Positiv Denken
Es müssen schon fast 20 Jahre her sein. NLP (Neurolinguistische Programmierung). Geklebt habe ich an seinen Lippen. Damals, in einem Clubhotel auf den Canaren. Bilder wurden vor das geistige Auge projeziert, rechts oben, links unten, von schönen Frauen, Stränden, Bankkonten. Was habe ich in der Zeit danach nicht noch alles “geankert”. Die “Queen Mary” hätte sich keinen Zentimeter bewegt,
Heute würde man vielleicht sagen, nun gut, das System funktioniert, jedoch glauben muss man daran. Fazit: selber schuld. Ich hab`s nicht geschafft, zumindest, mit den Bankkonten.
In verschiedenen Beiträgen und Kommentaren der letzten Zeit wurden diese Erinnerungen nochmals hochgespült ( hochgespült trifft`s ). Ich sehe braungebrannte und elegant gekleidete Trainer (oder Täter) auf den Bühnen. Mit dem erspartem Eintrittsgeld der Hoffnungssuchenden und dem Schlachtruf “Du schaffst das” bringen sie den Saal zum toben. Dieses Geldbeschaffungssystem beutet aus – indem es schafft. Illusionen. Später, wenn Er“nüchter“ung Einzug hält, glänzen sie auch, die einstigen Trainer, durch Abwesenheit. In diesem Moment stehst du im Saal – allein.
Das Glas ist halbvoll. Unbestritten – das ist auch meine Lebenseinstellung. Auch nicht um das wohlwollende „Du schaffst das schon“, kurz vor der Fahrprüfung, dem Abitur, einer herausfordernden Terminarbeit geht es mir hier. Aber sich geistige Bildchen malen, die dich im RiesenExclusivbad einer Penthousewohung champagnertrinkend zeigen, verkennen – das zum Erreichen bestimmter Ziele auch Kenntnisse, Fähigkeiten und Eigenschaften gehören – die nicht durch den reinen Willen zum Erfolg ihre Existenzberechtigung verlieren.
Sicher, es gibt Menschen, die durch dieses System justiert, zum Erfolg gekommen sind. Von diesen ganz, ganz Wenigen handelt dieser Beitrag nicht. Sie wären Ihren Weg auch ohne “Du schaffst das” gegangen.
Ich meine hier die große Gruppe der Desillusionierten, der in Zweifel geratenen und nicht Wissenden, warum? Warum?
Die meisten Menschen wünschen sich Erfolg. Ich meine, es tut gut, wenn der gewünschte Erfolg sich nicht einstellt, die Frage zu stellen: Warum? Und mir fiel in diesem Zusammenhang die Frage auf: „Was hindert dich daran?“ Die neuen Mentalcoaches der Sportler ackern das mit Ihren Schützlingen durch.
Mich, so hoffe ich zumindest, könnte diese Frage zur Einsicht führen, das ich im Hinschauen erkenne, das es einfach gewisse Dinge gibt, die ich nicht gut genug kann und die zur Erreichung meiner Traumziele unabdingbar sind. Vielleicht finde ich auf diesem Weg andere, mir bisher nicht bekannte Eigenschaften und Fähigkeiten, die versteckt blieben. Für mich nicht sichtbar waren, weil mein Blick sich starr nur einem Stern zuwendete.
Sich selbst richtig einzuschatzen heißt für mich, von Illusionen Abschied nehmen. Heißt auch, die erfahrenen und überschrittenen Grenzen zu erkennen und den Dialog damit und sich selbst zu führen.
Bist du für diesen Dialog schon stark genug? Nein? WARUM? Was hindert dich daran?


Lesen! :: onezblog (Webseite)
[...] Positiv denken! Menachem zeigt sein Unbehagen zu diesem leitsatz auf, der mir genauso wie ihm durch Mark und Bein geht, nichtw eil er immer falsch wäre, sondern weil er so vieles hinten überkippt. Schreibe einen Kommentar zu “Lesen!” [...]
Positiv Denken « Gemeinsamleben Weblog (Webseite)
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Dirk (Webseite)
Ein guter Denkansatz, die Frage danach, welche Fähigkeiten man hat und welche eben nicht, stellen sich aber nur die wenigsten. Sie gehen gar nicht soweit, sich diese Frage zu stellen, sondern fragen sich nur, warum sie ihre Träume nicht erfüllen können. Doch das liegt mit Sicherheit klar auf der Hand, wenn ich etwas nicht kann, was nötig wäre, dann ist klar, dass ich das Ziel nicht erreiche. Aber ich kann ein anderes erreichen und genau dieses sollte ich mir dann auch vornehmen, habe ich doch so auf jeden Fall das Erfolgserlebnis eben dieses Ziel zu erreichen.
Menachem (Webseite)
So sehe ich das auch, Dirk, und in dem Einen nicht erreichen liegt die Chance, etwas Neues zu entdecken. Und dabei hat die Frage, “Was hindert dich daran” nach meiner Auffassung einen ganz besonderen Effekt. 1. Indem man sie sich selbst stellt, durchfährt es einen schon wie ein kalter Blitz. Mir geht das jedenfalls so, weil sich im gleichen Moment geahnte Antworten zeigen wollen. Und das 2. besondere ist daran: Natürlich kann man bei der Antwort lügen, aber die Frage wurde selbst gestellt und es wird sich selbst belogen. Wenn aus innerer und gewollter Aufräumarbeit sich diese Frage aufrichtig gestellt wird, lässt sie einen nicht mehr los, außer, man ist ein notorischer Lügner.
Christa Schwemlein (Webseite)
Positiv Denken! diese Parole macht mich genauso aggressiv wie das “Loslassgeschwafel”
Mir fällt es schwer einen Menschen, der mir von seinen Nöten berichtet, zum positiven Denken aufzufordern.
In diesem Zusammenhang kommt mir das Buch “Kohelet” in den Sinn, worin zu lesen ist, dass es eine Zeit des Lachens und des Weinens gibt. Tränen tun weh, dennoch machen sie, genau wie die Freude, ein Teil unseres Daseins aus und sind ernst zu nehmen.
Komisch finde ich, dass diese “Positiv Denken Appelle” oft von Menschen verkündet werden, die der Meinung sind: “In der Krise liegt die Chance” Nur wie komme ich durch eine Krise, wenn ich die negativen Gedanken verdränge, mich nicht mit ihnen auseinandersetze? Harter Tobak, der für meinen Horizont zu hoch ist.
Eigene Grenzen erkennen und annehmen, möchte ich an einem eigenen Beispiel deutlich machen. Ich singe leidenschaftlich gerne, kann aber keine Notenlesen auch mit dem Takt hakelt es ab und an. So habe ich mich damit abgefunden, dass ich bei unserem
Weihnachtsoratorium am Sonntag, den 14.Dezember 2008 um 17.00 Uhr in der St. Bartholomäuskirche in Mannheim-Sandhofen
nicht als Solistin sondern eben nur als “Füllstimme” im Sopran auftreten werde.
Christa Schwemlein
Offene Fragen der Woche (30) « Das Frage-Blog (Webseite)
[...] Endlosrekursion: Positiv Denken [...]
Menachem (Webseite)
Hallo Christa, dein Kommentar hat in mir gewerkelt, ohne dass ich eine Antwort greifen konnte. Das Hinterfragenn der eigenen Eigenschaften ist ja nicht immer angenehm.
Und so habe ich mich in der Strategie versucht: “Was kann es schlimmstenfalls sein?”. Von da unten kann es ja dann nur noch aufwärts geh`n. Ob ich schon ganz unten bin, weiß ich nicht. Aber viel tiefer, kann es nicht geh`n.
http://gemeinsamleben.wordpres.....n-kriegen/
Gruß aus L., wo es zur Zeit eiskalt ist, selbst, das Wetter.
Jörg Friedrich (Webseite)
Nur eine formale Sache: Mit dem IE 6.0 betrachtet beginnt der Text so:
Menachem (Webseite)
Danke, Jörg, ist mir noch nie aufgefallen und keine Ahnung, was zu tun ist.
Christa Schwemlein (Webseite)
Gruß zurück Menachem. Wie gesagt, ich stehe dieser Heilslehre vom “Positiv Denken” mit gemischen Gefühlen gegenüber. Dehalb habe ich damals im Clubhotel auf den Kanararen dieses Seminar auch gar nicht erst besucht. Dennoch, ein Bummel durch die Buchhandlungen und ein Blick auf die Büchertische dort machen deutlich, dass sich damit zumindest Geld verdienen lässt.
Aber ganz so verteufeln sollte man das “Positiv Denken” nun auch wieder nicht. Eines ist gewiss und der Kreislauf der Natur bestätigt dies: Auf kalte und frostige Tage folgten auch schon immer wärmere Tage.
Ein interessantes Thema hast du da angestoßen, das ich bei Gelegenheit auf meinen Seiten unbedingt nochmals aufgreifen will.
Gruß Christa
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Marcel (Webseite)
Positiv denken ist nicht immer so einfach, wie sich das manche Menschen vorstellen. Wenn ich bedenke, dass es auch Pessimisten gibt denen es ja wirklich sehr schwer fällt, dass sie mal etwas positives in einer Sache sehen, dann ist das bestimmt nicht so einfach. Ich denke aber, dass man es durchaus trainieren kann. Es gibt ja wie man hier sieht genügend Wege um selbst an seinem Denken etwas zu ändern. Und ich muss sagen, dass man mit einem positiv denkenden Menschen besser auskommt als mit einem negativ Denkenden.