<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Postmoderne Fragmente</title>
	<atom:link href="http://www.endlosrekursion.de/253/postmoderne-fragmente/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.endlosrekursion.de/253/postmoderne-fragmente/</link>
	<description>Gemeinschaftsblog</description>
	<lastBuildDate>Wed, 07 Dec 2011 14:47:32 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
	<item>
		<title>Von: Christian</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/253/postmoderne-fragmente/comment-page-1/#comment-472</link>
		<dc:creator>Christian</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 06 Aug 2008 20:19:29 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/253/postmoderne-fragmente/#comment-472</guid>
		<description>Naja eine Entbergung des Willen zum Selbst sehe ich da weniger. Dann doch schon eher der gesunden Umgang mit dem freudschen &quot;Es&quot;. Wenn man das ganze allerdings aufs eigentliche herunterbricht bleibt nichts anderes, als die F&#228;higkeit der Beteiligten, sich aufs Wesentlichste zu konzentrieren und gegenw&#228;rtige Distraktoren mental auszublenden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Naja eine Entbergung des Willen zum Selbst sehe ich da weniger. Dann doch schon eher der gesunden Umgang mit dem freudschen &#8220;Es&#8221;. Wenn man das ganze allerdings aufs eigentliche herunterbricht bleibt nichts anderes, als die F&#228;higkeit der Beteiligten, sich aufs Wesentlichste zu konzentrieren und gegenw&#228;rtige Distraktoren mental auszublenden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: soeren onez</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/253/postmoderne-fragmente/comment-page-1/#comment-444</link>
		<dc:creator>soeren onez</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 01 Jul 2008 10:37:16 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/253/postmoderne-fragmente/#comment-444</guid>
		<description>Deine Kritik an meiner Sprache nehme ich hin und werde nachdenken, ob dies hier vielleicht nicht der richtige Ort f&#252;r Fragmente ist, denn Philosoph zu sein ist nicht mein dauerhafter Anspruch. Aber ja, wenn es nur r&#228;tselhaft war und vollkommen unverst&#228;ndlich, dann reicht das nette Video wohl nicht um eine Berechtigung der Ver&#246;ffentlichung zu finden. Aber ein ausgesprochenes, klares Fragment scheint mir nicht spa&#223;ig genug. Ich h&#228;tte meinen Punkt also ausf&#252;hren sollen, oder das Fragment auf das Video beschr&#228;nken sollen.

Den inflation&#228;ren Gebrauch allerdings weise ich zur&#252;ck, denn ich bin davon &#252;berzeugt, dass der Bruch noch keinen interessanten Punkt hervorbringt. Er ist wie eine Farbe, die man &#252;berall entdecken kann, nichts sagend ohne weitere Gedanken. Br&#252;che findet man &#252;berall, sie sagen nicht, es sei den wir lassen sie sprechen. Erst wenn Br&#252;che zu L&#252;cken f&#252;hren sind k&#246;nnen sie mehr als nur beeindrucken oder bespa&#223;en. Deshalb stimme ich dir zu, wenn du sagst, dass das Aufdecken von Br&#252;chen noch nichts besonders interessantes ist. Aber das interessante an diesem Dialog sind auch nicht die Br&#252;che, die er hervorruft und die wohl f&#252;r jeden einsichtig sind, zumal es eben um &quot;Sex&quot; geht. Interessanter wird es erst, wenn man damit etwas anf&#228;ngt. 

Auf eine Richtung, wie man damit etwas anfangen k&#246;nnte, wollte ich mit diesem kurzen und unklaren Satz hinweisen. Assoziationen hervorrufen ohen vorzudenken. Denn ausformuliert w&#252;rde ich selbst deinen letzten Absatz noch viel weiterf&#252;hren und auf die Seinsvergessenheit hinweisen, die Heidegger in seinem Technikaufsatz beschreibt. Entfremdung mag ein Bruch sein, aber wenn &quot;Sex&quot; nicht mehr den Personen dient, sondern in einem produktiven Akt hergestellt wird, wie das im Porno der Fall ist und sich dies auf die Gesellschaft auswirkt, dann produziert sich der Porno als Sex selbst, ohne dass der Mensch noch an sich oder den Sex, den er haben m&#246;chte, denkt. Sex oder Porno werden eins und verschwinden damit. Der Mensch hat nur noch Geschlechtsverkehr und konsumiert ein nicht mehr von ihm intendiertes Ideal, was wiederum nur darauf ausgerichtet ist, dem Trieb und nicht dem Menschen zu dienen. Der Mensch wird so in diesem Kreislauf zum Diener seiner eigenen Technik.

Vielleicht sollte ich diesen Gedanken noch einmal in einem Artikel klar ausdr&#252;cken. Ich dachte eben, hier k&#246;nnte man sich solchen Gedanken gemeinsam n&#228;hern, was ja nun auch erreicht wurde. Die Klarheit der Philosophen steht sicher in einer guten Relation zu dem, was Philosophen sich eben so vornehmen. Nur ist mein Vorhaben so wenig philosophisch, wie n&#246;tig. Nicht um der Klarheit oder Verantwortung zu entkommen, sondern um einen Spa&#223; zu haben, den die philosophische Reflexion nicht haben kann: die Unbeschr&#228;nkung meines eigenen Lebens. Das mag jetzt zun&#228;chst wirsch klingen und sicher werden dir einige Beispiele und Zitate einfallen, die dies zu widerlegen trachten, sodass z.B. nur der &quot;aufgekl&#228;rte&quot; Mensch seine Freiheit verwirklichen kann. Freiheit als Beschr&#228;nkung durch sich selbst in anbetracht der selbstauferlegten Pflicht. Nur fehlt mir eben manchmal die Einsicht. Ich denke nicht, dass jemand ein Recht darauf hat, mich zu verstehen und deshalb nehme ich mir das Recht heraus unverst&#228;ndlich zu sein, wann immer es mir Freude bereitet und wahrlich, gerade dieser Text hat mir Freude bereitet, liegt ihm zudem noch ein unver&#246;ffentlichter Text zugrunde, der hier nur angef&#252;hrt werden kann um meinen pers&#246;nlichen Spa&#223; zu rechtfertigen, aber nicht um dir deine Langeweile mit solch einer Sprache zu nehmen. 

Ich habe mich jetzt rausgeredet und wiederhole trotzdem den Beginn noch einmal: ich werde mir die Kritik von dir und von Claudia zu Herzen nehmen, berechtigt scheint sie mir dennoch nur aus eurer Perspektive.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Deine Kritik an meiner Sprache nehme ich hin und werde nachdenken, ob dies hier vielleicht nicht der richtige Ort f&#252;r Fragmente ist, denn Philosoph zu sein ist nicht mein dauerhafter Anspruch. Aber ja, wenn es nur r&#228;tselhaft war und vollkommen unverst&#228;ndlich, dann reicht das nette Video wohl nicht um eine Berechtigung der Ver&#246;ffentlichung zu finden. Aber ein ausgesprochenes, klares Fragment scheint mir nicht spa&#223;ig genug. Ich h&#228;tte meinen Punkt also ausf&#252;hren sollen, oder das Fragment auf das Video beschr&#228;nken sollen.</p>
<p>Den inflation&#228;ren Gebrauch allerdings weise ich zur&#252;ck, denn ich bin davon &#252;berzeugt, dass der Bruch noch keinen interessanten Punkt hervorbringt. Er ist wie eine Farbe, die man &#252;berall entdecken kann, nichts sagend ohne weitere Gedanken. Br&#252;che findet man &#252;berall, sie sagen nicht, es sei den wir lassen sie sprechen. Erst wenn Br&#252;che zu L&#252;cken f&#252;hren sind k&#246;nnen sie mehr als nur beeindrucken oder bespa&#223;en. Deshalb stimme ich dir zu, wenn du sagst, dass das Aufdecken von Br&#252;chen noch nichts besonders interessantes ist. Aber das interessante an diesem Dialog sind auch nicht die Br&#252;che, die er hervorruft und die wohl f&#252;r jeden einsichtig sind, zumal es eben um &#8220;Sex&#8221; geht. Interessanter wird es erst, wenn man damit etwas anf&#228;ngt. </p>
<p>Auf eine Richtung, wie man damit etwas anfangen k&#246;nnte, wollte ich mit diesem kurzen und unklaren Satz hinweisen. Assoziationen hervorrufen ohen vorzudenken. Denn ausformuliert w&#252;rde ich selbst deinen letzten Absatz noch viel weiterf&#252;hren und auf die Seinsvergessenheit hinweisen, die Heidegger in seinem Technikaufsatz beschreibt. Entfremdung mag ein Bruch sein, aber wenn &#8220;Sex&#8221; nicht mehr den Personen dient, sondern in einem produktiven Akt hergestellt wird, wie das im Porno der Fall ist und sich dies auf die Gesellschaft auswirkt, dann produziert sich der Porno als Sex selbst, ohne dass der Mensch noch an sich oder den Sex, den er haben m&#246;chte, denkt. Sex oder Porno werden eins und verschwinden damit. Der Mensch hat nur noch Geschlechtsverkehr und konsumiert ein nicht mehr von ihm intendiertes Ideal, was wiederum nur darauf ausgerichtet ist, dem Trieb und nicht dem Menschen zu dienen. Der Mensch wird so in diesem Kreislauf zum Diener seiner eigenen Technik.</p>
<p>Vielleicht sollte ich diesen Gedanken noch einmal in einem Artikel klar ausdr&#252;cken. Ich dachte eben, hier k&#246;nnte man sich solchen Gedanken gemeinsam n&#228;hern, was ja nun auch erreicht wurde. Die Klarheit der Philosophen steht sicher in einer guten Relation zu dem, was Philosophen sich eben so vornehmen. Nur ist mein Vorhaben so wenig philosophisch, wie n&#246;tig. Nicht um der Klarheit oder Verantwortung zu entkommen, sondern um einen Spa&#223; zu haben, den die philosophische Reflexion nicht haben kann: die Unbeschr&#228;nkung meines eigenen Lebens. Das mag jetzt zun&#228;chst wirsch klingen und sicher werden dir einige Beispiele und Zitate einfallen, die dies zu widerlegen trachten, sodass z.B. nur der &#8220;aufgekl&#228;rte&#8221; Mensch seine Freiheit verwirklichen kann. Freiheit als Beschr&#228;nkung durch sich selbst in anbetracht der selbstauferlegten Pflicht. Nur fehlt mir eben manchmal die Einsicht. Ich denke nicht, dass jemand ein Recht darauf hat, mich zu verstehen und deshalb nehme ich mir das Recht heraus unverst&#228;ndlich zu sein, wann immer es mir Freude bereitet und wahrlich, gerade dieser Text hat mir Freude bereitet, liegt ihm zudem noch ein unver&#246;ffentlichter Text zugrunde, der hier nur angef&#252;hrt werden kann um meinen pers&#246;nlichen Spa&#223; zu rechtfertigen, aber nicht um dir deine Langeweile mit solch einer Sprache zu nehmen. </p>
<p>Ich habe mich jetzt rausgeredet und wiederhole trotzdem den Beginn noch einmal: ich werde mir die Kritik von dir und von Claudia zu Herzen nehmen, berechtigt scheint sie mir dennoch nur aus eurer Perspektive.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Abc</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/253/postmoderne-fragmente/comment-page-1/#comment-443</link>
		<dc:creator>Abc</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 30 Jun 2008 17:20:43 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/253/postmoderne-fragmente/#comment-443</guid>
		<description>Auch mich irritiert deine Sprache. Erstens weil du mit ihr ungr&#252;ndlich bist und dein Punkt dadurch etwas uninteressant oder gar leer vorkommt. Es nervt mich, wenn philosophische Aussagen r&#228;tselhaft pr&#228;sentiert werden, wo sie doch eigentlich daf&#252;r da sind, Klarheit zu erschaffen. Weil Klarheit h&#246;chst kompliziert ist, wird eine Sprache, die Klarheit erschaffen will, schwierig sein. Aber nur deshalb weil sie dadurch gr&#252;ndlicher und pr&#228;ziser sein kann. Klarheit ist eben schwierig. Zweitens irritiert mich deine Sprache, weil ich den Verdacht einer Begriffsinflation habe, wenn ich sie lese. Es mag an meinem Unverst&#228;ndnis liegen, aber was genau ist die Funktion des Bruches in diesem Text? Wenn man &#252;berall Br&#252;che sieht, fragt sich eben, ob man mit dem Begriff des Bruches eine Erkenntnis gewonnen hat. Erstens gibt es (angeblich) den Bruch von Gesellschaft in Gesellschaft, den der Dialog (angeblich) aufzeigt. Dann gibt es denselben Bruch in dem Hollywoodfilm. Au&#223;erdem gibt es den Bruch in deinem eigenen Text (allerdings) und auch noch den Bruch, der irgendetwas mit dem Nebensatz „wie viel Sinn wir in unsere kausal-vergeistigte Welt hineinlegen, ohne dass uns irgendwas entborgen wurde“ zu tun hat (aber was?), der angeblich wiederum f&#252;r den Bruch in deinem text verantwortlich ist. Drittens irritiert mich deine Sprache, weil du so unvorsichtig vom „Sinn vom Sein“ und „Willen zum Selbst“ redest – Begriffe, die ich f&#252;r unflexibel und problematisch halte und die man niemals l&#228;ssig und unbesprochen stehen lassen sollte. Als Konsequenz dieser drei Punkte kommt der vierte Punkt hinzu, dessen Irritation darin besteht, dass du, trotz sprachlicher Ungr&#252;ndlichkeit, Inflation und Unvorsicht, so frech bist so etwas wie „Bleibt nurnoch zu kl&#228;ren...“ zu schreiben – wie unanst&#228;ndig! 
Wie du wei&#223;t, bin ich auch f&#252;r Raubinterpretation (Interpretationen, denen es sinnvollerweise egal ist, was jemand mit seinem Text/Film/Ficken sagen wollte und die deshalb den Text rauben (statt ihn respektvoll zu interpretieren) um diesen interessant zu machen und zu betrachten, was derjenige tats&#228;chlich sagt und wie dies wirkt (und nicht was er sagen wollte)). Die Komik im Internetz ernst zu nehmen, finde ich eine gro&#223;artige Idee, aber eben Raubinterpretationen m&#252;ssen in ihren Konzepten klar sein, sonst wirken wie v&#246;llig &#252;berfl&#252;ssig, weil die Idee, die sie tr&#228;gt unklar bleibt und die Vorstellung von der Erkenntnis einer Intention eben nicht da ist um das Unternehmen sonst wie zu rechtfertigen. 
Das Fragment ist gut ausgew&#228;hlt finde ich. Der Dialog ist tats&#228;chlich interessant, haupts&#228;chlich, weil er einen Bruch (!) mit dem gew&#246;hnlichen Pornodialog darstellt. Ich sehe in diesem Bruch vorwiegend eine Ironisierung &#252;ber den Pornodialog. Solche Ironisierungen sind manchmal gelungen, oft aber deshalb problematisch, weil sie etwas rechtfertigen sollen. In Werbungen sieht man auch ab und zu eine Ironisierung der eigenen Werbung oder der Werbung &#252;berhaupt, was aber dann dazu dient die Werbung doch zu rechtfertigen: Werbung ist l&#228;cherlich, aber guck, wir sind selbstironisch, deshalb k&#246;nnen wir trotzdem werben. Scream 4 (oder so) ist auch selbstironisch aber dennoch nur gemacht um noch ein paar Dollars aus der Erfolgsgeschichte herauszuziehen.
Raubt man den Dialog noch radikaler, was soeren onzes Projekt zu sein scheint, kann man Folgendes betrachten: Die Frage „Warum liegt hier &#252;berhaupt Stroh?“ ist eine sinnvolle Frage, weil es tats&#228;chlich unverst&#228;ndlich ist, warum da Stroh liegt. W&#252;rde die Frage nicht gestellt werden, h&#228;tte man sich aber nie zu ihr verhalten. Als Zuschauer w&#252;rde man das Stroh ohne Fragen akzeptieren. Das Stroh oder die Umgebung wird deshalb durch die Frage in ein entfremdendes Licht gestellt, wodurch der Sex eine seltsame Reinheit erlangt, weil die Frage die Umgebung von dem Sex entfernt. Die Umgebung wird f&#252;r ung&#252;ltig erkl&#228;rt, sie ist nur B&#252;hne, sie geh&#246;rt nicht zum Sex (oft ist die B&#252;hne ein Hauptelement des Sexes). Diese Reinheit des Sexaktes durch die Entfremdung von der ung&#252;ltigen unerkl&#228;rbaren inszenierten Umgebung (es muss eben irgendetwas da sein, damit es eine B&#252;hne gibt, aber warum Stroh?) gelingt aber nicht, weil die Frage auch nicht zum Sex geh&#246;rt. Der Porno darf sich nicht in Frage stellen als Inszenierung, sondern muss eben vorgeben, dass er wirklich ist. Die Frage, die also durch die Entfremdung der B&#252;hne eine gewisse Reinheit des Sexes herstellen sollte, entfremdet selbst den Sex (denn wer will wissen, warum da Stroh liegt, wenn er doch nur ficken will?). Was bleibt also? Vielleicht eine Komik der Kausalit&#228;t, wie soeren onze vielleicht auszudr&#252;cken versucht. Denn, so k&#246;nnte man argumentieren, die Frage nach der Kausalit&#228;t (warum liegt da Stroh) wird in ihrer ganzen Ohnmacht und Gleichg&#252;ltigkeit dargestellt, indem sie dann gestellt wird, wenn sie am Wenigsten zu sagen hat. Meine Interpretation geht jedoch in eine andere Richtung. Ich finde n&#228;mlich nicht, dass der Sex die Kausalit&#228;ts-Frage l&#228;cherlich macht, sondern dass die Kausalit&#228;ts-Frage den Sex verarscht. Nun, beide Richtungen sind m&#246;glich. Meine Konklusion aber ist diese: Die Bewegung ist doppelt – erstens wird das Stroh entfremdet um von ihm zu abstrahieren und den Sex allein stehen zu lassen (die Frage macht uns ja darauf aufmerksam, dass es eben nicht um das Stroh sondern um den Sex geht); zweitens wird der Sex entfremdet (weil die Frage einfach zu seltsam ist um vergessen zu werden). Zu der Frage, was also &#252;brig bleibt, muss man tats&#228;chlich eine postmoderne Antwort geben: &#220;brig bleibt nur der Tod der gro&#223;en Erz&#228;hlung vom Sex. Ich frage mich nur: Wird die gro&#223;e Erz&#228;hlung vom Tod der gro&#223;en Erz&#228;hlungen nicht langsam ein wenig trivial?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Auch mich irritiert deine Sprache. Erstens weil du mit ihr ungr&#252;ndlich bist und dein Punkt dadurch etwas uninteressant oder gar leer vorkommt. Es nervt mich, wenn philosophische Aussagen r&#228;tselhaft pr&#228;sentiert werden, wo sie doch eigentlich daf&#252;r da sind, Klarheit zu erschaffen. Weil Klarheit h&#246;chst kompliziert ist, wird eine Sprache, die Klarheit erschaffen will, schwierig sein. Aber nur deshalb weil sie dadurch gr&#252;ndlicher und pr&#228;ziser sein kann. Klarheit ist eben schwierig. Zweitens irritiert mich deine Sprache, weil ich den Verdacht einer Begriffsinflation habe, wenn ich sie lese. Es mag an meinem Unverst&#228;ndnis liegen, aber was genau ist die Funktion des Bruches in diesem Text? Wenn man &#252;berall Br&#252;che sieht, fragt sich eben, ob man mit dem Begriff des Bruches eine Erkenntnis gewonnen hat. Erstens gibt es (angeblich) den Bruch von Gesellschaft in Gesellschaft, den der Dialog (angeblich) aufzeigt. Dann gibt es denselben Bruch in dem Hollywoodfilm. Au&#223;erdem gibt es den Bruch in deinem eigenen Text (allerdings) und auch noch den Bruch, der irgendetwas mit dem Nebensatz „wie viel Sinn wir in unsere kausal-vergeistigte Welt hineinlegen, ohne dass uns irgendwas entborgen wurde“ zu tun hat (aber was?), der angeblich wiederum f&#252;r den Bruch in deinem text verantwortlich ist. Drittens irritiert mich deine Sprache, weil du so unvorsichtig vom „Sinn vom Sein“ und „Willen zum Selbst“ redest – Begriffe, die ich f&#252;r unflexibel und problematisch halte und die man niemals l&#228;ssig und unbesprochen stehen lassen sollte. Als Konsequenz dieser drei Punkte kommt der vierte Punkt hinzu, dessen Irritation darin besteht, dass du, trotz sprachlicher Ungr&#252;ndlichkeit, Inflation und Unvorsicht, so frech bist so etwas wie „Bleibt nurnoch zu kl&#228;ren&#8230;“ zu schreiben – wie unanst&#228;ndig!<br />
Wie du wei&#223;t, bin ich auch f&#252;r Raubinterpretation (Interpretationen, denen es sinnvollerweise egal ist, was jemand mit seinem Text/Film/Ficken sagen wollte und die deshalb den Text rauben (statt ihn respektvoll zu interpretieren) um diesen interessant zu machen und zu betrachten, was derjenige tats&#228;chlich sagt und wie dies wirkt (und nicht was er sagen wollte)). Die Komik im Internetz ernst zu nehmen, finde ich eine gro&#223;artige Idee, aber eben Raubinterpretationen m&#252;ssen in ihren Konzepten klar sein, sonst wirken wie v&#246;llig &#252;berfl&#252;ssig, weil die Idee, die sie tr&#228;gt unklar bleibt und die Vorstellung von der Erkenntnis einer Intention eben nicht da ist um das Unternehmen sonst wie zu rechtfertigen.<br />
Das Fragment ist gut ausgew&#228;hlt finde ich. Der Dialog ist tats&#228;chlich interessant, haupts&#228;chlich, weil er einen Bruch (!) mit dem gew&#246;hnlichen Pornodialog darstellt. Ich sehe in diesem Bruch vorwiegend eine Ironisierung &#252;ber den Pornodialog. Solche Ironisierungen sind manchmal gelungen, oft aber deshalb problematisch, weil sie etwas rechtfertigen sollen. In Werbungen sieht man auch ab und zu eine Ironisierung der eigenen Werbung oder der Werbung &#252;berhaupt, was aber dann dazu dient die Werbung doch zu rechtfertigen: Werbung ist l&#228;cherlich, aber guck, wir sind selbstironisch, deshalb k&#246;nnen wir trotzdem werben. Scream 4 (oder so) ist auch selbstironisch aber dennoch nur gemacht um noch ein paar Dollars aus der Erfolgsgeschichte herauszuziehen.<br />
Raubt man den Dialog noch radikaler, was soeren onzes Projekt zu sein scheint, kann man Folgendes betrachten: Die Frage „Warum liegt hier &#252;berhaupt Stroh?“ ist eine sinnvolle Frage, weil es tats&#228;chlich unverst&#228;ndlich ist, warum da Stroh liegt. W&#252;rde die Frage nicht gestellt werden, h&#228;tte man sich aber nie zu ihr verhalten. Als Zuschauer w&#252;rde man das Stroh ohne Fragen akzeptieren. Das Stroh oder die Umgebung wird deshalb durch die Frage in ein entfremdendes Licht gestellt, wodurch der Sex eine seltsame Reinheit erlangt, weil die Frage die Umgebung von dem Sex entfernt. Die Umgebung wird f&#252;r ung&#252;ltig erkl&#228;rt, sie ist nur B&#252;hne, sie geh&#246;rt nicht zum Sex (oft ist die B&#252;hne ein Hauptelement des Sexes). Diese Reinheit des Sexaktes durch die Entfremdung von der ung&#252;ltigen unerkl&#228;rbaren inszenierten Umgebung (es muss eben irgendetwas da sein, damit es eine B&#252;hne gibt, aber warum Stroh?) gelingt aber nicht, weil die Frage auch nicht zum Sex geh&#246;rt. Der Porno darf sich nicht in Frage stellen als Inszenierung, sondern muss eben vorgeben, dass er wirklich ist. Die Frage, die also durch die Entfremdung der B&#252;hne eine gewisse Reinheit des Sexes herstellen sollte, entfremdet selbst den Sex (denn wer will wissen, warum da Stroh liegt, wenn er doch nur ficken will?). Was bleibt also? Vielleicht eine Komik der Kausalit&#228;t, wie soeren onze vielleicht auszudr&#252;cken versucht. Denn, so k&#246;nnte man argumentieren, die Frage nach der Kausalit&#228;t (warum liegt da Stroh) wird in ihrer ganzen Ohnmacht und Gleichg&#252;ltigkeit dargestellt, indem sie dann gestellt wird, wenn sie am Wenigsten zu sagen hat. Meine Interpretation geht jedoch in eine andere Richtung. Ich finde n&#228;mlich nicht, dass der Sex die Kausalit&#228;ts-Frage l&#228;cherlich macht, sondern dass die Kausalit&#228;ts-Frage den Sex verarscht. Nun, beide Richtungen sind m&#246;glich. Meine Konklusion aber ist diese: Die Bewegung ist doppelt – erstens wird das Stroh entfremdet um von ihm zu abstrahieren und den Sex allein stehen zu lassen (die Frage macht uns ja darauf aufmerksam, dass es eben nicht um das Stroh sondern um den Sex geht); zweitens wird der Sex entfremdet (weil die Frage einfach zu seltsam ist um vergessen zu werden). Zu der Frage, was also &#252;brig bleibt, muss man tats&#228;chlich eine postmoderne Antwort geben: &#220;brig bleibt nur der Tod der gro&#223;en Erz&#228;hlung vom Sex. Ich frage mich nur: Wird die gro&#223;e Erz&#228;hlung vom Tod der gro&#223;en Erz&#228;hlungen nicht langsam ein wenig trivial?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: soeren onez</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/253/postmoderne-fragmente/comment-page-1/#comment-442</link>
		<dc:creator>soeren onez</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jun 2008 11:00:41 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/253/postmoderne-fragmente/#comment-442</guid>
		<description>Ja, du hast Recht und doch sagt dieses Vokabel-aneinanderreihen zusammen mit dem Dialog in dem Porno mehr aus als die Best&#228;tigung meines Wissens um diese W&#246;rter, der &quot;Experte&quot; allerdings wird mir zun&#228;chst das Wissen um die Begriffe absprechen m&#252;ssen. Du bist ja auch schon nahe dran wenn du sagst dass ich &quot;aus dem letzten Schrott noch etwas Dolles machen&quot; wollte. Radikalisiere doch mal diese Aussage und &#252;bertrage sie auf den dargestellten Dialog und die dahinterstehende Idee, Institution und den Markt, den dies anspricht. Dann wirst du sehen, dass dieser Dialog einen Bruch von Gesellschaft in Gesellschaft aufzeigt. Es bleibt vieles von dem kausal-naturwissenschaftlichen Denken &#252;brig, obwohl es doch den Trieb ansprechen soll. So wird beides ad absurdum gef&#252;hrt und dies wird nur hier ganz eindeutig, kann aber f&#252;r das Genre &quot;Porno&quot; ebenso gelten, wie f&#252;r den romantisch verspielten Hollywoodfilm, der den selben Bruch nicht aufl&#246;sen kann und so viel mehr aufl&#246;st als nur seine eigene Ernsthaftigkeit: n&#228;mlich die Dekonstruktion einer Wirklichkeit, der wir immer noch anh&#228;ngen, obwohl sie sich schon lange aufl&#246;st. So kausal-geistig, wie wir uns ein Jahrhundert die Welt eingeredet haben, sind weder wir, noch die an uns anschlie&#223;ende Welt. 

Bleibt nurnoch zu kl&#228;ren, was hier entborgen werden soll, kann oder wird. Und das ist der Bruch in meinem Text, der dazugeh&#246;ren muss, will ich ernsthaft etwas &#252;ber den Bruch sagen. Diese Vokabel ist zun&#228;chst falsch gew&#228;hlt. Hier m&#252;sste Aufdeckung, Aufweisung oder &#228;hnliches stehen. Damit w&#252;rde ich aber der oben kritisierten Sprache ihren Vorzug geben und mich wieder innerhalb des Dialogs befinden, der nicht ist, weil er nicht sein darf. Die Frage, die wir uns doch aufgrund der Postmoderne leben ist doch die nach dem Sinn vom Sein. Der Sinn, ebenso das Sein, kann sich uns aber nur entbergen. Wie viel Sinn wir aber in unsere kausal-vergeistigte Welt hineinlegen, ohne dass uns irgendwas entborgen wurde, wollte ich aufzeigen, das ist der Bruch, wegen dem ich selbst einen Bruch herbeif&#252;hren musste.

Ich hoffe, dass es jetzt nicht noch komplizierter geworden ist, aber ein jedigliches philosophisches Aufblasen meiner Person soll diese Serie nicht werden, sondern ein Versuch, all die Komik, die uns im Netz jeden Tag begegnen vielleicht ein wenig fruchtbarer zu machen und der Komik etwas mehr Substanz zu entrei&#223;en. Denn so lustig dieser Pornodialog ist, so symptomatisch ist er auch f&#252;r die ganze Filmindustrie, nicht nur die horizontale.

So kann f&#252;r den einen diese Serie als Spa&#223; zwischendurch gelten, f&#252;r einen anderen aber der Bruch zur L&#252;cke f&#252;hren, das aber habe ich nicht in der Hand. Mann kann es aber auch f&#252;r v&#246;llig bekloppt halten, aus den selben Gr&#252;nden. Mal sehen, ob diese Serie aufgenommen wird.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, du hast Recht und doch sagt dieses Vokabel-aneinanderreihen zusammen mit dem Dialog in dem Porno mehr aus als die Best&#228;tigung meines Wissens um diese W&#246;rter, der &#8220;Experte&#8221; allerdings wird mir zun&#228;chst das Wissen um die Begriffe absprechen m&#252;ssen. Du bist ja auch schon nahe dran wenn du sagst dass ich &#8220;aus dem letzten Schrott noch etwas Dolles machen&#8221; wollte. Radikalisiere doch mal diese Aussage und &#252;bertrage sie auf den dargestellten Dialog und die dahinterstehende Idee, Institution und den Markt, den dies anspricht. Dann wirst du sehen, dass dieser Dialog einen Bruch von Gesellschaft in Gesellschaft aufzeigt. Es bleibt vieles von dem kausal-naturwissenschaftlichen Denken &#252;brig, obwohl es doch den Trieb ansprechen soll. So wird beides ad absurdum gef&#252;hrt und dies wird nur hier ganz eindeutig, kann aber f&#252;r das Genre &#8220;Porno&#8221; ebenso gelten, wie f&#252;r den romantisch verspielten Hollywoodfilm, der den selben Bruch nicht aufl&#246;sen kann und so viel mehr aufl&#246;st als nur seine eigene Ernsthaftigkeit: n&#228;mlich die Dekonstruktion einer Wirklichkeit, der wir immer noch anh&#228;ngen, obwohl sie sich schon lange aufl&#246;st. So kausal-geistig, wie wir uns ein Jahrhundert die Welt eingeredet haben, sind weder wir, noch die an uns anschlie&#223;ende Welt. </p>
<p>Bleibt nurnoch zu kl&#228;ren, was hier entborgen werden soll, kann oder wird. Und das ist der Bruch in meinem Text, der dazugeh&#246;ren muss, will ich ernsthaft etwas &#252;ber den Bruch sagen. Diese Vokabel ist zun&#228;chst falsch gew&#228;hlt. Hier m&#252;sste Aufdeckung, Aufweisung oder &#228;hnliches stehen. Damit w&#252;rde ich aber der oben kritisierten Sprache ihren Vorzug geben und mich wieder innerhalb des Dialogs befinden, der nicht ist, weil er nicht sein darf. Die Frage, die wir uns doch aufgrund der Postmoderne leben ist doch die nach dem Sinn vom Sein. Der Sinn, ebenso das Sein, kann sich uns aber nur entbergen. Wie viel Sinn wir aber in unsere kausal-vergeistigte Welt hineinlegen, ohne dass uns irgendwas entborgen wurde, wollte ich aufzeigen, das ist der Bruch, wegen dem ich selbst einen Bruch herbeif&#252;hren musste.</p>
<p>Ich hoffe, dass es jetzt nicht noch komplizierter geworden ist, aber ein jedigliches philosophisches Aufblasen meiner Person soll diese Serie nicht werden, sondern ein Versuch, all die Komik, die uns im Netz jeden Tag begegnen vielleicht ein wenig fruchtbarer zu machen und der Komik etwas mehr Substanz zu entrei&#223;en. Denn so lustig dieser Pornodialog ist, so symptomatisch ist er auch f&#252;r die ganze Filmindustrie, nicht nur die horizontale.</p>
<p>So kann f&#252;r den einen diese Serie als Spa&#223; zwischendurch gelten, f&#252;r einen anderen aber der Bruch zur L&#252;cke f&#252;hren, das aber habe ich nicht in der Hand. Mann kann es aber auch f&#252;r v&#246;llig bekloppt halten, aus den selben Gr&#252;nden. Mal sehen, ob diese Serie aufgenommen wird.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/253/postmoderne-fragmente/comment-page-1/#comment-441</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 29 Jun 2008 07:19:48 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/253/postmoderne-fragmente/#comment-441</guid>
		<description>&quot;Die Entbergung des Willen zum Selbst durch die entg&#252;ltige Dekonstruktion der kausal-vergeistigten Wirklichkeit.&quot; 

Aha! Mit Philosophie-Jargon kann man eben aus dem letzten Schrott noch was Dolles machen Und wenn man so einen Satz nicht am gegebenen Beispiel erl&#228;utert, erf&#228;hrt Surfer xyz nicht mehr, als dass der Autor h&#252;bsch philosophisch talken kann.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>&#8220;Die Entbergung des Willen zum Selbst durch die entg&#252;ltige Dekonstruktion der kausal-vergeistigten Wirklichkeit.&#8221; </p>
<p>Aha! Mit Philosophie-Jargon kann man eben aus dem letzten Schrott noch was Dolles machen Und wenn man so einen Satz nicht am gegebenen Beispiel erl&#228;utert, erf&#228;hrt Surfer xyz nicht mehr, als dass der Autor h&#252;bsch philosophisch talken kann.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

