Arbeiter aller Länder vereinigt euch!

Geschrieben am 25. November 2007 von people in motion in Gesellschaft.
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Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands (SPD) entsprang der Zeit der Industrialisierung Deutschlands in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts und verstand sich seit jeher als Partei des kleinen Mannes, des Arbeiters. Ihre Bewegung war, nicht zuletzt durch die Nähe zu den Gewerkschaften, stets eine dynamische Kraft, die den Reformprozess hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit in unserem Land entscheidend geprägt hat. Dieser Reformprozess wurde in den Jahren der Bundesrepublik vom zweiten Weltkrieg bis heute zu einem gewissen Erfolg gebracht. Löhne, Arbeitsbedingungen und soziale Sicherungssysteme haben sich seitdem deutlich verbessert. Wohlstand für alle konnte zwar nie gänzlich erreicht werden, doch man kann die letzten zwanzig Jahre in dieser Hinsicht zweifellos als historisch einzigartige Blütezeit bezeichnen. Die SPD konnte überzeugen, weil sie sich glaubwürdig für eine gute Sache, die Unterstützung der Schwachen in der Gesellschaft, eingesetzt hat.

Heute steht die Arbeiterschaft und der Kampf um ihre Interessen vor einer neuen Herausforderung und die SPD scheint ihre Glaubwürdigkeit und Argumentationsgrundlage zu verlieren. Durch die zunehmend globalisierte Wirtschaftswelt treten die westliche Arbeiterschaft und die der restlichen Welt in Konkurrenz zueinander. Die SPD, und mit ihr nahezu die gesamte politische Linke, spricht derweil die Arbeiter unseres Landes weiterhin in ihrer Opferrolle an und brandmarkt die Globalisierung als einen Ausbeutungsprozess der großen Unternehmen und ihrer Bosse. So wichtig die Aufdeckung derartiger Strukturen auch sein mag, die Linke verkennt dabei, dass gerade durch diese Prozesse ein riesiger Teil der Weltbevölkerung erstmals, wenn auch vorerst nur in kleinem Maße, am Wohlstand des internationalen Handels beteiligt wird. Nicht wir sind die Opfer des Systems, denn Deutschland hat von diesen ausbeuterischen Strukturen seit jeher profitiert und tut es heute noch in hohem Maße. Die wahren Opfer sind die Milliarden in den Entwicklungsländern und Schwellenländern, die jetzt durch den globalisierten Arbeitsmarkt erstmals Chancen zum Aufstieg bekommen.

Kann man also die Opferrhetorik der Linken noch als glaubwürdig bezeichnen? Kämpfen sie noch für die gute Sache, für die Rechte und den Wohlstand der Schwachen? So lange sie weiter in nationalen Bahnen denken, sind sie auch nicht anders als die Besitzstandswahrer früherer Zeiten, die sie in ihrer Geschichte so erfolgreich bekämpften. Ihre kläglichen Versuche müssen scheitern, denn die Globalisierung ist nicht aufzuhalten. Vielmehr sollte der Linken gar nicht daran gelegen sein sie aufzuhalten, denn nur so können in Zukunft sozial gerechte Standards ihre weltweite Durchsetzung erlangen.

Aus der Konkurrenz der Arbeiter muss internationale Kooperation werden, um die Arbeitswelt im Widerstreit der Interessen mit den bereits international operierenden Unternehmen im Sinne der guten Sache zu gestalten. Damit sich Arbeitnehmer und Arbeitgeber wieder auf Augenhöhe begegnen können, brauchen wir eine über die einzelnen Staaten hinausgehende Arbeiter- und Gewerkschaftsbewegung. Die Etablierung einer solchen im europäischen Raum kann als erstes Etappenziel in diesem einzigartigen Projekt angepeilt werden, denn hier sind die Gegensätze der Lebens- und Arbeitsbedingungen nicht so groß, wie im Vergleich zu den Entwicklungsländern. Doch auch die ärmeren Länder müssen von Beginn mitwirken, denn das Ziel muss schon heute klar artikuliert und kommuniziert werden. Es geht nicht um die Schaffung einiger weniger großer Blöcke, die um wirtschaftliche Macht konkurrieren, sondern um eine weltweite Kooperation im Sinne eines Rechtes auf würdige Lebens- und Arbeitsbedingungen für jeden Einzelnen.

Das Denken und Planen in globalen Maßstäben ist kein Größenwahn, sondern eine Notwendigkeit, die besser früher als später erkannt werden sollte. Schon Marx hat das recht klar gesehen. Vor der Sozialdemokratie, ja vor der gesamten politischen Linken, steht also erneut eine historische Herausforderung und ich glaube, sie können auch diese meistern.

 

18 Kommentare

  • Hmm… ich kann nicht weiter denken als ich spucken kann, von “globalem Denken” kann also keine Rede sein.
    Ich kann auch diese Globalisierungseuphorie nicht ganz nachvollziehen.
    Einigung? Wozu denn? Es scheint die Sehnsucht nach irgendwelchen Völker und Länderübergreifenden Ordnungen oder Institutionen zu geben. Mit welchem Ziel ? Nun, mit dem Reaktionismus der Linken und Sozialdemokraten magst du Recht haben. Dieser Reaktionismus besteht aber nicht darin dass sie die Arbeiter in einer Opferrolle ansprechen, sondern das sie es nicht wagen jenseits von Demokratie und (sozialer) Marktwirtschaft zu denken.
    Eine vollständig globalisierte Marktwirtschaft in Verbindung mit einer Art Weltdemokratie halte ich für ein Horrorszenario das seines Gleichen sucht.
    Ich bin mir bewusst das mein Kommentar mager ist. Da es jetzt schon spät ist werde ich zu einem anderen Zeitpunkt eventuell einen ausführlicheren Kommentar schreiben.

  • @people in motion

    ein toller Artikel, danke dafür! Spricht mir aus der Seele.

    @wowik,

    ich empfinde dein Statement als äußerst weltfremd, insbesondere, weil da ja gewiss nicht erst seit drei Tagen das Internet nutzt. Wie weit du spucken kannst, ist in einem vernetzten globalen Raum herzlich uninteressant – und wenn du dein Denken und Handeln auf diese Reichweite beschränkst, ist das Selbstbeschränkung auf dein Wohnzimmer und macht dich darüber hinaus zum bloßen Spielball dessen, was andere, die weiter denken können, so veranstalten.

    Geh in einen Supermarkt oder Kaufhaus und schau mal, von wo überall die Produkte kommen! Die Klamotten, die du trägst – etwa alles made in Germany? Oder guck auf ein paar Reise-Websites, dann wird dir bewusst, wie viele Menschen mittlerweile die weite Welt bereisen – regelmäßig! Wer in Thailand Leute kennt (und das sind eine Menge!), zeigt sich auch bei einem Tsunami solidarisch – das ist nur EIN Beispiel. Unsere Wirtschaft wäre gar nicht lebensfähig, würde sie sich aufs Nationale beschränken und unser vergleichsweise krasser Wohlstand wäre undenkbar!

    Und was bitte wäre an einer weltweiten Demokratie falsch? (DAFÜR kämpfen immerhin viele in den Entwicklungsländern. Wie ermunternd für sie, zu hören, dass WIR nicht mal unsere eigenen Errungenschaften schätzen, die SIE von der Herrschaft ihrer Clans und Despoten befreien würde!) Internationale Institutionen werden immer wichtiger, um das globale Geschehen zu beeinflussen, um soziale und Umweltstandards durchzusetzen – was bitte ist daran schwer zu begreifen? WER SONST soll das denn deiner Meinung nach machen? Und was bitte möchtest du denn anstatt einer globalen sozialen Marktwirtschaft haben? Ein diktatorisches Regime mit schwerfälliger und überall Mangel verursachenden Planwirtschaft, wie es neulich im Osten zu Recht untergegangen ist??

  • Ich beschränke mein Denken nicht auf diese Reichweite sondern es ist von sich aus so beschränkt. Ich halte das auch für unproblematisch, es ist nur wichtig zu wissen wie weit man denken und handeln kann, denn sonst hat man ein Heer von pseudo Weltbürgern und Träumern die glauben sie könnten mit ihrer “Stimme” die Welt “verbessern” und dabei nicht bemerken, dass sie wie ich, nicht aus ihrem Wohnzimmer heraus denken können.
    Schön wer das Geld hat, ich bereise die Welt nicht regelmäßig und ich kenne auch sonst eher wenige die das tun.
    Frage: Wenn ich nach Tunesien oder in die Türkei oder sonstwohin reise und dort zwei Wochen lang in einem Hotelkomplex mit Vollverpflegung hause, habe ich dann irgendetwas von “der Welt” gesehen? Nun sieht aber die Weltenbummelei bei sehr vielen genau so aus.
    Das gilt natürlich nicht für jeden, wie gesagt wenn du viel Zeit und/oder Geld hast dann kannst du gerne mit dem Mountainbike durch Nepal fahren und dort neue Menschen kennenlernen.
    Was heißt “leute kennt”?
    Wenn ich in Thailand Verwandte habe dann mag es sein dass ich einen persönlichen Bezug zu den Umständen in Thailand habe und in Ausnahmesituationen meinen Verwandten unter die Arme greife. Aber aufgrund dessen mit ganz Thailand verwandt seien zu wollen ist doch leicht größenwahnsinnig. Das war nur ein Beispiel.
    Genau, unser “krasser” Wohlstand (was heißt “unser”?) beruht zu mindest teilweise auf Billiglohnlädern wie z.B China oder Indien (Bei deutschen Gehältern wäre die Kleidung bei KIK wohl kaum zu bezahlen.) Weißt du eigentlich was Mehrwert ist? Wenn nicht wird soeren onez dir das bestimmt mal erklären, der hat da nämlich mehr Ahnung als ich.
    Den letzten Teil würde ich mit einer Gegenfrage beantworten.
    Was ist denn an einer weltweiten Demokratie richtig?
    Ich glaube deine ganze “Argumentation” ist das Ergebnis von mehr als 50 Jahren demokratischer Indoktrination: Wenn es keine Demokratie ist dann muss es eine perverse, kriegsgeile und menschenfeindliche Despotie sein.
    Was sind denn Umweltstandards oder Sozialstandards und vor allem wer legt diese fest, wer setzt diese durch? Wenn du weltweite Herrschaft willst dann brauchst du weltweite Macht. Ich habe mich zu einem ähnlichen Thema schon mit soeren onez unterhalten, ich hoffe er wird dazu noch etwas sagen denn ganz so einfach wie du das hier darstellst ist es dann doch nicht.
    (Um ehrlich zu sein lässt schon die Frage: “Und was wäre an einer Demokratie falsch?” , auf ein durch und durch weibliches Hirn schließen.)
    Hast du zufällig im “Osten” gelebt? Ich nicht, deshalb würde ich mich auch nicht zu einem solch dummdreisten Urteil hinreißen lassen.

  • Es gibt keine Interessensübereinstimmung zwischen den Arbeitern in Deutschland und denen in China oder Brasilien – deshalb kann es auch keine gemeinsame Gewerkschaftsbewegung oder ähnliches geben. Im Gegenteil, die deutschen Arbeiter (nicht alle, aber soweit sie sich gewerkschaftlich vertreten lassen) sehen sich als Verlierer einer Globalisierung, deren Gewinner die Ärmsten der Armen sind: http://www.xn--jrg-friedrich-i.....bekampfen/

  • Kannst du mal beim Thema bleiben Wowik und vielleicht versuchen nicht jeden Kommentierenden hier zu diskreditieren. Was soll denn bitte ein weibliches Gehirn sein? Und was würde es bitte ausmachen, wenn jemand im Osten gelebt hätte? Ist dadurch Argumentation nicht mehr möglich? Du magst ja recht haben, damit, dass es so einfach nicht ist, aber deshalb ist es doch nicht alles gleich dummdreist. Dummdreist ist es die Person des Argumentierenden zu diskreditiere und zu glauben was alles dazu geführt haben mag, dass er oder sie so argumentiert und denkt. Bleib doch mal beim Inhalt. Argumentiere doch bitte, wenn du anderer Meinung bist. Was würde es jetzt aussagen, wenn ich deinen Ansatz in einer 150jährigen nihilistischen Indoktrination sehen würde, könnten wir dann nicht mehr miteinander diskutieren?

    Welche Gründe sprechen deiner Meinung nach gegen den Gedankenversuch einer weltweiten Demokratie? Warum willst du lieber über alternative Modelle nachdenken? Das kann man doch begründen, meist du nicht? Vor allem weil in diesem Text eine Möglichkeit aufgezeigt wird, wie diese weltweite Macht erreicht werden kann, die du einer Demokratie absprichst. Man kann das bezweifeln, keine Frage, aber nicht indem man von einer Indoktrination spricht und so überhaupt den Argumentcharakter abspricht. Auch nicht indem du von deinem Denken als einzig richtige Art und Weise sprichst.

    Natürlich kann man sich Gedanken zu einer Welt machen, die man nicht bis ins kleinste Detail kennt, oder kennst du dein Wohnzimmer, dich, bis ins kleinste Detail. Ich wage es, da zu widersprechen. Und das Denken ist durch Reichweite begrenzt? Was ist denn das Denken? Welche Reichweite? Beeinflusst willst du doch sagen, oder wie erklärst du sonst jegliche Metaphysik, die ja nu nicht unbedingt im Wohnzimmer des Einzelnen liegt.

    Ich halte es für wichtig global zu denken und sich dennoch nicht nur auf Metaebenen zu bewegen. Wirtschaftliche und soziale Probleme sind nicht mehr nur national begrenzten Faktoren unterworfen, waren es wohl schon vor hunderten von Jahren nicht. Aber durch global agierende Unternehmen ist auch die Arbeiterbewegung gezwungen ihren Blick zu heben und über nationale Grenzen hinaus Rechte zu fordern. Es sei dir ja gestattet dich nur für deine eigenen und direkt bewegenden Belange zu kümmern, aber mit welchem Recht sprichst du anderen ab es anders zu machen?

    Du sprichst von Macht und genau darum geht es doch. Nationale Arbeiterbewegungen verlieren massiv an Einfluss, da sie von internationalen Konzernen und Unternehmen gegeneinander ausgespielt werden. Konsequenz daraus ist doch die eigene Machtposition wieder zu stärken und sich auch international zu positionieren. Aus reinem Machtwillen, wenn du es so sehen möchtest, oder aus dem Wissen um eine Gleichgewichtsfunktion dieser regulierenden Strukturen zu denen markteinschränkende Gesetze, Rechte und Mitsprache gehören. Gewerkschaften sind ein wichtiger Faktor innerhalb des Wirtschaftssystems. Wichtig nicht nur für die Arbeiter, sondern insgesamt für die Stabilität von Wirtschaft.

    Davon abgesehen ist es auch im makroökonomischen Interesse der Unternehmen so viele wie möglich konsumwillige und -fähige Arbeiter auf der ganzen Welt zu haben. Sie können dann profan mehr verkaufen. Das eine internationale Arbeiterschaft mit so vielen Rechten und einen verhältnismäßig so hohem Wohlstand wie in Deutschland nicht international zu realisieren ist in dem Zeitabschnitt unseres Lebens sollte klar sein. Aber ist das ein Argument gegen solche Versuche?

    Lassen wir die internationale Demokratie mal weg und beschränken uns auf die Möglichkeit und die Notwendigkeit internationaler Arbeiterbewegungen, auch wenn ich davon ausgehe, dass solch eine Entwicklung zu einer weltweiten Demokratie werden könnte. Was hast du dagegen, wenn viele ihre Rechte gemeinsam durchsetzen? Was hast du dagegen, dass vielen dadurch überhaupt erst die Möglichkeit dazu gegeben wird? Was sind Rechte anderes als Privilegien, wenn sie nur einem elitären Zirkel zugänglich sind?

    Ich stimme dem Artikel nicht nur zu, sondern er ist nach einem gemeinsamen Nachdenken entstanden und wird sicher viele Felder der Kritik offen lassen und so zulassen, aber doch bitte auf inhaltlicher Ebene.

  • @ Jörg Friedrich

    Momentan gibt es kein Interessenübereinstimmung zwischen den Arbeitern in Deutschland und denen in Brasilien, da gebe ich dir Recht. Ich habe daher bewusst die Durchsetzung einer solchen Arbeiterbewegung auf eruropäischer Ebene aufgrund vergleichbarer Arbeitsbedingungen und Löhne als erstes Ziel bezeichnet.

    Doch wie du ja auch in deinem Text – der sich ja in vielen Aussagen mit meinem deckt – sagst, werden die Arbeiter in den Entwicklungs- und Schwellenländern von der Globalisierung profitieren und Bedingungen und damit Interessen werden sich annähern. Es geht ja letztlich auch nicht darum, dass alle von heute auf morgen den gleichen Lohn fordern sollen. Es geht erst einmal um Solidarität und die Durchsetzung von Mindeststandards.

  • @ Soeren Onez

    Ich schließe mich deinem Kommentar an und werde deswegen nicht mehr selber zu Wowik Stellung nehmen.

    @ Claudia

    Danke für das Lob!

  • Die im Artikel offengelegte „Nationalisierung“ der Interessen bei der Linken ist selbstverständlich ein Problem. Die Linke war seit jeher „internationalistisch“, mit der Globalisierung hat sich dies, zumindest was den Arbeitsmarkt angeht, geändert. Ich würde hier aber weniger von einer Erosion der Werte sprechen, sondern von einer durchaus berechtigten Neuorientierung der Interessen. Der OECD-Arbeitnehmer hat nun einmal keine gemeinsamen Interessen mit dem Arbeitnehmer in einem Entwicklungsland, die über einen generellen Altruismus hinausgingen. Beide sind das schwächste Glied in einer langen Kette. Eine Internationalisierung hieße demnach eine Schwächung der eigenen Position. Es ist naiv zu denken, man könne weltweit solidarisch agieren – „zuerst kommt das Fressen, dann die Moral“, bemerkte schon Brecht.

    Die aufstrebende Arbeitnehmerschar in Entwicklungsländern ist tendenziell materialistisch positioniert – wer als erster Vertreter seiner Familie die Chance hat, ein Eigenheim zu erwerben und seine Kinder studieren zu lassen, wird sich diese elementaren Fortschritte nicht streitig machen, nur um Solidarität mit deutschen oder amerikanischen Arbeitern zu demonstrieren. Umgekehrt ist es vom deutschen Niedriglöhner viel verlangt, für die Arbeitsbedingungen eines chinesischen Wanderarbeiters zu kämpfen, steht er doch selbst mit dem Rücken an der Wand.

    p.s.: Die SPD ist im Artikel gänzlich fehl am Platze – die SPD ist nicht links und betreibt keine Politik für Arbeiter oder Arbeitnehmer, sondern für die „neue Mitte“.

  • Ich würde eine Bündelung der Arbeiterinteressen auf europäischer Ebene bedenklich finden, weil sie sich eben wahrscheinlich in letzter Konsequenz gegen die Menschen in der dritten Welt richten würde – ob mit Erfolg oder nicht, sei dahingestellt.

    Interessenvertretung der Arbeitnehmer soltle immer eine sehr lokale Sache sein, ich denke, dass lokale Betriebsräte viel mehr für die Arbeitnehmer tun als Gewerkschaften. Den Betriebsrat-Gedanken würde ich auch viel eher exportieren als die Idee der Großgewerkschaft.

  • @ Spiegelfechter:

    Deine Einwände sind berechtigt und doch muss ich meine Position verteidigen. Denn bleibt eine Etablierung internationaler Arbeiterbewegungen gänzlich aus, hat am Ende keine mehr die Möglichkeit seine Interessen zu wahren. Weder der Niedriglöhner, noch die aufstrebende Arbeiterschar der Entwicklungsländer. Unternehmen haben stets die Möglichkeit, wenn Verhandlungen um Löhne und Arbeitsbedingungen mit den Arbeitern eines Landes scheitern, in ein anderes Land zu gehen. Durch diese Konkurrenzsituation kommt es zu einem Unterbieten bezüglich geforderter Löhne, denn besser schlecht verdienen als gar nicht verdienen. Selbstverständlich gibt es auch Industrien, die aufgrund der Rahmenbedingungen in bestimmten Ländern nicht so flexibel sind, jedoch gibt es auch genug, die es sind.

    Den Unternehmen ist dabei gar nicht mal so sehr ein Vorwurf zu machen, denn auch sie stehen in Konkurrenz mit anderen Unternehmen und müssen im Kampf um billige Produkte mithalten. Auch hier gilt, besser unter sozial ungerechten Bedingungen produzieren, als gar nicht produzieren. An die Etablierung einer allgemeinen Unternehmensethik zu glauben, halte ich für naiver als auf, aus Notwendigkeit geborener, Solidarität zu hoffen.

    Die Etablierung eines Gegengewichts zu diesen Strukturen, kann ich nur in einer internationalen Arbeitnehmerinteressenvertretung sehen. Vielleicht nicht heute, aber doch spätestens übermorgen. Andere Vorschläge bin ich gerne bereit zu hören.

    Bezüglich der SPD: Ich sehe in der SPD, trotz neuerlicher Verirrungen, immer noch das größte Potential hin zu einer Vertretung der Arbeitnehmer. Möchte aber jetzt ungern darüber streiten.

    @ Jörg Friedrich

    Deine Bedenken bezüglich der Bündelung der Arbeiterinteressen auf europäischer Ebene halte ich deswegen für unbegründet, weil nach dem von mir skizzierten Modell diese Institution (im Gegensatz zur EU) von Anfang an auf die Verbreitung jenseits ihrer Grenzen ausgerichtet sein wird. Am realistischsten erscheint mir tatsächlich ein langsame Ausbreitung von Europa in den asiatischen und Afrikanischen Raum, aber das ist reine Spekulation.

    Die Verbreitung Betriebsratsgedankens ist selbstverständlich Teil des verfolgten Projektes, kann allerdings nicht umgesetzt werden ohne eine einflussreiche Interessenvertretung dahinter. Der Gedanke lokaler Interessenvertretung lässt sich also nicht so leicht isolieren.

  • @ all

    Schön, dass hier eine so angeregt Diskussion entsteht, denn diskussionsbedürftig ist der Artikel allemal.

  • @Jörg

    Den “Betriebsrat-Gedanken” sehe ich prinzipiell ähnlich wie Du. Nur müssen dafür auch die flankierenden politischen Rahmenbedingungen aufrecht erhalten werden, um ein Auseinanderdriften “starker” und “schwacher” Betriebsräte zu verhindern und die Wahrnehmung von übergeordneten Fragen muß politisch wahrgenommen werden. Das ist leider nicht der Fall, so dass die Gewerkschaften sich um Dinge kümmern müssen (z.B. Mindestlohn), die eigentlich gar nicht ihre Aufgabe wären, sondern die Aufgabe der Arbeitnehmervertreter in der Politik.

  • @people in motion

    Die Idee der internationalen Arbeiterbewegung ist natürlich gut, nur mE (noch) nicht umsetzbar. Think global, act local – sollte die Parole sein. Wenn die lokalen Arbeitervertretungen nicht gegen andere agieren, sondern sich jeweils für ihre Interessen stark machen ohne gleichzeitig andere zu schädigen, ist schon viel erreicht – aber das ist natürlich nicht so einfach.

    Im kleinen Maßstab haben dies übrigens die Hafenarbeiter geschafft, die sich EU-weit vereinigt haben, und die neue europäische Hafenrichtlinie verhindert haben.

    Ein weiters Korrektiv ist der Verbraucher selbst. Für Unternehmen wie NIKE oder Coca Cola haben Proteste aufgrund deren unethischer Handelsweise in Entwicklungsländern so große Negativ-PR gebracht, dass sie sich langsam umorientiert haben.

  • @ Soeren onez: Ich diskreditiere niemanden, ich weiß nur nicht was „richtig“ sein soll. Claudias Kommentar ist derartig moralisch aufgeblasen das ich ihm versucht habe die Luft herauszulassen, wenn du die Sachlichkeit zwischen der Polemik nicht erkennst dann liegt das womöglich an deiner Art zu lesen.
    Wenn Claudia mich fragt, in der Art und Weise wie sie es fragt, was an einer Weltdemokratie falsch sei impliziert dies doch, dass ihrer Auffassung nach eine Weltdemokratie gut sei. Oder ist das schon zu schwarz-weiß gesehen wenn man davon ausgeht das wenn etwas nicht falsch ist, es richtig ist?
    Wenn Sie im Ostblock gelebt hätte, wäre ihr vernichtendes Urteil durch subjektive Erfahrungen zu rechtfertigen gewesen, so ist es lediglich ein Urteil das auf theoretischer Überlieferung beruht. Da sie jedoch keine theoretischen Kriterien dafür gibt inwiefern es der Ostblock verdient hätte unterzugehen scheint ihr Urteil willkürlich gefällt worden zu sein. Ich sage nicht das eine Argumentation nicht möglich ist wenn man nicht im Ostblock gelebt hat sondern lediglich das ein solches Urteil wie es Claudia fällt sehr verwegen ist, besonders deswegen weil sie die Umstände möglicherweise nie selbst erfahren hat.
    Eine Argumentation im eigentlichen Sinne ist bei Claudia nicht vorhanden.
    Mir das Wort im Munde zu verdrehen ist wohl deine Art der Polemik oder? So unverständlich drücke ich mich wirklich nicht aus.
    Das weibliche Gehirn? Damit meine ich die kindliche Überzeugung gut und böse, falsch und richtig mit der mit Schippe trennen zu können – oder mit dem Schneebesen.
    Du vertauschst übrigens Folge und Ursache. Ich mache keine Rückschlüsse von ihrer Argumentation auf ihre geistige Verfassung sondern folgere aus ihren Argumenten ihre geistige Verfassung. Nicht ihr weibliches Hirn ist Ursache ihrer „Argumentation“ sondern ihre Argumentation ist Ursache ihres weiblichen Hirns. Genug vom Hirn.

    Ich würde dir sagen, dass ich einen Freiraum nicht krampfhaft versuchen würde freizuhalten in dem ich sage: Dort ist nichts und dort kann nichts sein, sondern ich würde ihn, solange nichts hinein passt frei lassen und wenn es möglich ist, ihn füllen, ohne ihn jedoch jemals ganz schließen zu können, nach dem Motto: Dort ist nichts, doch dort kann etwas sein.
    Davon abgesehen ist die „demokratische Idee“ in der Umwelt wesentlich präsenter als Nihilismus. Es wäre also zu fragen ob meinerseits vielleicht so eine Art Selbstindoktrination besteht. Doch dies scheint mir unwahrscheinlich und unbedenklich, schließlich hätte ich ja den Füllstoff für die klaffende Lücke selbst gefressen. Ungünstig ist es erst wenn man mit ungenießbarem Zeug gefüttert, voll gestopft wird und zu glauben beginnt es gäbe keinen anderen Füllstoff, der eingeflösste Fraß müsste das Beste, das Beste für alle sein.

    Ja das kann man begründen. Aber seltsam das ich im Begründungszwang bin, ich sage ja nicht dieses oder jenes sei „schlecht“, sondern ich sage lediglich das weder Marktwirtschaft noch Demokratie das Letzte ist wonach nichts anderes mehr kommen wird. Dies wäre auch schon meine Begründung über alternative Systeme und Möglichkeiten nachzudenken, weil es, wenn die Marktwirtschaft ausgebrannt ist und sich die Vision der Weltdemokratie in Wirtschafts- und Bürgerkriegen verloren hat, ratsam ist ein Plan-B in der Schublade zu haben.
    Ich spreche der Demokratie keine Macht ab sondern stelle fest, dass eine Demokratie um eine Weltdemokratie zu werden ebensoviel Macht konzentrieren muss wie jede andere Staatsform die einen Weltherrschaftsanspruch erhebt.
    Hier würde ich fragen: Liegt nicht in der Machtkonzentration bzw. in der Entfremdung von Entscheidung und Geschehen ein Problem? Wenn man schon den Anspruch hat aus der Geschichte zu lernen, müsste die Lehre dann nicht Ohnmacht und totale Dezentralisation lauten? Ich finde da fehlt Reflexion, eine demokratische Expansionsbewegung ist doch nichts anderes als ein Kreuzzug für die „gute“ Sache. Das diese „gute“ Sache nicht mehr Christentum sondern Demokratie heißt ist doch fast Zufall.
    Wenn etwas so wunderbar ist, dass es jeder haben wollte, bräuchte ich ihm doch nicht die Tür eintreten um es demjenigen ins Wohnzimmer zu stellen, sondern ich könnte warten bis er von selbst kommt und es sich an meiner Haustür abholt.
    Ich kritisiere also nicht dass der Demokratie das Potenzial zur Weltherrschaft fehlt, obwohl ich davon überzeugt bin dass es ihr fehlt, vielmehr halte ich es für bedenklich dass die Demokratie bzw. ihre Anhänger diese Herrschaft überhaupt wollen.
    Ich würde übrigens schon sagen dass Metaphysik in jedem Einzelnen liegt, das würde jetzt allerdings zu weit führen.
    Ich denke mit dem globalen Denken ist doch immer so etwas gemeint wie: Sich in jemanden hineinversetzen. Ich muss mich in die Lage der chinesischen Wanderarbeiter versetzen um mit ihnen solidarisch werden zu können. Genau das halte ich jedoch für unmöglich. Eine emotionale Bindung ist nun mal eine Sache die stark auf das nähere Umfeld eines Menschen begrenzt ist. Ich halte es für Heuchelei zu sagen „mir tun die Hungernden in Afrika leid“ oder „mir ist die politische Situation in Myanmar wichtig“. Mitleid ist ein Akt des Miterlebens, hungernde Kinder in Afrika sind jedoch nicht mehr für mich als ihre Bilder oder die Schlagzeilen in den Zeitungen. Vielleicht befiehlt manch Einen das „schlechte“ Gewissen zum Mitleid, vielleicht fühlt sich ein Anderer des Anstandes wegen dazu genötigt Mitgefühl zu zeigen, jemand der Ehrlich zu sich selbst ist wird sich eingestehen können: „Mir sind die Hungernden in Afrika egal“.
    Du sagst es selbst: „Faktoren“. Wenn ich global denke, global entscheide, dann hat es eben zur Folge dass der Prozess meiner Entscheidung der Umsetzung dieser Entscheidung im Geschehen, emotional fern liegt. Ein Urteil das vielleicht über Leben und Tod entscheiden kann wird so zu einem strategischen Entschluss. Desto größer mein Machtbereich ist desto entfremdeter ist mir die Umsetzung dieser Macht und deren Wirkung. Gerade euch, die ihr euch doch vorzügliche, „menschliche“ Werte als Ziel setzt, sollte dies doch ein Dorn im Auge sein.
    Gefühl als Ideal? Nein, danke.

    Ja ich spreche von Macht. Bei dir heißt Macht jedoch immer nur fähig sein auf etwas angemessen reagieren zu können. Weil die Unternehmen erstarken muss ich die Arbeiterbewegung stärken, weil dies steigt, muss ich das erhöhen usw.
    Das Problem sind selbstverständlich die Machverhältnisse, die Arbeiterbewegungen und Gewerkschaften zu vereinigen, zu stärken ist nett aber nicht in meinem Sinne, nicht zweckmäßig, denn dies beruht stets noch auf dem Fundament der Ausbeutung, der Marktwirtschaft.
    Die große Illusion irgendeine Umwälzung könne sich ohne Gewalteinwirkung vollziehen, der fromme Glaube Gebirge ließen sich mit Phrasen verrücken.
    Gleichgewicht verändert die Verhältnisse nicht sondern versteinert sie. Soziale Marktwirtschaft als Granitwerdung der Machverhältnisse. Die Demokratie als neue Religion, Religion ist bekanntlich Opium, Demokratie also eine Droge.
    Freilich, Stoff für einen Horrorfilm besonders wenn es Leute gibt die dies der ganzen Welt überstülpen wollen. Ich bevorzuge lieber ein alternatives Chaos als eine alternativlose Ordnung.
    Möglichkeit diese Ordnung zu verhindern besteht entweder in einem Frontalangriff a la RAF, der mit ziemlicher Sicherheit scheitern würde. Es fehlt Unterstützung in der Industrie und im Militär sowie Rückhalt in der Bevölkerung. Wie besiege ich einen Parasiten am schnellsten? Indem ich seinen Wirt vernichte.
    Ich glaube der schnellste und erfolgreichste Weg die Verhältnisse zu ändern liegt darin möglichst viel Ungerechtigkeit zu schaffen. Die Zahl der Armen und Ärmsten erhöhen und sie noch ärmer werden lassen und gleichzeitig die Zahl der Reichen und Reichsten verringern und diese Wenigen um ein vielfaches reicher werden lassen. So wird sich die Ordnung selbst verdauen.
    Was sich an das Alte anschließt wird nicht besser sondern nur anders.
    Das der Umsturz oder die absolute Verfestigung einer Ordnung oder eines Machtverhältnisses ohne Blutvergießen ablaufen kann ist illusionär.
    Wer glaubt es könne eine schmerzlose Geburt geben, der ist betäubt – oder ein Mann.

  • @ Spiegelfechter

    “Die Idee der internationalen Arbeiterbewegung ist natürlich gut, nur mE (noch) nicht umsetzbar.”

    Da stimme ich zu. Zwar nicht umsetzbar, aber doch artikulierbar und kommunizierbar, was zumindest ein erster Schritt ist.

    “Wenn die lokalen Arbeitervertretungen nicht gegen andere agieren, sondern sich jeweils für ihre Interessen stark machen ohne gleichzeitig andere zu schädigen, ist schon viel erreicht – aber das ist natürlich nicht so einfach.”

    Wie ich meine aufgezeigt zu haben, ist es nicht nur “nicht einfach”, sondern, wenn es um die Frage geht, ob man einen Auftrag bekommt oder nicht, kann es bisweilen unmöglich sein. Mit der Macht des Konsumenten bringst du ein wichtigen weiteren Faktor in Spiel. Das wurde ja, soweit ich mich erinnern kann, auch kürzlich auf deinem Blog diskutiert. Das verdeutlicht auch noch mal, wie komplex das Thema eigentlich ist.

    @ Wowik

    Die Grundsatzdiskussion muss ich leider aus Zeitgründen verschieben. Einige deiner Aussagen sind durchaus bedenkenswert, doch solltest du versuchen sie prägnanter zu äußern.

  • Ich hoffe du findest irgenwann dafür noch Zeit. Es ist Fruchtlos solch eine Diskussion zu führen solange man sich nicht auf Grundlegendes geeinigt hat.

  • “Es ist Fruchtlos solch eine Diskussion zu führen solange man sich nicht auf Grundlegendes geeinigt hat.”

    Da hast du völlig Recht. Allerdings muss ich bezweifeln, dass wir uns in Bezug auf Grundlegendes überhaupt einig werden können. Du stellst in deinem Kommentar Demokratie, Marktwirtschaft, ja sogar die Möglichkeit einer gewaltlosen Verbesserungen der Lebensumstände überhaupt in Frage.

    “Meine Antwort auf diese Fragen ist in meiner dritten These enthalten. Diesse These besagt, dass wir von der Geschichte Westeuropas und der Vereinigten Staaten lernen können, daß eine ethische Sinngebung oder Zielsetzung keineswegs vergeblich zu sein braucht. Damit soll sicher nicht behauptet werden, daß unsere ethischen Ziele je voll verwirklicht wurden oder verwirklicht werden können. Meine These ist viel bescheidener. Ich behaupte nur, daß die von ethischen regulativen Prinzipien inspirierte Gesellschaftskritik mancherorts erfolgreich war, und daß es ihr gelungen ist, die schlimmsten Übel des öffentlichen Lebens erfolgreich zu bekämpfen.” (Popper, Selbstbefreiung durch das Wissen)

    Ich zitiere hier Popper, weil er recht prägnant zum Ausdruck bringt, wieso ich von deiner pessimistischen Sichtweise nicht viel halte. Es ist in den westlichen Demokratien gelungen, relative Sicherheit, Freiheit und Wohlstand zu garantieren. Das ist auch der Marktwirtschaft und dem Glauben der Menschen an den Sinn einer Gestaltung der Gesellschaft auf ethischer Grundlage geschuldet. Ich postuliere keinen Weltherrschaftsanspruch der Demokratie, sondern sehe lediglich kein besseres System.

    Aber jetzt mal zurück zum eigentlichen Thema:

    Du schreibst: “Wenn man schon den Anspruch hat aus der Geschichte zu lernen, müsste die Lehre dann nicht Ohnmacht und totale Dezentralisation lauten?”

    Deine Bedenken bezüglich jeglicher Machtkonzentration teile ich. Nur geht es hier ja nicht darum, dass irgend ein Boss der Arbeiter der ganzen Welt über konkrete Fälle entscheidet, sondern um Mindeststandars und die Ermöglichung einer Durchsetzung der Interessen des Arbeitnehmers im Einzelfall. Daüber hinaus wird so der immensen Machtkonzentration auf Unternehmerseite ein Ausgleich gegenübergestellt.

  • Eure sesselfurzenden Auslassungen ( “Theoretisch, praktisch, gut!”) erinnern mich an die nutzlosen Diskussionen der K-Gruppen in den 70-er Jahren. Aber die sind wenigstens noch auf die Strassen gegangen.

    Selbstverständlich müssen sich die Arbeiter aller Länder zusammenschließen. Unter “Arbeiter” muss man heute alle abhängig Arbeitenden vom kleinsten ungelernten Habenichts bis zu den mittleren Managern verstehen.Denn alle werden nach Bedarf von den international aufgestellten Konzernen nach Belieben angestellt und auch wieder geschasst. Was die internationale Hochfinanz und ihre Konzerne wollen, könnt ihr unter dem Begriff “Tittytainment” nachlesen.Die deutsche Version sind die “Tittytainment-Hartzer”.

    Von der neoliberal korrumpierten SPD wollen wir erst gar nicht reden.Guckt doch, wo die Herren Schröder und Clement heute sind. Sage mir, mit wem du gehst, und ich sage dir, wer du bist. Die Trennung von SPD und Linken ist das Werk testosterongesteuerter Machos. Herr vergib ihnen, denn sie wußten nicht, was sie tun!

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Die Endlosrekursion

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