Der methodische Zweifel bei Descartes und seine Überwindung
I. Einleitung
In dieser Arbeit möchte ich mich mit dem Versuch Réne Descartes`, die ersten Ursachen und Prinzipien von denen sich gesichertes und unbezweifelbares Wissen ableiten lässt, zu finden, beschäftigen.
Die Wahl der richtigen Methode ist für den wissenschaftlichen Erfolg dieser Suche von außerordentlicher Wichtigkeit. Die von Descartes für angemessen erachtete Methode, welche im „Bericht über die Methode“ („Discours de la méthode“) ausführlich beschrieben und in den „Meditationen über die Grundlagen der Philosophie“ schließlich zur Anwendung kommt, ist die des methodischen Zweifels.
Da Descartes zu der Einsicht gelangt ist, dass die Wissenschaften, besonders die Philosophie mit oftmals recht zweifelhaftem Wissen arbeiten, ist eben die richtige Anwendung dieser Methode der Weg zu einer Reformation des Denkens und der Wissenschaft. Descartes hofft einen festen Punkt, wie ihn einst Archimedes verlangte, für die Philosophie zu finden, auf dem sich dann das gesamte Wissen aufbauen kann, „….so darf auch ich auf Großes hoffen, wenn ich nur das geringste finde, das sicher und unerschütterlich ist.“ (Med. I, 1) ((Descartes, Rene: Meditationen über die Grundlagen der Philosophie. Übersetzung von Artur Buchenau. Herausgegeben von Lüder Gäbe. Hamburg. Felix Meiner Verlag: 1993.)) Weiterlesen »
Descartes Woche !
Heute ist der Tag auf den ihr alle sehnsüchtig gewartet habt. Endlich, die Descartes bricht an! Manche werden sich fragen:
“Was ist die Descartes Woche?”
In der Descartes Woche veröffentliche ich hier auf der Endlosrekursion eine Hausarbeit die ich im Sommersemester 2007 geschrieben habe in kleinen Häppchen. Pro Tag werde ich etwa ein bis drei Kapitel veröffentlichen um niemanden zu langweilen oder zu überfordern.
Ich möchte allerdings alle die vom “Fach” sind warnen, dass es sich um meine erste Arbeit handelt, d.h. sie hat durchaus einige Schwächen. Dennoch denke ich das die Arbeit vielleicht einige zum Mitdenken anregen könnte oder vielleicht sogar zum Descartes lesen, falls dies noch nicht geschehen ist. Weiterlesen »
Wissen
Einst blies ein Wind über die Erde und deren Bewohner.
Da erwachte ein Mensch aus seinem Schlaf und hatte Durst, also sprach er zum Wind:
„Warum so windig, warum so zärtlich, warum streichelst du so ruhig und beruhigend über die Wiesen und Baumwipfel hinweg, warum schleichst du dich hinterhältig durch undichte Türen und durch Ritzen, warum gleitest du gemächlich über den Ozean und lässt ihn kleine Wellen schlagen, warum lässt du bunte Blätter auf deinem Rücken tanzen und trägst sie von Ort zu Ort? Nun sag, warum singst du deine Lieder heimlich? Weiterlesen »
Nacht
Am Tag, wo alles Leben waltet,
Mich Fremde niederdrückt
Wo Licht mein Bild mir ausgestaltet
Und kein Gedanke glückt
Am Tag, wo alles summt und singt
Und Sinne mich verleiten
Wo mir kein Wort, kein Satz gelingt
Und Zweifel mich begleiten
Am Tag, wo alles kriecht und fließt
Will Stumpfsinn auf mir reiten
Wo mich die Welt mit sich begießt
wird Wahnsinn sich verbreiten
Am Tag, wo alles springt und lacht
Und mir die Sprache fehlt
Hab` ich den Tag zur Nacht gemacht
Die Nachtbraut auserwählt Weiterlesen »
Der Konjunktiv des Massenmords
Aufarbeiten, Erinnern, Lernen, das sind die Worte der Moralisten wenn sie auf die Geschichte im Allgemeinen und auf deutsche Geschichte im Besonderen blicken, das sind die Worte der – guten Demokraten. Der große Fehler meiner Generation: Sie beschäftigt sich mit den Geschichten ihrer Großväter und Urgroßväter, Geschichten an die man sich längst schon erinnert hat, die längst aufgearbeitet worden sind und aus denen dennoch niemand gelernt hat. Wer Hermann Hesses Siddartha gelesen hat wird wissen, dass Väter ihre Söhne nicht davon abhalten können die Fehler zu begehen die sie selbst einst begingen. Jede Generation muss ihre Fehler begehen und jede Generation wird ihre Fehler begehen. Ein Jeder glaubt besser gewesen zu sein als sein Vorgänger, zumeist Unterscheiden sich diese Generationenfehler nur oberflächlich.
Meine Generation ist noch im Kommen, über ihre Fehler wird man in ein paar Jahrzehnten Urteilen können. Warum man mit dem Aufarbeitungswillen und der Erinnerungswut so beharrlich an den Jahren 1933 – 1945 kleben bleibt? Aus Angst man könnte durchblicken, aus Furcht jemand könnte Parallelen ziehen. Weiterlesen »
Die Endlosrekursion
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