Verbrechen an der Menschlichkeit
Dieser Artikel ist eine Antwort auf die Frage “Wo beginnt Scheinheiligkeit? Und – beginnt es damit?”, die Menachem in seinem Beitrag “Alles wie es war; ist; sein wird” stellt.
Deine Frage finde ich richtig gestellt, allerdings denke ich nicht, dass sich die Jugend von diesem Thema ausnimmt. ich habe die Erfahrung gemacht, dass dies noch immer ein wichtiges Gesprächsthema unter Menschen meines Alters ist, worüber nachgedacht wird, gesprochen wird und was immer noch betrifft. gerade in meiner Zeit des Zivildienstes mit der Aktion Sühnezeichen Friedensdienste haben wir ein Jahr lang in den jeweiligen Ländern, in die wir entsendet wurden, uns intensiv über unsere Gedanken zum Nationalsozialismus ausgetauscht, wie Menschen zu Massenmördern werden können, über diesen unbändigen Hass Andersdenkenden und Andersgläubigen gegenüber. Und auch mit den Menschen, die ich in Tschechien getroffen habe, egal ob jung oder alt, habe ich viele Gespräche darüber geführt, wenn auch ich mich meist erst rechtfertigen musste. Doch alle diese Gespräche hatten mindestens einen konstruktiven Kern und nur selten hab ich mich Vorwürfen und Ablehnungen gegenübergestellt gesehen, die ich nicht verstehen konnte. Weiterlesen »
Leseempfehlung VII
Motiv: Privatsphäre – Eine Betrachtung der Paparazzi durch Jörg Häntzschel auf Sueddeutsche Online.
Schäuble mit Stasi 2.0 Flyer – Witziges Foto auf Netzpolitik. Schäuble wird bei einer Demonstration ein Stasi 2.0 Flyer in die Hand gedrückt und er nimmt ihn mit.
You’ll Need to Come Downtown – Eine unglaubliche Geschichte auf The daily WTF. Ein Mann wird verhaftet und der Beihilfe zum Mord bezichtigt, weil er angeblich mit einem Mörder sehr oft telefoniert haben soll. Die Geschichte zeigt, was passiert, wenn Inkompetenz und Macht zusammentreffen. Auf Englisch.
Wir schreiben uns die Welt, wie sie uns gefällt – Marc von der Wissenswerkstatt wieder mit einem guten Artikel zur Kritikresistenz der Onlinemedien.
Anti NPD Song – Konstantin Wecker bringt es musikalisch auf den Punkt.
Asozialamt – Die für mich bisher witzigste Auseinandersetzung mit dem Bankendomino der letzten Zeit.
Bundeswehrsoldaten zu dick – Noch einmal etwas Erheiterndes. Spiegel Online kann sogar witzig sein.
Solino
Ich möchte euch nach “Auf der anderen Seite” einen weiteren Film von Fatih Akin vorstellen. Das Drehbuch für “Solino” stammt allerdings nicht von Akin sonder entstammt der Feder von Ruth Tomas, was man dem Film anmerkt, spielt doch eine italienische Familie die Hauptrolle und nicht, wie gewohnt von Akin, eine türkisch-deutsche. Die Probleme des Filmes sind aber dennoch die tiefgründigen Probleme, die Akin in allen seinen Filmen anspricht: entwurzelte Heimat und die Verworrenheit des kulturellen Miteinanders.
Akin setzt wie immer auf hervorragende Schauspieler und hat mit Moritz Bleibtreu sogar einen Star des deutschen Kinos gewinnen können. Man kann Bleibtreu mögen oder nicht, in diesem Film spielt er großartig und wird ergänzt von Barnaby Metschurat, Gigi Savoia und Patrycia Ziolkowska. Es ist immer schwierig einen so ruhigen Film zu besetzen, aber die unaufdringliche Art aller Darsteller lässt dem Zuschauer den Raum, um sich den Problemen des Filmes so nähern zu können, wie Akin diese zeichnet: unaufgeregt. Weiterlesen »
Text, einfach nur Text!?
Einige werden es sicher schon bemerkt haben, dass wir heute Nacht das Design der Endlosrekursion geändert haben. Die Endlosrekursion sieht ab jetzt aus wie ein Blog und nicht mehr wie ein Magazin. Damit leiten wir die zweite Phase unseres Experiments ein. Erst Magazin, jetzt Blog und nach angemessener Testphase dann Blogazin!? Es wird sich zeigen, wie wir uns in einem halben jahr aufstellen werden. Klar ist nur, dass wir bis zu unserem ersten Geburtstag in einem halben Jahr mit dem Design wie jetzt schreiben werden. Kleine Änderungen vorbehalten.
Eigentlich sollte hier jetzt eine Auseinandersetzung, ein Rückblick auf die Magazinzeit stehen, aber ehrlich gesagt, sehe ich mich außer Stande darüber vernünftig zu reflektieren. Wir haben viel Zeit damit verbraten Bildchen und Schnickschnack unseren Texten beiseite zu stellen und ich bin froh, dass dieses Design um einiges pflegeleichter ist. Ob die zusätzlich gewonnene Zeit ab jetzt in Texte investiert werden wird, bleibt abzuwarten. Auch, ob unsere Leser es genauso sehen. Bilder sind nun mal wirklich schön und eigentlich hatten wir ja auch vor die Bildlast hier zu erhöhen, bis uns das Urheberrecht dazwischen gekommen ist. Weiterlesen »
Die Endlosrekursion
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