Zärtlichkeit Drei.
Es gibt Erschütterungen, die selbst das vermeintlich Unerschütterbare aus den Angeln zu reißen vermögen. Erschütterungen, die jedes noch so solide Fundament ins Wanken bringen, rücksichtslos in sich zusammen fallen lassen. Das seit langem Gewachsene, an dessen Vorhandensein sich kein Zweifel auch nur heranzunähern wagte, scheint die Prüfung, mit der es unmittelbar konfrontiert wird, nicht bestehen zu können.
Es zerbricht unter dem Gewicht des Unausweichlichen.
so lets face it, this was never what you wanted
but i know its fun to pretend
now blank stares and empty threats are all i have
Alles verkehrt sich ins Gegenteilige. Verdrängung wird zum Segen.
Doch keiner wagt ihn zu erteilen.
so drown me if you can
or we could just have conversation
and i fall, i fall, i faulter
i found you before i drift away
Bebendes Flehen. Greifen nach dem längst Verlorenen. Unsicheres Tasten ohne einen zu ertastenden Gegenstand. Bitten ohne einen Zuhörenden.
Beten ohne Gott.
i now you still speak of day old hate
though your whole world has gone up into flames
and isn’t it great to find that you’re really worth nothing
and how safe it is to feel safe
Wenn das Erlittene nicht mehr zu ertragen ist, scheint die Sehnsucht nach einer alles umgreifenden Geborgenheit die Ruhestätte, die Erfüllung jeglicher Wunschesregungen zu sein.
Die Sicherheit des Mutterleibes. Die Rückkehr in das unbewusst Lebendige.
the things we do just to stay alive
the things we do just to keep ourselves alive
