Alle Artikel der Kategorie "Blog"

Der König ist tot! Es lebe der König!

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Geschrieben am 29. Oktober 2008 von Raphael in Blog, Leben.

Hier geht es weiter. Immer weiter. Bald sogar regelmäßig. Wenn alles klappt. Noch befindet sich alles im Umbau und vor dem Einzug kann man ja noch nicht sagen, ob man sich wohlfühlen wird. Hoffen kann man es aber. Wir ziehen bald in unsere alte Wohnung wieder ein und eigentlich hat sich auch nur die Tapete verändert. Gut, die Einrichtung ist etwas neu gestaltet und so ganz wissen, wo man sich jetzt zur gemütlichen Lektüre niederlassen soll, weiß man auch noch nicht. Aber das wird schon.

Die nächsten Tage wird hier also fleißig der Putz erneuert und danach stellen wir die Stühle um. Das Experiment Endlosrekursion ist so leise gestorben, wie es geboren wurde. Kein Tamtam, wenn auch durchaus beachtet. Einige haben sich in den letzten Wochen und Monaten erkundigt, warum hier nur noch Fotos kommen. Ich habe alle auf später vertröstet. Heute ist später. oder jedenfalls der Anfang von später.

Hier an dieser Stelle wird jeden Sonntag ein Artikel erscheinen. Diesen Sonntag noch nicht, aber am 9. November wird hier le simplicissimus einen schon lange in der Schublade gereiften Artikel präsentieren und ganz leise wieder einziehen in die alte Wohnung, die man doch im Laufe der Zeit lieb gewonnen hatte.

Wie die neue Seite hier funktioniert, werde ich die Tage im Blog erklären, verlinke dann hier. Stürmt noch nicht alle in die neue Wohnung, es ist noch nicht überall aufgeräumt. Manche Tür ist noch mit bedacht verschlossen gehalten und so richtig zurecht findet man sich noch nicht. Aber weder wurde Rom an einem Tag erbaut, noch hat irgendein König am Tag nach seiner Machtergreifung gleich losgelegt. Wir gewöhnen uns erst an die neue Umgebung, dann an den neuen Rhythmus und dann findet sich irgendwann alles von alleine.

Ich wünsche euch viel Spaß mit der neuen Endlosrekursion. Auf Fehler weist bitte erst nach dem Wochenende hin, denn hier finden sich gerade mehr davon als im ersten Aufsatz eines Grundschülers.

Überlebenstrategie

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Geschrieben am 25. August 2008 von Raphael in Blog.

Die Endlosrekursion siecht kurz vor ihrem ersten Geburtstag vor sich hin und auch ich werde ihr mit diesem Artikel keine neue Lebenskraft zuführen, so hoffentlich wenigstens ein kleines Zucken zu vermerken ist. Ob dem Zucken ein Wiederaufrichten folgt oder es die letzte Kraft wird, dem Tode ins Auge zu blicken, wird sich zeigen. Es ist mir nicht egal geworden, aber ich fühle mich eben so wenig in der Lage endlos weiter zu rekurrieren.  Aber ich will nichts unversucht lassen und auch wenn es ein wenig unhöflich erscheint, richte ich diesen Artikel an die Schreiber der Endlosrekursion und weniger an ihre Leser.

Wir können das bisherige Experiment getrost als gescheitert betrachten. Da wird es wohl keine Widersprüche geben. Wir wollten hier zusammen  schreiben, uns austauschen und unsere Gedanken diskutieren. Allein, es fehlt an Text. Die Frequenz der Artikel lässt sich wohl mit Limes gegen Null am besten beschreiben. Das mag tausend und einen Grund haben. Manchmal ist das Ergebnis allerdings nicht ganz unwichtig.

Das Spannende an der Endlosrekursion war für mich immer Autor und Leser zugleich zu sein. Jeden Morgen war mein erster Gang im Internet der Endlosrekursion geschuldet. Ich war jetzt, glaube ich schon mehr als zwei Wochen nicht mehr schauen. Ich wusste, es wird hier wohl nur Enttäuschung lauern. Damit muss jetzt Schluss sein.

Ich kann mir mehrere Modelle vorstellen, wie es hier weitergehen soll. Ich will das nicht entscheiden, würde es nur mangels Einmischung tun.

Modell eins: Euch anderen Schreibern gefällt es eigentlich so, wie es ist. Ihr veröffentlicht hier alle Jubeljahre mal etwa und das macht euch Spaß und reicht euch völlig. Das wäre gar kein Problem für mich, ich würde weiterhin diese Seite bereitstellen, die technischen Aufgaben übernehmen und sicher als Kommentator an euren Gedanken teilnehmen. Schreiben würde ich wo anders, an Projekten fehlt es mir nicht, nur an Zeit.

Modell zwei: Wir legen eine gewisse Periode fest und kommunizieren diese auch unseren Lesern gegenüber. Z.B. einmal die Woche erscheint hier ein Artikel. Geschrieben wird Reihum. Es heben alle die digitale Hand, die weiterhin hier schreiben möchten und je nach dem, wie viele es dann sind, schreibt man dann eben alle vier, fünf oder sechs Wochen einen Artikel. Genügend Zeit um Zeit zu finden. Dann könnte man auch nach passenden Bildern suchen, die Rechteinhaber anfragen, ob man dieses Verwenden dürfe und wir würden hier ein gedanklich wie optisch hochwertiges Wochenmagazin erreichten, auf den Trümmern unseres Experimentierens.

Modell drei: Man findet eine Periode, wie in Modell zwei, nur mit dem Unterschied, dass im Form ausgemacht wird, wer den nächsten Artikel schreibt. Das sähe dann so aus, dass ich sage, dass ich den Artikel nächste Woche übernehmen und jemand anderes, sagt, wann er einen Artikel fertig hat. Ein ziemlich unsicheres Modell, aber ich würde es versuchen. Jedoch mit der Bedingung, dass bei zweimaliger Periodenüberschreitung für mich Modell eins als Status Quo eintritt.

Fallen euch noch mehr Modelle ein, die ihr für sinnvoll haltet? Haltet ihr vielleicht eines dieser Modelle für sinnvoll? Wir sollten jetzt alle vielleicht mal über unsere Möglichkeiten nachdenken um nicht wie bisher die Möglichkeiten der Endlosrekursion zu überschätzen.

Vielleicht hätte ich diesen Artikel ein wenig enthusiastischer gestalten sollen, aber dieses Projekt hat keinen Pausenclown verdient, sondern eine gewisse Kontinuität oder einen stilvollen Tod.

Postmoderne Fragmente

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Geschrieben am 29. Juni 2008 von Raphael in Blog.

Um hier eine neue Serie einzuführen, der ich gerne den Namen postmoderne Fragmente geben möchte, bietet sich nichts besser an, als der wohl tiefste Dialog eines Genres, das nur die Postmoderne in diesem Maße befördern konnte: dem Porno. Wurde der Welt zwar schon mit den Tagebüchern des Marqui de Sade die Richtuing ihres Werdens gezeigt, so ist doch der Geist im Alltag, die Dialektik im Profanen neu und diese Tiefe aufzuzeigen den postmodernen Fragmenten vorbehalten. Diesmal gehen wir der Frage “Warum liegt hier überhaupt Stroh” nach:

Wer meint, hier ginge es um den Sex und somit die Konstruktion des Menschen in seinem Streben nach mehr als reiner Rekonstruktion seiner DNA, der sieht sich getäuscht, ist doch dieser Dialog die Entbergung des Willen zum Selbst durch die entgültige Dekonstruktion der kausal-vergeistigten Wirklichkeit.

Wissenschaft ohne Philosophie – möglich, aber sinnlos?

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Geschrieben am 2. Juni 2008 von Raphael in Blog.

Die Fachschaft Philosophie in Marburg veranstaltet auch dieses Jahr wieder einen Essaywettbewerb und vielleicht hat der ein oder andere Leser Lust daran teilzunehmen. Teilnehmen können Studierende aller Fächer, die im Sommersemster 2008 an einer deutschen, österreichischen oder schweizer Hochschule immatrikuliert sind. Weitere Informationen findet ihr auf der Seite des Wettbewerbs Fragen junger Denker.

Autoren gesucht!

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Geschrieben am 14. Mai 2008 von Raphael in Blog.

Wir stecken fest. Das wird von uns nicht einvernehmlich so gesehen. Dennoch können die Fakten nicht ignoriert werden. Die Endlosrekursion dünnt aus. Der infinite Regress wird mittels des Stillstands beendet. Hier erscheinen tolle Artikel, aber leider nur alle Jubeljahre. Das Problem ist dem hier aufgebauten Anspruch immanent. Gute Artikel schreiben sich nicht in kurzer Zeit, verlangen Recherche, Gedanken und ein Leben, das sich nicht nur aus dem Alltag speist. Kurz, es fehlt uns an Kapazität, um hier einen regelmäßigen Betrieb sicherzustellen, der aber überhaupt den Sinn des Publizierens ausmacht.

Man kann jetzt aufhören, den Anspruch senken, den Sinn sich selbst überlassen und einfach ab und an mal etwas veröffentlichen, oder eben die Kapazitäten erhöhen. Das ist unser Plan. Wir suchen Autoren, die sich mit dem Konzept der Endlosrekursion identifizieren können und vielleicht noch nicht die Plattform gefunden haben, um diese zu verwirklichen. Oder die vom Bloggen enttäuscht sind, in dem Sinne, dass zwar das kurz Hingerotzte gerne aufgenommen wird, aber die ausgearbeiteten Gedanken im digitalen Rauschen versanden.

Wir von der Endlosrekursion sind der Meinung, dass es sich lohnt Gedanken auszubreiten und dies auch vor einer Leserschaft zu tun. Meinst du auch, dass sich ein solches Experiment sich lohnen könnte, dann melde dich hier in den Kommentaren. Und habe keine Angst, du musst nicht schon reimen können wie der junge Hölderlin, eine sprachliche Perfektion mitbringen wie Thomas Mann oder wortgewaltig sein wie Friedrich Nietzsche. Es reicht schon, wenn du gerne schreibst, dich irgendwo in dem Themengebiet der Endlosrekursion (grobe Richtung Geisteswissenschaft) wieder findest und bereit bist Denken nicht als notwendiges Übel zum Broterwerb anzusehen.

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Die Endlosrekursion

Die Endlosrekursion ist ein gemischter Gemeinschaftsblog mit den Themen Philosophie, Recht, Leben, Gedichte, Gesellschaft, Kultur, Medien und Fotografie. Die Endlosrekursion verfolgt kein klares Ziel, sondern stellt vielmehr ein Experiment des versuchten Schreibens mit Spaß, Anstrengung und Anspruch dar.

Letzte Kommentare

  • mona lisa: - klasse geschrieben! - waren die widerlichen Bananenstückchen zum Hause im Müsli? - muss es nicht heißen: sondern in einem so geprägten Tun zu leben?...
  • marion: gruppen gibt es viele...
  • ddflies: Wird mal wieder Zeit auszumisten, oder???. Also, die Mistgabeln stehen bereit. mfg....
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