Regen oder Traufe
Treffen sich ein Arbeitsloser und ein junger Akademiker im Bus: Fragt der Akademiker den Arbeitslosen: „Na, wie geht’s dir?“ Der Arbeitslose antwortet: „Schlecht, sitze den ganzen Tag zu Hause, weil ich keinen Job hab.“ Darauf entgegnet sein Gegenüber: „Mir geht’s auch nicht besser. Weil ich einen Job hab, hab ich kein zu Hause.“ Ihr findet das nicht witzig? Das sollte es auch gar nicht sein. Diese Situation stellt etwas überspitzt die Problematik dar, mit der ich mich hier befassen möchte.
Während noch vor zwei Generationen der mehrfache Wechsel seines Wohnortes alleine aus beruflicher Notwendigkeit eher eine Ausnahme war, stellt der heutige Arbeitsmarkt sehr hohe Anforderungen an die Flexibilität junger Menschen. Das Bewusstsein, dass diese Lebensführung zur Verwirklichung der Karriereziele in starkem Widerspruch zu grundlegenden Veranlagungen des Menschen steht, ist entweder noch nicht ausreichend verbreitet oder wird schlichtweg ignoriert. Anstatt dessen propagieren die Medien den modernen Lifestyle unabhängiger, der Geschwindigkeit der Zeit angepasster Menschen. Weiterlesen »
Leseempfehlung IV
Kurz und knackig, weil ich nicht viel Zeit habe. Drei Klausuren liegen hinter mir, morgen noch eine, dann Montag und danach lege ich hier wieder los. Bis dahin müssen von meiner Seite diese Empfehlungen reichen:
- So einfach ist BWL! – Sargnagelschmiede
- Existenzrisiko Wissenschaft – Wissenswerkstatt
- Amazon Service Nummer – Einfach persönlich
- Virales Marketing erklärt – Meerschweinchenreport
- Web 2.0 kreiert Stars – 2.0 und so
- Einfluss von T9 auf die Sprache – Sajonara
- Richtung und Garheit – Lumières dans la nuit
- Deutschland braucht eine Atombombe!
- Qualitätsmängel in Blogistan – Der Morgen
Viele bunte Nazis
In Anlehnung an die schon in die Jahre gekommene Smarties-Werbung rollen eine gefühlt unbegrenzte Anzahl bunter Nazis durch dieses Land. Genauer gesagt, rollen ungemein viele Nazivergleiche durch dieses Land und dieser inflationäre Gebrauch stört mich. Bunt sind diese Nazis, weil Menschen jedweder Couleur sich mittlerweile immer öfter neben den Gröfaz (Größter Faschist aller Zeiten) gestellt sehen. Durch die Einführung des Wortes “Linksfaschist” von Habermas in den normalen Sprachgebrauch, sind die Tore der Vergleichbarkeit weit geöffnet worden und sie werden rege genutzt.
Da werden Kommunisten zu Linksnazis, Klimaschützer zu Umweltnazis, Liberale zu Wirtschaftsnazis, Politiker zu Demagogennazis, Sportler zu Dopingnazis und was weiß ich, welche absurden Neologismen sonst noch so an den Haaren herbeigezogen werden. Weiterlesen »
Die Endlosrekursion
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