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	<title>Kommentare zu: Freiheit und Sicherheit</title>
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		<title>Von: people in motion</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/65/freiheit-und-sicherheit/comment-page-1/#comment-478</link>
		<dc:creator>people in motion</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 19 Aug 2008 13:58:36 +0000</pubDate>
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		<description>Im Grunde beziehe ich mich auf im Text und in den Kommentaren bereits Erl&#228;utertes:

Bei der Beurteilung der Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit von Befugnissen des Staates zum Schutze der Menschen gibt uns, auch wenn eine Beeintr&#228;chtigung unserer Freiheitsrechte zu bef&#252;rchten ist, das Gesetz nur Leitlinien und die Rechtswissenschaft nur Methodik (Dreiklang: aus Erforderlichkeit, Geeignetheit, Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit im engeren Sinne) vor. Ansonsten bleibt es eine gesellschaftliche Diskussion, die, wegen der komplexen Wechselbeziehung zwischen den widerstretenden Rechtsg&#252;tern bzw. Werten und ihrer Bedeutung allgemein, von allen Beteiligten mit Bedacht zu f&#252;hren ist. Das Ergebnis dieser Abw&#228;gung kann sich durchaus in klaren Regeln widerspiegeln. 

Hat dir das weitergeholfen oder habe ich die Frage falsch verstanden?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Im Grunde beziehe ich mich auf im Text und in den Kommentaren bereits Erl&#228;utertes:</p>
<p>Bei der Beurteilung der Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit von Befugnissen des Staates zum Schutze der Menschen gibt uns, auch wenn eine Beeintr&#228;chtigung unserer Freiheitsrechte zu bef&#252;rchten ist, das Gesetz nur Leitlinien und die Rechtswissenschaft nur Methodik (Dreiklang: aus Erforderlichkeit, Geeignetheit, Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit im engeren Sinne) vor. Ansonsten bleibt es eine gesellschaftliche Diskussion, die, wegen der komplexen Wechselbeziehung zwischen den widerstretenden Rechtsg&#252;tern bzw. Werten und ihrer Bedeutung allgemein, von allen Beteiligten mit Bedacht zu f&#252;hren ist. Das Ergebnis dieser Abw&#228;gung kann sich durchaus in klaren Regeln widerspiegeln. </p>
<p>Hat dir das weitergeholfen oder habe ich die Frage falsch verstanden?</p>
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		<title>Von: Lieselotte</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/65/freiheit-und-sicherheit/comment-page-1/#comment-477</link>
		<dc:creator>Lieselotte</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 18 Aug 2008 16:51:55 +0000</pubDate>
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		<description>people in motion was meinst du bitte mit &quot;bedarf einer sorgf&#228;ltigen Diskussion&quot;? bez&#252;glich Freiheit. Ich finde da gibt es nicht wirklich etwas zu sagen. Entweder es gibt die M&#246;glichkeit mit klaren Reglen oder nicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>people in motion was meinst du bitte mit &#8220;bedarf einer sorgf&#228;ltigen Diskussion&#8221;? bez&#252;glich Freiheit. Ich finde da gibt es nicht wirklich etwas zu sagen. Entweder es gibt die M&#246;glichkeit mit klaren Reglen oder nicht.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Online-Durchsuchung und die Verknüpfung von Recht und Gesellschaft &#124; Endlosrekursion &#124; Philosophie Kunst Kultur Recht Fotografie Medien Politik</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/65/freiheit-und-sicherheit/comment-page-1/#comment-375</link>
		<dc:creator>Online-Durchsuchung und die Verknüpfung von Recht und Gesellschaft &#124; Endlosrekursion &#124; Philosophie Kunst Kultur Recht Fotografie Medien Politik</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 May 2008 05:11:55 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Erg&#228;nzung interessant und hilfreich: „Freiheit und Sicherheit“ und „Folter – Recht an seinen [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Erg&#228;nzung interessant und hilfreich: „Freiheit und Sicherheit“ und „Folter – Recht an seinen [...]</p>
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		<title>Von: people in motion</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/65/freiheit-und-sicherheit/comment-page-1/#comment-124</link>
		<dc:creator>people in motion</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2007 22:32:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/65/freiheit-und-sicherheit/#comment-124</guid>
		<description>Das ist auf jeden Fall eine schwierige Frage. Eingrenzen l&#228;sst sich der Bereich, in dem man erkennt, wann Freiheit auf jeden Fall einem Mehr an Sicherheit bedarf und wann die Freiheit eindeutig durch Sicherheit mehr eingeschr&#228;nkt, als unterst&#252;tzt wird. Also praktisch ein Bestimmen der &#228;u&#223;ersten Grenzen, um den diskussionsbed&#252;rftigen Teil festzusetzen. 

Werden Freiheiten aufgrund fehlender Sicherheit nicht mehr wahrgenommen, dann bedarf es einer St&#228;rkung der Schutzma&#223;nahmen. Werden Freiheiten im Sinne der Sicherheits g&#228;nzlich abgeschafft, dann geht das Schutzbestreben zu weit. Alles weitere ist, denke ich, einzelfallabh&#228;ngig und bedarf einer sorgf&#228;ltigen Diskussion.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist auf jeden Fall eine schwierige Frage. Eingrenzen l&#228;sst sich der Bereich, in dem man erkennt, wann Freiheit auf jeden Fall einem Mehr an Sicherheit bedarf und wann die Freiheit eindeutig durch Sicherheit mehr eingeschr&#228;nkt, als unterst&#252;tzt wird. Also praktisch ein Bestimmen der &#228;u&#223;ersten Grenzen, um den diskussionsbed&#252;rftigen Teil festzusetzen. </p>
<p>Werden Freiheiten aufgrund fehlender Sicherheit nicht mehr wahrgenommen, dann bedarf es einer St&#228;rkung der Schutzma&#223;nahmen. Werden Freiheiten im Sinne der Sicherheits g&#228;nzlich abgeschafft, dann geht das Schutzbestreben zu weit. Alles weitere ist, denke ich, einzelfallabh&#228;ngig und bedarf einer sorgf&#228;ltigen Diskussion.</p>
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	<item>
		<title>Von: soeren onez</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/65/freiheit-und-sicherheit/comment-page-1/#comment-122</link>
		<dc:creator>soeren onez</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 04 Dec 2007 19:10:23 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/65/freiheit-und-sicherheit/#comment-122</guid>
		<description>Ich spiele vor allem auf deine erste These an: 

&lt;i&gt;&quot;Das Verh&#228;ltnis von Freiheit und Sicherheit in einer Gesellschaft ist vielschichtig. Neben der reinen Konkurrenz um die jeweilige Geltung, bedingen sie sich in gewissem Ma&#223;e.&quot;&lt;/i&gt;

Mich w&#252;rde interessieren wie du diese Komplexit&#228;t genau beschreiben willst, denn ein reiner Rekurs auf die Vielschichtigkeit hilft ja konkret nicht weiter. Dass sich Freiheit und Sicherheit gegens&#228;tzlich und eben auch unterst&#252;tzend verhalten ist evident nach deinem Artikel. Aber dabei schlie&#223;t doch die Frage an, inwiefern sie gegens&#228;tzlich sind und inwiefern sie sich unterst&#252;tzen. Wo h&#246;ren diese beiden Grundlagen auf miteinander konform zu gehen? 

Ich wei&#223; wirklich nicht wie dieser Frage zu beantworten w&#228;re, aber deshalb habe ich nachgefragt, vielleicht hast du da konkretere Vorstellung, wenn auch nicht auf einzelne F&#228;lle bezogen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich spiele vor allem auf deine erste These an: </p>
<p><i>&#8220;Das Verh&#228;ltnis von Freiheit und Sicherheit in einer Gesellschaft ist vielschichtig. Neben der reinen Konkurrenz um die jeweilige Geltung, bedingen sie sich in gewissem Ma&#223;e.&#8221;</i></p>
<p>Mich w&#252;rde interessieren wie du diese Komplexit&#228;t genau beschreiben willst, denn ein reiner Rekurs auf die Vielschichtigkeit hilft ja konkret nicht weiter. Dass sich Freiheit und Sicherheit gegens&#228;tzlich und eben auch unterst&#252;tzend verhalten ist evident nach deinem Artikel. Aber dabei schlie&#223;t doch die Frage an, inwiefern sie gegens&#228;tzlich sind und inwiefern sie sich unterst&#252;tzen. Wo h&#246;ren diese beiden Grundlagen auf miteinander konform zu gehen? </p>
<p>Ich wei&#223; wirklich nicht wie dieser Frage zu beantworten w&#228;re, aber deshalb habe ich nachgefragt, vielleicht hast du da konkretere Vorstellung, wenn auch nicht auf einzelne F&#228;lle bezogen.</p>
]]></content:encoded>
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	<item>
		<title>Von: people in motion</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/65/freiheit-und-sicherheit/comment-page-1/#comment-121</link>
		<dc:creator>people in motion</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Dec 2007 20:08:49 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/65/freiheit-und-sicherheit/#comment-121</guid>
		<description>Ich muss gestehen, deinen Kommentar nicht ganz verstanden zu haben. Ich wiederhole noch mal die zentralen Thesen meines Artikels um weiteren Missverst&#228;ndnissen vorzubeugen:  

These 1: Das Verh&#228;ltnis von Freiheit und Sicherheit in einer Gesellschaft ist vielschichtig. Neben der reinen Konkurrenz um die jeweilige Geltung, bedingen sie sich in gewissem Ma&#223;e. 

These 2: Aufgrund dieses komplexen Verh&#228;ltnisses sind Analysen einzelner Ma&#223;nahmen mit besonderem Augenma&#223; vorzunehmen. 

These 3: Ein vern&#252;nftig gef&#252;hrter Diskurs, der das vielschichtige Verh&#228;ltnis von Freiheit uns Sicherheit ber&#252;cksichtigt, ist unter anderem deswegen so wichtig, weil trotz bestehender grundgesetzlicher Schranken unsere Verfassung eine lebendige ist, die sich an eine ver&#228;nderte gesamtgesellschaftliche Schwerpunktsetzung unweigerlich anpasst. 

These 4: Diese Anpassung ist in erster Linie auf die Interpretationsoffenheit des Gesetzes zur&#252;ck zu f&#252;hren. 


Du erkennst wahrscheinlich, dass deine Fragen &#252;ber den Text als solchen hinausgehen, was ja nicht hei&#223;t, dass wir hier nicht dar&#252;ber diskutieren k&#246;nnen. 

&quot;Doch ab wann schr&#228;nkt die Sicherheit unsere pers&#246;nliche Freiheit zu sehr ein, und inwiefern brauchen wir mehr Sicherheit um unsere Freiheit zu gew&#228;hrleisten?&quot; ... &quot;Also meine Frage lautet, wie willst du das Verh&#228;ltnis von Sicherheit und Freiheit kl&#228;ren ohne den Rekurs auf bestehende Gesetze oder unkl&#228;rbare Definitionen?&quot;

Wenn ich dich richtig verstehe, dann geht es dir weniger um das Verh&#228;ltnis von Freiheit und Sicherheit auf abstrakter Ebene, sondern um dessen konkreter Gewichtung in unserer Gesellschaft. Diese Frage wird uns kein Gesetz beantworten k&#246;nnen. Man kann sich allerdings bei der Diskussion &#252;ber einzelne Gesetzesvorhaben oder bestehende Gesetze ganz gut an der Pr&#252;fung der Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit im Rahmen der materiellen Verfassungsm&#228;&#223;igkeit, die die Grundrechtslehre und Rechtsprechung entwickelt hat, orientieren, um dem Ganzen einen sinnvollen Leitfaden zu geben.

Zuerst einmal ist danach zu untersuchen, ob die Ma&#223;nahme f&#252;r den verfolgten Zweck &#252;berhaupt geeignet ist. Beispiel: Video&#252;berwachung in der &#214;ffentlichkeit zum Zwecke der Kriminalit&#228;tsbek&#228;mpfung oder -pr&#228;vention. Kriminelle werden immer einen Ort finden, an dem sie nicht &#252;berwacht werden. Daher ist die Ma&#223;nahme nicht geeignet den verfolgten Zweck zu erf&#252;llen.

Als zweiter Schritt muss gepr&#252;ft werden, ob eine Ma&#223;nahme erforderlich ist. Eine Ma&#223;nahme ist erforderlich, wenn es kein milderes Mittel zur Erreichung des Zweckes gibt. Beispiel: U-Haft wegen Verdunklungsgefahr, obwohl auch bestimmte Auflagen gegen&#252;ber dem Beschuldigten ausreichen w&#252;rden, die Beweismittel vor Beeinflussung durch den Beschuldigten zu sch&#252;tzen. Das Mittel ist gleich geeignet, aber milder. Daher ist die Ma&#223;nahme nicht erforderlich. 

Der letzte und meist entscheidende Punkt ist die Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit im engeren Sinne. Hier findet, dann eine Abw&#228;gung zwischen den konfliktierenden Rechtsg&#252;tern (zum Beispiel Freiheit und Sicherheit) statt, bei der alle relevanten Umst&#228;nde in Betracht gezogen werden m&#252;ssen. Ein ganz entscheidender Aspekt im Zusammenhang mit der Ausweitung der Sicherheit w&#228;re dann wohl die Frage, wie man die Gefahrenlage in Deutschland beurteilt. Zwar ist der Stellenwert der unterschiedlichen Freiheiten ein zentraler in unserer gesellschaftlichen Ordnung, doch wenn das Gericht zur &#220;berzeugung gelangt, dass die Gefahrenlage konkret ist und dass durch eine Ma&#223;nahme viele Menschenleben vor einem sehr wahrscheinlichen Tod durch einen Terroranschlag gerettet werden k&#246;nnten, dann w&#228;ren auch Einschr&#228;nkungen der Freiheitsrechte, wie Sch&#228;uble sie vorsieht, nicht unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ig. 

Nur die Menschenw&#252;rde ist dieser Abw&#228;gung g&#228;nzlich entzogen. Weswegen zum Beispiel ein Abschuss von Passagierflugzeugen mit Unschuldigen an Board nach unserem Grundgesetz niemals gerechtfertigt sein kann. Au&#223;er nat&#252;rlich die Auffassung der Richter, meist zur&#252;ckzuf&#252;hren auf die Auffassung der Bev&#246;lkerung, in Bezug auf die Menschenw&#252;rde w&#252;rde sich massiv verschieben. Nicht in absehbarer Zeit, aber dennoch denkbar.   

So... jetzt habe ich ein wenig &#252;ber ein Schema zur Beurteilung von Einzelf&#228;llen gesprochen. Bin mir absolut nicht sicher, ob ich damit deinen W&#252;nschen entsprochen habe. Eine umfassende Darstellung meiner Meinung zur Gewichtung von Sicherheit und  Freiheit in unserer Gesellschaft kann ich dir nicht liefern.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss gestehen, deinen Kommentar nicht ganz verstanden zu haben. Ich wiederhole noch mal die zentralen Thesen meines Artikels um weiteren Missverst&#228;ndnissen vorzubeugen:  </p>
<p>These 1: Das Verh&#228;ltnis von Freiheit und Sicherheit in einer Gesellschaft ist vielschichtig. Neben der reinen Konkurrenz um die jeweilige Geltung, bedingen sie sich in gewissem Ma&#223;e. </p>
<p>These 2: Aufgrund dieses komplexen Verh&#228;ltnisses sind Analysen einzelner Ma&#223;nahmen mit besonderem Augenma&#223; vorzunehmen. </p>
<p>These 3: Ein vern&#252;nftig gef&#252;hrter Diskurs, der das vielschichtige Verh&#228;ltnis von Freiheit uns Sicherheit ber&#252;cksichtigt, ist unter anderem deswegen so wichtig, weil trotz bestehender grundgesetzlicher Schranken unsere Verfassung eine lebendige ist, die sich an eine ver&#228;nderte gesamtgesellschaftliche Schwerpunktsetzung unweigerlich anpasst. </p>
<p>These 4: Diese Anpassung ist in erster Linie auf die Interpretationsoffenheit des Gesetzes zur&#252;ck zu f&#252;hren. </p>
<p>Du erkennst wahrscheinlich, dass deine Fragen &#252;ber den Text als solchen hinausgehen, was ja nicht hei&#223;t, dass wir hier nicht dar&#252;ber diskutieren k&#246;nnen. </p>
<p>&#8220;Doch ab wann schr&#228;nkt die Sicherheit unsere pers&#246;nliche Freiheit zu sehr ein, und inwiefern brauchen wir mehr Sicherheit um unsere Freiheit zu gew&#228;hrleisten?&#8221; &#8230; &#8220;Also meine Frage lautet, wie willst du das Verh&#228;ltnis von Sicherheit und Freiheit kl&#228;ren ohne den Rekurs auf bestehende Gesetze oder unkl&#228;rbare Definitionen?&#8221;</p>
<p>Wenn ich dich richtig verstehe, dann geht es dir weniger um das Verh&#228;ltnis von Freiheit und Sicherheit auf abstrakter Ebene, sondern um dessen konkreter Gewichtung in unserer Gesellschaft. Diese Frage wird uns kein Gesetz beantworten k&#246;nnen. Man kann sich allerdings bei der Diskussion &#252;ber einzelne Gesetzesvorhaben oder bestehende Gesetze ganz gut an der Pr&#252;fung der Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit im Rahmen der materiellen Verfassungsm&#228;&#223;igkeit, die die Grundrechtslehre und Rechtsprechung entwickelt hat, orientieren, um dem Ganzen einen sinnvollen Leitfaden zu geben.</p>
<p>Zuerst einmal ist danach zu untersuchen, ob die Ma&#223;nahme f&#252;r den verfolgten Zweck &#252;berhaupt geeignet ist. Beispiel: Video&#252;berwachung in der &#214;ffentlichkeit zum Zwecke der Kriminalit&#228;tsbek&#228;mpfung oder -pr&#228;vention. Kriminelle werden immer einen Ort finden, an dem sie nicht &#252;berwacht werden. Daher ist die Ma&#223;nahme nicht geeignet den verfolgten Zweck zu erf&#252;llen.</p>
<p>Als zweiter Schritt muss gepr&#252;ft werden, ob eine Ma&#223;nahme erforderlich ist. Eine Ma&#223;nahme ist erforderlich, wenn es kein milderes Mittel zur Erreichung des Zweckes gibt. Beispiel: U-Haft wegen Verdunklungsgefahr, obwohl auch bestimmte Auflagen gegen&#252;ber dem Beschuldigten ausreichen w&#252;rden, die Beweismittel vor Beeinflussung durch den Beschuldigten zu sch&#252;tzen. Das Mittel ist gleich geeignet, aber milder. Daher ist die Ma&#223;nahme nicht erforderlich. </p>
<p>Der letzte und meist entscheidende Punkt ist die Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit im engeren Sinne. Hier findet, dann eine Abw&#228;gung zwischen den konfliktierenden Rechtsg&#252;tern (zum Beispiel Freiheit und Sicherheit) statt, bei der alle relevanten Umst&#228;nde in Betracht gezogen werden m&#252;ssen. Ein ganz entscheidender Aspekt im Zusammenhang mit der Ausweitung der Sicherheit w&#228;re dann wohl die Frage, wie man die Gefahrenlage in Deutschland beurteilt. Zwar ist der Stellenwert der unterschiedlichen Freiheiten ein zentraler in unserer gesellschaftlichen Ordnung, doch wenn das Gericht zur &#220;berzeugung gelangt, dass die Gefahrenlage konkret ist und dass durch eine Ma&#223;nahme viele Menschenleben vor einem sehr wahrscheinlichen Tod durch einen Terroranschlag gerettet werden k&#246;nnten, dann w&#228;ren auch Einschr&#228;nkungen der Freiheitsrechte, wie Sch&#228;uble sie vorsieht, nicht unverh&#228;ltnism&#228;&#223;ig. </p>
<p>Nur die Menschenw&#252;rde ist dieser Abw&#228;gung g&#228;nzlich entzogen. Weswegen zum Beispiel ein Abschuss von Passagierflugzeugen mit Unschuldigen an Board nach unserem Grundgesetz niemals gerechtfertigt sein kann. Au&#223;er nat&#252;rlich die Auffassung der Richter, meist zur&#252;ckzuf&#252;hren auf die Auffassung der Bev&#246;lkerung, in Bezug auf die Menschenw&#252;rde w&#252;rde sich massiv verschieben. Nicht in absehbarer Zeit, aber dennoch denkbar.   </p>
<p>So&#8230; jetzt habe ich ein wenig &#252;ber ein Schema zur Beurteilung von Einzelf&#228;llen gesprochen. Bin mir absolut nicht sicher, ob ich damit deinen W&#252;nschen entsprochen habe. Eine umfassende Darstellung meiner Meinung zur Gewichtung von Sicherheit und  Freiheit in unserer Gesellschaft kann ich dir nicht liefern.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: soeren onez</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/65/freiheit-und-sicherheit/comment-page-1/#comment-120</link>
		<dc:creator>soeren onez</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 03 Dec 2007 14:18:21 +0000</pubDate>
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		<description>Mir sind nach wiederholtem Lesen des Artikels doch noch einige Fragen gekommen, die ich dir gerne stellen will. Zun&#228;chst erscheint dein dir wichtiger Punkt der gerne in der &quot;Sch&#228;uble-Diskussion&quot; vergessen wird als evident. Ohne ein Mindestma&#223; an Sicherheit keine Freiheit und bei zu viel Sicherheit besteht keine Freiheit mehr. Als Ma&#223;stab daf&#252;r wird der Rechtsstaat und die Unantastbarkeit der Menschenw&#252;rde zu Grunde gelegt. Aber beides sind vollkommen ungenaue Werte und diese m&#252;ssen ausgelegt werden. Doch ab wann schr&#228;nkt die Sicherheit unsere pers&#246;nliche Freiheit zu sehr ein, und inwiefern brauchen wir mehr Sicherheit um unsere Freiheit zu gew&#228;hrleisten?

Du bleibst unkonkret und setzt eben nur obengenannte Grenze. Die Diskussion &#252;ber die bizarren Versuche unseres Innenministers uns vor Gefahren zu besch&#252;tzen, die so einfach nicht vorhanden sind ist aber eine sehr konkrete. Du verweist auf die Gerichte, die daf&#252;r zust&#228;ndig sind, den konkreten Fall zu beurteilen, aber was, wenn das Grundgesetz ge&#228;ndert wird, hin zu weniger Freiheit und mehr Sicherheit. Dann m&#252;ssen die Gerichte auf dieser Grundlage entscheiden.

Also meine Frage lautet, wie willst du das verh&#228;ltnis von Sicherheit und Freiheit kl&#228;ren ohne den Rekurs auf bestehende Gesetze oder unkl&#228;rbare Definitionen?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Mir sind nach wiederholtem Lesen des Artikels doch noch einige Fragen gekommen, die ich dir gerne stellen will. Zun&#228;chst erscheint dein dir wichtiger Punkt der gerne in der &#8220;Sch&#228;uble-Diskussion&#8221; vergessen wird als evident. Ohne ein Mindestma&#223; an Sicherheit keine Freiheit und bei zu viel Sicherheit besteht keine Freiheit mehr. Als Ma&#223;stab daf&#252;r wird der Rechtsstaat und die Unantastbarkeit der Menschenw&#252;rde zu Grunde gelegt. Aber beides sind vollkommen ungenaue Werte und diese m&#252;ssen ausgelegt werden. Doch ab wann schr&#228;nkt die Sicherheit unsere pers&#246;nliche Freiheit zu sehr ein, und inwiefern brauchen wir mehr Sicherheit um unsere Freiheit zu gew&#228;hrleisten?</p>
<p>Du bleibst unkonkret und setzt eben nur obengenannte Grenze. Die Diskussion &#252;ber die bizarren Versuche unseres Innenministers uns vor Gefahren zu besch&#252;tzen, die so einfach nicht vorhanden sind ist aber eine sehr konkrete. Du verweist auf die Gerichte, die daf&#252;r zust&#228;ndig sind, den konkreten Fall zu beurteilen, aber was, wenn das Grundgesetz ge&#228;ndert wird, hin zu weniger Freiheit und mehr Sicherheit. Dann m&#252;ssen die Gerichte auf dieser Grundlage entscheiden.</p>
<p>Also meine Frage lautet, wie willst du das verh&#228;ltnis von Sicherheit und Freiheit kl&#228;ren ohne den Rekurs auf bestehende Gesetze oder unkl&#228;rbare Definitionen?</p>
]]></content:encoded>
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