keine Sendungen in denen die gnadenlosen Abzockpolitiker oder die Abzockmanager entlarvt werden. Man schaut nicht in die Wohnungen der Politiker oder Manager und zeigt den Menschen in welch gro&#223;z&#252;gigen Verh&#228;ltnissen die Menschen leben, die ihnen sagen, wie sie eine Wurst teilen k&#246;nnen, um so zwei Tage etwas zu Essen zu haben. Stattdessen wird ihnen aus dem Leben der Superreichen berichtet; Hollywoodstars, russische &#214;lmagnaten, Musiker. So hat man was zum tr&#228;umen. Dass einige Politiker in Aufsichtsr&#228;ten sitzen und ebenfalls ein Einkommen haben, das sich mit dem der ‚Stars’ messen kann, ist seltener Teil der Berichterstattung.</p>
<p>Das Programm muss aber auch &#252;berschaubar sein. Also reichen Sendungen &#252;ber Asoziale, abzockende Hartz-IV Empf&#228;nger, Superstars und n&#228;chtlicher Erotik bei der man auch noch Geld gewinnen kann, wenn man ein Wort mit ‚S’ err&#228;t. Die Frage die man nun an Reich-Ranicki stellen sollte ist doch: Wie viel Qualit&#228;t vertr&#228;gt der Zuschauer? und Ist das Fernsehen &#252;berhaupt ein Medium, das f&#252;r Qualit&#228;t stehen sollte? Wer sich nicht f&#252;r B&#252;cher interessiert wird sich auch keine Sendungen &#252;ber B&#252;cher ansehen. Wer sich nicht f&#252;r das Leben der Indios in Lateinamerika interessiert wird sich dar&#252;ber auch keine Sendungen ansehen. Wenn die Qualit&#228;t im Fernsehen bem&#228;ngelt wird, so ist das Problem viel weitreichender und mit mehr Literatursendungen nicht zu l&#246;sen.</p>
<p>Das ein riesiges Problem in Deutschland nun mit dem Fernsehen verkn&#252;pft wird ist bezeichnend. Viele Menschen haben keinen Zugang zu Bildung und Kultur. Diese sind einfach nicht finanzierbar, hei&#223;t es dann. Wenn ein Wirtschaftsprofessor den Hartz-IV Satz weiter k&#252;rzen will und vorrechnet wie man mit 132€ locker &#252;ber die Runden kommt, dann kann man doch nicht noch die Kultur bezahlen, oder?</p>
<p>Ich frage mich, ob die Leute wirklich einsehen, was das eigentliche Problem ist, das sich nur zuf&#228;llig(?) in der Qualit&#228;tsdebatte &#252;ber das Fernsehen &#228;u&#223;ert. Es geht um Lebensqualit&#228;t; und von der k&#246;nnen die meisten leider zurzeit nur tr&#228;umen.</p>
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		<title>Lesen wir in Zukunft noch B&#252;cher, Magazine und Zeitungen?</title>
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		<pubDate>Thu, 19 Jun 2008 06:55:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raphael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Fakten liegen auf dem Tisch: Den Zeitungen laufen die Abonnenten davon und wandern ab ins Internet, um sich zu informieren. Das Ende des Printjournalismus scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Es wird alles digitaler. Doch es werden bei solchen Prophezeiungen einige nicht ganz unwichtige Details vergessen:

Die Gewohnheit
Die technische Entwicklung
Das Interesse der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Fakten liegen auf dem Tisch: Den Zeitungen laufen die Abonnenten davon und wandern ab ins Internet, um sich zu informieren. Das Ende des Printjournalismus scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Es wird alles digitaler. Doch es werden bei solchen Prophezeiungen einige nicht ganz unwichtige Details vergessen:</p>
<ul>
<li>Die Gewohnheit</li>
<li>Die technische Entwicklung</li>
<li>Das Interesse der Elektronikhersteller an nicht zu schneller Entwicklung</li>
</ul>
<p>Morgens zum Fr&#252;hst&#252;ck eine Zeitung auf dem Tisch liegen zu haben um in dieser zu schm&#246;kern ist mehr als der schiere Wille zur Information. Es geht dabei um Lebensstil, um Tradition und um eine angenehme Gewohnheit. Wer sitzt schon wirklich gerne mit seinem Br&#246;tchen und seinem Kaffee kurz nach dem Ausstehen am Bildschirm und holt sich so die ersten Kopfschmerzen des Tages ab?</p>
<p>Denn immer noch verursachen Computerbildschirme Kopfschmerzen, oder bei nicht so anf&#228;lligen Mitmenschen eine viel st&#228;rkere Erm&#252;dung der Augen, als das Papier. Die Technik ist noch nicht so weit, dass digitales lesen den selben Komfort bietet wie analoges Lesen. Auch wenn mittlerweile durchaus Ger&#228;te konstruiert werden, die schon sehr nahe an die Augenfreundlichkeit des Papiers herankommen.</p>
<p>Doch technische Entwicklung ist in einem kapitalistischen System keine Frage des allgemeinen Wohls und Interesses, jedenfalls nicht prim&#228;r, sondern wird eben von den Firmen vorangetrieben, die Geld in diese Entwicklung stecken, bzw. gesteckt haben. Und da sind bahnbrechende Fortschritte nur selten zu erwarten, wie man beispielsweise der Entwicklung von Prozessoren entnehmen kann. Die Geschwindigkeit steigt so langsam, dass es f&#252;r jeden Menschen &#8220;notwendig&#8221; ist, sich alle zwei bis drei Jahre einen neuen Computer zuzulegen. Das wir schon seit etlichen Jahren Prozessoren bauen k&#246;nnen, die die Geschwindigkeit haben, die uns heute in der Werbung als revolution&#228;r angepriesen wird, zeigt das. Bei Bildschirmen ist das nicht besonders anders. Bezahlte man sich noch vor drei Jahren dumm und d&#228;mlich, wollte man einen 22&#8243; Bildschirm sein eigenen nennen, ist dies heute die Standardgr&#246;&#223;e geworden und somit auch zum Standardpreis zu haben. Technisch hat sich da nicht viel ge&#228;ndert.</p>
<p>Wollen wir also Print wirklich beerdigen, m&#252;ssten wir voraussehen k&#246;nnen, wann genau wir portable Bildschirme als Massengut haben werden, die bezahlbar sind, d&#252;nn, leicht, f&#252;r die Augen so angenehm wie Papier, am besten noch knick- oder rollbar, mit einer &#228;hnlich angenehmen Habtik wie Papier und mit weiteren Vorteilen ausgestattet, die Papier nicht besitzen kann: Diese Bildschirme m&#252;ssten extrem belastbar sein und somit einen deutlichen Umweltvorteil gegen&#252;ber der Massenverwendung von Papier haben. Es m&#252;sste ein allgemein verst&#228;ndliches und anwendbares System gefunden und sich darauf geeinigt werden, wie B&#252;cher, Zeitungen und Magazine auf diese Screens zu laden und zu bezahlen sind.</p>
<p>Es hei&#223;t also durchaus vorsichtig sein mit Prognosen, wann wir kein Papier mehr verschwenden werden, um uns zu informieren. Dass dies unausweichlich ist, scheint aufgrund der Fakten eindeutig, aber Fakten geben selten die Gewohnheit des Menschen und die Struktur der M&#228;rket wieder. Ich f&#252;r meinen teil glaube an diese Entwicklung, aber bin immer vorsichtig, was Prognosen angeht. Sicher bin ich mir, dass die Tageszeitung weiter Probleme haben wird ihre Leser nicht an Internet zu verlieren, die sich dort schneller, pluraler und direkter informieren k&#246;nnen. Inwieweit sich das aber auch auf Magazine oder gar B&#252;cher ausdehnen l&#228;sst, ist eine Frage der Entwicklung, die so nicht vorauszusagen ist.</p>
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		<item>
		<title>Wir leben Online</title>
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		<pubDate>Tue, 03 Jun 2008 10:50:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raphael</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[Gerade im geisteswissenschaftlichen, dem Buch noch verbundenen, Milieu sto&#223;en einige meiner Thesen immer wieder auf Unverst&#228;ndnis. So auch meine These, dass sich immer mehr &#8220;Leben&#8221; Online im Internet abspielen wird. Dass sich die Gesellschaft und vor allem die Struktur der Gesellschaft, die wir Informationsgesellschaft nennen, immer mehr ins Netz verlegt. Nicht allein, aber noch haupts&#228;chlich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gerade im geisteswissenschaftlichen, dem Buch noch verbundenen, Milieu sto&#223;en einige meiner Thesen immer wieder auf Unverst&#228;ndnis. So auch meine These, dass sich immer mehr &#8220;Leben&#8221; Online im Internet abspielen wird. Dass sich die Gesellschaft und vor allem die Struktur der Gesellschaft, die wir Informationsgesellschaft nennen, immer mehr ins Netz verlegt. Nicht allein, aber noch haupts&#228;chlich zur Informationsbeschaffung. Damit meine ich nicht nur den reinen Newskonsum, sondern auch die Filmchen auf Youtupe und Youporn, die Witze im Nachbarschaftsforum, die Zitate, Esoterik- und Gesundheitstipps, die Fett-Beine-Po-&#220;bungen als Pdcast und vieles mehr. Diesen Trend k&#246;nnen wir seit einigen Jahren beschreiben, soweit nichts neues. Dem w&#252;rde sicher auch noch ein jeder meiner Leser zustimmen k&#246;nnen, partizipiert er doch gerade mit dem Lesen dieses Textes an genau diesem digitalen Informationsprozess.</p>
<p>Doch meine st&#228;rkere These wird meistens nicht mitgetragen: dass die Informationsgesellschaft, die sich immer mehr und bald sicher haupts&#228;chlich, Online abspielt, sich ausdehnt auf alle Bereiche der Gesellschaft und die schier unendliche Informationsgewalt des Internets nur der Vorbote daf&#252;r ist, dass sich Gesellschaft mittlerweile als Ganzes Online abspielt. Damit meine ich nicht, dass wir nur noch digital Leben. Ich meine aber, dass digitale Identit&#228;ten sich nicht mehr zwangsl&#228;ufig von &#8220;realen&#8221; Identit&#228;ten unterscheiden. Stichwort: digitale Reputation.  So anonym wir uns auch f&#252;hlen im Netz und meinen, deshalb Rollen annehmen zu k&#246;nnen, die wir &#8220;real&#8221; aufgrund wie auch immer gestrickter Konventionen nicht ausleben, unterdr&#252;cken oder schlicht nicht in dem Ma&#223;e anwenden, wie viele dies Online tun. Dass sich dieses massenhafte Verhalten auf die Gesellschaft und deren Konventionen zur&#252;ckwirken muss, ist aber sicher keine starke These. So sich Verhaltensweisen sehr Vieler &#228;ndert, werden sich Konventionen &#228;ndern.</p>
<p>Es h&#228;ngt also an der Anonymit&#228;t und was passieren wird, wenn diese nicht mehr einfach angenommen wird, sobald man sich ins Internet begibt. Darauf hinzuweisen, wie viele Spuren ein jeder von uns im Netz hinterl&#228;sst ist m&#252;&#223;ig, da haben andere (z.B. das <a href="http://www.fixmbr.de/get-privacy-gescheitert/">stillgelegte</a> Projekt <a href="http://www.get-privacy.info/">get privacy</a>) sich schon die Finger wund geschrieben. Was passiert, wenn das sich in den K&#246;pfen derer festsetzt, die ihre vermeintliche Anonymit&#228;t im Netz ausleben, dar&#252;ber l&#228;sst sich nur spekulieren. In der letzten Zeit werden aber immer mehr F&#228;lle bekannt, wo genau dieses verhalten im Netz auf das reale Leben zur&#252;ckwirken. So wurde jetzt beispielsweise der <a href="http://www.lorm.de/2008/05/26/wie-studivz-der-jungen-union-zum-verhaengnis-wurde/">Gesch&#228;ftsf&#252;hrer des CDU-Kreisverbandes Schwalm-Eder Thomas M&#252;ller seines Amtes</a> enthoben, weil er im Studentennetzwerk <a href="http://www.onezblog.de/item/2007/09/die-witzigsten-gruppennamen-im-studivz/">StudiVZ</a> in folgenden Gruppen Mitglied war, die als politisch nicht akzeptabel aufgefasst wurden:</p>
<ul>
<li>Nach Frankreich fahr ich nur auf Ketten</li>
<li>Krieg ist schei&#223;e, aber der Sound ist geil</li>
<li>Brot f&#252;r die Welt – Fleisch f&#252;r mich</li>
<li>W&#228;r’ ich Kreuzritter gewesen, h&#228;tten wir Jerusalem noch</li>
</ul>
<p>Onlineverhalten wirkt also direkt auf reale Identit&#228;t, wird als zur Pers&#246;nlichkeit zugeh&#246;rig betrachtet und gewertet. Allerdings nicht nur in skandal&#246;ser Art und Weise, sondern durchaus auch positiv. So werden engagierte Bef&#246;rderer z.B. wichtiger Open Source Projekte eben als F&#246;rderer des Gemeinwohls wahrgenommen und gew&#252;rdigt (als Beispiel mag Jimmy Wales dienen, der Begr&#252;nder der Wikipedia). Oder nehmen wir als Beispiel den Chaos Computer Club, der gerade in letzter Zeit im Verlauf der &#246;ffentlichen Diskussion um Vorratsdatenspeicherung vermehrt in Medien als Kompetenzorgan und unabh&#228;ngiger Expertenrat angerufen wird. Nicht, dass der CCC rein auf das Internet beschr&#228;nkt arbeitet, aber durch dieses eben doch haupts&#228;chlich die Aufmerksamkeit generiert und bekommen hat, die ihm die Funktion des Sprachrohrs im Falle der Vorratsdatenspeicherung hat zukommen lassen. Das liegt auch und meiner Meinung nach vor allem an einer ungemein positiven Reputation dieses Clubs und vieler Einzelpersonen innerhalb des CCC, der &#252;ber Jahre aufgebaut wurde und das eben Online.</p>
<p>Wir werden uns also in Zukunft mit dem Thema besch&#228;ftigen m&#252;ssen. Sowohl als Individuen, als auch als Gesellschaft. Das Internet ist kein von der Gesellschaft abgeschotteter Raum mehr. Wir m&#252;ssen uns jeder einzeln dazu verhalten, dass ein neuer gesellschaftlicher Raum entsteht, &#252;ber den wir nicht viel wissen, der Gefahren und Chancen bietet, von denen wir nicht viel wissen. Ein Raum, der uns Freiheit und Einschr&#228;nkung gleicherma&#223;en bietet und zu dem wir uns auch so verhalten m&#252;ssen, dass wir uns in ihn einleben und uns das Internet und seine Funktionsweisen, M&#246;glichkeiten und Risiken bewusst machen. Doch diese Aufgaben sind keineswegs nur Aufgaben, die sich an das Individuum stellen, sondern zugleich eine Aufgabe an die Gesellschaft, sich &#252;ber ihren Wertekanon bewusst zu werden und diesen anzupassen. Das dies sicherlich passiert und in Zukunft verst&#228;rkt passieren wird, nimmt uns n&#228;mlich keineswegs die Verantwortung, sondern verst&#228;rkt diese.</p>
<p>Es stellen sich also Fragen um die Entwicklung und wie wir auf diese reagieren und diese mitgestalten. Das Internet als eine Plattform anzunehmen, das Raum zur Gestaltung bietet und nicht als unversteh- und unver&#228;nderbar uns gegen&#252;bertritt. Das zu verinnerlichen und anzuwenden k&#246;nnte eine der wichtigsten Aufgaben an Gesellschaft und deren Mitglieder jetzt zu Anfang des neuen Jahrtausends sein, auch wenn ich mich da nicht zu weit aus dem Fenster lehnen will. Es gilt die Informationsflut und -wut zu nutzen und so einen gro&#223;en Teil gesellschaftlicher Ungleichverteilung abzubauen: Wissen- und Informationsdefizite.</p>
<p>Ich hoffe, dass eine Diskussion &#252;ber diesen eher in das Thema einf&#252;hrenden Artikel folgende Diskussionen und Fragen fruchtbar macht.</p>
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		<title>Relevanz als Inszenierung</title>
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		<pubDate>Thu, 22 May 2008 12:11:47 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abc</dc:creator>
				<category><![CDATA[Medien]]></category>

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		<description><![CDATA[ Dieser Beitrag ist eine Reaktion auf oxenzeams Kommentar zur Relevanz der Endlosrekursion und zugleich eine Reflexion auf meinen eigenen Artikel Wer ist frei?
Vielleicht fand ich meine Ironie zu uninteressant oder zu h&#228;sslich um sie ordentlich zum Ausdruck zu bringen, da aber ihr Thema nun aufgegriffen worden und meinen Artikel dabei sogar angesprochen wird, m&#246;chte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p> Dieser Beitrag ist eine Reaktion auf <a href="http://www.endlosrekursion.de/235/autoren-gesucht/#comment-380">oxenzeams Kommentar</a> zur Relevanz der Endlosrekursion und zugleich eine Reflexion auf meinen eigenen Artikel <a href="http://www.endlosrekursion.de/238/wer-ist-frei/"><em>Wer ist frei?</em></a></p>
<p>Vielleicht fand ich meine Ironie zu uninteressant oder zu h&#228;sslich um sie ordentlich zum Ausdruck zu bringen, da aber ihr Thema nun aufgegriffen worden und meinen Artikel dabei sogar angesprochen wird, m&#246;chte ich jetzt, obwohl die Peinlichkeit der Explikation ironischer Rede mir &#228;sthetisch zuwider ist, eine Enth&#252;llung der Ironie vollziehen; sie war zum Scheitern verurteilt und kann deshalb hier, ohne mein Beileid, sozusagen zur Strafe entbl&#246;&#223;t werden – niemand wird ihre Latenz vermissen oder der Verlust ihrer wackeligen Eleganz bedauern.</p>
<p>Relevanz ist eine Floskel. Mit dieser Aussage soll nicht, oh nein, gesagt werden, dass Floskeln a priori zu verurteilen sind, aber sie weist auf ein der Relevanz innewohnendes Problem hin: Floskeln sind grunds&#228;tzlich nicht relevant. Diese Irrelevanz der Relevanz zeigt sich &#252;berall in unserer (relevanten) Gegenwart, besonders deutlich bei dem Inbegriff der Relevanz, die Politik. Im gew&#246;hnlichen regul&#228;ren Parlamentarismus sind Opposition und Mehrheit kommensurabel, sie haben einen gemeinsamen Ma&#223;stab und bilden damit eine regul&#228;re Beziehung, eine normierte Beziehung. Es gibt hier keine wirklich radikale Wahl: Die Entscheidung ist eine Frage der Nuance, des feinen Unterschieds.</p>
<p>Meinungsunterschiede werden deutlich und am Ende entscheidet eine kleine Gruppe, die mal das eine, mal das andere w&#228;hlt, wie es dieses Mal l&#228;uft. Damit m&#246;chte ich gar nicht sagen, dass man sich f&#252;r die gegenw&#228;rtige Politik nicht interessieren oder sich mit ihr nicht auseinandersetzen sollte, nur soll deutlich werden: Politik ist keine Ausnahme, keine Neuigkeit; sie ist viel eher eine Floskel, gewiss, keine schlechte, aber auch keine relevante. Das Besprechen von ihr wiederholt sich ins Unendliche, sowie sie selbst. Die Politik arbeitet &#252;ber sehr lange Zeit mit denselben Problemen, sie schwankt zwischen kleinen Nuancen und kleinen Unterschieden. Politik ist in diesem Sinne zum gro&#223;en Teil Konjunktur: Dies Jahr schwarz, n&#228;chstes rot, dieses Bundesland schwarz, n&#228;chstes rot. Jede Konjunktur ist sehr wichtig, aber sie ist nicht relevant, sie &#228;ndert sich nur um wieder sich dem Ausgangspunkt zuzuwenden. Vielleicht wird sich &#252;ber lange Zeit etwas Grunds&#228;tzliches ge&#228;ndert haben, aber dann nicht wegen der Konjunktur sonder wegen der Entwicklung. Vieles hat sich in Deutschland seit dem Mauerfall ge&#228;ndert, aber in gewisser Hinsicht auch nichts. Die &#196;nderungen, die stattgefunden haben, schienen kleine und vorhersehbare gewesen zu sein. Nicht die gegenw&#228;rtige Politik ist relevant, sondern alles das, was zu ihr gef&#252;hrt hat und was sich in ihr verbirgt. Anders gesagt: Richtig relevant ist die n&#228;chste Wahl nicht, sie wird in vielerlei Hinsicht genauso wenig ver&#228;ndern wie die letzte; relevant ist, wie es dazu kam, dass Wahlen heute so sind wie sie sind und wie man diese Art von Politik rechtfertigen und kritisieren kann. D.h. relevant ist nicht, ob schwarz oder rot dran ist, sondern das System, in dem sich schwarz und rot hin und her bewegen.</p>
<p>Diese Argumentation ist ein performativer Beweis f&#252;r die Floskelhaftigkeit der Relevanz. Sie folgt einer sehr ordin&#228;ren Figur der Verschiebung der Lokalisierung der Relevanz von der unmittelbaren T&#228;tigkeit zu der Struktur, in der diese sich organisiert. Beides jedoch ist irrelevant: die einzelne T&#228;tigkeit und die allgemeiner Struktur. Das was relevant ist die Art und Weise wie wir uns zu diesen verhalten. Die Formen, in denen diese Reflexion sich vollzieht, sind die entscheidende Instanz, denn sie gestalten unsere Selbstverh&#228;ltnisse und die Gemeinschaftsverh&#228;ltnisse, die letztendlich unsere Subjektivierung bestimmen. Relevant ist also nicht so sehr das, was in der &#214;ffentlichkeit gesagt wird, auch nicht die &#214;ffentlichkeit als Struktur, sondern die Weise wie wir uns zu &#214;ffentlichkeit verhalten: Was sind unsere Vorstellungen und Redeweisen &#252;ber diese und wie etablieren sie sich? Was ist der Diskurs?</p>
<p>Schon wieder strahlt die Floskelhaftigkeit der Relevanz in ihrer ganzen F&#252;lle: Wir bewegen uns weiter, verfolgen die Relevanz von der einen Stelle zur anderen und die floskelhaften Argumenten langweilen uns zwar, aber, ach, sie sind gut. Dass Relevanz eine Inszenierung ist, scheint mir durch meine zwei argumentativen Performances wenigstens eine gewisse Plausibilit&#228;t gekriegt zu haben. Etwas ist nicht relevant, sondern wir inszenieren es als relevant bzw. es ist relevant, weil wir es als solches inszenieren. Das ist kein gro&#223;artig erstaunliches Ergebnis und auf jeden Fall nicht mein Verdienst. Das macht die Relevanz auch nicht weniger wichtig, aber es zeigt eines: Die Relevanz und ihre Inszenierung (in einem Blog z.B.) sind irrelevant und zwar weil sie eine Frage der Aufmerksamkeit sind und nicht eine der Sache selbst. Ein Blog ist „relevant“, wenn er viel Aufmerksamkeit kriegt. Seine Relevanz liegt darin, dass Leute daran Interesse haben. Zur Sache selbst ist damit nichts gesagt, d.h. f&#252;r die Sache als solche ist die Relevanz irrelevant, denn sie benennt nur die Aufmerksamkeit auf die Sache. Z. B. k&#246;nnte jener deutsche klassische Philosoph, der mir in meinem Frage-Antwort-Spiel zustimmen w&#252;rde, Folgendes sagen: Die Ethik ist nicht „relevant“, sie ist eine Forderung und sie ist das Wichtigste &#252;berhaupt. Eben Relevanz verfehlt das Wesen der Ethik: Ihre Form ist grunds&#228;tzlich nicht diejenige der Relevanz, sondern die der Forderung.</p>
<p>Ich habe meine „Sache“ halbherzig in den Kontext eines Quiz’ gestellt. Quiz ist immer „relevant.“ Das Gewinnspiel ist die Mutter der Aufmerksamkeit, als Politik und als Quiz. Oder besser: Quiz schafft Relevanz – wenn es etwas zu gewinnen gibt, dann ist es relevant die Antwort zu kennen. Diese Inszenierung war eine Ironisierung &#252;ber das Problem, wie und wann etwas relevant ist. Vor allem hinsichtlich der Frage der Politik oder der &#246;ffentlichen Debatte, denn wie kann z.B. eine Diskussion der Ethik in dieser auftreten? Als Quiz? Der Quiz entpolitisiert, er l&#228;sst seine Sache harmlos erscheinen, als eine blo&#223;e Seminaristenarbeit vielleicht. Ist er eventuell der Rettungswagen dessen, was in der Politik nicht diskutiert wird, z.B. weil es nicht relevant ist? Oder ist er vielmehr der Tod desselben, weil seine Relevanz die Relevanz der Sache sterben l&#228;sst?</p>
<p>Auf der Endlosrekursion wurde relativ oft und in vielen Kontexten diskutiert was relevant ist und wie die Endlosrekursion an Relevanz gewinnen kann, d.h. wie sie ein gr&#246;&#223;eres Publikum erreichen kann. Die Bezugnahme zur Gegenwart wurde in dem Zusammenhang immer wieder als notwendig hervorgehoben; mir scheint jedoch nicht die Rezension von B&#252;chern oder Kommentare zu Debatten in den „Medien“ grunds&#228;tzlich eine Bezugnahme zur Gegenwart zu sein. Wieder stellt sich die Frage: Wie orientieren wir uns? Wie bestimmen wir unsere Gegenwart? (Wer ist frei?) Die Gegenwart ist tats&#228;chlich eine Endlosrekursion. „Wir machen alles selbst!“ steht in dem Nachlass jenes Philosophen. Wir m&#252;ssen uns fragen, wie einen Bezug zur Gegenwart geformt sein kann und ob „Relevanz“ &#252;berhaupt als Ma&#223;stab funktionieren kann. Sind nicht die meisten Rezensionen, Artikel und Kommentare durchaus irrelevant und sogar noch langweilig?</p>
<p>Die Frage wie Philosophie inszeniert werden kann, sollte durch die Inszenierung meiner Zusammenfassung einer Seminaristenarbeit gestellt werden. War es banal? War es uninteressant oder egal? Vielleicht, aber relevant war es auf keinen Fall. Es sollte auch gar nicht relevant sein, sondern im Gegenteil die Relevanz parodieren. Fernsehphilosophen sind m.E. f&#252;rchterlich; nicht weil sie im Fernsehen auftreten, sondern weil sie Relevanz in einer so merkw&#252;rdigen Art und Weise inszenieren. Sie glauben, sie k&#246;nnten zu allem etwas sagen. Philosophische Situationen sind aber ganz anderer Art: Sie dr&#252;cken Inkommensurabilit&#228;t aus, zwischen Macht und Wahrheit, Ausnahme und Konservativit&#228;t, Liebe und Tod.</p>
<p>Mein Beitrag war wie gesagt halbherzig und meine Ironie nicht sonderlich interessant, ihre Frage jedoch war relevant: Sollen wir Relevanz inszenieren (mit einem Quiz etwa oder durch Bezugnahme auf die Debatte durch Rezensionen u.&#228;.) oder k&#246;nnen wir Gegenwart anders schaffen? Sie sagte: Es ist in dem Bruch mit der Gegenwart, dass Relevanz entsteht.</p>
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		<title>StudiVZ: Die witzigsten Gruppennamen (3)</title>
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		<pubDate>Wed, 02 Apr 2008 10:31:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Jetzt also die dritte Ausgabe der witzigsten Gruppennamen im StudiVZ. Nachdem die beiden ersten StudiVZ-Listen f&#252;r viel Erheiterung gesorgt haben, bin ich in die Tiefen des studentischen Sozialisationsverhaltens gestiegen und habe die schier unendliche Masse der sich f&#252;r beeindruckend witzig haltenden Profilneurotiker durchw&#252;hlt und hier ist das Ergebnis. Eigentlich wollte ich ja mit der ersten [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt also die dritte Ausgabe der witzigsten Gruppennamen im StudiVZ. Nachdem die beiden <a href="http://www.endlosrekursion.de/114/die-witzigsten-gruppennamen-im-studivz-2/">ersten</a> <a href="http://www.onezblog.de/item/2007/09/die-witzigsten-gruppennamen-im-studivz/">StudiVZ-Listen</a> f&#252;r viel Erheiterung gesorgt haben, bin ich in die Tiefen des studentischen Sozialisationsverhaltens gestiegen und habe die schier unendliche Masse der sich f&#252;r beeindruckend witzig haltenden Profilneurotiker durchw&#252;hlt und hier ist das Ergebnis. Eigentlich wollte ich ja mit der ersten Liste der witzigsten MeinVZ Gruppen rauskommen, aber da gibt es so viele noch nicht. Sicher hat man von dort auch Zugriff auf das, was unsere studentische Elite in der Zeit seit bestehen ihres ureigensten  Soziotop  an Witz und Klamauk ins digitale eingespeist hat, aber die Breite der Bev&#246;lkerung scheint etwas anders gestrickt zu sein, als unsere Lernenden. Genug gesabbelt, ihr wollt die Gruppennamen:</p>
<ul>
<li>&#8230;et klatscht gleich, aber keinen Beifall, Frollein!</li>
<li>..wo ist denn bitte der schei&#223; Prinz mit seinem Gaul?</li>
<li>Alle wollen mit mir schlafen&#8230;dabei bin ich gar nicht m&#252;de!</li>
<li>Anatidenphobie: Die Angst, von einer Ente beobachtet zu werden</li>
<li>Bei Stromausfall ist die Gelegenheit g&#252;nstig, mit F&#246;n zu baden</li>
<li>Bielefeld?? Gibt es nicht!</li>
<li>Das Leben ist zu kurz um nur Dressur zu reiten</li>
<li>Deine Mutter ist der Endgegner</li>
<li>Die ICQ-History ist mein Ged&#228;chtnis</li>
<li>Die Stra&#223;enverkehrsordnung behindert meinen Fahrstil!</li>
<li>ECHTE M&#228;nner streiten nicht, sie spielen &#8220;Schere-Stein-Papier&#8221;</li>
<li>Fast alle meine Gruppen werfen ein schlechtes Licht auf mich</li>
<li>Es ist rosa&#8230; es glitzert&#8230; ich schmei&#223;&#8217; es in den M&#252;ll</li>
<li>Frauen Komplimente zu machen ist wie Topfschlagen im Minenfeld!</li>
<li>F&#252;r mehr sch&#246;ne M&#228;nner in Pornos</li>
<li>Ganz sch&#246;n laut hier! Ja, dann halt doch die Fresse!</li>
<li>Gegen die Diskriminierung vom Pott sein Dialekt</li>
<li>Ich bin Single, gibt&#8217;s da was von Ratiopharm?!?</li>
<li>Ich bin so positiv, ich zieh&#8217; die ganze negative Scheisse an!</li>
<li>Ich bin wie Peter Pan &#8211; kein St&#252;ck erwachsen, aber derbe cool!</li>
<li>Ich fahr&#8217; durch den McDrive und esse auf dem Parkplatz</li>
<li>Ich gucke auf die Uhr und wei&#223; danach nicht wie sp&#228;t es ist</li>
<li>Ich nehm Rihanna bald ihren beschissenen Umbrella weg!</li>
<li>Ich will ein &#196;ffchen mit Hut das Bier trinkt!!!</li>
<li>Klausurenphase kommt immer so PL&#214;TZLICH&#8230;</li>
<li>Lieber 5 Kilo zu viel als Topfigur mit Hackfresse.</li>
<li>MC Donalds hat angerufen..deine Mudder steckt inner Rutsche fest</li>
<li>Mein Leben muss sich echt f&#252;r verdammt witzig halten.</li>
<li>My english is so good that makes me nobody so quickly after</li>
<li>Nukular, das Wort hei&#223;t nukular!</li>
<li>Reiten &#8211; endlich was zwischen den Beinen was auf mich h&#246;rt</li>
<li>Rettet die Erde! Sie ist der einzige Planet mit Schokolade!</li>
<li>Satt gibt`s nicht &#8211; es gibt nur Hunger oder schlecht!</li>
<li>Schade, da&#223; man Bier nicht ficken kann</li>
<li>Sei bitte einmal ruhig, ich habe keine Zeit dich zu ignorieren</li>
<li>StudiVZ ist wie Bunte lesen &#8211; nur mit Leuten, die man kennt</li>
<li>Unser Schulsystem muss noch viel lernen</li>
<li>Wahllos K&#246;rperteile abschneiden und sich damit bewerfen</li>
<li>Was soll das dumme ansto&#223;en, ich will jetzt saufen !!!</li>
<li>Wenns mich 2x g&#228;b&#8230; ich w&#252;rde mich selbst ficken</li>
<li>Wer nicht &#252;berzeugen kann, sollte wenigstens Verwirrung stiften</li>
<li>Wer nur auf den Charakter achtet ist oberfl&#228;chlich</li>
<li>Will nicht wissen wer alles anonym auf meine Seite masturbiert</li>
<li>Wir gl&#252;hen nicht vor, wir fackeln uns ab</li>
<li>Zwei Kekse schmecken doppelt so gut wie ein Keks!</li>
<li>Zu Hause immer m&#252;de &#8211; Auf Mallorca TOP FIT</li>
</ul>
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		<title>Text, einfach nur Text!?</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Mar 2008 17:09:07 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Einige werden es sicher schon bemerkt haben, dass wir heute Nacht das Design der Endlosrekursion ge&#228;ndert haben. Die Endlosrekursion sieht ab jetzt aus wie ein Blog und nicht mehr wie ein Magazin. Damit leiten wir die zweite Phase unseres Experiments ein. Erst Magazin, jetzt Blog und nach angemessener Testphase dann Blogazin!? Es wird sich zeigen, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Einige werden es sicher schon bemerkt haben, dass wir heute Nacht das Design der Endlosrekursion ge&#228;ndert haben. Die Endlosrekursion sieht ab jetzt aus wie ein Blog und nicht mehr wie ein Magazin. Damit leiten wir die zweite Phase unseres Experiments ein. Erst Magazin, jetzt Blog und nach angemessener Testphase dann Blogazin!? Es wird sich zeigen, wie wir uns in einem halben jahr aufstellen werden. Klar ist nur, dass wir bis zu unserem ersten Geburtstag in einem halben Jahr mit dem Design wie jetzt schreiben werden. Kleine &#196;nderungen vorbehalten.</p>
<p>Eigentlich sollte hier jetzt eine Auseinandersetzung, ein R&#252;ckblick auf die Magazinzeit stehen, aber ehrlich gesagt, sehe ich mich au&#223;er Stande dar&#252;ber vern&#252;nftig zu reflektieren. Wir haben viel Zeit damit verbraten Bildchen und Schnickschnack unseren Texten beiseite zu stellen und ich bin froh, dass dieses Design um einiges pflegeleichter ist. Ob die zus&#228;tzlich gewonnene Zeit ab jetzt in Texte investiert werden wird, bleibt abzuwarten. Auch, ob unsere Leser es genauso sehen. Bilder sind nun mal wirklich sch&#246;n und eigentlich hatten wir ja auch vor die Bildlast hier zu erh&#246;hen, bis uns das <a href="http://www.endlosrekursion.de/145/recht-so/">Urheberrecht</a> dazwischen gekommen ist.</p>
<p>Ge&#228;ndert hat sich so viel eigentlich nicht. Die Artikel werden jetzt nicht mehr thematisch, sondern ganz blogtypisch also chronologisch auf der Startseite angezeigt. Allerdings stehen die Neuigkeiten und die Fotografie jetzt nicht mehr als einzelne Bereiche, sondern sind auch integriert. Der grau hinterlegte Bereich ist nicht mehr der Textbereich, sondern die Seitenleiste, da die Endlosrekursion mit einem festen Rand ausgestattet wurde. Mir hat zwar dieses viele Wei&#223; sehr gut gefallen, allerdings sah es auf gr&#246;&#223;eren Bildschirmaufl&#246;sungen nun wirklich nicht sehr ansprechend aus. Zudem war so viel wei&#223; auf Dauer erm&#252;dend f&#252;r die Augen. Um diese noch weiter zu entlasten und so vielleicht den ein oder anderen Leser mehr dazu zu bringen unsere bisweilen sehr langen Texte besser lesen zu k&#246;nnen haben wir die Schrift gr&#246;&#223;er und dunkler gemacht. Auch den Zeilenabstand haben wir auf wissenschaftliche 1.5 vergr&#246;&#223;ert. Das Rot der Links ist kr&#228;ftiger geworden und &#252;berhaupt haben wir versucht die Kontraste besser hervorzuheben. Oben din der Navigation sind zwei weitere Bereiche hinzugekommen: <a href="http://www.endlosrekursion.de/autoren/">Autoren</a> und <a href="http://www.endlosrekursion.de/empfehlungen/">Empfehlungen</a>. Hier wollen wir einen Einblick geben, wer wir sind und was wir lesen. Diese Bereiche werden noch weiter erg&#228;nzt. Zum Vergleich nochmal <a href="http://www.endlosrekursion.de/wp-content/uploads/2008/03/endlosrekursion07.jpg"  rel="lightbox[roadtrip]">das alte Design</a> (klicken und dann vergr&#246;&#223;ern)</p>
<p>Soviel zum technischen. Inhaltlich hat sich ja nichts ge&#228;ndert, soll sich auch nicht. Ich bin allerdings wirklich gespannt, wie eure Reaktionen auf das neue Gesicht der Endlosrekursion ausfallen. Dabei w&#252;rde mich nicht nur eure &#228;sthetische Beurteilung interessieren, sondern auch den Eindruck, den die ver&#228;nderte Endlosrekursion auf euch im Vergleich zur alten Endlosrekursion macht. Also wie wirkt die Endlosrekursion jetzt. Fort- oder R&#252;ckschritt?</p>
<p>Ich frage, da momentan gef&#252;hlte Horden der Blogosph&#228;re Magazindesigns aufsetzen. Nur wir gehen zur&#252;ck und sind wieder Blogger, bis auf den bescheidenen Unterschied, dass unsere Texte nicht so ganz ins Blogkorsett passen wollen. Keine Frage Magazine sehen professioneller aus als bisweilen plump und subjektiv wirkende Strukturen eines Blogs. Allerdings scheint mir die Differenz zwischen Inhalt und Form oft genug zu gro&#223;, zu unpassend wirkt die Aufmachung. Vielleicht ist es gerade das naive Understatement meines Bloganfangs was mich gereizt hat wieder den Schritt zur&#252;ck zu machen. Denn eigentlich denke ich, dass Blogs ein ideales Kommunikationsmedium darstellen und eine Magazinaufmachung unn&#246;tige Distanz schafft. Denn ich will den Diskurs, den Disput, die Diskussion. Nur eben nicht mit Leuten, die meinen, es reichen zwei S&#228;tze der Zustimmung in den Kommentaren aus mich auf ihr durchgestyltes aber irgendwie nichts-sagendes Profi-Blog zu ziehen. Ein Klick, ein m&#252;des L&#228;cheln und weiter bin ich unterwegs auf der digitalen Suche nach gleichgesinnten Schreibern, egal ob sie ihre Kommunikationsplattform Blog, Magazin, Zwitter oder schlichtweg Homepage nennen.</p>
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		<item>
		<title>Wissen Macht Medien</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/146/wissen-macht-medien/</link>
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		<pubDate>Sun, 02 Mar 2008 21:55:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe gerade ein Interview im Tagesspiegel mit dem Darmst&#228;dter Soziologen Michael Hartmann gelesen, der seinen Schwerpunkt auf die Erforschung von Eliten setzt. Mir ist dabei eine Textstelle besonders ins Auge gefallen. Hartmann antwortet auf die Aussage des Interviewers, dass Spitzenmanager mehr leisten, mehr Steuern zahlen und immer die Gefahr best&#252;nde, dass sie abwandern:
Dieses Legitimationsmuster [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe gerade ein Interview im Tagesspiegel mit dem Darmst&#228;dter Soziologen Michael Hartmann gelesen, der seinen Schwerpunkt auf die Erforschung von Eliten setzt. Mir ist dabei eine Textstelle besonders ins Auge gefallen. Hartmann antwortet auf die Aussage des Interviewers, dass Spitzenmanager mehr leisten, mehr Steuern zahlen und immer die Gefahr best&#252;nde, dass sie abwandern:</p>
<blockquote><p>Dieses Legitimationsmuster h&#228;lt keiner empirischen &#220;berpr&#252;fung stand.     Deutsche Topmanager k&#246;nnen nicht einfach ins Ausland gehen. Es gibt     keinen internationalen Markt f&#252;r Spitzenkr&#228;fte. Nur neun von 100 deutschen     Spitzenmanagern sind Ausl&#228;nder, vor allem &#214;sterreicher und Schweizer. In     Frankreich und Japan ist es jeweils einer. In den USA sind es f&#252;nf. Dennoch     wird das Argument gebetsm&#252;hlenartig wiederholt. <em><a href="http://www.tagesspiegel.de/kultur/Elite;art772,2481835">Quelle Tagesspiegel</a></em></p></blockquote>
<p>Ich m&#246;chte dies nicht nutzen einen weiteren Kn&#252;ppelschlag gegen die so genannten Eliten zu f&#252;hren, auch wenn ich meine, sie haben es nicht erst durch den Liechtensteiner Skandal der massenhaften Steuerhinterziehung verdient. Vielmehr habe ich diese Legitimation der astronomischen Geh&#228;lter von Managern bisher f&#252;r richtig gehalten. Diese Geh&#228;lter werden gerne von denjenigen, die sie beziehen, durch einen Vergleich legitimiert: Fu&#223;ballspieler verdienen auch riesige Summen und dort f&#228;nde das niemand ungerecht, schlie&#223;lich will man auch in der Bundesliga mal einem Ribery, Diego oder Toni beim Zaubern zusehen. Wenn Bayern, Bremen oder Schalke nicht so viel Geld auf den Tisch legen w&#252;rden, dann spielen diese Weltstars eben in England, Italien oder Spanien.</p>
<p>Doch wenn man Hartmann glauben schenken will, dann ist dieser Vergleich so falsch, wie unaufrichtig. Hier geben sich Manager einen Marktwert, den sie empirisch nicht best&#228;tigen k&#246;nnen. Wenn es keinen globalen Managermarkt gibt, dann muss anderes dahinter stecken, dass Unternehmen bereit sind, ihren h&#246;chsten Angestellten so viel Geld zu bezahlen. Da ich jetzt keine Spekulation anstellen will, was Unternehmen scheinbar un&#246;konomisch handeln l&#228;sst und wie viel pers&#246;nliche Seilschaften dabei eine Rolle spielen, konzentriere ich mich auf das Wissen, was scheinbar in der Gesellschaft verankert, aber falsch ist.</p>
<p>Dieses Ammenm&#228;rchen habe ich die letzten Jahre geglaubt. Ich h&#228;tte es wohl auch noch weitere Jahre geglaubt, wenn mir dieses Interview nicht in die H&#228;nde gefallen w&#228;re. Ich habe es vorher als Wissen betrachtet, habe es jetzt aktualisiert und werde es nicht mehr als Wissen ausweisen, sondern, wann immer ich dieses Argument h&#246;ren werde, als falsches Wissen zur&#252;ckweisen. Doch mit welchem Recht werde ich dies tun k&#246;nnen?</p>
<p>Hartmann spricht davon, dass die Abwanderungsgefahr der Spitzenmanager empirisch nicht haltbar sei. Er gibt Zahlen an, die darauf hinweisen, dass Spitzenmanager nicht abwandern. Doch ist es dadurch schon schl&#252;ssig? Nein, denn es k&#246;nnte durchaus von den Unternehmen argumentiert werden, dass die empirischen Zahlen nur deshalb zustande kommen, weil sie die Manager ja halten: mit Spitzengeh&#228;ltern. Wer kann dann dem jeweils anderen nachweisen, was richtig ist? Wir gelangen zur Frage nach dem Huhn und dem Ei. Dies ist eine Sackgasse f&#252;r den Laien, der einfach nicht gut genug mit der relevanten Materie vertraut ist, um Huhn und Ei voneinander zu trennen.</p>
<p>Wir leben in einer Laiendemokratie und m&#252;ssen bei jeder Wahl erneut entscheiden, was wir nicht entscheiden k&#246;nnen, weil wir durch falsche Informationen geleitet werden. Wir sind vielleicht in zwei bis drei Gebieten in der Lage uns eine qualifizierte Meinung zu bilden. In den meisten Entscheidungen, die wir demokratisch treffen sollen, k&#246;nnen wir nur irgendeine Meinung haben. Aus Gemeinpl&#228;tzen bilden wir uns mehr oder weniger scharfsinnige Erkl&#228;rungen f&#252;r die Meinung zu einem Thema. Aber liegt das daran, dass wir zu dumm sind? Ich denke nicht.</p>
<p>Ich denke indes, dass wir nicht genug informiert werden bzw. nicht richtig informiert werden. Die Vermittlung zwischen Politik und dem B&#252;rger ist zum einen die Aufgabe der Politik selbst, aber vor allem die Aufgabe der Medien. Zeitung, Magazine, Fernsehen und H&#246;rfunk sind nicht von Gesetz und Gesellschaft mit einer enormen Rechts- und Machtf&#252;lle ausgestattet um horrende viel Geld zu verdienen, sondern um die Informations- und Machtungleichheit zwischen Politik und B&#252;rger auszugleichen. Sicherlich will ihnen niemand verbieten auch weiterhin die Leute mit Big Brother Staffel 99 zu voyeurisieren, aber es nervt mich langsam, dass die Qualit&#228;t nach Leserzahlen und Einschaltquoten immer weiter gesenkt wird. Die &#214;ffentlichen k&#246;nnten das doch machen, ist eines der gern hervorgebrachten Argumente, wenn es darum geht, eben nicht die gesellschaftliche Verantwortung zu &#252;bernehmen. Aber dabei wird nicht nur vergessen, dass die &#246;ffentlich-rechtlichen Sender &#8220;nur&#8221; deshalb so viel Geld bekommen, um &#252;berhaupt einen Grundstock von unabh&#228;ngiger Berichterstattung zu garantieren. Das sagt noch nichts &#252;ber die Verantwortung aus, die alle Medien tragen, so sie sich auf die Pressefreiheit st&#252;tzen. Keine Freiheit ohne Verantwortung.</p>
<p>Es wird sich gerade unter den Eliten des Landes dar&#252;ber aufgeregt, dass die Herde Volk so dumm sei. Aber wie sollen sie denn auch an politische Informationen kommen, wenn die Zeitungen voll von Debatten sind, ob Angela Merkel Bundeskanzlerin geworden ist, weil sie jetzt die Haare sch&#246;n hat , ob Innenminister Sch&#228;uble deshalb so viel Sicherheit will, weil er vor einigen Jahren einem Messerattentat zum Opfer gefallen ist. Warum gehen die ach so intelligenten Eliten denn nicht besser mit ihrem Informationsauftrag um und fragen sich ob es richtig zu finden ist, was Sch&#228;uble da macht, ob vielleicht Angela Merkel ein b&#252;rgern&#228;heres Wahlprogramm hatte. Diese Psychologisierung der Wahlkampfberichterstattung ist wahrlich auf ein dummes Volk zurechtgeschnitten, das sich nicht die M&#252;he machen will, Politik zu verstehen und deshlab lieber nach Sympathie und neuen Haaren w&#228;hlt. Aber wiederum sind wir bei der Frage nach dem Ei und dem Huhn angekommen. Ist das Volk dumm oder wird es verdummt?</p>
<p>Es ist sicher nicht von der Hand zu weisen, dass sich W&#228;hler durch Frisuren und eloquentes Auftreten beim W&#228;hlen beeinflussen lassen. Es ist aber genauso wenig von der Hand zu weisen, dass ein Volk, das in einer so ausgepr&#228;gten Informationsgesellschaft lebt, noch viel st&#228;rker durch Medien beeinflusst wird.</p>
<p>Verkauft uns nicht immer f&#252;r dumm und wedelt abwehrend mit den H&#228;nden, irgendwas von Konsumenten schwafelnd, die das doch nur so wollen. Der Markt regelt sich durch Angebot und Nachfrage, nicht allein durch Einschaltquoten, Verkaufs- und Abonnementenzahlen. Das ist eindimensional und eben genau das, was ihr dem ach so dummen Volk vorwerft.</p>
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		<title>Recht so?</title>
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		<pubDate>Fri, 29 Feb 2008 00:41:53 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Ich habe gerade in einem paranoiden Anfall alle Bilder in den Artikeln der Endlosrekursion gel&#246;scht. In der Diskussion, die durch einige Lebensmittelfotos entstanden ist, ist mir heute klar geworden, auf welch d&#252;nnem Eis man sich f&#252;r ein paar illustrierende Bildchen in den Artikeln bewegt. Das ist es mir nicht wert.
Ich war bisher der Ansicht, die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe gerade in einem paranoiden Anfall alle Bilder in den Artikeln der Endlosrekursion gel&#246;scht. In der Diskussion, die durch einige Lebensmittelfotos entstanden ist, ist mir heute klar geworden, auf welch d&#252;nnem Eis man sich f&#252;r ein paar illustrierende Bildchen in den Artikeln bewegt. Das ist es mir nicht wert.</p>
<p>Ich war bisher der Ansicht, die Absicherung durch die Lizenzangabe bei allen Fotos auf Flickr sei ausreichend sorgf&#228;ltig um im Fall eines Urheberrechtsversto&#223;es auf Flickr bzw. denjenigen, der das Bild auf Flickr hochgeladen hat, verweisen zu k&#246;nnen, das Bild zu entfernen und so einer extrem teuren Abmahnung aus dem Weg gehen zu k&#246;nnen. Da habe ich mich wohl geirrt.</p>
<p>Es scheint so zu sein, ich bin ja wahrlich kein Jurist, dass das Urheberrecht keine Sorgfalt als Einschr&#228;nkung kennt. Damit ist man dran, auch wenn man theoretisch denjenigen der das Bild bei Flickr unter eine freie Lizenz gestellt hat wohl irgendwie verklagen kann. Aber erstens kommt man an den nicht dran und zweitens hat man trotzdem erstmal viel Geld bezahlt und bekommt es dann vielleicht wieder, wohl aber eben nicht. Vielleicht kann hier mal ein Jurist aufkl&#228;ren bzw. mir widersprechen, wenn ich gerade Unsinn erz&#228;hle.</p>
<p>Jedenfalls habe ich keine Lust potentielle 500-1500 Euro f&#252;r buntes Beiwerk zu bezahlen, wo es doch eindeutig hier auf den Inhalt der Texte ankommt und die Bildchen h&#246;chstens den &#228;sthetischen Gesamteindruck aufwerten bzw. den ein oder anderen Leser zum klicken animieren, der dann doch sp&#228;testens nach einem Abschnitt mit einem beil&#228;ufigen &#8220;pfff&#8221; weiterzieht im digitalen Nirvana.</p>
<p>Wir haben jetzt drei M&#246;glichkeiten. Wir verzichten in Zukunft auf Bilder. Wir kaufen f&#252;r jeden Beitrag Bilder. Wir machen selbst Bilder.</p>
<p>Wenn ich ehrlich bin, gef&#228;llt mir aus Trotz gerade M&#246;glichkeit Eins am besten, das muss man aber intern besprechen, alles hat Nachteile. Entweder ist es hier eben etwas eint&#246;niger, wobei ich das durch die schon geplante Designanpassung auffangen k&#246;nnte, oder man muss Geld ausgeben, oder man muss in Kauf nehmen, dass die begrenzten Ressourcen unserer eigenen Bilder noch weniger als eh schon zu den Artikeln passen.</p>
<p>Was meint ihr dazu?</p>
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		<title>Unspektakul&#228;re Kommunikation</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Jan 2008 11:39:51 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Raphael</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Digitale Kommunikation ist schwieriger zu begreifen, weil wir so wenig &#252;ber das Internet wissen. Als Kommunikationsform ist es unserer verbalen Ausdruck und deren Motivationen nicht verschieden. ]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es ist schwierig im Internet etwas zu etablieren was nicht laut, bunt und schnell ist. Es ist schwierig aus so vielen unterschiedlichen Gr&#252;nden, dass mir der Kopf raucht, wenn ich nur versuche daran zu denken. Die gern ins Feld gef&#252;hrte, resigniert wirkende Begr&#252;ndung des dummen, faulen und  nach Sensationen sabbernden Internetnutzers, hilft jedenfalls nicht weiter, auch wenn sie einige, sicherlich richtige Allgemeinpl&#228;tze bedient.</p>
<p>Mittlerweile ist jeder im Netz. Nicht nur die Dummen. Und w&#252;rde man Umfragen erstellen, bin ich mir sicher, dass die Panorama-Rubrik &#252;ber B-Promies, nackte Tatsachen, Babyb&#228;uche und Peinlichkeiten im Dschungel des Rampenlichts auch von allen gelesen werden und die ungemein hohen Klickzahlen bei solchen Themen nicht dem biertrinkenden, nichtsnutzigen und vor allem dummen Prekariator angeh&#228;ngt werden, der sich mit Links zitternd durch das Internet wichst.</p>
<p>Eine Gesellschaft, die die Br&#252;ste von Pamela Anderson zum eigentlichen Thema ihres medialen Interesses macht, ist nicht oversexed, werteverlassen oder kurz vor ihrer Apokalypse, sondern ganz einfach gelangweilt und vergessen worden in der Flut von Informationen. Man sucht, was man kennt.</p>
<p>Das Internet hat seine eigene Form der Informationsverarbeitung. Am Bildschirm liest es sich anders, als in der Zeitung. In der Anonymit&#228;t wird das zu Konsumierende anders ausgew&#228;hlt, als am Zeitungskiosk. Und selbst da interessiert sich kaum jemand f&#252;r  die Themen der Endlosrekursion. Man kann aus dieser Erkenntnis Kapital schlagen und vermehrt &#252;ber &#8220;spektakul&#228;re&#8221; Themen schreiben. Ich tue das auf einigen meiner digitalen Erzeugnisse. Hier wird dies nicht passieren, dar&#252;ber haben wir uns auf unserem Endlosrekursions-Treffen am Freitag verst&#228;ndigt. Was bleibt, ist die Interpretation von Erfolg. Die Frage, wie viele Leser m&#246;glich sind, ohne die Themen zu wechseln, ist grundlegend, um beurteilen zu k&#246;nnen, ob man sogar an den potentiellen Leser vorbei schreibt und die Endlosrekursion ihrem Namen alle Ehre macht, indem sie sich in einem solipsistischen Kreisel um ihre eigene Achse dreht.</p>
<p>Massen wollen wir nicht bewegen und sich auf den Einzelnen zur&#252;ckzuziehen, dem einen guten Text zu schenken sich immer lohnt, ist keine Ablehnung des medialen Hypes. Auch wenn dieser sich blo&#223; um blonde Bl&#246;dchen dreht, die sowohl sich, ihr gelebtes Klischee, als auch den konsumistischen Massenwahn best&#228;tigen, der gebetsm&#252;hlenartig wiederholend den Wechsel der Playmates jeden Monat vollzieht. Wir sollten aber auch nicht zum elit&#228;ren Zirkel der sich selbst Aussuchenden verkommen, wenn der Grundanspruch bleibt, dem Leser etwas zu bieten: eine Analyse, einen Gedanken, ein St&#252;ck Selbst oder einfach einen guten Text. Und der wird vom Leser beurteilt, auch wenn dieser Fan von Tokio Hotel und Paris Hilton sein mag.</p>
<p>Um deutlicher zu werden: Man kann es nie allen recht machen. Aber man kann es sich selbst recht machen. Daf&#252;r muss man sich selbst fragen, was man will, egal ob sich  unsere Kommunikation in Schallwellen oder einem langen bin&#228;ren Gebilde ausdr&#252;ckt. Die Endlosrekursion ist vor allem ein Mittel des Ausdrucks und der Interaktion. Um in unserem Kommunikationsdrang auch jemanden anzusprechen, ist es nicht unwichtig, sich Gedanken zu machen: wen will man erreichen und wie kann man ihn erreichen. Am besten diskutiert man das wohl mit seinen Lesern, also denjenigen, die man bis jetzt angesprochen hat.</p>
<p>Diese Debatte wird weniger um dem qualitativen Anspruch, als vielmehr um Vertrauen gehen. Blogs mit ihren RSS-Abonnenten sind die Lokalklitschen der digitalen Bohème.</p>
<p>Eine Frage zum Schluss: Was glaubt ihr, welches der beiden Fotos, eingebunden auf der Startseite, wohl h&#246;here Klickzahlen erreicht? Und jetzt fragt euch noch, warum es genauso kokettierend w&#228;re, das unspektakul&#228;re Foto auf die Startseite zu hieven und was das damit zu tun hat, sich zu fragen zu m&#252;ssen, ob man noch seinen Anspruch verfolgt, wenn man &#252;berhaupt einen hat. Der unbedachte Blogger w&#228;hlt das Bild mit dem Dekolleté, der zu denken Vorgebende auch: Wo ist der Unterschied? (Bilder wegen unklarer Rechtslage entfernt, deshlab wirkt die abschlie&#223;ende Frage etwas sinnfrei.)</p>
<p align="center">&nbsp;</p>
<p align="left"><em>Das erste Bild ist von <a href="http://www.flickr.com/people/ruthlessjack/">Simon Tarling</a>, das zweite von <a href="http://www.flickr.com/people/gullig/">Jane Mejdahl</a> ver&#246;ffentlicht. Beide stehen unter <a href="http://creativecommons.org/licenses/by-sa/2.0/deed.de">Creative Commons Lizenz</a>.</em></p>
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