Für einen ruhigeren Umgang mit der Politik
Dass 80% aller Artikel, die in der Blogosphäre aufloppen, dafür geschrieben wurden, Aufmerksamkeit zu ziehen, ist klar. Welche zu den 80% gehören ist unklar und selten einwandfrei zu erkennen.
Es hat mich schon gerade gejuckt, mir die ganzen momentan hochkommenden Roland Koch Artikel anzuschauen und zu prüfen, welche dieser Textstücke denn eine eigene Idee bringen. Dann würde ich gerne den Blogger fragen, warum er gerade bei einem Thema, wo dem Politiker die “falsche” Meinung zum Verhängnis wird, warum er in solch einem Fall Texte ohne jegliche Meinung produziert. Ich meine Nachrichtenportale gibt es doch wirklich wie Sand am Meer. Weiterlesen »
Deutsch-sein ist eine Strafe Gottes
Seit Jahren wird von Seiten der CDU/ CSU eine Debatte beheizt, die die Gesellschaft dazu anstiftet, sich mit deutschen Werten auseinander zu setzen. Deutsch-sein soll kein Makel mehr anhängen und es müsse eine neue deutsche Identität geschaffen werden. In der Streitfrage der Integration wird von einer deutsch-christlichen Tradition gesprochen, die es gilt zu beschützen, zu hüten, zu erhalten. Eine deutsche Leitkultur versucht die Union schon seit einiger Zeit zu erschaffen, zu erheben wie Phönix aus der Asche.
Dieses Deutsch-sein, das der CDU wohl zugrunde liegt, entlädt sich nicht nur in Parolen am rechten Rand, wie die sehr umstrittene Wahlkampfstrategie Jürgen Rüttgers “Kinder statt Inder”, sondern auch in Bekenntnissen zu einer multikulturellen Gesellschaft. Christian Wulff sagte auf der Klausurtagung in Wiesbaden: “Ohne Ausländer wäre unser Land ärmer. Wir brauchen sie.” Man mag sich jetzt entspannt zurücklehnen und sich freudig darüber zeigen, dass die CDU eben nicht die NDP ist und selbst, zwischen den Forderungen nach Ausweisungen junger ausländischer Straftäter, Worte des Zusammenlebens ihren Platz finden. Wulff spricht aber dennoch von einem Wir, einem deutschen Wir und da muss man nachfragen: Weiterlesen »
Körper als Verhängnis
Das Leben kreist um das Unmittelbare. Das Unmittelbare umfasst das Augenscheinliche. Das Augenscheinliche verweist auf den Anderen. Nur er vermag als einziger ganzheitlich von dem alle Sinnesorgane Anführenden wahrgenommen zu werden. Das, was dem Auge erscheint, ist alles, was ist. Newtons Worte sind selbst dreihundert Jahre nach der Veröffentlichung der Philosophiae Naturalis Principia Mathematica laut und deutlich zu vernehmen. Alles was zählt, sei Erscheinung. Im Zeitalter von Magazinen, Fernseher und Computer wurde sie zum Architekten der ganzen Welt.
Die Metaphysik ist beerdigt worden. Newton, ihr spottender Grabredner. Seine Worte müssen als Epizentrum verstanden werden. Die industrielle Revolution sowie die industrielle Tötung von Millionen knüpfen als Schlussformel nahtlos an seine Ansprache an. Technik musste den Körper erst ersetzen um ihn anschließend kalkuliert auslöschen zu können. Das Unmittelbare, das vermittels des Anderen auf uns selbst verweist, wurde unverrückbar in den Mittelpunkt des menschlichen Lebens verankert. Alles was ist, ist fortan Körper. Wissenschaft, Angst und Tod: dessen grobe Geburtshelfer. Weiterlesen »
Die Endlosrekursion
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