Nihilistisches Kauderwelsch in Hollywood
Hollywood wird gemeinhin mit schnulzigen Filmen verbunden, die vor Patriotismus und christlich-amerikanischen Werten nur so triefen. Happy End mit unübersehbarer Moralkeule, eingewunden in das Gewand der Romantik oder den Heldenepos des metaphysischen Kriegshelden in Gestalt eines leidenden Soldaten, der sich für seine Einheit, sein Land und die Freiheit opfert. So ist Hollywood und so wird es immer sein, mag man vermuten, wenn man nur zum Popcornfuttern ins Kino geht. Nicht vergleichbar mit dem deutschen oder gar dem französischen Film.
Doch das ist eine zu einseitige Betrachtung und gerade der unter Filmliebhabern meiner Generation verehrte Quentin Tarantino zeigt eine andere Seite des Massenkinos aus Amerika auf. Brutal, subjektiv, relativ und vor allem blutig sind Tarantinos Filme. Moralisch durchwässert, aber nicht überflutet. Tarantinos Helden sind der Albtraum des konservativen Wertekanons: Drogen steigern die subjektive Empfindung und postmodern gebildet weiß der Junkie um den Wert des nächsten Trips. Ein anderes Leben zählt nur so lange etwas, wie es das eigene fördert. Tarantinos Filme aber hier als moraltheoretischen Tod zu erhöhen, steht mir fern, mir geht es um den Nihilismus im modern-amerikanischen Kino. Weiterlesen »
Im Lotto gewonnen!
“Ich habse, ich habse wirklich. Ich bin ja so glücklich, ich bin reich, ich bin auf dem Höhepunkt meines Lebens.” – So oder so ähnlich könnte jemand heute Abend ausrufen, wenn 30 Millionen den Besitzer wechseln und einen Glückspilz zum “glücklichsten” Menschen der Welt machen. 30 Millionen sind eine riesen Stange Geld, die für uns kaum vorstellbar ist. Kann man ja gar nicht ausgeben und dass man sich auch wegen des Geldes nicht ändern wird, sind typische Reaktionen auf die Frage, was man mit dem Lottogewinn machen würde. Ich nehme mich da nicht aus, würde ich mir doch wohl vor allem den Traum erfüllen, mein Leben lang studieren zu können. Aber so ein paar Kleinigkeiten würde ich mir schon gönnen und meiner Freundin sicher auch. Sicher auch meiner Familie und meinen Freunden etwas Gutes tun. Und da fängt das Problem schon an.
Du wirst dich vielleicht nicht ändern. Erstmal. Aber die Menschen um dich herum werden sich ändern und darauf bleibt dir nichts anderes übrig als zu reagieren. Wie auch immer. Das Problem am Bekanntwerden eines solchen Gewinnes im Freundes- und Bekanntenkreis ist doch die teils unbewusste, teils bewusste Erwartungshaltung. Geld korrumpiert, auch wenn es um Freundschaft geht. Weiterlesen »
Leseempfehlung II
Subjektiv ausgesuchte lesenswerte Artikel, die mir auf meinen Reisen im Internet begegnen und die ich euch nicht vorenthalten möchte. Habe ich mich noch bemüht in der ersten Ausgabe der Leseempfehlung euch einen Eiblick in den Text zu geben, jetzt einfach eine Liste. Wer Langeweile hat wird sich freuen, wer keine Zeit hat, wird sich auch nicht von drei Sätzen auf von mir ausgesuchte Texte ziehen lassen:
- Ein akademischer Witz samt Schimpf und Schande | brainlogs
- STASI 2.0 – die Jugendedition | Zeit Zuender
- Können Kühe schwimmen? | Zeit Zuender
- Im Kreis | Freitag
- Tratsch TV für die Youtube-Generation | Medienpiraten
- Triste Zellbiologie | Beetlebum
- Die Schlange an meinem Busen! | Textspeier
- Elf Thesen zu Habermas | Zeit
- 8 klassische Link-Typen | Karrierebibel
- Bloß gut, dass Nazis böse sind! | Schnipselfriedhof
Generation Google
Auf einer Konferenz zur Koordination der Institutshomepages an unserer Uni, auf der ich gestern war, wurde über eine bessere Zielgruppenorientierung der Institutsseiten gesprochen. Die Seiten sollen besser und einheitlicher strukturiert werden, um sowohl Studenten, als auch Studieninteressierten eine leichtere Orientierung und Navigierung zu den wichtigsten Informationen zu ermöglichen. Ich will euch nicht mit Details langweilen, sondern auf einen speziellen Punkt eingehen, der mir sowohl internetspezifisch, als auch soziologisch interessant erscheint. Weiterlesen »
Kommentare/ Leserbeiträge
Ich möchte vor allem die Leser der Endlosrekursion, die uns mittels des RSS-Feeds lesen, auf eine Eigenart der Endlosrekursion aufmerksam machen, die sicherlich interessant sein wird: die Kommentare. Zuweilen sind die Kommentare zu den Artikeln länger als der jeweilige Artikel selbst und bieten einige Zusatzinformationen rund um den Artikel.
Ich bin erstaunt, wie hochwertig hier diskutiert wird, auch wenn der Kreis der Debattierenden noch nicht sonderlich groß ist. Das zu ändern hat dieser Artikel im Sinn. Gerade Feed-Leser bekommen von der Interaktion auf der Endlosrekursion nicht viel mit, weil sie die Seite nicht zwangsläufig besuchen. ich kenne das ja von mir selbst, habe ich doch die meisten Blogs im Feedreader und besuche sie nur ab und an. Viele Blogs lese ich auch nur um an Informationen zu kommen, die mir die Medien nicht liefern, oder nur auf eine abgedroschene Art. Die Diskussion dieser News interessiert mich nicht wirklich. Weiterlesen »
Die Endlosrekursion
Letzte Kommentare
Autoren
- 42! (3)
- Abc (8)
- Johannes Factotum (24)
- Kandelaber (1)
- le simplicissimus (8)
- M. Pyre (1)
- Max (3)
- Menachem (8)
- people in motion (8)
- Raphael (85)
- Wowik (20)
- Zwerg (1)
