Alle Artikel der Kategorie "Leben"

Die zwei Waagschalen

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Geschrieben am 31. März 2008 von Raphael in Leben.

Fernweh ist nichts was mich überkommt und wieder im Alltag verschwindet. Es gehört zu mir wie mein Atmen, mein Fühlen und Denken. Es ist immer da, nie bin ich da wo ich schon sein möchte. Das kann räumlich wie gedanklich gefasst werden. Ein Gedanke der nicht zu Ende gedacht werden kann, ein Leben, das nie gelebt werden wird. Zeit ist die Begrenzung unseres Seins und mit ihm verschwinden in jeder Minute, in jeder Sekunde in jedem Augenblick unendlich viele Leben, die wir nie werden leben können.

Fernweh bricht nicht mit mir, lässt mich nicht aufbrechen, sondern ist immer meins. Es lässt mich den Blick heben nach langer Zeit des Werdens einer Idee. Ein Gedanke an dessen Faden ich mich festgebissen habe, eine Aufgabe deren Puzzlestücke ich mühsam zusammengefügt habe. Der Blick gesengt, demütig meinen meinen Vorhaben hingebracht, schau ich weder rechts noch links. Fernweh ist die Aufhebung des starren Tuns und zwingt mich schmerzhaft beglückend das Leben wieder neu werden zu lassen. Weiterlesen »

Es fehlt an Mitte

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Geschrieben am 14. März 2008 von Raphael in Leben.

Er öffnet eine Tür mit schwarzem Licht. Laut scheint er in das Leben. Knarzend, leicht quietschend werden die Angeln bewegt. Hebend, senkend. Der Rand des Raumes füllt sich mit schwarzem Schein, die Mitte bleibt leer für einige Zeit. Das Licht quillt langsam, fließt in Wellen und macht doch halt vor der Mitte, die er uns entzogen hat.

Er reißt nicht, zerrt nicht, nimmt und geht und bleibt und ist. Mitte ist und bleibt und ist mit uns. Mitte war, wird. Wir reißen, wir brechen, wir sind. Wir trauern und trösten, wir weinen und beten. Wir sind in der Mitte, wir sind bei uns, wir sind nicht mehr, wir alle.

Die Mitte fehlt, die Mitte bleibt, der Weg gabelt sich ohne Entscheidung der Richtung. Es bleibt kein Loch, er macht halt vor der Mitte.

Der Tod kennt weder Grau noch bunt. Schwarzes Licht, weiße Mitte, blutrotes geschlagenes Herz. Die Zeit bringt Farbe, die Mitte bricht auch alle Zeit uns nicht.

Wir gedenken, lachen, weinen, trinken, schreien, schluchzen. Nur der Schmaus bleibt uns im aufgereckten Halse stecken. Bewegung, Stille und Trauer, uns ist jetzt alles Er-bestimmt. Unsere Mitte stimmt nicht mehr, schwingt nach, hallt lang. Die Mitte ist Melodie des Lebens.

Der Raum wird größer, Licht entweicht nicht, wir sterben immer teils mit ihm. Mitten in uns lebt er in vergangener Zukunft. Das Leben ist nicht wortgewaltig.

Wir zu sagen ist jetzt fromm, fehlt uns doch das Wort dafür. Ein Teller mehr, ein Messer fehlt! Das Zählen ist jetzt Rückwärtsschreiten. Geschichten werden ausgebreitet, was hat er nicht alles für uns mit erlebt. Ein Bild, ein Witz, wir lachen viel. Lachen über, mit, und wegen. Es ist wie … ja, wie ist’s denn jetzt?

Geht ein Mensch, dann bleiben übrig, die die gerne mitgegangen.

Du hast mehr Mitte hinterlassen als Trauer. Es fehlt an Mitte. Wir vermissen dich.

Geschriebene Grauzonen

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Geschrieben am 8. März 2008 von Raphael in Leben.

Das mit dem Internet ist schon nicht so einfach. Also eigentlich ist das mit dem Leben nicht so einfach. Man will irgendwas und bekommt das nicht. Dann strengt man sich entweder mehr an, oder man lässt es ganz bleiben. Manche machen auch halbherzig weiter, das ist aber nicht so mein Fall. Mein Fall ist eher ganz oder gar nicht. Das aber ist ein durchaus problematisches Motto, denn man muss sich andauernd entscheiden, bei jeden Interessenkonflikt und davon haben junge Menschen eine ganze Menge. Mal will man das, mal was anderes und eigentlich will man was ganz anderes, das geht aber gerade nicht, also macht man sonstwas, aber nur solange bis man wieder was anderes hat. Kompliziert? Manchmal schon!

Ich will es aber nicht so abgehoben und meta machen, sonder frei heraus sagen, was mich stört. Es geht um dieses Blogazin, was ab nächster Woche ganz im Sinne des Experiments, das es eben darstellt, wieder zu einem stinknormalen Blog degradiert werden wird; also optisch, rein optisch. Für so ein normales Blog sind unsere Artikel zu lang. Blogger machen aus einem Artikel von zwei Seiten eine Serie, um so sicher auch drei Tage lang die Leser an sich zu fesseln. Wir machen zwar auch Serien und würden die Leser gerne mehr an den Kommentarbutton gefesselt sehen, aber unsere Gedanken sind nicht in drei Absätze mit einer halben Meinung zu pressen. Weiterlesen »

StudiVZ: Die witzigsten Gruppennamen (2)

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Geschrieben am 18. Januar 2008 von Raphael in Leben.

Ich habe schon einmal eine Liste mit den witzigsten Gruppennamen aus dem StudiVZ erstellt und da diese so eine große Resonanz gefunden hatte und ich endlich mal die Lacher auf meiner Seite hatte, habe ich mir gedacht, gehe ich noch einmal zum Lachen in den Keller des StudiVZ und schaue, ob sich nicht eine Wiederholung lohnen könnte. Dachte ich schon in meiner ersten Auflage die wirklich besten Gruppen gefunden zu haben, musste ich mich durch meine zweite Recherche eines besseren belehren lassen. Hier noch einmal und sicher nicht das letzte Mal wirklich witzige Namen. Ein bunter Mix, nicht jeder Name wird jedem das Lachen in die Nase treiben, aber ich hoffe für jeden etwas dabei zu haben. Ergänzungen gerne wieder in die Kommentare. Weiterlesen »

Wissen

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Geschrieben am 16. Januar 2008 von Wowik in Leben.

Einst blies ein Wind über die Erde und deren Bewohner.
Da erwachte ein Mensch aus seinem Schlaf und hatte Durst, also sprach er zum Wind:

„Warum so windig, warum so zärtlich, warum streichelst du so ruhig und beruhigend über die Wiesen und Baumwipfel hinweg, warum schleichst du dich hinterhältig durch undichte Türen und durch Ritzen, warum gleitest du gemächlich über den Ozean und lässt ihn kleine Wellen schlagen, warum lässt du bunte Blätter auf deinem Rücken tanzen und trägst sie von Ort zu Ort? Nun sag, warum singst du deine Lieder heimlich? Weiterlesen »

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Die Endlosrekursion

Die Endlosrekursion ist ein gemischter Gemeinschaftsblog mit den Themen Philosophie, Recht, Leben, Gedichte, Gesellschaft, Kultur, Medien und Fotografie. Die Endlosrekursion verfolgt kein klares Ziel, sondern stellt vielmehr ein Experiment des versuchten Schreibens mit Spaß, Anstrengung und Anspruch dar.

Letzte Kommentare

  • mona lisa: - klasse geschrieben! - waren die widerlichen Bananenstückchen zum Hause im Müsli? - muss es nicht heißen: sondern in einem so geprägten Tun zu leben?...
  • marion: gruppen gibt es viele...
  • ddflies: Wird mal wieder Zeit auszumisten, oder???. Also, die Mistgabeln stehen bereit. mfg....
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