Wissen Macht Medien

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Geschrieben am 2. März 2008 von Raphael in Medien.

Ich habe gerade ein Interview im Tagesspiegel mit dem Darmstädter Soziologen Michael Hartmann gelesen, der seinen Schwerpunkt auf die Erforschung von Eliten setzt. Mir ist dabei eine Textstelle besonders ins Auge gefallen. Hartmann antwortet auf die Aussage des Interviewers, dass Spitzenmanager mehr leisten, mehr Steuern zahlen und immer die Gefahr bestünde, dass sie abwandern:

Dieses Legitimationsmuster hält keiner empirischen Überprüfung stand. Deutsche Topmanager können nicht einfach ins Ausland gehen. Es gibt keinen internationalen Markt für Spitzenkräfte. Nur neun von 100 deutschen Spitzenmanagern sind Ausländer, vor allem Österreicher und Schweizer. In Frankreich und Japan ist es jeweils einer. In den USA sind es fünf. Dennoch wird das Argument gebetsmühlenartig wiederholt. Quelle Tagesspiegel

Ich möchte dies nicht nutzen einen weiteren Knüppelschlag gegen die so genannten Eliten zu führen, auch wenn ich meine, sie haben es nicht erst durch den Liechtensteiner Skandal der massenhaften Steuerhinterziehung verdient. Vielmehr habe ich diese Legitimation der astronomischen Gehälter von Managern bisher für richtig gehalten. Diese Gehälter werden gerne von denjenigen, die sie beziehen, durch einen Vergleich legitimiert: Fußballspieler verdienen auch riesige Summen und dort fände das niemand ungerecht, schließlich will man auch in der Bundesliga mal einem Ribery, Diego oder Toni beim Zaubern zusehen. Wenn Bayern, Bremen oder Schalke nicht so viel Geld auf den Tisch legen würden, dann spielen diese Weltstars eben in England, Italien oder Spanien. Weiterlesen »

Recht so?

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Geschrieben am 29. Februar 2008 von Raphael in Medien.

Ich habe gerade in einem paranoiden Anfall alle Bilder in den Artikeln der Endlosrekursion gelöscht. In der Diskussion, die durch einige Lebensmittelfotos entstanden ist, ist mir heute klar geworden, auf welch dünnem Eis man sich für ein paar illustrierende Bildchen in den Artikeln bewegt. Das ist es mir nicht wert.

Ich war bisher der Ansicht, die Absicherung durch die Lizenzangabe bei allen Fotos auf Flickr sei ausreichend sorgfältig um im Fall eines Urheberrechtsverstoßes auf Flickr bzw. denjenigen, der das Bild auf Flickr hochgeladen hat, verweisen zu können, das Bild zu entfernen und so einer extrem teuren Abmahnung aus dem Weg gehen zu können. Da habe ich mich wohl geirrt. Weiterlesen »

Life on Mars

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Geschrieben am 24. Februar 2008 von Johannes Factotum in Fotografie.

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Ernst der Geschichte – Melancholie der Gegenwart

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Geschrieben am 21. Februar 2008 von Abc in Gesellschaft.

Der Artikel stellt einen Kommentar zu Wowiks Überlegungen über Europa dar.

Stellen wir ruhig die grundsätzliche Frage: wozu Europa? Und geben wir einfach, ohne weiteres, die grundsätzliche Antwort: zum ewigen Frieden.

Das Pathos der Untergangsprophezeiungen habe ich immer unverständlich gefunden. Kultur und Geschichte werden vom Propheten umarmt und er dreht seinen Kopf weinend zum Publikum „habt ihr denn nichts gelernt! Habt ihr die Geschichten eurer Großeltern vergessen?“ Ich staune über seine melodramatische Form aber stimme ihm natürlich zu, keine Generation hat jemals von seinen Großeltern genug gelernt. Eben deshalb sollten wir immer aufpassen, wenn wir über die Geschichte reden. Deshalb sollten wir überhaupt aufpassen, wenn wir reden. Aus Respekt vor Kultur und Geschichte bin ich ein vorsichtiger Mensch. Der Prophet dagegen geht wie ein Soldat auf seiner Bühne hysterisch herum und ruft seine Prophezeiungen wie Befehle aus, als ob er versuchen würde, die Welt davon zu überzeugen, sie sei so schlecht, dass wenn sie nicht untergeht, dann sollte sie es. Die Geschichte ist nichts melodramatisches, sondern etwas im eigentlichen Sinne des Wortes tief ernstes (wer glaubt, damit sei gesagt, dass man mit Geschichte humoristisch nicht umgehen darf, hat missverstanden was Ernst und Humor ist. Dieses Missverständnis hat leider zu mancher uninteressanter Kritik an die politische Korrektheit geführt, die ich hier jedoch nicht diskutieren möchte). Aus diesem Grunde fordere ich zur Besonnenheit und gründlichem Umgang mit der Geschichte auf, d.h. überlegte und vernünftige Differenzierungen genau benutzen. Also: unterscheiden wir lieber zwischen Nationalsozialisten und Demokraten. Und schauen wir genau hin: wie ist die Geschichte Europas und wie ist ihre Gegenwart. Denken wir auch so über die Europäische Union nach. Weiterlesen »

Zärtlichkeit Drei.

Geschrieben am 19. Februar 2008 von le simplicissimus in Kultur.

Es gibt Erschütterungen, die selbst das vermeintlich Unerschütterbare aus den Angeln zu reißen vermögen. Erschütterungen, die jedes noch so solide Fundament ins Wanken bringen, rücksichtslos in sich zusammen fallen lassen. Das seit langem Gewachsene, an dessen Vorhandensein sich kein Zweifel auch nur heranzunähern wagte, scheint die Prüfung, mit der es unmittelbar konfrontiert wird, nicht bestehen zu können.

Es zerbricht unter dem Gewicht des Unausweichlichen. Weiterlesen »

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Die Endlosrekursion

Die Endlosrekursion ist ein gemischter Gemeinschaftsblog mit den Themen Philosophie, Recht, Leben, Gedichte, Gesellschaft, Kultur, Medien und Fotografie. Die Endlosrekursion verfolgt kein klares Ziel, sondern stellt vielmehr ein Experiment des versuchten Schreibens mit Spaß, Anstrengung und Anspruch dar.

Letzte Kommentare

  • mona lisa: - klasse geschrieben! - waren die widerlichen Bananenstückchen zum Hause im Müsli? - muss es nicht heißen: sondern in einem so geprägten Tun zu leben?...
  • marion: gruppen gibt es viele...
  • ddflies: Wird mal wieder Zeit auszumisten, oder???. Also, die Mistgabeln stehen bereit. mfg....
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