Das intellektuelle Umfeld der weißen Rose
Den Titel dieses Artikels trägt ein Hörbuch von Barbara Ellermeier und untersucht sowohl die Geschichte, als auch den literarisch-gedanklichen Hintergrund der Weißen Rose. Die Weiße Rose ist zu einem Symbol für den innerdeutschen Widerstand im 3. Reich geworden. Und mit diesem Symbol, mit den Menschen hinter diesem Symbol, beschäftigt sich das Hörbuch. Die Namen Hans und Sophie Scholl werden dem Leser dieser Zeilen in den Sinn kommen und es hat sicher seine Berechtigung, dass die Geschwister Scholl meist allein im Geschichtsunterricht auftauchen. Ellermeier möchte aber auch die anderen Personen im Kreis der Weißen Rose betrachten, ihre Umwelt, ihre Einflüsse, die Gedanken, die sie getrieben haben, ein so gefährliches Unterfangen zu betreiben. Hitler zu stürzen und die deutschen Intellektuellen aus ihrem verängstigten, geistigen Koma zu erwecken um dem beschämenden, wahnsinnigen und schrecklich grausamen Diktat der Nazis ein Ende zu bereiten. Weiterlesen »
Gewalt ist meine Lösung!
Welche Kraft fließt aus dem Munde?
Was stochert dir in offener Wunde?
Was weckt den Geist in dunkler Stunde?
Was steht mit Aggression im Bunde?
Was ist die pure Schaffenskraft?
Was ist der Dichtung Lebenssaft?
Was kann dich schlagen,
ganz ohne Schmerzen?
Was darfst du wagen?
Was kommt von Herzen? Weiterlesen »
Ach ja, die Ästhetik
Es gibt Tage, an denen fühlt man sich, gelinde gesprochen, beschissen. Man ist unrasiert, müsste eigentlich mal wieder zum Friseur und die Klamotten, die man morgens, mit dem vorausschauenden Unwillen dem Tag gegenüber, aus dem Schrank gezogen hat, passen weder zusammen, noch sind sie einzeln das, was man selbst als kleidend empfinden würde. Kurz, man fühlt sich zwar nicht grundlegend unattraktiv, aber weiß um seine tagesbedingte Hässlichkeit. Bedingt durch, Laune, Tag und deren Vermischung.
Aber es kann auch ganz anders laufen. Man fühlt sich unrasiert männlich, freut sich auf den Tag und will mal wieder etwas riskieren. Die Klamotten werden dem rebellischen Empfinden angepasst und die selbe Kleidungskombination, die einen Tage zuvor einer grauen Maus gleich gemacht hat, können heute dafür sorgen, dass man mit durchgedrücktem Rücken, aufgerichtet durch die Uni läuft. Freude schöner Götterfunken. Weiterlesen »
Politik von (Vor)Gestern
Ein trauriges Theaterstück, ein Drama, dass sich Tag täglich auf fast allen Bühnen unserer Zeit abspielt. Zugegebenermaßen ist diese Sichtweise meine eigene Schuld, noch bin ich nicht Zyniker genug um mich zurückzulehnen und herzhaft darüber zu lachen. Neidvoll blicke ich auf diejenigen, die dieses Schauspiel müde belächeln, es Komödie nennen können. Ach, allein unsere Nachfahren könnten darüber lachen. Wer lacht nicht gern über Vergangenheit. Der bittere Nachgeschmack? Das Drama? Natürlich, meine Zeit. Instanz oder Komödie, wenn es um die Vergangenheit geht, Visionär für die Zukunft, die Gegenwart jedoch ist immer bitter. Weiterlesen »
Die Welt ist so einfach.
Die Frau, muslimisch, schneller Schritt. Sie trägt Kopftuch, kein Haar weht im Wind. Mein Blick gleitet gen Boden, und die eiligen Füße sind geschützt durch schwarze, halbhohe Turnschuhe.
In grellem Kontrast zum grauen Betonboden prangt ein rotes Symbol auf dem Schuh: das A der Anarchisten. Daneben, unauffällig, in offener und seltsamer Eintracht, erst auf den zweiten Blick zu sehen: Das Friedenssymbol, gestickt mit rotem Bindfaden auf dem unheiligen schwarz der davoneilenden Schuhe.
Die Endlosrekursion
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