Zärtlichkeit Zwei.
Es gibt kaum mehr Musik, die zu berühren weiß. Noch seltener findet man welche, die sich nicht mit dem bloßen Antasten, mit einem flüchtigen Streifen, das dem kurzen, achtlosen Anrempeln eines gestressten Geschäftsmannes in einer Frankfurter S-Bahn zur Rushhour gleicht, zufrieden gibt.
Musik, die mehr verlangt, ist der Jude der Musikindustrie.
Die Sehnsucht nach dem gewohnten Fühlen wird auf mannigfaltige Weise gestillt. Das Sehnen nach der Sucht bedarf ebenso wie die Sucht nach dem Sehnen lediglich eines Knopfdruckes zur Befriedigung. Der Sender spielt keine Rolle. Die überall ertönenden Liebesbeteuerungen und Gefühlsbekundungen der Interpreten gleichen der maschinellen Fertigung von Bauklötzen. Und dennoch werden sie abgenommen. Angenommen. Aufgenommen. Weiterlesen »
Zärtlichkeit.
Sie wollen nicht enden. Die leeren Straßen umgeben ihn mit so viel Bestimmtheit und Unausweichlichkeit, wie das sich immer enger schnürende Band einer von Tragödien heimgesuchten Familie. Austauschbare Gebäude stehen vergessen am Straßenrand, gleichen seit Jahrzehnten ungelesenen Büchern in einem Regal aus mittlerweile brüchigem Birkenholz. Sie sind nicht da, obgleich sie augenscheinlich hier sind. Sie verschwinden mit jedem Blick, der sie berührt, vergilben unter dem Eindruck ihrer sichtbaren Unsichtbarkeit. Weiterlesen »
Die Versöhnung des Unversöhnlichen
Kant setzte den verzweifelten Versuchen, den Widerspruch, der sich aus dem Vorhandensein von Übel und Bösem in der Welt sowie dem Glauben an einen allwissenden, allmächtigen und vor allem allgütigen Gott ergibt, aufzulösen, ein jähes Ende. Die Vernunft und das mit ihr verbundene menschliche Erkenntnisvermögen, die alleine Licht in das Dunkel jener Sache hätten bringen können, wurden entschieden in ihre Schranken verwiesen. Der Aufschwung zu solchen Aussagen überschreite ihren Zuständigkeitsbereich. Sie stießen unerbittlich an ihre Grenzen. Im Glauben versunken blieb dem Menschen vorkantischer Zeit nichts anderes übrig, als das ihm widerfahrene Leid geduldig zu ertragen, in der festen Überzeugung, hierfür gäbe es nachvollziehbare Ursachen – wenn auch schwer ergründbare. Dieses Dulden des mittlerweile Unduldbaren hatte dem emporsteigenden kantischen Subjekt in der Loslösung jeglicher feudaler Fesseln zu weichen. Im Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit wich die vermeintliche Ohnmacht jedes Einzelnen dem Bewusstsein seiner selbst, der eigenen Verfügbarkeit: der Macht über das eigene Leben. Weiterlesen »
Die Endlosrekursion
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- Theologus: Der Irrtum über Feuerbach Feuerbach gilt allgemein als großer Motivator der Aufklärung, als Atheist, der den Glauben des Menschen an Gott als Projektion menschlicher Wünsche und Bedürfnisse darstellt. Wesentlicher Bezug für den Unterricht in der Sekundarstufe II sind Auszüge aus seinem Werk „Über das Wesen des Christentums“.......
- Farid Bang: ich mag pommes :)...
- News: In Österreich wissen wir, was Politik von vorgestern, heute betrieben, tatsächlich bedeutet!...
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