<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?><rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
		>
<channel>
	<title>Kommentare zu: Das Glaubensbekenntnis als Versuch</title>
	<atom:link href="http://www.endlosrekursion.de/236/das-glaubensbekenntnis-als-versuch/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.endlosrekursion.de/236/das-glaubensbekenntnis-als-versuch/</link>
	<description>Gemeinschaftsblog</description>
	<lastBuildDate>Wed, 07 Dec 2011 14:47:32 +0000</lastBuildDate>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.2.1</generator>
	<item>
		<title>Von: Abc</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/236/das-glaubensbekenntnis-als-versuch/comment-page-1/#comment-367</link>
		<dc:creator>Abc</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2008 20:43:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/236/das-glaubensbekenntnis-als-versuch/#comment-367</guid>
		<description>Ich muss zugestehen, dass ich deinen Kommentar nicht ganz verstehe – akustisch, wollte ich fast hinzuf&#252;gen, aber das trifft die Form nicht ganz, vielleicht die gedankliche Akustik. 
Ich versuche jetzt trotzdem etwas zu sagen; ob es bei dir ankommt, am anderen Ende der Kathedrale, wird sich dann zeigen; m&#246;glicherweise geht es gar nicht darum zu kommunizieren, sondern eher um das Echo m&#246;glicher Zeichen, das sich wiederholt und verschiebt. Um Erkenntnisgewinn geht es bei meinem Text jedenfalls nicht. Deshalb die Bemerkungen am Anfang, die vielleicht wie eine R&#252;cksicherung schienen, die aber dazu dienen sollten, den Vorschlagscharakter des Essays hervorzuheben. Man k&#246;nnte sagen, dass der ganze Ansatz eben der Versuch war, die Rede &#252;ber Gott von der Frage eines Erkenntnisgewinns zu trennen. Dass Gott nicht notwendig ist und der Glaube genauso wenig, ist ein wichtiger Aspekt der Argumentation: Nicht aus Erkenntnis soll man an Gott glauben, sondern aus Liebe. Auch das Vertrauen soll nicht den Glauben begr&#252;nden, sondern die Begeisterung &#252;ber die Freiheit, die dieses erm&#246;glicht. &#220;brigens erm&#246;glicht die Freiheit ebenso das Misstrauen; die Bedingung der M&#246;glichkeit des Vertrauens ist das Misstrauen, so paradox das auch klingen mag. Es gibt nichts zu vertrauen, wenn wir versichert sind. Nur unter der Bedingung, dass es sein k&#246;nnte, dass der Andere uns verr&#228;t, ist es m&#246;glich in ihn Vertrauen zu haben. Dieser Komplex dreht sich um die Freiheit. 
Die Idee ist diese: Vielleicht ist Gott die Geschichte von der Gabe der Freiheit. Die Liebe zu Gott k&#228;me dann daher, dass man die Freiheit liebt, was wiederum hei&#223;t, den N&#228;chsten zu lieben. Man kommt ohne Gott problemlos aus, aber versteht man Gott wie eben beschrieben, dann hat man vielleicht einen Grund Gott zu lieben. Diese Liebe ist der Anlass zum Glauben. Der Glaube jedoch bleibt ein Versuch und der Gl&#228;ubige bleibt in diesem deshalb ein Atheist; ein Atheist, der versucht zu glauben Sowie dass die Freiheit nicht darin besteht, frei zu sein, sondern darin, zu versuchen, frei zu sein. 
Die Geschichte von der Gabe der Freiheit muss man nicht erz&#228;hlen. Auch ohne sie kannst du versuchen frei zu sein und den N&#228;chsten zu lieben. Wenn du aber diese Geschichte h&#246;rst, wenn du sie sch&#246;n findest, weil es phantastisch ist, frei zu sein, dann kannst du versuchen an Gott zu glauben. Ist es jetzt verst&#228;ndlicher geworden? Vielleicht.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss zugestehen, dass ich deinen Kommentar nicht ganz verstehe – akustisch, wollte ich fast hinzuf&#252;gen, aber das trifft die Form nicht ganz, vielleicht die gedankliche Akustik.<br />
Ich versuche jetzt trotzdem etwas zu sagen; ob es bei dir ankommt, am anderen Ende der Kathedrale, wird sich dann zeigen; m&#246;glicherweise geht es gar nicht darum zu kommunizieren, sondern eher um das Echo m&#246;glicher Zeichen, das sich wiederholt und verschiebt. Um Erkenntnisgewinn geht es bei meinem Text jedenfalls nicht. Deshalb die Bemerkungen am Anfang, die vielleicht wie eine R&#252;cksicherung schienen, die aber dazu dienen sollten, den Vorschlagscharakter des Essays hervorzuheben. Man k&#246;nnte sagen, dass der ganze Ansatz eben der Versuch war, die Rede &#252;ber Gott von der Frage eines Erkenntnisgewinns zu trennen. Dass Gott nicht notwendig ist und der Glaube genauso wenig, ist ein wichtiger Aspekt der Argumentation: Nicht aus Erkenntnis soll man an Gott glauben, sondern aus Liebe. Auch das Vertrauen soll nicht den Glauben begr&#252;nden, sondern die Begeisterung &#252;ber die Freiheit, die dieses erm&#246;glicht. &#220;brigens erm&#246;glicht die Freiheit ebenso das Misstrauen; die Bedingung der M&#246;glichkeit des Vertrauens ist das Misstrauen, so paradox das auch klingen mag. Es gibt nichts zu vertrauen, wenn wir versichert sind. Nur unter der Bedingung, dass es sein k&#246;nnte, dass der Andere uns verr&#228;t, ist es m&#246;glich in ihn Vertrauen zu haben. Dieser Komplex dreht sich um die Freiheit.<br />
Die Idee ist diese: Vielleicht ist Gott die Geschichte von der Gabe der Freiheit. Die Liebe zu Gott k&#228;me dann daher, dass man die Freiheit liebt, was wiederum hei&#223;t, den N&#228;chsten zu lieben. Man kommt ohne Gott problemlos aus, aber versteht man Gott wie eben beschrieben, dann hat man vielleicht einen Grund Gott zu lieben. Diese Liebe ist der Anlass zum Glauben. Der Glaube jedoch bleibt ein Versuch und der Gl&#228;ubige bleibt in diesem deshalb ein Atheist; ein Atheist, der versucht zu glauben Sowie dass die Freiheit nicht darin besteht, frei zu sein, sondern darin, zu versuchen, frei zu sein.<br />
Die Geschichte von der Gabe der Freiheit muss man nicht erz&#228;hlen. Auch ohne sie kannst du versuchen frei zu sein und den N&#228;chsten zu lieben. Wenn du aber diese Geschichte h&#246;rst, wenn du sie sch&#246;n findest, weil es phantastisch ist, frei zu sein, dann kannst du versuchen an Gott zu glauben. Ist es jetzt verst&#228;ndlicher geworden? Vielleicht.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: soeren onez</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/236/das-glaubensbekenntnis-als-versuch/comment-page-1/#comment-366</link>
		<dc:creator>soeren onez</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 May 2008 19:03:22 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/236/das-glaubensbekenntnis-als-versuch/#comment-366</guid>
		<description>Dass der Gedanke interessanter ist, als ich nach erstem Lesen zugeben wollte, will ich gerne zu Beginn schreiben und das nachdr&#252;cklich. Ich hoffe, dass dies nicht untergeht in der folgenden Kritik. Ich denke sogar, dass du den Ansatz st&#228;rker ansetzen k&#246;nntest als du in deiner Einleitung verlautbarst. Eine von dir und auch von mir vermutete Notwendigkeit ist es, aus dem Vertrauen dem anderen gegen&#252;ber (wie soll man sich selbst sonst Ernst nehmen?), auf die Beziehung zu sich selbst als handelndes Subjekt schlie&#223;en zu k&#246;nnen. Doch warum beziehst du das gerade auf &quot;Gott&quot;, wenn du doch selbst schreibst, dass wir Gott daf&#252;r eigentlich gar nicht brauchen. Dieses Vertrauen zu rechtfertigen zeigst du doch auf recht eindrucksvolle Art und Weise, geht auch ohne &#252;ber dass hinaus zu gehen, was wir noch rechtfertigen k&#246;nnen. 

Mir scheint es, dass Gott als Notnagel des Wissens nicht mehr gebraucht wird, was ihn zwar noch nicht in die Mottenkiste verbannt, aber doch weniger umfassend macht. Warum ihn also wieder daraus herauszaubern, nur weil es vielleicht keinen Widerspruch hervorruft und einer gewissen Eleganz auch nicht entbirgt. Aber wenn ich das mal runterbrechen darf und dich nicht missverstanden habe, dann hast du gezeigt, dass Vertrauen zu rechtfertigen ist und f&#252;gst dann noch mit Hilfe einer Disjunktion Gott mit an, was den Satz nicht weniger wahr macht, aber eben auch keinen weiteren Erkenntnisgewinn bereith&#228;lt. Oder?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Dass der Gedanke interessanter ist, als ich nach erstem Lesen zugeben wollte, will ich gerne zu Beginn schreiben und das nachdr&#252;cklich. Ich hoffe, dass dies nicht untergeht in der folgenden Kritik. Ich denke sogar, dass du den Ansatz st&#228;rker ansetzen k&#246;nntest als du in deiner Einleitung verlautbarst. Eine von dir und auch von mir vermutete Notwendigkeit ist es, aus dem Vertrauen dem anderen gegen&#252;ber (wie soll man sich selbst sonst Ernst nehmen?), auf die Beziehung zu sich selbst als handelndes Subjekt schlie&#223;en zu k&#246;nnen. Doch warum beziehst du das gerade auf &#8220;Gott&#8221;, wenn du doch selbst schreibst, dass wir Gott daf&#252;r eigentlich gar nicht brauchen. Dieses Vertrauen zu rechtfertigen zeigst du doch auf recht eindrucksvolle Art und Weise, geht auch ohne &#252;ber dass hinaus zu gehen, was wir noch rechtfertigen k&#246;nnen. </p>
<p>Mir scheint es, dass Gott als Notnagel des Wissens nicht mehr gebraucht wird, was ihn zwar noch nicht in die Mottenkiste verbannt, aber doch weniger umfassend macht. Warum ihn also wieder daraus herauszaubern, nur weil es vielleicht keinen Widerspruch hervorruft und einer gewissen Eleganz auch nicht entbirgt. Aber wenn ich das mal runterbrechen darf und dich nicht missverstanden habe, dann hast du gezeigt, dass Vertrauen zu rechtfertigen ist und f&#252;gst dann noch mit Hilfe einer Disjunktion Gott mit an, was den Satz nicht weniger wahr macht, aber eben auch keinen weiteren Erkenntnisgewinn bereith&#228;lt. Oder?</p>
]]></content:encoded>
	</item>
</channel>
</rss>

