Text, einfach nur Text!?

Einige werden es sicher schon bemerkt haben, dass wir heute Nacht das Design der Endlosrekursion geändert haben. Die Endlosrekursion sieht ab jetzt aus wie ein Blog und nicht mehr wie ein Magazin. Damit leiten wir die zweite Phase unseres Experiments ein. Erst Magazin, jetzt Blog und nach angemessener Testphase dann Blogazin!? Es wird sich zeigen, wie wir uns in einem halben jahr aufstellen werden. Klar ist nur, dass wir bis zu unserem ersten Geburtstag in einem halben Jahr mit dem Design wie jetzt schreiben werden. Kleine Änderungen vorbehalten.

Eigentlich sollte hier jetzt eine Auseinandersetzung, ein Rückblick auf die Magazinzeit stehen, aber ehrlich gesagt, sehe ich mich außer Stande darüber vernünftig zu reflektieren. Wir haben viel Zeit damit verbraten Bildchen und Schnickschnack unseren Texten beiseite zu stellen und ich bin froh, dass dieses Design um einiges pflegeleichter ist. Ob die zusätzlich gewonnene Zeit ab jetzt in Texte investiert werden wird, bleibt abzuwarten. Auch, ob unsere Leser es genauso sehen. Bilder sind nun mal wirklich schön und eigentlich hatten wir ja auch vor die Bildlast hier zu erhöhen, bis uns das Urheberrecht dazwischen gekommen ist. Weiterlesen: Text, einfach nur Text!?

Raphael Ein Kommentar Kategorie: Medien Donnerstag, der 20. März 2008

Leseempfehlung VI

Sind Blogger gefährlich – Die Sargnagelschmiede schreibt über neuen Qualitätsjournalismus im Internet, der allerdings zum Boulevard verkommt, sobald es um Blogs geht. Angst?

Das ist aber kischig – Oliver Gehr lässt sich im Dummy Blog über Journalisten, deren Preisverleihungen und andere Kuriositäten aus.

Die spinnen, die Dänen – Witziger Artikel auf Spiegel Online über einen alten Streit zwischen Dänen und Schweden, der gerade die Gemüter der Dänen erhitzt: Ikea benennt nämlich nur Fußabstreifer nach dänischen Städten.

Hier kläfft der falsche Hund – Jürgen Hoff spielt auf Duckhome die Möglichkeiten und Probleme einer gemeinsamen Blogzeitung durch: Print und Offline statt Digital und unwichtig. Interessanter Ansatz.

Wir klauen uns die Welt, wie sie uns gefälltDon Alphonso regt sich in seinem unnachahmlichen Stil an der Blogbar über Versuche auf, wie wir ihn hier das letzte halbe Jahr gestartet habe: Magazine, die Texte durch eine alternative Darstellung und Bilder von Flickr aufhübschen. Allerdings bezieht er es auf A-Blogs, denen sonst nichts neues mehr einfällt.

Raphael Diskutiere diesen Artikel Kategorie: Blog Sonntag, der 16. März 2008

Es fehlt an Mitte

Er öffnet eine Tür mit schwarzem Licht. Laut scheint er in das Leben. Knarzend, leicht quietschend werden die Angeln bewegt. Hebend, senkend. Der Rand des Raumes füllt sich mit schwarzem Schein, die Mitte bleibt leer für einige Zeit. Das Licht quillt langsam, fließt in Wellen und macht doch halt vor der Mitte, die er uns entzogen hat.

Er reißt nicht, zerrt nicht, nimmt und geht und bleibt und ist. Mitte ist und bleibt und ist mit uns. Mitte war, wird. Wir reißen, wir brechen, wir sind. Wir trauern und trösten, wir weinen und beten. Wir sind in der Mitte, wir sind bei uns, wir sind nicht mehr, wir alle.

Die Mitte fehlt, die Mitte bleibt, der Weg gabelt sich ohne Entscheidung der Richtung. Es bleibt kein Loch, er macht halt vor der Mitte.

Der Tod kennt weder Grau noch bunt. Schwarzes Licht, weiße Mitte, blutrotes geschlagenes Herz. Die Zeit bringt Farbe, die Mitte bricht auch alle Zeit uns nicht.

Wir gedenken, lachen, weinen, trinken, schreien, schluchzen. Nur der Schmaus bleibt uns im aufgereckten Halse stecken. Bewegung, Stille und Trauer, uns ist jetzt alles Er-bestimmt. Unsere Mitte stimmt nicht mehr, schwingt nach, hallt lang. Die Mitte ist Melodie des Lebens.

Der Raum wird größer, Licht entweicht nicht, wir sterben immer teils mit ihm. Mitten in uns lebt er in vergangener Zukunft. Das Leben ist nicht wortgewaltig.

Wir zu sagen ist jetzt fromm, fehlt uns doch das Wort dafür. Ein Teller mehr, ein Messer fehlt! Das Zählen ist jetzt Rückwärtsschreiten. Geschichten werden ausgebreitet, was hat er nicht alles für uns mit erlebt. Ein Bild, ein Witz, wir lachen viel. Lachen über, mit, und wegen. Es ist wie … ja, wie ist’s denn jetzt?

Geht ein Mensch, dann bleiben übrig, die die gerne mitgegangen.

Du hast mehr Mitte hinterlassen als Trauer. Es fehlt an Mitte. Wir vermissen dich.

Raphael Diskutiere diesen Artikel Kategorie: Leben Freitag, der 14. März 2008

Lesen

Der Morgenlandfahrer möchte gerne wissen was wir lesen und bittet aus dem gerade gelesenen Buch Seite 123 aufzuschlagen und den 5. Satz mit den drei folgenden zu zitieren.

O es war ein liebes Bild, gewebt aus Größe und Leiden! Aber nun ists anders! Mit dem Leiden ists aus! Er ist hat zu tun bekommen, er ist der Kranke nicht mehr!

Hyperion, Friedrich Hölderlin (gelesesen von Wowik)

Sie stellen sich also nur, als verachteten sie das Leben, es ist ihnen um nichts Beßres zu tun, sie kleiden nur ihre Hoffnung in eine Fordrung ein.

Marx: Epikureische Philosophie (gelesen von le simplicissimus)

Weiterlesen: Lesen

Raphael Ein Kommentar Kategorie: Kultur Montag, der 10. März 2008

Geschriebene Grauzonen

Das mit dem Internet ist schon nicht so einfach. Also eigentlich ist das mit dem Leben nicht so einfach. Man will irgendwas und bekommt das nicht. Dann strengt man sich entweder mehr an, oder man lässt es ganz bleiben. Manche machen auch halbherzig weiter, das ist aber nicht so mein Fall. Mein Fall ist eher ganz oder gar nicht. Das aber ist ein durchaus problematisches Motto, denn man muss sich andauernd entscheiden, bei jeden Interessenkonflikt und davon haben junge Menschen eine ganze Menge. Mal will man das, mal was anderes und eigentlich will man was ganz anderes, das geht aber gerade nicht, also macht man sonstwas, aber nur solange bis man wieder was anderes hat. Kompliziert? Manchmal schon!

Ich will es aber nicht so abgehoben und meta machen, sonder frei heraus sagen, was mich stört. Es geht um dieses Blogazin, was ab nächster Woche ganz im Sinne des Experiments, das es eben darstellt, wieder zu einem stinknormalen Blog degradiert werden wird; also optisch, rein optisch. Für so ein normales Blog sind unsere Artikel zu lang. Blogger machen aus einem Artikel von zwei Seiten eine Serie, um so sicher auch drei Tage lang die Leser an sich zu fesseln. Wir machen zwar auch Serien und würden die Leser gerne mehr an den Kommentarbutton gefesselt sehen, aber unsere Gedanken sind nicht in drei Absätze mit einer halben Meinung zu pressen. Weiterlesen: Geschriebene Grauzonen

Raphael 5 Kommentare Kategorie: Leben Samstag, der 8. März 2008
Weitere Artikelseiten: 1 2 3 4 5 6 7 8 ... 15 16
blogoscoop