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	<title>Kommentare zu: Internet-Gesellschaft?</title>
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	<description>Gemeinschaftsblog</description>
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		<title>Von: Stefan</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/245/internet-gesellschaft/comment-page-1/#comment-646</link>
		<dc:creator>Stefan</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 16 Feb 2009 18:56:27 +0000</pubDate>
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		<description>Ich hab zwar schon was von Wissens- oder Informationsgesellschaft geh&#246;rt - aber noch nie was von Internet-Gesellschaft. Wie Enno sagt, es gibt nur eine Gesellschaft - unsere ganze Welt. Das was du oben beschreibst sind Nationen, L&#228;nder oder Bev&#246;lkerungen. Aber zu sagen, Gesellschaft kann nicht alles sein, weil man dann mit dem Begriff nichts anfangen k&#246;nnte ist bl&#246;d. Oder willst du die globalisierte Wirtschaft oder Arbeit von Wissenschaftlern erst in L&#228;nder-gesellschaften zerkliedern um sie dann im zweiten Schritt wieder als &quot;international&quot; zusammenzubauen? Vielleicht konnte man das zu Humboldts Zeiten machen.

Auch sonst... Das Internet als Tr&#228;ger von Gesellschaft..? Das sind doch Begriffssch&#246;pfungen aus deiner Ideenwelt. Ich hab sowas jedenfalls noch nirgends gelesen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich hab zwar schon was von Wissens- oder Informationsgesellschaft geh&#246;rt &#8211; aber noch nie was von Internet-Gesellschaft. Wie Enno sagt, es gibt nur eine Gesellschaft &#8211; unsere ganze Welt. Das was du oben beschreibst sind Nationen, L&#228;nder oder Bev&#246;lkerungen. Aber zu sagen, Gesellschaft kann nicht alles sein, weil man dann mit dem Begriff nichts anfangen k&#246;nnte ist bl&#246;d. Oder willst du die globalisierte Wirtschaft oder Arbeit von Wissenschaftlern erst in L&#228;nder-gesellschaften zerkliedern um sie dann im zweiten Schritt wieder als &#8220;international&#8221; zusammenzubauen? Vielleicht konnte man das zu Humboldts Zeiten machen.</p>
<p>Auch sonst&#8230; Das Internet als Tr&#228;ger von Gesellschaft..? Das sind doch Begriffssch&#246;pfungen aus deiner Ideenwelt. Ich hab sowas jedenfalls noch nirgends gelesen.</p>
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	<item>
		<title>Von: Enno Aljets</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/245/internet-gesellschaft/comment-page-1/#comment-451</link>
		<dc:creator>Enno Aljets</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 07 Jul 2008 14:21:54 +0000</pubDate>
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		<description>Was n&#252;tzt es denn &#252;ber Gesellchaft zu diskutieren, ohne einen konkreten Begriff von Gesellschaft zu haben? Das w&#228;re die erste Antwort des Soziologen. Nichts.
Soziologisch gesehen, gibt es nur noch eine Gesellschaft, die Weltgesellschaft, in der alle Kommunikationen potentiell weltweit erreichbar ist. Diesen Zustand haben wir streng genommen schon mit der Einf&#252;hrung des Buchdrucks, sp&#228;testens aber mit einem globalen Transport- und Kommunikations-Netzwerkes. Um &#252;ber Gesellschaft zu sprechen, bedarf es der Kultur (erst einmal) nicht.
Man kann nun erst einmal fragen, was sich denn durch das Internet ver&#228;ndert hat. Einerseits vielleicht die Themen, vielleicht auch die Kan&#228;le der Kommunikation. Auf die Gesellschaft gesehen, sind diese Ver&#228;nderungen aber marginal. Das erst mal so aus dem &#196;rmel heraus. Vielleicht schreibe ich demn&#228;chst mal einen Beitrag dazu. Dann pinge ich hier.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Was n&#252;tzt es denn &#252;ber Gesellchaft zu diskutieren, ohne einen konkreten Begriff von Gesellschaft zu haben? Das w&#228;re die erste Antwort des Soziologen. Nichts.<br />
Soziologisch gesehen, gibt es nur noch eine Gesellschaft, die Weltgesellschaft, in der alle Kommunikationen potentiell weltweit erreichbar ist. Diesen Zustand haben wir streng genommen schon mit der Einf&#252;hrung des Buchdrucks, sp&#228;testens aber mit einem globalen Transport- und Kommunikations-Netzwerkes. Um &#252;ber Gesellschaft zu sprechen, bedarf es der Kultur (erst einmal) nicht.<br />
Man kann nun erst einmal fragen, was sich denn durch das Internet ver&#228;ndert hat. Einerseits vielleicht die Themen, vielleicht auch die Kan&#228;le der Kommunikation. Auf die Gesellschaft gesehen, sind diese Ver&#228;nderungen aber marginal. Das erst mal so aus dem &#196;rmel heraus. Vielleicht schreibe ich demn&#228;chst mal einen Beitrag dazu. Dann pinge ich hier.</p>
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		<title>Von: Zwerg</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/245/internet-gesellschaft/comment-page-1/#comment-420</link>
		<dc:creator>Zwerg</dc:creator>
		<pubDate>Fri, 13 Jun 2008 08:55:38 +0000</pubDate>
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		<description>Meine Argumentation war gar nicht, dass der Gesellschaftsbegriff f&#252;r die nach wie vor &quot;alive and kicking&quot; Sprach- und Nationalkulturen nicht mehr greift, sondern eher eine Kritik - und hier stimme ich mir Dir &#252;berein, soeren onez, an dem &#252;berm&#228;&#223;igen Gebrauch von der Vokabel &quot;Internet-Gesellschaft&quot;, die f&#252;r mich keine Aussagekraft hat. Bei dem, was das Wort eventuell ausdr&#252;cken will, aber mMn nicht kann, fehlen mir (noch) die Begriffe. 
M&#246;glicherweise muss man da wirklich noch mehr abwarten, sich die neu entstehenden Kommunikations-strukturen anschauen und den Grad der Aufl&#246;sung (oder eben auch nicht) von bestehenden Gesellschaften. Wie also die Entwicklungen im Internet fassen? Soziologen vor! :)</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Meine Argumentation war gar nicht, dass der Gesellschaftsbegriff f&#252;r die nach wie vor &#8220;alive and kicking&#8221; Sprach- und Nationalkulturen nicht mehr greift, sondern eher eine Kritik &#8211; und hier stimme ich mir Dir &#252;berein, soeren onez, an dem &#252;berm&#228;&#223;igen Gebrauch von der Vokabel &#8220;Internet-Gesellschaft&#8221;, die f&#252;r mich keine Aussagekraft hat. Bei dem, was das Wort eventuell ausdr&#252;cken will, aber mMn nicht kann, fehlen mir (noch) die Begriffe.<br />
M&#246;glicherweise muss man da wirklich noch mehr abwarten, sich die neu entstehenden Kommunikations-strukturen anschauen und den Grad der Aufl&#246;sung (oder eben auch nicht) von bestehenden Gesellschaften. Wie also die Entwicklungen im Internet fassen? Soziologen vor! :)</p>
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	<item>
		<title>Von: soeren onez</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/245/internet-gesellschaft/comment-page-1/#comment-418</link>
		<dc:creator>soeren onez</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 12 Jun 2008 14:20:54 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/245/internet-gesellschaft/#comment-418</guid>
		<description>Zun&#228;chst erst einmal auch dir ein herzliches Willkommen im Team der Endlosrekursion. Es freut mich nat&#252;rlich, dass du dir einen meiner Artikel zum Anlass genommen hast, hier zu starten. Dennoch stimme ich deiner Kritik nur bedingt zu:

Ich denke nicht, dass es schon soweit ist, dass wir unsere Gesellschaftsbegriffe &#252;berdenken, erweitern oder gar aufgeben m&#252;ssen. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht zuk&#252;nftig eine solche Debatte ausschlie&#223;e. Nur denke ich nicht, dass das Internet Gesellschafts- und Sprachr&#228;ume schon obsolet gef&#252;hrt hat. Wie viele englischsprachige Internetseiten wird wohl der Durchschnittsnutzer regelm&#228;&#223;ig besuchen? Wie viele nicht muttersprachliche Feeds wird der Durchschnittsnutzer wohl abonniert haben? Und vor allem, ist dieses Durschnittsverhalten auf die Entwicklung des Internets zur&#252;ckzuf&#252;hren? Englische Presse kann man an jedem gut sortierten Kiosk bekommen und es sind sicher nur bestimmte Kreise, die dies nutzen. Ebenso denke ich, dass nur bestimmte Internetnutzer auch andersprachige Blogosph&#228;ren regelm&#228;&#223;ig lesen, verfolgen oder sogar an ihnen teilnehmen. Diese sogenannte digitale Boheme ist aber weder repr&#228;sentativ, noch hat sie durch dieses Verhalten entscheidenden Einfluss auf unsere geselslchaft, wenn wir ihr &#196;quivalent im &quot;realen&quot; Leben finden  k&#246;nnen: den Journalisten. Als Journalist sollte man auch in der Lage sein englischsprachige Erzeugnisse zu verstehen und auf sie eingehen zu k&#246;nnen. Hat dies aber zu einem massenhaften aufl&#246;sen deutscher Sprach- und Geselslchaftsr&#228;ume gef&#252;hrt? ich denke nicht und diese Struktur ist viel &#228;lter als das Internet. 

Sicher bietet das Internet viel schneller und einfacher die M&#246;glichkeit der Aufl&#246;sung gewisser gesellschaftlicher Strukturen, aber noch immer gibt es Kultur-, Sprach- und auch Mobilit&#228;tsbarrieren. Ich meine, was bringt es mir einen Partner in Timbuktu &#252;ber Internet zu suchen, wenn ich diesen nie werde treffen k&#246;nnen, schon weil mir das Geld fehlt. Dass das Internet (hoffentlich) dazu beitragen wird diese Barrieren aufzul&#246;sen, wird aber meiner Meinung nach nicht zur Aufl&#246;sung von Gesellschaft f&#252;hren, sondern eher zu deren Ver&#228;nderung. Aber Gesellschaft ist nichts starres, sonder immer nur dynamisch zu denken, auch im Volksmund, auch wenn der es wohl gerne etwas starrer h&#228;tte.

Deinen Gedanken w&#252;rde ich also entgegenhalten, dass diese im Endeffekt wohl nicht ohne einen soziologische Begriff von Gesellschaft auskommen werden und dann genau zu schauen sein wird, wodurch sich Gesellschaften oder Kulturen auszeichnen und wie viel Ver&#228;nderung sie dennoch weiterhin als Einheit vertragen. Das dies nicht rein theoretisch zu beurteilen oder festzulegen ist, habe ich durch die Frage nach dem Durchschnittsnutzer versucht aufzuzeigen. Denn Gesellschaft und Kultur wird gelebt, erhandelt und Ver&#228;nderungen innerhalb werden doch nicht gleich Gesellschaften aufl&#246;sen, auch wenn wir sicherlich Br&#252;che feststellen k&#246;nnen und diese dann unterschiedlich bezeichnen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Zun&#228;chst erst einmal auch dir ein herzliches Willkommen im Team der Endlosrekursion. Es freut mich nat&#252;rlich, dass du dir einen meiner Artikel zum Anlass genommen hast, hier zu starten. Dennoch stimme ich deiner Kritik nur bedingt zu:</p>
<p>Ich denke nicht, dass es schon soweit ist, dass wir unsere Gesellschaftsbegriffe &#252;berdenken, erweitern oder gar aufgeben m&#252;ssen. Das bedeutet aber nicht, dass ich nicht zuk&#252;nftig eine solche Debatte ausschlie&#223;e. Nur denke ich nicht, dass das Internet Gesellschafts- und Sprachr&#228;ume schon obsolet gef&#252;hrt hat. Wie viele englischsprachige Internetseiten wird wohl der Durchschnittsnutzer regelm&#228;&#223;ig besuchen? Wie viele nicht muttersprachliche Feeds wird der Durchschnittsnutzer wohl abonniert haben? Und vor allem, ist dieses Durschnittsverhalten auf die Entwicklung des Internets zur&#252;ckzuf&#252;hren? Englische Presse kann man an jedem gut sortierten Kiosk bekommen und es sind sicher nur bestimmte Kreise, die dies nutzen. Ebenso denke ich, dass nur bestimmte Internetnutzer auch andersprachige Blogosph&#228;ren regelm&#228;&#223;ig lesen, verfolgen oder sogar an ihnen teilnehmen. Diese sogenannte digitale Boheme ist aber weder repr&#228;sentativ, noch hat sie durch dieses Verhalten entscheidenden Einfluss auf unsere geselslchaft, wenn wir ihr &#196;quivalent im &#8220;realen&#8221; Leben finden  k&#246;nnen: den Journalisten. Als Journalist sollte man auch in der Lage sein englischsprachige Erzeugnisse zu verstehen und auf sie eingehen zu k&#246;nnen. Hat dies aber zu einem massenhaften aufl&#246;sen deutscher Sprach- und Geselslchaftsr&#228;ume gef&#252;hrt? ich denke nicht und diese Struktur ist viel &#228;lter als das Internet. </p>
<p>Sicher bietet das Internet viel schneller und einfacher die M&#246;glichkeit der Aufl&#246;sung gewisser gesellschaftlicher Strukturen, aber noch immer gibt es Kultur-, Sprach- und auch Mobilit&#228;tsbarrieren. Ich meine, was bringt es mir einen Partner in Timbuktu &#252;ber Internet zu suchen, wenn ich diesen nie werde treffen k&#246;nnen, schon weil mir das Geld fehlt. Dass das Internet (hoffentlich) dazu beitragen wird diese Barrieren aufzul&#246;sen, wird aber meiner Meinung nach nicht zur Aufl&#246;sung von Gesellschaft f&#252;hren, sondern eher zu deren Ver&#228;nderung. Aber Gesellschaft ist nichts starres, sonder immer nur dynamisch zu denken, auch im Volksmund, auch wenn der es wohl gerne etwas starrer h&#228;tte.</p>
<p>Deinen Gedanken w&#252;rde ich also entgegenhalten, dass diese im Endeffekt wohl nicht ohne einen soziologische Begriff von Gesellschaft auskommen werden und dann genau zu schauen sein wird, wodurch sich Gesellschaften oder Kulturen auszeichnen und wie viel Ver&#228;nderung sie dennoch weiterhin als Einheit vertragen. Das dies nicht rein theoretisch zu beurteilen oder festzulegen ist, habe ich durch die Frage nach dem Durchschnittsnutzer versucht aufzuzeigen. Denn Gesellschaft und Kultur wird gelebt, erhandelt und Ver&#228;nderungen innerhalb werden doch nicht gleich Gesellschaften aufl&#246;sen, auch wenn wir sicherlich Br&#252;che feststellen k&#246;nnen und diese dann unterschiedlich bezeichnen.</p>
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		<title>Von: Menachem</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/245/internet-gesellschaft/comment-page-1/#comment-416</link>
		<dc:creator>Menachem</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 11 Jun 2008 21:29:12 +0000</pubDate>
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		<description>Kommunikations-revolution hatten wir schon einige. Das erste Telefongespr&#228;ch, das erste dann &#252;ber den Atlantik, Fernschreiber, Telefax, BTX, ISDN. Bis zu diesem Moment war Komfort der neue Luxus. Aber wieviel seltener nehme ich heute einen Telefonh&#246;rer in die Hand, telefonierte, auch schon mal gerne eine ganze Nacht? 
Eine Nacht lang telefonieren, oder einsam vor dem Bildschirm einen Beitrag schreiben. Selbst mit vielen Kommentaren hat es eine andere Qualit&#228;t. Verk&#252;mmern evtl. unsere kommuniktaiven F&#228;higkeiten, setzt sich der Online-trend so weiter fort?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Kommunikations-revolution hatten wir schon einige. Das erste Telefongespr&#228;ch, das erste dann &#252;ber den Atlantik, Fernschreiber, Telefax, BTX, ISDN. Bis zu diesem Moment war Komfort der neue Luxus. Aber wieviel seltener nehme ich heute einen Telefonh&#246;rer in die Hand, telefonierte, auch schon mal gerne eine ganze Nacht?<br />
Eine Nacht lang telefonieren, oder einsam vor dem Bildschirm einen Beitrag schreiben. Selbst mit vielen Kommentaren hat es eine andere Qualit&#228;t. Verk&#252;mmern evtl. unsere kommuniktaiven F&#228;higkeiten, setzt sich der Online-trend so weiter fort?</p>
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