Alle Artikel des Autors " Raphael"

Wissenschaft in den Medien

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Geschrieben am 13. Oktober 2007 von Raphael in Medien.

Ist die Vereinfachung wissenschaftlicher Thesen in den Medien ein probates Mittel um den Fortschritt der Wissenschaften Menschen nicht nur in Form neuer Technikgimmiks zukommen zu lassen?

Mein Problem ist kein sonderlich neues und ein wohl bekanntes zudem. Jedenfalls die meisten gymnasial Gelittenen unter den Lesern werden wohl auch gezwungen worden sein über “Die Physiker” von Friedrich Dürrenmatt zu diskutieren und sich wirsche Argumentationen aus den Fingern zu saugen, die dann von wissenschaftlich halb gebildeten, halb eingebildeten Deutschlehrern auf ihre Meinung zum Thema geführt werden. Ein Satz wie der Vorherige wäre schon nicht mehr geeignet, um massentauglich in der Zeitung zu stehen, auch wenn man ihm zugute halten muss, dass er Fremdwörter mied.

In Dürrenmatts Theaterstück wird das Für uns Wider wissenschaftlicher Erkenntnis diskutiert. Soll die Weltformel veröffentlicht werden? Sie könnte unendliches Leid verhindern oder hervorrufen. Die Atomkraft mit ihren Möglichkeiten und Gefahren mag uns als klares Beispiel dienen. Weiterlesen »

Menschliche Domestizierung

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Geschrieben am 12. Oktober 2007 von Raphael in Leben.

Ich bin ja wirklich anders. Ich bin alternativ. Ich habe meine Prinzipien. Ich bin kein domestiziertes Rindvieh. Ich kann alleine denken. Ich bin Individualist. Ich bin auf niemanden angewiesen. Ich brauche keine Gesellschaft. Ich bin gerne allein. Meine Freunde heißen Nietzsche, Goethe, Rilke, Dostojewski und der anonyme Widerstand. Ich ziehe andere Klamotten an, als die Anderen. Meine Eltern mögen nicht, wie ich mich kleide. Ich mag meinen Opa. Ich bin in vielen alternativen Vereinen und helfe im KFZ tatkräftig mit. Ich habe drei Che Guevara T-Shirts, eins in grün, eins in gelb und eins in Rot. Ich mag Michael Moore und finde seine Arbeit echt wichtig. Ich hasse George W. Bush. Amerika auch. Ich würde gerne auf einer Cocaplantage irgendwo im reinen Urwald Südamerikas wohnen. Mein Papa war 68er, aber heute ist er Filialleiter der örtlichen Sparkasse. Weiterlesen »

Auf der anderen Seite

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Geschrieben am 4. Oktober 2007 von Raphael in Kultur.

Der deutsch-türkische Regisseur Fatih Akin ist wie ein Maler, der jeden Strich seiner Filme setzt, um sie etwas später wieder zu übertünchen. Nicht mit einer dicken Schicht Pathos oder Eros, wie wir dieses aus Hollywood kennen. Mit dünnen, spitzen, kleinen Strichen überzieht er seine Geschichten, solange bis sie nicht mehr wichtig sind. Er erzählt, aber seine Filme beeindrucken nicht durch die Erzählung, so beeindruckend auch das Erzählte ist.

Wäre er Maler, würden wir nicht die Szenerie bewundern, sondern die Strichführung. Wäre er Buchautor, würden wir immer zwischen den Zeilen hängen bleiben und die Kraft des nicht Geschriebenen aufnehmen, der Handlung hinzufügen und so erst das Meisterwerk erahnen, das uns geboten wird. Weiterlesen »

Der Sinn des Lebens

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Geschrieben am 4. Oktober 2007 von Raphael in Gesellschaft.

Die Frage nach dem Sinn des Lebens ist der Scheideweg der Philosophie und zwar in vielerlei Hinsicht. Es wird die Frage sein, die ein jeder philosophisch Uninteressierte der Philosophie als einzige oder wenigstens haupsächliche Frage zuweisen wird. In etwa so, wie eine jede Firmenhomepage einen Bereich Philosophie hat. Dort steht ja auch, welchen eigenen Sinn sich die Firmenleitung oder jedenfalls deren Marketingagentur gibt. Augenmerk bleibt auf der eigenen Beurteilung, denn es gibt wohl kaum ein besseres Beispiel von Fremdwahrnehmungsstörung als die Differenz von Firmenphilosophie und tatsächlich gelebter Einstellung. Pauschal abgewatscht, aber in zu vielen Fällen zutreffend, als dass ich hier jetzt Zeit in eine Relativierung investiere. Doch in den Augen eines nicht wissenschaftlich interessierten Menschen, der Bücher auch nicht sonderlich gerne hat, muss das nunmal Philosophie sein, gepaart mit dem was dann noch in den Talkshowpolitikrunden des Fernsehens als Parteiphilosophie bezeichnet wird. Das muss der Hund ja in der Pfanne verrückt werden und den Sinn des Lebens außerhalb der Philosophie suchen, denn diese muss als reines PR-Gelaber ohne Inhalt rüberkommen. Intellektuell anklingende heiße Luft, die manch einer nicht versteht und deshalb nichts damit anfangen kann und manch einer versteht und deshalb auch nichts damit anfangen kann. Die Philosophie hätte also einen Marketingspezialisten bitter nötig um darauf hinzuweisen, dass sie selbst mehr zu bieten hat und die Verwendung Philosophie von Menschen, die Geld verdienen wollen, nicht rechtens ist. Der entsprechenden Rechtsbegriff wird sich schon irgendwo finden. Aber hat die Philosophie wirklich etwas anderes zu bieten? Weiterlesen »

Willkommen auf Endlosrekursion

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Geschrieben am 4. Oktober 2007 von Raphael in Blog.

Endlosrekursion ist ein Experiment und im Anfangsstadium. Tagtäglich habe ich neue Ideen und das Konzept verändert sich in meinem Kopf, weshalb ich mich zurückhalten werde, hier genau zu erklären, was Endlosrekursion sein soll, oder sein wird.

Fest steht, dass es der Versuch ist, eine Mischung aus Magazin und Blog zu werden. Nennen wir dieses Experiment zunächst “Blogazin” und schauen, was daraus wird.

Unklar ist auch noch, ob dieses Experiment von mir alleine oder mit anderen Autoren zusammen durchgeführt werden soll. Ich habe das letzte halbe Jahr versucht auf meinem Hauptblog, dem onezblog, ein Feuilleton der Blogosphäre zu etablieren und bin damit vor mir selbst gescheitert. Qualitative Ansprüche, die ausgeartet sind in Zwang und mir den Spaß am Bloggen weitestgehend verdorben haben. Endlosrekursion soll die Fortführung meiner Visionen sein und ich hoffe, einige fähige Autoren zum Mitmachen animieren zu können. Aber wenn nicht, wird dieses Projekt nicht eingestampft, sondern muss eben mit längeren Pausen leben. Ich möchte hier, anders als im onezblog, nur Artikel veröffentlichen, die mir an Qualität genügen. Weiterlesen »

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Die Endlosrekursion

Die Endlosrekursion ist ein gemischter Gemeinschaftsblog mit den Themen Philosophie, Recht, Leben, Gedichte, Gesellschaft, Kultur, Medien und Fotografie. Die Endlosrekursion verfolgt kein klares Ziel, sondern stellt vielmehr ein Experiment des versuchten Schreibens mit Spaß, Anstrengung und Anspruch dar.

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