blaue Augen

Geschrieben am 21. November 2010 von Max in Gedichte.
3 Kommentare    /

Meine Tränen sterben
einen ungeborenen Augenwinkeltod.
Letzte Blickberührung auf Luftbrücken,
dann Untergang der Wimpern,
nach dem glänzenden Pupillenvollmond,
die blinde Nacht fragt,
nach Sonnenaugentagen.

Kalender unserer Liebe fliegen
mit abgerissenen Flügeln davon,
scheuchen Schmetterlinge auf,
flatternde Erinnerung im Flimmern des Abschieds.
Schönheit schlägt nur im Flug,
denkt mein brachliegendes Herz.

Sternschnuppenverhagelte,
qualenbekränzte Nacht,
lidloser Gestirne,
wenn der Nachbar sich bekreuzigt
und zur Sterbensruhe legt,
klaube ich vom Boden
deine Berührungen,
die wie ungeöffnete Briefe sind.

Wiedersehen unter Lichtern und Leuten,
unsere tränenvergilbten Augen,
handschriftlich in Schwarz-Weiß,
brennen in grellbunten Farben ab.
Betrogene Worte zeigen deine Angst
als den Aderlass meiner Sehnsucht.

Ich würde deine blauen Augen gerne vergessen.

3 Kommentare

  • das hat die gar nicht verdient

  • no hurt feelings. Aber gibts anderweitige Kritik, vielleicht das es abartig melodramatisch ist?

  • das eh. aber ich finds auch übertrieben “schwarze milch der frühe” mäßig.
    (hab mir die mühe gemacht, das zu suchen, expressionistisch wollt ich sagen)
    das nimmt dem ganzen die sicher vorhandene romantik.

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