Armut, Reichtum und die Mitte

Politik müsse Mehrheiten organisieren, hieß es neulich im Deutschlandfunk. Wie geht das? Wo und wie, das heißt, in welcher Organisation ist diese Mehrheit, oder sind diese Mehrheiten, organisiert? Wortklaubereien? Nein, denn diese Wortwahl impliziert eine Sicherheit, die Politik in ihrem Wirken nicht mehr hat.

Vor einiger Zeit ließen Amts- und Mandatsträger verlautbaren, der Aufschwung komme an. Gemeint war: bei den Menschen. Anlass waren wohl sinkende Arbeitslosenzahlen oder ähnliches. Dieser Tage nun hat sich die Bundesregierung mit dem Dritten Armuts- und Reichtumsbericht selbst Zahlen vorgelegt, die das Gegenteil aussagen: Die Gesellschaft verarmt.

Ein Widerspruch ist das nicht. Beide Nachrichten verweisen auf ein drittes Phänomen: Die wegbröckelnde Mittelschicht. Diese Schicht ist (oder war) nicht nur ein ökonomisches Phänomen, sondern auch ein politisches, schließlich versinnbildlicht sie die „Mitte“, der sich fast alle Parteien verschreiben, wo alle Parteien hin wollen.

Was ist dran an der Mitte? Und was ist so dramatisch an ihrer Auflösung?

Wer sich in der Mitte befand, war flexibel, konnte in alle Richtungen ausweichen, sowohl nach links, wie nach rechts. Das ermöglichte politische Dynamik, innerhalb gewisser Bandbreiten. Zudem konnte man uneins darüber sein, ob es der Mitte gut oder schlecht geht, denn das war eine Frage der Perspektive. Politische Debatten konnten ernsthaft geführt werden, ohne dass es gleich um die soziale Frage oder einen gesellschaftlichen Zusammenhalt (durch Gerechtigkeit oder andere Werte) ging. Der stand kaum in Frage.

Man konnte mit relativer Sicherheit eine Mehrheit „organisieren“, aber – und das ist meine These – diese Rahmenbedingungen haben sich geändert, oder sind im Begriff, das zu tun.

Die Mittelschicht hat – aufgrund ihrer Mittellage – eine besondere Funktion; eigentlich zwei: sie ermöglicht Aufstieg – nicht von ganz unten und längst nicht für jeden, aber dennoch porös genug. Und sie konnte Stürze von oben abfangen und die Folgen ein wenig lindern. Soziologisch gesehen ist die Mittelschicht Ausdruck des Wandels von der Klassengesellschaft hin zur durch Schichten differenzierten Gesellschaft. Sie symbolisiert das Mittelmaß, das notwendig ist, um eine Art Ausgleich zwischen „oben“ und „unten“ zu schaffen.

Die Mittelschicht war ein Vehikel um mit relativer Sicherheit Mehrheiten zu schaffen; nun, da sie bröckelt, stellt sich die politische Mehrheitsbildung mehr und mehr als Nullsummenspiel dar. Es gibt keine für eine Mehrheit tragfähige Be- oder Entlastung mehr; die Interessengruppen stehen sich antagonistisch gegenüber. ‚Des einen Freud, des anderen Leid’. Fast möchte man von „Klassen“ sprechen.

Für das politische System als ganzes ist das handhabbar, schließlich können die unterschiedlichen Interessen von unterschiedlichen Parteien repräsentiert werden. Die Frage ist: können die Volksparteien das? Was für Folgen hätte es, wenn sie es nicht können? Kommt es überhaupt auf sie an?

Kandelaber Kategorie: Gesellschaft Dienstag, der 20. Mai 2008
Schon 15 Kommentare »
  1. Luto (Webseite)

    Dass die Mittelschicht wegbricht ist kein Phänomen, das erst der letzte “Armutsbericht” zu Tage gebracht hat. In meinem persönlichen Umfeld diskutieren wir schon seit ein paar Jahren darüber, dass der “Normalbürger” immer weniger Geld in den Taschen hat, während es den “Reichen” scheinbar immer besser geht.

    Ob unser derzeitiges politisches System aber tatsächlich fähig ist einen Wegbruch der Mittelschicht zu verkraften wage ich zu bezweifeln. Die Masse, die nach unten rutscht, wird extremer wählen als momentan und sich von den bisherigen Volksparteien abwenden. Diese sind so starr und langsam, dass es nicht gelingen wird die Leute wieder von einer echten Alternative zu überzeugen. Die sehe ich im Moment eher in der Linkspartei. Natürlich, hier wird Wohlstand versprochen, der nicht eintreten kann, weil die Gegenfinanzierung fehlt. Und nur bei den Reichen abzusahnen und es nach unten zu verteilen reicht meiner Meinung nach nicht. Wichtiger wäre, dass Poltik ehrlicher wird. Dass Reformen auch wirklich etwas bringen und dass es dann allen wieder ein kleines bisschen besser geht. Im Moment wird aber nur halbherzig reformiert, man will niemandem weh tun und eigentlich nur eins: an der Macht bleiben. Dies gilt für die handelnden Personen als auch für die beteiligten Parteien. Und selbst wenn eine Linkspartei einmal an die Regierung käme, würde auch sie das Maximum für ihre Leute und die Partei als solche herausholen. Die SED lässt grüßen.

    Wie weltfremd Poltiker inzwischen sind, sieht man ja auch an der derzeitigen Debatte um die Abgeordnetendiäten. Haben sich die Väter des GG gedacht, dass ein Abgeordneter ein Politiker auf Zeit ist und deshalb eine besondere Absicherung benötigt, werden wir heute doch von Berufspolitikern regiert, die 20-30 Jahre aktiv sind. Von einer Nebenbeschäftigung kann da nicht mehr gesprochen werden. Und genau das ist der Grundfehler im derzeitigen System.

  2. JollyJ (Webseite)

    Ist das denn die Frage? Ist eine wichtige Frage beim Zerbröckeln der Mittelschicht, wie die Volksparteien damit umgehen könnten? Oder ist es nicht wichtiger, zu fragen, wie wir damit umgehen? Bräuchten wir nicht eher eine Diskussion über die Grundwerte, auf die Deutschland heute fußt? Eine Diskussion, die sich die Frage stellt, welchen Stellenwert, die generationen- und schichtenübergreifende Soldidarität heute noch hat?

  3. Kandelaber (Webseite)

    Nicht die Frage, aber eine und zwar eine, die ich stelle, und damit die Frage. Du stellst andere. Wichtig ist das alles nicht, aber mich interessiert es. Eine Diskussion über Grund- und Stellenwerte brauche ich ganz gewiss nicht.

  4. Markus (Webseite)

    Darf ich mich auch trauen? — Durch eigenes Verschulden mind. gefühlt Angehöriger der Unterschicht, der mal als Selbstständiger der Mittelschicht zugehörig war: Fakt ist der Mittelstand verschindet wenn die Situation so bleibt und was das bringen wird hat uns das 3. Reich gezeigt und ich denke, damit bin ich wohl mit Luto einer Meinung!?
    Ich wähle nicht extrem( weder rechts, noch links), aber ich habe auch Angst vor der Zukunft, besonders dann, wenn ich Sendungen wie die von Anne Will am Sonntag verfolge (http://daserste.ndr.de/annewil.....ill18.html) dann geht mein vertrauen in die heutige Politik ganz baden.
    Fragen wie >>Was ist dran an der Mitte? Und was ist so dramatisch an ihrer Auflösung?>Die Frage ist: können die Volksparteien das? Was für Folgen hätte es, wenn sie es nicht können? Kommt es überhaupt auf sie an?

  5. Wowik (Webseite)

    Je schneller die Mittelschicht verschwindet, desto zeitiger verdaut sich die Demokratie selbst. Zumindest kann man darauf hoffen dass dies zu Spannungen führt welche sich in einer umwälzenden Art und Weise entladen. Ich sehe das Problem also nicht, vielmehr ist die Demokratie ein Überbleibsel, ein Relikt des 20. Jahrhunderts, wenn nicht gar ein Mythos des 20. Jahrhunderts, in jedem Falle etwas das schleunigst überwunden werden muss.

    Die heutige Situation mit den Umständen der Weimarer Republik zu vergleichen halte ich, obzwar ich kein Experte auf diesem Gebiet bin, für abenteuerlich. Und selbst wenn ähnliches bevorstehen würde, verstehe ich nicht wovor du dich fürchtest. Die ersten Köpfe die rollen sind doch die der etablierten Größen, der gemäßigten Politiker und “sauberen” Demokraten, veilleicht einige Bonzen aus der Wirtschaft und womöglich stünde dem Militär eine Säuberung bevor, denn es ist wohl damit zu rechnen dass auch an diesen “Bürgern in Uniform” ein halbes Jahrhundert demokratischer Indoktrination nicht spurlos vorübergegangen ist.
    Worauf ich eigenlich hinaus will: Es werden Plätze frei, wenn du dich klug anstellst schaffst du es vielleicht eine warme und gut bezahlte Stelle in irgendeinem Büro zu ergattern.
    Wie an jeder Schwelle zu einer neuen Ära heißt es: Die Zeichen der Zeit erkennen und – ausdeuten.
    Also freuen wir uns doch gemeinsam auf die Zukunft.

  6. soeren onez (Webseite)

    Interessant finde ich überhaupt den Trend Mitte sein zu wollen, Mitte halten zu wollen, meinen ohne Mitte nicht auskommen zu können. Mitte ist da wo alle hinwollen, aber niemand steht. Mitte ist auswechselbar, weil sie als scheinbares Ideal von allen Parteien für sich beansprucht wird. Was ist also die Mitte?

    Ist es wirklich die vom deutschen heiß geliebte Mittelschicht, das Bildungsbürgertum, die gemäßigten Intellektuellen, die die Mitte ausmachen? Ist die Mitte nicht vielmehr das Auspendeln der Seiten, das Schwingen von Rechts nach Links?, vom Liberalen zum Sozialen und zurück?

    Die Fragen, die du aufwirfst sind sehr interessant und wir werden sie einzeln hoffentlich in nächster Zeit diskutieren können. Die Mitte sehe ich allerdings nicht als romantisch demokratische Gralswächter an, sondern vielmehr als den Kompromiss, den die Demokratie braucht und der sie so stark macht, allen Unkenrufen meines Vorredners zu Trotz, denn was hat er uns denn anzubieten, außer jetzt folgenden 6 Seiten wuchtiger Sprache, die zwar bisweilen treffend kritisch in die demokratische Magengrube trifft, aber dennoch unterschätzt, dass mehr als 11 Leute sich niemals in ungewisseres Fahrwasser begeben werden, als ihr momentanes, wenn er nicht irgendwann mal anfängt, ihnen etwas vom wohlersonnen Kanal seines Geistes vorzuschwärmen und sich seiner eigenen Kritik zu stellen.

  7. Markus (Webseite)

    Irgendwie habe ich das Gefühl, dass bei meinem Kommentar oben was fehlt am Ende, aber das ist dann auch egal.
    Uff als ich schrieb darf ich mich trauen habe ich es wohl schon geahnt – für diesen Blog bin ich zu schlicht, oder besser zu doof! Also denke ich mal dies wird mein letzter Kommentar hier sein. Den Beitrag von Wowik lasse ich mal lieber stehen, weil ich nicht weiß, ob es Provokation sein soll, oder der Wunsch des Verfassers.Nur eins: Ich habe nicht die heutige Situation beschrieben, sondern die Befürchtung, dass sowas wiederkommen könnte. —
    @soeren: >>…Mitte sein zu wollen, Mitte halten zu wollen…

  8. Markus (Webseite)

    Okay ich sag ja zu doof für diesen Blog! – Wieder nur die Hälfte.
    @soeren: >>…Mitte sein zu wollen, Mitte halten zu wollen…

  9. soeren onez (Webseite)

    Ich denke nicht, dass du für diesen Blog zu doof bist, warum denkst du das?

  10. Markus (Webseite)

    1.weil es mir bisher noch nicht gelang einen Kommentar vollständig angezeigt zu bekommen.
    2.weil ich nicht weiß, wenn sich jemand das Ende der Demokratie wünscht, ob das Satire, Provokation, oder Meinung ist.
    3.Ich keine Ahnung habe, wenn hier auf Kommentare geantwortet wird, wer nun eigentlich gemeint ist.
    also ich finde das doof :-(

  11. Wowik (Webseite)

    @Markus
    zu 2.: Überzeugung. Ich bin mir völlig im Klaren, dass meine Rede provozierend wirkt, doch da ich mich nicht wiederholen will empfehle ich dir meine zahlreichen Kommentare die ich bereits zu diesem Thema verfasst habe.
    Mich würden die Gründe interessieren welche dich glauben lassen dass man nichts anderes als Demokratie wollen könnte.

  12. Etaner

    Als Betroffener aus der Mittelschichtsage ich euch: ihr glaubt ihr lebt in einer Demokratie? Ihr seit sehr entfernt von der Realität! Höchstwahrscheinlich alles verwöhnte Kinder der oberen Mittelschicht. Wir leben in der Diktatur des Kapitals. Das verdanken wir unseren demokratischen Parteien den Schwarzen den Hellroten und unseren Menschenfreunden von der Friedenspartei.

  13. Offene Fragen der Woche (11) « Das Frage-Blog (Webseite)

    [...] Endlosrekursion: Armut, Reichtum und die Mitte [...]

  14. people in motion (Webseite)

    @ Kandelaber

    Zuerst einmal möchte ich zum Ausdruck bringen, dass ich mich sehr gefreut habe, dass du so schnell deinen ersten Text hier veröffentlicht hast. Von mir ein herzliches Willkommen! Ich bin überzeugt, dass du die Endlosrekursion bereichern wirst. Im Grunde hast du es ja schon mit diesem, deinem ersten Artikel geschafft. Die lebhaften Reaktionen, von einer Auseinandersetzung über die Bedeutung der Politik bis zu einem Lebewohl an die Demokratie, sind ein klares Indiz.

    Doch nun zum inhaltlichen Teil: Der Armutsbericht und die Rede vom Aufschwung, der bei den Bürgern ankommt oder kommen soll, widersprechen sich nicht zwangsläufig, weil ersterer auf Zahlen aus dem Jahr 2005 basiert. Damals wiesen die Statistiken 5 und nicht 3,5 Millionen Arbeitslose aus. Nur eine kleine Ungenauigkeit, die mich nicht davon abhält, dir in deinen weiteren Punkten zu folgen. Die sog. Mittelschicht ist für die Stabilität unserer Gesellschaft von besonderer Bedeutung. Die Frage, wie die Auswirkungen des Wegfalls dieser Stütze insbesondere für die Politik aussehen werden, ist auf alle Fälle interessant. Doch halte ich den Blick auf die Ursachen dieser Veränderungen für noch interessanter, da wir, meiner Meinung nach, nicht hinnehmen sollten, dass sich unsere Gesellschaft immer weiter in Arm und Reich aufspaltet. Mein erster Eindruck ist, dass du diese Umwälzungen als Fatalität betrachtest.

    Sollte es tatsächlich eine immer größere Anzahl armer, unzufriedener, perspektivloser Menschen in Deutschland geben, und dies ließe sich nicht ändern, dann wird es unweigerlich erhebliche Auswirkungen auf das politische System haben. Das wir die Abscheulichkeit des dritten Reiches zur Illustrierung so gerne heranziehen, sorgt eher dafür, dass wir es uns nicht als tatsächlich drohend vorstellen können. Wenn man sich in westlichen Staaten mit derartigen Problemen umsieht, wird man ohnehin schnell realistischere und trotzdem abschreckende Beispiele finden. Männer wie Berlusconi oder Bush sind nur die Spitzen der Eisberge, unter denen sich ganze Nationen mit mindestens kränkelnder politischer Kultur befinden.

    Es ist möglich unsere Gesellschaft und dessen politische Willensbildung weiter zu entwickeln. Veränderungen zum Negativen, wie das Schrumpfen der Mittelschicht und das Wachsen von Perspektivlosigkeit, sind keine Notwendigkeit. Man muss also über die Ursachen sprechen und über die Stellschrauben der Politik entgegenwirken.

    @ Luto

    Stimme dir weitgehend zu. Wobei ich nicht wirklich verstanden habe, wie du aus der Diätengeschichte auf den Grundfehler des Systems kommst. Auch für weltfremde, egoistische Politiker gibt es noch mal einen Grund im System. Wie kommt es eigentlich, dass sie in diese Positionen gekommen sind? Ich will da jetzt nicht näher drauf eingehen, aber dort, wo du stehen geblieben bist, solltest du nicht aufhören zu denken.

    @ Wowik

    Solche Aussagen sind mir zumindest von keinem anderen noch Lebenden bekannt. Auch wenn ich das also alles für sinnlos halte, hast du zumindest noch Seltenheitswert. Ach ja und sprachliches Ausdrucksvermögen. Die Formulierung mit der “sich verdauernden Demokratie” ist echt witzig.

    @ Markus

    Ich freue mich über jeden, der ernsthaft mitdiskutieren will. Was hältst du von meinen @s? Ich mag es auch überhaupt nicht, wenn man nicht weiß, wer sich auf was bezieht.

    @ Etaner

    Ich glaube, ich lebe in einer Demokratie. Wobei das ohnehin eine Frage der Definition ist. Ich wurde schon eine Weile nicht mehr als Kind bezeichnet. Ich wurde und werde tatsächlich von meinen Eltern verwöhnt. Ich habe sie trotzdem lieb.

  15. petersdom

    Da bin ich auf etwas gestoßen, was mich freut. Leute reden da, weil sie sich einen Kopf machen über das, was geredet wird. Ich hatte schon geglaubt, das gäbe es nicht. Wenn ich jetzt Kommentare abgebe, sind das Resultate eurer Anregungen. Sie beanspruchen nur eines: die Hoffnung, zum Weiterreden anzustacheln. Ich mag kein guter Provokateur sein und nicht sehr geübt im achtungsvollen Umgang mit einem verletzlichen Gegenüber. Um der Sache Willen seht mir das nach. Ich wünschte mir, es ginge weiter.

    „Politik müsse Mehrheiten organisieren“

    Immer wieder dasselbe: zuerst gilt es doch für uns die Begriffe zu definieren.

    >>Politik>Staat>Organisieren>Volksstaat>großen Volksparteien>Grünen>Linke>kleine Volksparteien>bei den Menschen>Mittelschicht>alte Mittelschicht>Mittelstand>neuer Mittelschicht>Unselbständigen>Sockel der Gesellschaft>3. Reich>Mittelschicht verschwunden wäre? Es gab Alleininhaber von Produktionsbetrieben, freie Händler und Ladenbesitzer, Kneiper, Handwerker, Bauern, Fuhrunternehmer, Advokaten und Rechtsanwälte, Ärzte, höhere Beamte, private Dienstleister, Krankenhausärzte, Pfarrer, Lehrer, kleinere Beamte, Verwaltungsangestellte, Facharbeiter, bestallte Hochschullehrer, Journalisten, Künstler, Medienunterhalter; dazu jede Menge Offiziere. Und viele von ihnen, zu viele, haben die NSDAP gewählt und den Arm hochgerissen, die Juden gehasst und geglaubt, Polen und Russen seien ein naturgegebenes Sklavenvolk und der Jazz Negermusik. Und >>nach der Niederlage>Persilschein>Volksstaat

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