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	<title>Kommentare zu: Folter – Recht an seinen Grenzen</title>
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		<title>Von: soeren onez</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/46/folter-recht-an-seinen-grenzen/comment-page-1/#comment-67</link>
		<dc:creator>soeren onez</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 19 Nov 2007 15:47:43 +0000</pubDate>
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		<description>&quot;Ja der gerechtfertigte Krieg und der geheiligte Krieg sind meiner Auffassung nach identisch.&quot; Was soll ich daran falsch verstanden haben? Ich halte die Motivation nicht f&#252;r egal und halte es da mit Kant: Will der Wille auf eine gute Art und Weise? Und ob sich die Menschnrechte auf Moral und Ethik gr&#252;nden kommt auf den systematischen Rahmen an. Historisch mit Sicherheit, methodisch wohl nicht unbedingt. 

Dass wir uns oft falsch verstheen und aneinander vorbeireden, ist meiner Erfahrung nach bei ernsteren Diskussion keine Seltenheit. Man braucht erst Zeit um eine Grundbasis zu finden, auf der man dann die gemeinsame Diskussion aufbauen kann, das braucht und ist oft m&#252;hsehlig, lohnt sich aber in den meisten F&#228;llen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Ja der gerechtfertigte Krieg und der geheiligte Krieg sind meiner Auffassung nach identisch.&#8221; Was soll ich daran falsch verstanden haben? Ich halte die Motivation nicht f&#252;r egal und halte es da mit Kant: Will der Wille auf eine gute Art und Weise? Und ob sich die Menschnrechte auf Moral und Ethik gr&#252;nden kommt auf den systematischen Rahmen an. Historisch mit Sicherheit, methodisch wohl nicht unbedingt. </p>
<p>Dass wir uns oft falsch verstheen und aneinander vorbeireden, ist meiner Erfahrung nach bei ernsteren Diskussion keine Seltenheit. Man braucht erst Zeit um eine Grundbasis zu finden, auf der man dann die gemeinsame Diskussion aufbauen kann, das braucht und ist oft m&#252;hsehlig, lohnt sich aber in den meisten F&#228;llen.</p>
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		<title>Von: Wowik</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/46/folter-recht-an-seinen-grenzen/comment-page-1/#comment-65</link>
		<dc:creator>Wowik</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 20:08:32 +0000</pubDate>
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		<description>Du hast mich falsch verstanden. Ich tue metaphysisch und gerechtfertigt nicht zusammen sondern frage inwiefern Moral nicht metaphysisch w&#228;re. Ist es nicht letztlich egal ob ich einen Krieg oder Folter mit Moral oder mit religi&#246;sen Geboten begr&#252;nde?
Naja, die Armee eines Staates besteht zumeist aus einer Ethnie. Nat&#252;rlich nicht immer, vielleicht eine Ungenauigkeit meinerseits, ich bin davon ausgegangen, dass du das Wort nicht im strengen Sinne benutzt sondern lediglich als Synonym f&#252;r Menschengruppen aller Art. 

Nun, ich sagte doch, dass man einen Krieg den man nicht angefangen hat nicht annehmen muss. Es steht einem frei zu k&#228;mpfen und mit der Frage des Kampfes stellt sich auch die Frage des Krieges. Es gibt keinen Zwang zur Selbstverteidigung.

Es kommt mir manchmal so vor als redeten wir aneinander vorbei. Ich sage nicht das jeder Krieg das Ausl&#246;schen eines ganzen Volkes zum Ziel hat aber ein Krieg hat das Ziel dem Gegner seinen Willen aufzuzwingen und um dieses Ziel zu erreichen kann es n&#246;tig sein einen betr&#228;chtlichen Teil eines Volkes auszuradieren.

Gr&#252;ndet sich Menschenrecht bzw. Recht &#252;berhaupt nicht auf Moral? 

Erl&#228;utere bitte dein Verst&#228;ndnis von ethischer Gr&#246;&#223;e, damit kann ich nichts anfangen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Du hast mich falsch verstanden. Ich tue metaphysisch und gerechtfertigt nicht zusammen sondern frage inwiefern Moral nicht metaphysisch w&#228;re. Ist es nicht letztlich egal ob ich einen Krieg oder Folter mit Moral oder mit religi&#246;sen Geboten begr&#252;nde?<br />
Naja, die Armee eines Staates besteht zumeist aus einer Ethnie. Nat&#252;rlich nicht immer, vielleicht eine Ungenauigkeit meinerseits, ich bin davon ausgegangen, dass du das Wort nicht im strengen Sinne benutzt sondern lediglich als Synonym f&#252;r Menschengruppen aller Art. </p>
<p>Nun, ich sagte doch, dass man einen Krieg den man nicht angefangen hat nicht annehmen muss. Es steht einem frei zu k&#228;mpfen und mit der Frage des Kampfes stellt sich auch die Frage des Krieges. Es gibt keinen Zwang zur Selbstverteidigung.</p>
<p>Es kommt mir manchmal so vor als redeten wir aneinander vorbei. Ich sage nicht das jeder Krieg das Ausl&#246;schen eines ganzen Volkes zum Ziel hat aber ein Krieg hat das Ziel dem Gegner seinen Willen aufzuzwingen und um dieses Ziel zu erreichen kann es n&#246;tig sein einen betr&#228;chtlichen Teil eines Volkes auszuradieren.</p>
<p>Gr&#252;ndet sich Menschenrecht bzw. Recht &#252;berhaupt nicht auf Moral? </p>
<p>Erl&#228;utere bitte dein Verst&#228;ndnis von ethischer Gr&#246;&#223;e, damit kann ich nichts anfangen.</p>
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		<title>Von: soeren onez</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/46/folter-recht-an-seinen-grenzen/comment-page-1/#comment-64</link>
		<dc:creator>soeren onez</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 18:26:25 +0000</pubDate>
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		<description>Nur kurz, weil ich gleich weg muss, ich es mir aber dennoch nicht verkneifen kann. Dein Zusammentun von metaphysisch und gerechtfertigt wird ja wohl kaum durch einige kleine Gemeinsamkeiten gerechtfertigt, oder was wolltest du damit sagen?

Auch der Unterschied zwischen einer Ethnie und dem Gemeinsamsein von Soldaten, hier die irakischen, ist doch einleuchtend. Es sei denn man geht auf Parmenides zur&#252;ck: Alles ist Sein, das Sein ist Eines. Wunderbar, so kommen wir nicht weiter.

Krieg oder nicht Krieg wurde in den Beispielen hier vorher schon entschieden und das Dilemma stellt sich f&#252;r denjenigen, der den Krieg nicht wollte, sich aber in ihm befindet. 

Nein man darf einen Genozid nicht mit dem Genozid bek&#228;mpfen, du &#252;bertreibst. Nicht jeder Krieg ist ein Genozid, weil nicht jeder Krieg das Ausl&#246;schen eines ganzen Volkes, einer ganzen Ethnie zum Ziel hat. 

Du machst gleich wo sich grundlegende Unterschiede auftun.

Zahlen m&#246;gen willk&#252;rlich sein in unserem Beispiel, f&#252;r den Betroffenen, der sich zu entscheiden hat, werden sie eine gro&#223;es Gewicht haben.

Moral &#228;ndert sich, Menschenrechte sollten das nicht. Die W&#252;rde des Menschen mag anders definiert sein in, aber bestehen muss sie, weil sonst alles willk&#252;rlich sein wird.

&quot;Im Krieg selbst brauche ich &#252;berhaupt keine derartige Argumentation ob und wie etwas moralisch zu rechtfertigen ist. Alles bemisst sich daran wie sehr es dazu dient das Ziel zu erreichen, alles andere darf und muss ausgeblendet werden.&quot;
Genau das habe ich gesagt, aber gewinnen werde ich dadurch dennoch nicht, so du Gewinnen nicht nur als Nutzenfaktor, sondern auch als ethische Gr&#246;&#223;e begreifst.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nur kurz, weil ich gleich weg muss, ich es mir aber dennoch nicht verkneifen kann. Dein Zusammentun von metaphysisch und gerechtfertigt wird ja wohl kaum durch einige kleine Gemeinsamkeiten gerechtfertigt, oder was wolltest du damit sagen?</p>
<p>Auch der Unterschied zwischen einer Ethnie und dem Gemeinsamsein von Soldaten, hier die irakischen, ist doch einleuchtend. Es sei denn man geht auf Parmenides zur&#252;ck: Alles ist Sein, das Sein ist Eines. Wunderbar, so kommen wir nicht weiter.</p>
<p>Krieg oder nicht Krieg wurde in den Beispielen hier vorher schon entschieden und das Dilemma stellt sich f&#252;r denjenigen, der den Krieg nicht wollte, sich aber in ihm befindet. </p>
<p>Nein man darf einen Genozid nicht mit dem Genozid bek&#228;mpfen, du &#252;bertreibst. Nicht jeder Krieg ist ein Genozid, weil nicht jeder Krieg das Ausl&#246;schen eines ganzen Volkes, einer ganzen Ethnie zum Ziel hat. </p>
<p>Du machst gleich wo sich grundlegende Unterschiede auftun.</p>
<p>Zahlen m&#246;gen willk&#252;rlich sein in unserem Beispiel, f&#252;r den Betroffenen, der sich zu entscheiden hat, werden sie eine gro&#223;es Gewicht haben.</p>
<p>Moral &#228;ndert sich, Menschenrechte sollten das nicht. Die W&#252;rde des Menschen mag anders definiert sein in, aber bestehen muss sie, weil sonst alles willk&#252;rlich sein wird.</p>
<p>&#8220;Im Krieg selbst brauche ich &#252;berhaupt keine derartige Argumentation ob und wie etwas moralisch zu rechtfertigen ist. Alles bemisst sich daran wie sehr es dazu dient das Ziel zu erreichen, alles andere darf und muss ausgeblendet werden.&#8221;<br />
Genau das habe ich gesagt, aber gewinnen werde ich dadurch dennoch nicht, so du Gewinnen nicht nur als Nutzenfaktor, sondern auch als ethische Gr&#246;&#223;e begreifst.</p>
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		<title>Von: Wowik</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/46/folter-recht-an-seinen-grenzen/comment-page-1/#comment-62</link>
		<dc:creator>Wowik</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 16:09:49 +0000</pubDate>
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		<description>Ja der gerechtfertigte Krieg und der geheiligte Krieg sind meiner Auffassung nach identisch. Was ist der Unterschied zwischen metaphysischen Heilsversprechen und moralischer Rechtfertigung? 
Beides ist wohl als Mittel gedacht um einer Volksgemeinschaft oder sozialen Gruppe Zusammenhalt und Ordnung zu verleihen aber beides ist, um es als eine Verhaltensregel zwischen zwei V&#246;lker oder Staaten anzuerkennen zu willk&#252;rlich, beides ist lediglich das Mittel zur Macht, der Wille zur Herrschaft. Moralismus ist genauso wie Religion bzw. die Interpretation und Auslegung davon, hoffnungslos relativ, hoffnungslos zeit- und epochenabh&#228;ngig. Vor tausend Jahren wird man eine anderes Verst&#228;ndnis von Moral bzw. moralischem handeln gehabt haben als heute und in tausend Jahren wir man wiederum ein Anderes haben.
 „Ein Krieg ist dann gerechtfertigt wenn man damit einen Genozid verhindern kann.“ Das h&#246;rt sich sehr h&#252;bsch an, ich werde es mir gleich in mein „Buch der ewigen Weisheiten“ schreiben. 
Wo ist der Unterschied zwischen einem Krieg und einem Genozid? Wenn der Gegner unbewaffnet ist? Dann kann er mit den H&#228;nden k&#228;mpfen! Wenn der Gegner wehrlos ist? Dann w&#228;re der zweite Golfkrieg ein Genozid an den Irakischen Soldaten gewesen, dann w&#228;re praktisch jeder Krieg sobald die Kr&#228;fteverh&#228;ltnisse in einem bestimmten Grad aus dem Gleichgewicht geraten sind, ein Genozid. Das Ungleichgewicht ist jedoch ein Schritt zum Sieg, also dem Ziel des Krieges und mithin w&#228;re jeder gewonnene Krieg ein Genozid. Wozu aber einen Krieg beginnen um ihn nicht zu gewinnen? 
Wann f&#228;ngt denn ein Genozid an? Bei 1000, 10000, 100000 Toten? Was ist wenn ich 200000 Soldaten t&#246;ten muss um 10000 Zivilisten zu retten? Sind nicht beides – Menschen? Darf ich den Genozid mit einem Genozid bek&#228;mpfen? Ist ein Genozid gerechtfertigt wenn ich damit einen Krieg verhindern kann?
Mit Zahlen zu jonglieren und irgendwo ein Grenze festzusetzen ist Willk&#252;r, daher komme ich zum Entweder – Oder. Entweder: Du sollst nicht t&#246;ten! Oder: Du darfst t&#246;ten!
Du sagst ja selber es kann keine Ja und Nein Grenze gezogen werden ohne dass man willk&#252;rlich irgendwo selbst eine solche Grenze zieht. Mehr sage ich im Prinzip auch nicht. 
Man kann diese Willk&#252;r nur vermeiden in dem man entweder konsequent t&#246;tet oder konsequent get&#246;tet wird.
 Ja sicher, die Nazis werden dir sagen es wurde mit der deutschen Invasion Frankreichs der schleichende Genozid der Juden am deutschen Volk verhindert. Wer hat nun Recht?
 Der Sieger nat&#252;rlich, das waren zweifelsohne die Alliierten und die Sowjetunion. Darum heiligt nicht nur der Sieg den die Mittel, den Krieg, sondern der gute, der gewonnenen Krieg auch jedes Ziel.
Ich traue dir &#252;brigens nicht zu, dass du wirklich glaubst die alliierten h&#228;tten Krieg gegen Deutschland gef&#252;hrt um die Juden vor einem Massenmord zu sch&#252;tzen.
Die Briten haben den Krieg gef&#252;hrt weil sie sich ein Europa unter deutscher Vorherrschaft nicht vorstellen konnten und vor allem nicht vorstellen wollten. 
Die Sowjets haben ihr Land oder ihr System gegen fremde Invasoren verteidigt.
Die USA…Ja, klar die sind &#252;ber den Ozean gefahren um „die Juden“ zu retten.
Erstens hat Deutschland den Vereinigten Staaten den Krieg erkl&#228;rt und nicht umgekehrt und zweitens fand die erste Operation in gro&#223;em Umfang am 6. Juni mit der Landung in der Normandie statt. 
Als die Vereinigten Staaten ihre Operationen in Nordafrika im Jahre 1942 begannen war das Afrika Korps bereits von den Briten geschlagen worden. Die Angloamerikanischen Landungen in Italien 1943 waren nicht ausschlaggebend f&#252;r den weiteren Kriegsverlauf  da man fast zwei Jahre bis zu den Alpen brauchte.
Die Landung in der Normandie, die in vielen Medien als „der Anfang vom Ende des dritten Reiches“ gepriesen wird, war ebenso wenig entscheidend. Der erste gr&#246;&#223;ere Sieg der Alliierten in Frankreich war die Kesselschlacht von Falaise Anfang August. Zu diesem Zeitpunkt war die Situation an der Ostfront bereits aussichtslos, die sowjetische Operation Bagration hatte die deutsche Front zerschlagen und das Heer befand sich in der Aufl&#246;sung. 
Auch die Wirkung des Bombenkriegs der Alliierten gegen deutsche St&#228;dte und Industriezentren wird h&#228;ufig &#252;bersch&#228;tzt. 
Die Produktionszahlen des Jahres 1944, als der Bombenkrieg auf seinem H&#246;hepunkt war, &#252;bertrafen in allen Schl&#252;sselindustrien die Zahlen des Jahres 1943. Die Auswirkungen des Bombenkrieges machten sich erst im Winter 1944/45 bemerkbar. Man bedenke, dass zu diesem Zeitpunkt die sowjetischen Truppen in Ostpreu&#223;en standen und auch die alliierten Bodentruppen die deutsche Grenze &#252;berschritten hatten. 
Ich kann so sehr ich mich auch bem&#252;he keine angloamerikanische „Edelm&#252;tigkeit“ erkennen. Das es ihnen, oder irgend einer anderen Kriegspartei darum ging die Juden zu retten w&#252;rde ich f&#252;r gelogen halten. Ich denke vielmehr man f&#252;rchtete sich davor das der Bolschewismus sich bis zum Rhein oder gar bis zum Atlantik ausbreiten k&#246;nnte und ganz Mitteleuropa im Machtbereich Stalins stehen k&#246;nnte.

Jetzt kommst du mir wieder mit deiner Logik. Ich habe in lediglich gesagt das beispielsweise die metaphorische Sprache nicht v&#246;llig mit formaler Logik greifbar ist. Mein Heraklit Beispiel war eigentlich nicht schlecht. Es ging ja nicht um die Theorie sondern darum das dieser Satz, auch ohne das Wissen um die Theorie dahinter oder seine Einbettung in einen Text, verstanden wird, jedoch mit reiner Logik g&#228;nzlich sinnlos ist. Ich h&#228;tte vielleicht ein Beispiel aus der Literatur nehmen sollen, das w&#228;re weniger missverst&#228;ndlich gewesen.
Du sagst selbst das Problem sei nicht zu l&#246;sen, also ist doch die M&#246;glichkeit es zu umgehen eine Art vorw&#228;rts zu kommen. 
Im Krieg selbst brauche ich &#252;berhaupt keine derartige Argumentation ob und wie etwas moralisch zu rechtfertigen ist. Alles bemisst sich daran wie sehr es  dazu dient das Ziel zu erreichen, alles andere darf und muss ausgeblendet werden. 
Die Frage entweder Krieg oder nicht, die wie ich im letzten Kommentar sagte zeitlich vor dem eigentlichen Krieg steht, ist  entscheidbar und muss auch vor den willk&#252;rlich eingef&#252;hrten Kriterien getroffen werden. Krieg, ja, wenn…Krieg, nein, aber…ist die Inkonsequenz dieser Entscheidung. 
Deinem letzten Satz w&#252;rde ich zustimmen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja der gerechtfertigte Krieg und der geheiligte Krieg sind meiner Auffassung nach identisch. Was ist der Unterschied zwischen metaphysischen Heilsversprechen und moralischer Rechtfertigung?<br />
Beides ist wohl als Mittel gedacht um einer Volksgemeinschaft oder sozialen Gruppe Zusammenhalt und Ordnung zu verleihen aber beides ist, um es als eine Verhaltensregel zwischen zwei V&#246;lker oder Staaten anzuerkennen zu willk&#252;rlich, beides ist lediglich das Mittel zur Macht, der Wille zur Herrschaft. Moralismus ist genauso wie Religion bzw. die Interpretation und Auslegung davon, hoffnungslos relativ, hoffnungslos zeit- und epochenabh&#228;ngig. Vor tausend Jahren wird man eine anderes Verst&#228;ndnis von Moral bzw. moralischem handeln gehabt haben als heute und in tausend Jahren wir man wiederum ein Anderes haben.<br />
 „Ein Krieg ist dann gerechtfertigt wenn man damit einen Genozid verhindern kann.“ Das h&#246;rt sich sehr h&#252;bsch an, ich werde es mir gleich in mein „Buch der ewigen Weisheiten“ schreiben.<br />
Wo ist der Unterschied zwischen einem Krieg und einem Genozid? Wenn der Gegner unbewaffnet ist? Dann kann er mit den H&#228;nden k&#228;mpfen! Wenn der Gegner wehrlos ist? Dann w&#228;re der zweite Golfkrieg ein Genozid an den Irakischen Soldaten gewesen, dann w&#228;re praktisch jeder Krieg sobald die Kr&#228;fteverh&#228;ltnisse in einem bestimmten Grad aus dem Gleichgewicht geraten sind, ein Genozid. Das Ungleichgewicht ist jedoch ein Schritt zum Sieg, also dem Ziel des Krieges und mithin w&#228;re jeder gewonnene Krieg ein Genozid. Wozu aber einen Krieg beginnen um ihn nicht zu gewinnen?<br />
Wann f&#228;ngt denn ein Genozid an? Bei 1000, 10000, 100000 Toten? Was ist wenn ich 200000 Soldaten t&#246;ten muss um 10000 Zivilisten zu retten? Sind nicht beides – Menschen? Darf ich den Genozid mit einem Genozid bek&#228;mpfen? Ist ein Genozid gerechtfertigt wenn ich damit einen Krieg verhindern kann?<br />
Mit Zahlen zu jonglieren und irgendwo ein Grenze festzusetzen ist Willk&#252;r, daher komme ich zum Entweder – Oder. Entweder: Du sollst nicht t&#246;ten! Oder: Du darfst t&#246;ten!<br />
Du sagst ja selber es kann keine Ja und Nein Grenze gezogen werden ohne dass man willk&#252;rlich irgendwo selbst eine solche Grenze zieht. Mehr sage ich im Prinzip auch nicht.<br />
Man kann diese Willk&#252;r nur vermeiden in dem man entweder konsequent t&#246;tet oder konsequent get&#246;tet wird.<br />
 Ja sicher, die Nazis werden dir sagen es wurde mit der deutschen Invasion Frankreichs der schleichende Genozid der Juden am deutschen Volk verhindert. Wer hat nun Recht?<br />
 Der Sieger nat&#252;rlich, das waren zweifelsohne die Alliierten und die Sowjetunion. Darum heiligt nicht nur der Sieg den die Mittel, den Krieg, sondern der gute, der gewonnenen Krieg auch jedes Ziel.<br />
Ich traue dir &#252;brigens nicht zu, dass du wirklich glaubst die alliierten h&#228;tten Krieg gegen Deutschland gef&#252;hrt um die Juden vor einem Massenmord zu sch&#252;tzen.<br />
Die Briten haben den Krieg gef&#252;hrt weil sie sich ein Europa unter deutscher Vorherrschaft nicht vorstellen konnten und vor allem nicht vorstellen wollten.<br />
Die Sowjets haben ihr Land oder ihr System gegen fremde Invasoren verteidigt.<br />
Die USA…Ja, klar die sind &#252;ber den Ozean gefahren um „die Juden“ zu retten.<br />
Erstens hat Deutschland den Vereinigten Staaten den Krieg erkl&#228;rt und nicht umgekehrt und zweitens fand die erste Operation in gro&#223;em Umfang am 6. Juni mit der Landung in der Normandie statt.<br />
Als die Vereinigten Staaten ihre Operationen in Nordafrika im Jahre 1942 begannen war das Afrika Korps bereits von den Briten geschlagen worden. Die Angloamerikanischen Landungen in Italien 1943 waren nicht ausschlaggebend f&#252;r den weiteren Kriegsverlauf  da man fast zwei Jahre bis zu den Alpen brauchte.<br />
Die Landung in der Normandie, die in vielen Medien als „der Anfang vom Ende des dritten Reiches“ gepriesen wird, war ebenso wenig entscheidend. Der erste gr&#246;&#223;ere Sieg der Alliierten in Frankreich war die Kesselschlacht von Falaise Anfang August. Zu diesem Zeitpunkt war die Situation an der Ostfront bereits aussichtslos, die sowjetische Operation Bagration hatte die deutsche Front zerschlagen und das Heer befand sich in der Aufl&#246;sung.<br />
Auch die Wirkung des Bombenkriegs der Alliierten gegen deutsche St&#228;dte und Industriezentren wird h&#228;ufig &#252;bersch&#228;tzt.<br />
Die Produktionszahlen des Jahres 1944, als der Bombenkrieg auf seinem H&#246;hepunkt war, &#252;bertrafen in allen Schl&#252;sselindustrien die Zahlen des Jahres 1943. Die Auswirkungen des Bombenkrieges machten sich erst im Winter 1944/45 bemerkbar. Man bedenke, dass zu diesem Zeitpunkt die sowjetischen Truppen in Ostpreu&#223;en standen und auch die alliierten Bodentruppen die deutsche Grenze &#252;berschritten hatten.<br />
Ich kann so sehr ich mich auch bem&#252;he keine angloamerikanische „Edelm&#252;tigkeit“ erkennen. Das es ihnen, oder irgend einer anderen Kriegspartei darum ging die Juden zu retten w&#252;rde ich f&#252;r gelogen halten. Ich denke vielmehr man f&#252;rchtete sich davor das der Bolschewismus sich bis zum Rhein oder gar bis zum Atlantik ausbreiten k&#246;nnte und ganz Mitteleuropa im Machtbereich Stalins stehen k&#246;nnte.</p>
<p>Jetzt kommst du mir wieder mit deiner Logik. Ich habe in lediglich gesagt das beispielsweise die metaphorische Sprache nicht v&#246;llig mit formaler Logik greifbar ist. Mein Heraklit Beispiel war eigentlich nicht schlecht. Es ging ja nicht um die Theorie sondern darum das dieser Satz, auch ohne das Wissen um die Theorie dahinter oder seine Einbettung in einen Text, verstanden wird, jedoch mit reiner Logik g&#228;nzlich sinnlos ist. Ich h&#228;tte vielleicht ein Beispiel aus der Literatur nehmen sollen, das w&#228;re weniger missverst&#228;ndlich gewesen.<br />
Du sagst selbst das Problem sei nicht zu l&#246;sen, also ist doch die M&#246;glichkeit es zu umgehen eine Art vorw&#228;rts zu kommen.<br />
Im Krieg selbst brauche ich &#252;berhaupt keine derartige Argumentation ob und wie etwas moralisch zu rechtfertigen ist. Alles bemisst sich daran wie sehr es  dazu dient das Ziel zu erreichen, alles andere darf und muss ausgeblendet werden.<br />
Die Frage entweder Krieg oder nicht, die wie ich im letzten Kommentar sagte zeitlich vor dem eigentlichen Krieg steht, ist  entscheidbar und muss auch vor den willk&#252;rlich eingef&#252;hrten Kriterien getroffen werden. Krieg, ja, wenn…Krieg, nein, aber…ist die Inkonsequenz dieser Entscheidung.<br />
Deinem letzten Satz w&#252;rde ich zustimmen.</p>
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		<title>Von: soeren onez</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/46/folter-recht-an-seinen-grenzen/comment-page-1/#comment-60</link>
		<dc:creator>soeren onez</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 12:52:50 +0000</pubDate>
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		<description>Wir haben nicht &#252;ber den geheiligten Krieg gesprochen, sondern &#252;ber den gerechtfertigten Krieg. Mag dir kein Unterschied sein, ist aber doch ein gravierender. Denn der heilige Krieg st&#252;tzt sich auf religi&#246;se Heilsversprechen und metaphysische Grundlagen. &quot;Du sollst nicht morden&quot; gab es aber schon weit vor der Niederkunft des Juden- und Christentums. Gerechtfertigt halte ich einen Krieg dann, wenn ein Volk ein anderes ausl&#246;schen will. Genozid. Nicht weil dies ungerechter im eigentlichen Sinne ist, als ein &quot;normaler&quot; Mord oder B&#252;rgerkrieg, sondern weil anders eben keine Ja und Nein Grenze gezogen werden kann. Will ein Volk ein anderes ausl&#246;schen ist klar Hilfe zu leisten. Klar Hilfe zu leisten w&#228;re auch bei einem einfachen B&#252;rgerkrieg, doch da wird das Selbstbestimmungsrecht eines Landes/Volkes h&#246;her gesch&#228;tzt. Also das Ausfechten um Machtpositionen ist ein anderer Vorgang als der Genozid.

Die Befreiung Frankreichs halte ich auch nicht f&#252;r Grundverschieden, aber den Alliierten ging es ja nicht um die Befreiung Frankreichs, sondern um das Verhinern des Genozids an den Juden durch Nazideutschland. Siehst du da auch keinen Unterschied? Krieg ist nicht gleich Krieg. Krieg ist ein Mittel und das Mittel muss nat&#252;rlich auf seinen Zweck hin untersucht werden. Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit ist hier das Stichwort. 

Mich wundert, dass du gerade jetzt auf Ja und Nein, entweder... oder pochst, wo du in anderen Diskussionen gerade die Grundlage der Logik als allgemeing&#252;ltige Instanz angezweifelt hast. Wann also ist es die Logik, warum muss sie hier greifen, aber bei anderen Sachverhalten nicht? Du spielst in deinem ersten Teil auf das Problem &quot;&lt;a href=&quot;http://www.onezblog.de/item/2006/11/logische-probleme-schiff-des-theseus/&quot;&gt;Schiffs des Theseus&lt;/a&gt;&quot; und ich gebe dir Recht, dass dies nicht zu l&#246;sen ist, aber dadurch nur Ja und Nein zuzulassen ist auch eine (logisch) falsche Schlussfolgerung. So umgehst du das Problem, l&#246;st es aber nicht. Das Problem bei dem Mann mit der Atombombe ist, dass du nicht foltern darfst, laut recht. Wenn du es aber nicht tust, wird kein recht mehr existieren, dem du folgen kannst. Ich bin mir durchaus bewusst, dass diese Argumentation nicht stichhaltig ist, f&#252;r die normale Situation. Aber f&#252;r den Krieg, die Extremsoituation, die selten oder hoffentlich nie eintrifft, ist sie eine Argumentation. Deine Frage, wo aber die Extremsituation anf&#228;ngt, ob bei 80% oder schon bei 60% ist allerdings das Problem an der Sache und kann im Extremfall nur in die H&#228;nde und Intuition des Betroffenen gelegt werden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben nicht &#252;ber den geheiligten Krieg gesprochen, sondern &#252;ber den gerechtfertigten Krieg. Mag dir kein Unterschied sein, ist aber doch ein gravierender. Denn der heilige Krieg st&#252;tzt sich auf religi&#246;se Heilsversprechen und metaphysische Grundlagen. &#8220;Du sollst nicht morden&#8221; gab es aber schon weit vor der Niederkunft des Juden- und Christentums. Gerechtfertigt halte ich einen Krieg dann, wenn ein Volk ein anderes ausl&#246;schen will. Genozid. Nicht weil dies ungerechter im eigentlichen Sinne ist, als ein &#8220;normaler&#8221; Mord oder B&#252;rgerkrieg, sondern weil anders eben keine Ja und Nein Grenze gezogen werden kann. Will ein Volk ein anderes ausl&#246;schen ist klar Hilfe zu leisten. Klar Hilfe zu leisten w&#228;re auch bei einem einfachen B&#252;rgerkrieg, doch da wird das Selbstbestimmungsrecht eines Landes/Volkes h&#246;her gesch&#228;tzt. Also das Ausfechten um Machtpositionen ist ein anderer Vorgang als der Genozid.</p>
<p>Die Befreiung Frankreichs halte ich auch nicht f&#252;r Grundverschieden, aber den Alliierten ging es ja nicht um die Befreiung Frankreichs, sondern um das Verhinern des Genozids an den Juden durch Nazideutschland. Siehst du da auch keinen Unterschied? Krieg ist nicht gleich Krieg. Krieg ist ein Mittel und das Mittel muss nat&#252;rlich auf seinen Zweck hin untersucht werden. Verh&#228;ltnism&#228;&#223;igkeit ist hier das Stichwort. </p>
<p>Mich wundert, dass du gerade jetzt auf Ja und Nein, entweder&#8230; oder pochst, wo du in anderen Diskussionen gerade die Grundlage der Logik als allgemeing&#252;ltige Instanz angezweifelt hast. Wann also ist es die Logik, warum muss sie hier greifen, aber bei anderen Sachverhalten nicht? Du spielst in deinem ersten Teil auf das Problem &#8220;<a href="http://www.onezblog.de/item/2006/11/logische-probleme-schiff-des-theseus/">Schiffs des Theseus</a>&#8221; und ich gebe dir Recht, dass dies nicht zu l&#246;sen ist, aber dadurch nur Ja und Nein zuzulassen ist auch eine (logisch) falsche Schlussfolgerung. So umgehst du das Problem, l&#246;st es aber nicht. Das Problem bei dem Mann mit der Atombombe ist, dass du nicht foltern darfst, laut recht. Wenn du es aber nicht tust, wird kein recht mehr existieren, dem du folgen kannst. Ich bin mir durchaus bewusst, dass diese Argumentation nicht stichhaltig ist, f&#252;r die normale Situation. Aber f&#252;r den Krieg, die Extremsoituation, die selten oder hoffentlich nie eintrifft, ist sie eine Argumentation. Deine Frage, wo aber die Extremsituation anf&#228;ngt, ob bei 80% oder schon bei 60% ist allerdings das Problem an der Sache und kann im Extremfall nur in die H&#228;nde und Intuition des Betroffenen gelegt werden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wowik</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/46/folter-recht-an-seinen-grenzen/comment-page-1/#comment-59</link>
		<dc:creator>Wowik</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 18 Nov 2007 01:14:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/46/folter-recht-an-seinen-grenzen/#comment-59</guid>
		<description>Ich frage mich wie weit wir eigentlich &#252;berhaupt vom Staat des gro&#223;en Bruders entfernt sind. Freilich, es gibt bei uns keine Teleschirme in den Wohnungen oder Richtmikrofone in den W&#228;ldern, aber braucht man so etwas &#252;berhaupt um einen vergleichbaren &#220;berwachungsgrad zu erreichen? Sind Geheimpolizeien, Spitzel, Spione und Agenten in einer Zeit in der sich ein nicht unerheblicher Teil des &#246;ffentlichen Lebens im Internet abspielt nicht &#252;berfl&#252;ssig?
Ich bin kein Paranoiker, nat&#252;rlich sind wir vom Orwellschen Horrorszenario noch weit entfernt, doch man sollte bedenken, dass eine relativ umfassende Kamera&#252;berwachung in Gro&#223;st&#228;dten bereits Realit&#228;t ist. Auch sind die M&#246;glichkeiten von RFID nicht zu untersch&#228;tzen.
Soviel zu „&#220;bertreibungen“.
Die Antwort und L&#246;sung auf die Frage nach der Legitimation von Folter, ja, nicht nur von Folter sondern auch von Krieg, Gewalt, Todesstrafe usw. lautet: Konsequenz.
Nicht das „Wie?“, das „Unter welchen Umst&#228;nden?“ ist wichtig sondern das „Ob“. Nichts ist so l&#228;cherlich wie die Grau- und Buntmaler, die Abw&#228;genden und Ausrechnenden, die jein- und vielleicht-Sager, die sich ewig Unschl&#252;ssigen und sich ewig Drehenden. 
Es braucht kein „Folter, ja, wenn…“, kein „Folter, nein, aber…“ sondern nur ein unsentimentales Ja oder Nein. 
Wenn also ein Atombombenterrorist droht Deutschland in die Luft zu sprengen oder besser wenn der Dalai Lama droht den Mond auf die Erde  st&#252;rzen zu lassen, die Sonne zu sprengen und anschlie&#223;end unser Sonnensystem mit H-Milch zu &#252;berfluten, dann kann eben nicht die zu erwartende Verlustrate ein hinreichender Grunde f&#252;r das Ja zur Folter sein. Wenn man Folter bei einer Verlustrate von 80% festsetzt k&#246;nnte man sie ebenso bei 20% oder bei 0,01% festsetzen. 
Es kann nur schwarz oder wei&#223;, nur ja oder nein geben. Wenn ich nein zur Folter sage, dann muss ich diese Entscheidung mit aller Konsequenz verfolgen egal ob ein Mensch oder Alle Menschen dabei umkommen. 
Ein Ja zur Folter ist nat&#252;rlich auch m&#246;glich, dann kann es jedoch  kein anderes Kriterium mehr f&#252;r den Einsatz dieser geben als die Willk&#252;r der Gesetzgebung.   

@ soeren onez 

Wir sprachen am Telefon &#252;ber den „geheiligten“ Krieg. Ich denke die Antwort dabei ist die Selbe: Entweder…Oder. Wenn man sagen w&#252;rdenein Krieg sei gerechtfertigt um beispielsweise ein Volk von einem blutigen Diktatoren zu befreien, ist das nicht „besser“ als einen Krieg zu f&#252;hren der auf wirtschaftlichen Interessen beruht (der Sieg heiligt die Mittel). Aber versuche mir doch diesbez&#252;glich noch einmal darzulegen was den „guten“ Krieg, wenn es einen solchen gibt, auszeichnet.
Sofern ich Recht habe w&#252;rde dies bedeuten, dass der Krieg gegen das dritte Reich nicht besser war als beispielsweise der Krieg f&#252;r das Dritte reich gegen z.B. die Sowjetunion oder Polen. Es scheint dass ich vielleicht vom Thema abkomme aber die Frage nach der Rechtfertigung eines Krieges und der Rechtfertigung von Folter ist in beiden F&#228;llen nahezu identisch.
 Um zum vorigen Punkt zur&#252;ckzukehren, es gibt sicher eine menge Leute die mir diesbez&#252;glich widersprechen w&#252;rden, darum frage ich all jene: Was macht die Befreiung Frankreichs 1944 durch die Alliierten „besser“ als den deutschen Angriff auf Frankreich 1940?
Du sagtest &#252;brigens das Atombombenszenaraio sei bereits der amoralische Zustand des Krieges. Soweit so gut, aber die „moralische“ Entscheidung einen Krieg zu f&#252;hren bzw. ihn anzunehmen, steht zeitlich gesehen immer vor der kriegerischen Handlung selbst, d.h. die Konsequenz eines Pazifisten im Falle eines Angriffs m&#252;sste lauten: Untergang. Die Entscheidung f&#252;r etwas Amoralisches ist immer eine moralische Entscheidung.
Ein Krieg oder Kampf ist niemals zwingend oder um es mit anderen Worten zu sagen und einen Bogen zur&#252;ck zu meinem Anfang zu schlagen: 

&quot;Der schnellste Weg, den Krieg zu beenden, ist ihn zu verlieren.&quot; - George Orwell.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich frage mich wie weit wir eigentlich &#252;berhaupt vom Staat des gro&#223;en Bruders entfernt sind. Freilich, es gibt bei uns keine Teleschirme in den Wohnungen oder Richtmikrofone in den W&#228;ldern, aber braucht man so etwas &#252;berhaupt um einen vergleichbaren &#220;berwachungsgrad zu erreichen? Sind Geheimpolizeien, Spitzel, Spione und Agenten in einer Zeit in der sich ein nicht unerheblicher Teil des &#246;ffentlichen Lebens im Internet abspielt nicht &#252;berfl&#252;ssig?<br />
Ich bin kein Paranoiker, nat&#252;rlich sind wir vom Orwellschen Horrorszenario noch weit entfernt, doch man sollte bedenken, dass eine relativ umfassende Kamera&#252;berwachung in Gro&#223;st&#228;dten bereits Realit&#228;t ist. Auch sind die M&#246;glichkeiten von RFID nicht zu untersch&#228;tzen.<br />
Soviel zu „&#220;bertreibungen“.<br />
Die Antwort und L&#246;sung auf die Frage nach der Legitimation von Folter, ja, nicht nur von Folter sondern auch von Krieg, Gewalt, Todesstrafe usw. lautet: Konsequenz.<br />
Nicht das „Wie?“, das „Unter welchen Umst&#228;nden?“ ist wichtig sondern das „Ob“. Nichts ist so l&#228;cherlich wie die Grau- und Buntmaler, die Abw&#228;genden und Ausrechnenden, die jein- und vielleicht-Sager, die sich ewig Unschl&#252;ssigen und sich ewig Drehenden.<br />
Es braucht kein „Folter, ja, wenn…“, kein „Folter, nein, aber…“ sondern nur ein unsentimentales Ja oder Nein.<br />
Wenn also ein Atombombenterrorist droht Deutschland in die Luft zu sprengen oder besser wenn der Dalai Lama droht den Mond auf die Erde  st&#252;rzen zu lassen, die Sonne zu sprengen und anschlie&#223;end unser Sonnensystem mit H-Milch zu &#252;berfluten, dann kann eben nicht die zu erwartende Verlustrate ein hinreichender Grunde f&#252;r das Ja zur Folter sein. Wenn man Folter bei einer Verlustrate von 80% festsetzt k&#246;nnte man sie ebenso bei 20% oder bei 0,01% festsetzen.<br />
Es kann nur schwarz oder wei&#223;, nur ja oder nein geben. Wenn ich nein zur Folter sage, dann muss ich diese Entscheidung mit aller Konsequenz verfolgen egal ob ein Mensch oder Alle Menschen dabei umkommen.<br />
Ein Ja zur Folter ist nat&#252;rlich auch m&#246;glich, dann kann es jedoch  kein anderes Kriterium mehr f&#252;r den Einsatz dieser geben als die Willk&#252;r der Gesetzgebung.   </p>
<p>@ soeren onez </p>
<p>Wir sprachen am Telefon &#252;ber den „geheiligten“ Krieg. Ich denke die Antwort dabei ist die Selbe: Entweder…Oder. Wenn man sagen w&#252;rdenein Krieg sei gerechtfertigt um beispielsweise ein Volk von einem blutigen Diktatoren zu befreien, ist das nicht „besser“ als einen Krieg zu f&#252;hren der auf wirtschaftlichen Interessen beruht (der Sieg heiligt die Mittel). Aber versuche mir doch diesbez&#252;glich noch einmal darzulegen was den „guten“ Krieg, wenn es einen solchen gibt, auszeichnet.<br />
Sofern ich Recht habe w&#252;rde dies bedeuten, dass der Krieg gegen das dritte Reich nicht besser war als beispielsweise der Krieg f&#252;r das Dritte reich gegen z.B. die Sowjetunion oder Polen. Es scheint dass ich vielleicht vom Thema abkomme aber die Frage nach der Rechtfertigung eines Krieges und der Rechtfertigung von Folter ist in beiden F&#228;llen nahezu identisch.<br />
 Um zum vorigen Punkt zur&#252;ckzukehren, es gibt sicher eine menge Leute die mir diesbez&#252;glich widersprechen w&#252;rden, darum frage ich all jene: Was macht die Befreiung Frankreichs 1944 durch die Alliierten „besser“ als den deutschen Angriff auf Frankreich 1940?<br />
Du sagtest &#252;brigens das Atombombenszenaraio sei bereits der amoralische Zustand des Krieges. Soweit so gut, aber die „moralische“ Entscheidung einen Krieg zu f&#252;hren bzw. ihn anzunehmen, steht zeitlich gesehen immer vor der kriegerischen Handlung selbst, d.h. die Konsequenz eines Pazifisten im Falle eines Angriffs m&#252;sste lauten: Untergang. Die Entscheidung f&#252;r etwas Amoralisches ist immer eine moralische Entscheidung.<br />
Ein Krieg oder Kampf ist niemals zwingend oder um es mit anderen Worten zu sagen und einen Bogen zur&#252;ck zu meinem Anfang zu schlagen: </p>
<p>&#8220;Der schnellste Weg, den Krieg zu beenden, ist ihn zu verlieren.&#8221; &#8211; George Orwell.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: soeren onez</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/46/folter-recht-an-seinen-grenzen/comment-page-1/#comment-56</link>
		<dc:creator>soeren onez</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 16 Nov 2007 13:57:33 +0000</pubDate>
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		<description>Wir hatten ja schon dar&#252;ber gesprochen, aber ich will es dennoch hier schreiben um eine breitere Diskussion dar&#252;ber zu erm&#246;glichen: das Problem der &#220;bertreibung.

Du schreibst, zu Recht, dass die &#220;bertreibung, das Ausmalen schrecklicher Horrorszenarien von beiden Seiten vor allem zur polemischen Argumentation benutzt werden, also um dem Gegner das Argumentieren zu erschweren bzw. seine Argumentation l&#228;cherlich erscheinen zu lassen, im Angesicht der drohenden Gefahr.

Doch diese Horrorszenarien, der &quot;worst case&quot;, muss nicht nur Polemik sein, sondern kann unsere eigene Argumentation pr&#252;fen und ihre Konsequenz auf die Probe stellen. Wie weit gehen wir? Wie viele Opfer nehmen wir in Kauf?

Beispiel w&#228;re ein verheerender Atombombenterrorist, nicht weil ein deutscher Innenminister diese Gefahr in die K&#246;pfe der Leute setzt, sondern als theoretische Annahme. Er w&#252;rde 90% der Bev&#246;lkerung ausl&#246;schen. W&#252;rden wir ihn foltern?

Gegenbeispiel ist die Frage, wie viel &#220;berwachung und Unrecht durch den Staat angewandt k&#246;nnen wir ertragen, bis wir wirklich zu einem orwellschen Staat kommen?

Beide Beispiele f&#252;hren uns in Dilemma, weil beide Handlungen falsch w&#228;ren. Doch was wir uns klar machen m&#252;ssen, ist, dass diese Extremsituationen keine Situationen sind, die wir mit der &quot;normalen&quot; Argumentation beantworten k&#246;nnen. Beide Situationen in denen Ethik und Recht schon lange aufgehoben sind. Krieg ist ein amoralischer Zustand, in dem ethische Entscheidungen ganz anders bewertet werden m&#252;ssen und das Atombombenbeispiel w&#228;re ein kriegs&#228;hnlicher Zustand. Genauso w&#228;re der orwellsche Staat nicht mehr mit rechtlichen Mitteln in seine Grenzen zu weisen, w&#228;re er erst einmal existent.

Das muss uns klar werden, wenn wir versuchen solche Extremsituationen in unsere &#220;berlegungen und Argumentationen mit einzubeziehen. Ein genereller, begr&#252;ndeter Ausweg aus diesen Dilemmata ist schwer zu finden, auch wenn man sich durchaus damit besch&#228;ftigen sollte, d&#252;rfen diese Situationen nicht in die &quot;normale&quot; ethische oder rechtliche Diskussion einbezogen werden, weil sie ganz andere Situationsebenen darstellen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wir hatten ja schon dar&#252;ber gesprochen, aber ich will es dennoch hier schreiben um eine breitere Diskussion dar&#252;ber zu erm&#246;glichen: das Problem der &#220;bertreibung.</p>
<p>Du schreibst, zu Recht, dass die &#220;bertreibung, das Ausmalen schrecklicher Horrorszenarien von beiden Seiten vor allem zur polemischen Argumentation benutzt werden, also um dem Gegner das Argumentieren zu erschweren bzw. seine Argumentation l&#228;cherlich erscheinen zu lassen, im Angesicht der drohenden Gefahr.</p>
<p>Doch diese Horrorszenarien, der &#8220;worst case&#8221;, muss nicht nur Polemik sein, sondern kann unsere eigene Argumentation pr&#252;fen und ihre Konsequenz auf die Probe stellen. Wie weit gehen wir? Wie viele Opfer nehmen wir in Kauf?</p>
<p>Beispiel w&#228;re ein verheerender Atombombenterrorist, nicht weil ein deutscher Innenminister diese Gefahr in die K&#246;pfe der Leute setzt, sondern als theoretische Annahme. Er w&#252;rde 90% der Bev&#246;lkerung ausl&#246;schen. W&#252;rden wir ihn foltern?</p>
<p>Gegenbeispiel ist die Frage, wie viel &#220;berwachung und Unrecht durch den Staat angewandt k&#246;nnen wir ertragen, bis wir wirklich zu einem orwellschen Staat kommen?</p>
<p>Beide Beispiele f&#252;hren uns in Dilemma, weil beide Handlungen falsch w&#228;ren. Doch was wir uns klar machen m&#252;ssen, ist, dass diese Extremsituationen keine Situationen sind, die wir mit der &#8220;normalen&#8221; Argumentation beantworten k&#246;nnen. Beide Situationen in denen Ethik und Recht schon lange aufgehoben sind. Krieg ist ein amoralischer Zustand, in dem ethische Entscheidungen ganz anders bewertet werden m&#252;ssen und das Atombombenbeispiel w&#228;re ein kriegs&#228;hnlicher Zustand. Genauso w&#228;re der orwellsche Staat nicht mehr mit rechtlichen Mitteln in seine Grenzen zu weisen, w&#228;re er erst einmal existent.</p>
<p>Das muss uns klar werden, wenn wir versuchen solche Extremsituationen in unsere &#220;berlegungen und Argumentationen mit einzubeziehen. Ein genereller, begr&#252;ndeter Ausweg aus diesen Dilemmata ist schwer zu finden, auch wenn man sich durchaus damit besch&#228;ftigen sollte, d&#252;rfen diese Situationen nicht in die &#8220;normale&#8221; ethische oder rechtliche Diskussion einbezogen werden, weil sie ganz andere Situationsebenen darstellen.</p>
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