Alle Artikel der Kategorie "Gesellschaft"

Verbrechen an der Menschlichkeit

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Geschrieben am 29. März 2008 von Raphael in Gesellschaft.

Dieser Artikel ist eine Antwort auf die Frage “Wo beginnt Scheinheiligkeit? Und – beginnt es damit?”, die Menachem in seinem Beitrag “Alles wie es war; ist; sein wird” stellt.

Deine Frage finde ich richtig gestellt, allerdings denke ich nicht, dass sich die Jugend von diesem Thema ausnimmt. ich habe die Erfahrung gemacht, dass dies noch immer ein wichtiges Gesprächsthema unter Menschen meines Alters ist, worüber nachgedacht wird, gesprochen wird und was immer noch betrifft. gerade in meiner Zeit des Zivildienstes mit der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste haben wir ein Jahr lang in den jeweiligen Ländern, in die wir entsendet wurden, uns intensiv über unsere Gedanken zum Nationalsozialismus ausgetauscht, wie Menschen zu Massenmördern werden können, über diesen unbändigen Hass Andersdenkenden und Andersgläubigen gegenüber. Und auch mit den Menschen, die ich in Tschechien getroffen habe, egal ob jung oder alt, habe ich viele Gespräche darüber geführt, wenn auch ich mich meist erst rechtfertigen musste. Doch alle diese Gespräche hatten mindestens einen konstruktiven Kern und nur selten hab ich mich Vorwürfen und Ablehnungen gegenübergestellt gesehen, die ich nicht verstehen konnte. Weiterlesen »

SPD – Lebendig!

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Geschrieben am 17. März 2008 von 42! in Gesellschaft.

Heute ist in dem Restaurant hinter der kleinen Kneipe in dem kleinen Ort geschlossene Gesellschaft. Es ist Jahreshauptversammlung eines Ortsvereins einer Partei in der Krise. Der SPD.Deutschlands älteste Partei ist auf einem historischen Tiefstand: 23% Zustimmung.
Das karge Zimmer ist geschmückt mit hellgelben Arrangements, in denen sich Ostereier aus hartem, rauem Plastik verstecken.

Die Männer, in etwa zehn an der Zahl sammeln sich an der Theke. Der Humor ist derbe, der Qualm ihrer Zigaretten vernebelt das Zimmer.

„So einen wie Hitler, den braucht die Partei derzeit.“; „Der hätte doch keine Chance bei den Medien heutzutage“; „Der hätte doch schon alle wichtigen Menschen an die Wand gestellt. Gleichschaltung nennt man das“. Das Pils wird geleert, die Versammlung beginnt. Weiterlesen »

Die Erstürmung des Himmels

Geschrieben am 5. März 2008 von le simplicissimus in Gesellschaft.

Hegel und die Auflösung der Welt in Gedanken

Die alte Weltordnung musste erst gewaltsam aus den Angeln gerissen werden, ehe jene Epoche der Philosophiegeschichte eingeleitet werden konnte, die den Namen deutscher Idealismus trägt. Einverleibt wurden die Erschütterungen, welche die französische Revolution sowie die kantische Revolution der Denkungsart auslösten: Der Anspruch, bürgerliche Freiheits- und Gleichheitsgrundsätze durch die Erhebung zu einer Universalität zu verwirklichen fand ebenso Einzug in das Denken dieser Philosophen, wie die Umkehrung der Ordnung des Seins auf die des transzendentalen Bewusstseins der kritischen Philosophie Kants. Beide Bewegungen waren ausschließlich unter der Leitung der Vernunft möglich, welche seit der Aufklärung zur Führerin auf allen Gebieten ernannt wurde. ((Vgl. Gamm, Gerhard: Der Deutsche Idealismus. Eine Einführung in die Philosophie von Fichte, Hegel und Schelling. Stuttgart: Philipp Reclam jun., 1997, S. 15f)) 1789 mit Reinholds Neue Theorie des Vorstellungsvermögens beginnend, fielen Ende und Höhepunkt des deutschen Idealismus im Werk Georg Wilhelm Friedrich Hegels zusammen. ((Vgl. Horkheimer, Max: Vorlesung über die Geschichte der deutschen idealistischen Philosophie. In: Schmidt, Alfred; Schmidt Noerr, Gunzelin (Hrsg.): Max Horkheimer. Gesammelte Schriften Band 10. Frankfurt am Main: Fischer Taschenbuch Verlag, 1990, S. 15)) Weiterlesen »

Ernst der Geschichte – Melancholie der Gegenwart

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Geschrieben am 21. Februar 2008 von Abc in Gesellschaft.

Der Artikel stellt einen Kommentar zu Wowiks Überlegungen über Europa dar.

Stellen wir ruhig die grundsätzliche Frage: wozu Europa? Und geben wir einfach, ohne weiteres, die grundsätzliche Antwort: zum ewigen Frieden.

Das Pathos der Untergangsprophezeiungen habe ich immer unverständlich gefunden. Kultur und Geschichte werden vom Propheten umarmt und er dreht seinen Kopf weinend zum Publikum „habt ihr denn nichts gelernt! Habt ihr die Geschichten eurer Großeltern vergessen?“ Ich staune über seine melodramatische Form aber stimme ihm natürlich zu, keine Generation hat jemals von seinen Großeltern genug gelernt. Eben deshalb sollten wir immer aufpassen, wenn wir über die Geschichte reden. Deshalb sollten wir überhaupt aufpassen, wenn wir reden. Aus Respekt vor Kultur und Geschichte bin ich ein vorsichtiger Mensch. Der Prophet dagegen geht wie ein Soldat auf seiner Bühne hysterisch herum und ruft seine Prophezeiungen wie Befehle aus, als ob er versuchen würde, die Welt davon zu überzeugen, sie sei so schlecht, dass wenn sie nicht untergeht, dann sollte sie es. Die Geschichte ist nichts melodramatisches, sondern etwas im eigentlichen Sinne des Wortes tief ernstes (wer glaubt, damit sei gesagt, dass man mit Geschichte humoristisch nicht umgehen darf, hat missverstanden was Ernst und Humor ist. Dieses Missverständnis hat leider zu mancher uninteressanter Kritik an die politische Korrektheit geführt, die ich hier jedoch nicht diskutieren möchte). Aus diesem Grunde fordere ich zur Besonnenheit und gründlichem Umgang mit der Geschichte auf, d.h. überlegte und vernünftige Differenzierungen genau benutzen. Also: unterscheiden wir lieber zwischen Nationalsozialisten und Demokraten. Und schauen wir genau hin: wie ist die Geschichte Europas und wie ist ihre Gegenwart. Denken wir auch so über die Europäische Union nach. Weiterlesen »

Regen oder Traufe

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Geschrieben am 12. Februar 2008 von people in motion in Gesellschaft.

Treffen sich ein Arbeitsloser und ein junger Akademiker im Bus: Fragt der Akademiker den Arbeitslosen: „Na, wie geht’s dir?“ Der Arbeitslose antwortet: „Schlecht, sitze den ganzen Tag zu Hause, weil ich keinen Job hab.“ Darauf entgegnet sein Gegenüber: „Mir geht’s auch nicht besser. Weil ich einen Job hab, hab ich kein zu Hause.“ Ihr findet das nicht witzig? Das sollte es auch gar nicht sein. Diese Situation stellt etwas überspitzt die Problematik dar, mit der ich mich hier befassen möchte.

Während noch vor zwei Generationen der mehrfache Wechsel seines Wohnortes alleine aus beruflicher Notwendigkeit eher eine Ausnahme war, stellt der heutige Arbeitsmarkt sehr hohe Anforderungen an die Flexibilität junger Menschen. Das Bewusstsein, dass diese Lebensführung zur Verwirklichung der Karriereziele in starkem Widerspruch zu grundlegenden Veranlagungen des Menschen steht, ist entweder noch nicht ausreichend verbreitet oder wird schlichtweg ignoriert. Anstatt dessen propagieren die Medien den modernen Lifestyle unabhängiger, der Geschwindigkeit der Zeit angepasster Menschen. Weiterlesen »

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Die Endlosrekursion

Die Endlosrekursion ist ein gemischter Gemeinschaftsblog mit den Themen Philosophie, Recht, Leben, Gedichte, Gesellschaft, Kultur, Medien und Fotografie. Die Endlosrekursion verfolgt kein klares Ziel, sondern stellt vielmehr ein Experiment des versuchten Schreibens mit Spaß, Anstrengung und Anspruch dar.

Letzte Kommentare

  • mona lisa: - klasse geschrieben! - waren die widerlichen Bananenstückchen zum Hause im Müsli? - muss es nicht heißen: sondern in einem so geprägten Tun zu leben?...
  • marion: gruppen gibt es viele...
  • ddflies: Wird mal wieder Zeit auszumisten, oder???. Also, die Mistgabeln stehen bereit. mfg....
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