Unspektakuläre Kommunikation
Es ist schwierig im Internet etwas zu etablieren was nicht laut, bunt und schnell ist. Es ist schwierig aus so vielen unterschiedlichen Gründen, dass mir der Kopf raucht, wenn ich nur versuche daran zu denken. Die gern ins Feld geführte, resigniert wirkende Begründung des dummen, faulen und nach Sensationen sabbernden Internetnutzers, hilft jedenfalls nicht weiter, auch wenn sie einige, sicherlich richtige Allgemeinplätze bedient.
Mittlerweile ist jeder im Netz. Nicht nur die Dummen. Und würde man Umfragen erstellen, bin ich mir sicher, dass die Panorama-Rubrik über B-Promies, nackte Tatsachen, Babybäuche und Peinlichkeiten im Dschungel des Rampenlichts auch von allen gelesen werden und die ungemein hohen Klickzahlen bei solchen Themen nicht dem biertrinkenden, nichtsnutzigen und vor allem dummen Prekariator angehängt werden, der sich mit Links zitternd durch das Internet wichst. Weiterlesen »
Leben
Alltagsproblem eines Menschen der sich entschlossen hat zu sein
und doch
immer wieder
die sehnsucht nach dem Unstetigen
Sehnsucht nach dem Unkonventionellen und Undurchsichtigen
Sehnsucht nach dem Unerreichbaren und dem Schmerz
der ihn so lange am Leben gehalten hat
Leben ist Treiben – es fließen nur die Wasser
Für einen ruhigeren Umgang mit der Politik
Dass 80% aller Artikel, die in der Blogosphäre aufloppen, dafür geschrieben wurden, Aufmerksamkeit zu ziehen, ist klar. Welche zu den 80% gehören ist unklar und selten einwandfrei zu erkennen.
Es hat mich schon gerade gejuckt, mir die ganzen momentan hochkommenden Roland Koch Artikel anzuschauen und zu prüfen, welche dieser Textstücke denn eine eigene Idee bringen. Dann würde ich gerne den Blogger fragen, warum er gerade bei einem Thema, wo dem Politiker die “falsche” Meinung zum Verhängnis wird, warum er in solch einem Fall Texte ohne jegliche Meinung produziert. Ich meine Nachrichtenportale gibt es doch wirklich wie Sand am Meer. Weiterlesen »
Deutsch-sein ist eine Strafe Gottes
Seit Jahren wird von Seiten der CDU/ CSU eine Debatte beheizt, die die Gesellschaft dazu anstiftet, sich mit deutschen Werten auseinander zu setzen. Deutsch-sein soll kein Makel mehr anhängen und es müsse eine neue deutsche Identität geschaffen werden. In der Streitfrage der Integration wird von einer deutsch-christlichen Tradition gesprochen, die es gilt zu beschützen, zu hüten, zu erhalten. Eine deutsche Leitkultur versucht die Union schon seit einiger Zeit zu erschaffen, zu erheben wie Phönix aus der Asche.
Dieses Deutsch-sein, das der CDU wohl zugrunde liegt, entlädt sich nicht nur in Parolen am rechten Rand, wie die sehr umstrittene Wahlkampfstrategie Jürgen Rüttgers “Kinder statt Inder”, sondern auch in Bekenntnissen zu einer multikulturellen Gesellschaft. Christian Wulff sagte auf der Klausurtagung in Wiesbaden: “Ohne Ausländer wäre unser Land ärmer. Wir brauchen sie.” Man mag sich jetzt entspannt zurücklehnen und sich freudig darüber zeigen, dass die CDU eben nicht die NDP ist und selbst, zwischen den Forderungen nach Ausweisungen junger ausländischer Straftäter, Worte des Zusammenlebens ihren Platz finden. Wulff spricht aber dennoch von einem Wir, einem deutschen Wir und da muss man nachfragen: Weiterlesen »
Die Endlosrekursion
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