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	<title>Kommentare zu: Du bist deine Sprache</title>
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		<title>Von: Wowik</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/228/du-bist-deine-sprache/comment-page-1/#comment-361</link>
		<dc:creator>Wowik</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 06 May 2008 00:28:27 +0000</pubDate>
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		<description>„Weniger trifft sie bei Wowik zu, der, anscheinend ohne es gemerkt zu haben, einen sehr weiblichen Stil hat.“

Der Diplomat hat gesprochen.
Es scheint als h&#228;tte er die sonst doch feinen, artigen T&#246;ne nicht getroffen, denn derart grob bin ich selten beleidigt worden.  Erfreue dich am Donnern der Salve und an der Wirkung im Ziel, dergleichen will nicht oft gelingen. 
Wahrlich, das Dilemma des „Untergangspropheten“ ist, dass dort wo er zum Schweigen bringen wollte, von sich reden machend, das Gespr&#228;ch belebt und es ist seine Magie dass dort wo sein Hammer zermalmen sollte, etwas erw&#228;chst das gr&#246;&#223;er ist als das Alte, welches bereits zerschlagen schien. Nun sieh: Ich schaffe wo ich zu zerst&#246;ren gedachte, was w&#252;rde sich wohl aus den Tr&#252;mmerhaufen erheben wenn ich erst schaffen wollte…

Zur Frage des Stils m&#246;chte ich noch anmerken, dass ich abc´s Problematik der Arroganz nur bedingt nachvollziehen kann.
Ich kann mich grunds&#228;tzlich nicht mit dem Gedanken anfreunden etwas „f&#252;r den Leser“ zu schreiben. Nat&#252;rlich ist es sch&#246;n gelesen zu werden und wenn der Ein oder Andere einen anregenden Kommentar hinterl&#228;sst soll mich das freuen. Wenn wir in den als „lieblich“ bezeichneten, weiblichen Stil verfallen sollten, leuchtete mir nicht ein, wie dies die Blogglandschaft ver&#228;ndern w&#252;rde. Ich glaube eher es gibt viel zu viele Bloggs, obwohl mir freilich nur ein Bruchteil davon bekannt ist, die sich an den W&#252;nschen und Gewohnheiten ihrer Leser allzu sehr orientieren. Es ist ja durchaus nicht so als wenn wir einen Bildungsauftrag zu erf&#252;llen h&#228;tten. Neunmalkluges Gebabbel durch welches der Leser zu irgendetwas herangebildet werden soll ist scheu&#223;lich, zumal wir ja nicht so etwas wie einen  Lehrplan h&#228;tten. Und zum Teufel noch mal mit der kurzen Form.
Jenen Teil der unkommentierten Kommentare finde ich wenig &#252;berzeugend, faktisch ist eben dies zur Zeit der Fall, war eigentlich immer schon der Fall. Wir schreiben Artikel welche haupts&#228;chlich von uns selbst kommentiert werden und die Antworten auf die Kommentare werden zu 80 – 90% wieder von uns verfasst. Der obige Artikel stellt eine der wenigen Ausnahmen dar und wenn ich die dazugeh&#246;rige Diskussion, zugegebenerma&#223;en beginnt sie sich langsam in eine interessantere Richtung zu entwickeln, mit den Diskussionen zu „Ernst der Geschichte – Melancholie der Gegenwart“, „Verbrechen an der Menschlichkeit“ oder „Konjunktiv des Massenmords“ vergleiche, dann erscheint sie mir verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig seicht. Daher finde ich die Bef&#252;rchtung dass, wenn man den Leser beim Schreiben g&#228;nzlich ausblendete und im Zweifelsfall „unter sich“ diskutierte, die Endlosrekursion zu einer selbstzufriedenen Institution verk&#228;me, ungerechtfertigt. Im Gegenteil es ergeben sich doch immer wieder recht hitzige Diskussionen, die weit davon entfernt sind „selbstzufrieden“ zu sein. Ich klopfe jedenfalls niemandem unbedacht auf die Schulter. Vielleicht ist auch eine gewisse Selbst&#252;bersch&#228;tzung, die ich mich zu pflegen bem&#252;he, angebracht, um gar nicht erst ein Wir-Gef&#252;hl bzw. eine Wir-Sind-Gut-Zufriedenheit aufkommen zu lassen. 

„Mein Rat w&#228;re also, dass du den weiblichen Stil beh&#228;ltst und die bildungsb&#252;rgerliche aphoristische „&#220;berlegung“ in einen interessanten Gedanken verwandelst, so wie ich wei&#223;, dass du es sehr gut kannst.“

Das war mein Fehler, denn ich habe den Begriff der „Weiblichkeit“ in diesem Zusammenhang eingef&#252;hrt. Der weibliche Stil bezog sich aber weniger auf die Art und Weise des Schreibens als auf die Art und Weise der Diskussion selbst, n&#228;mlich ein Mangel an Tiefe und Gr&#252;ndlichkeit sowohl im Ausgangsartikel als auch in den folgenden Kommentaren.
Deshalb wom&#246;glich auch die undiplomatische Bemerkung des Diplomaten zu meinem Stil, denn er scheint dem Dogma verhaftet zu sein welches einredet dass „wissenschaftlicher“, „philosophischer“ Text in n&#252;chterner Sprache geschrieben werden m&#252;sse. Hier ganz im Geiste Schr&#246;ders: Wortspiele be&#228;ngstigen, weil sie mehr als den blo&#223;en Inhalt vermitteln, Wortgewalt beunruhigt weil sie stets wie „Sophisterei“ wirkt. Doch es wurde M&#228;nnlichkeit mit Knabenhaftigkeit verwechselt, oder bricht gar der Grundsch&#252;ler aus des Mannes Brust? Ein Herr der Sprache, ein Berserker des Wortes, der dazu reich an Inhalt ist hat es eben nicht n&#246;tig alle Gedanken f&#252;r Jedermann zur Schau zu stellen, er kann es sich leisten zu verstecken, etwas verschwinden zu lassen um es sp&#228;ter wieder aus dem Hut zu zaubern. Ich f&#252;rchte ein in akademischen Kreisen gut gepflegter Gedankenexhibitionismus der dem Leser gleich alles zeigen will was er zu bieten hat (und zumeist ist dies nicht viel), bei dem der Stil vor dem herk&#246;mmlichen Inhalt in die Knie gehen muss, hat dazu gef&#252;hrt das F&#252;nfworts&#228;tze und die Wortgewandtheit eines Viertkl&#228;sslers – oder Karl Poppers, zum Non plus ultra der „sachlichen“ und „wissenschaftlichen“ Form mutiert sind, wobei gilt: Jede Metapher ist schon ein Stilbruch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>„Weniger trifft sie bei Wowik zu, der, anscheinend ohne es gemerkt zu haben, einen sehr weiblichen Stil hat.“</p>
<p>Der Diplomat hat gesprochen.<br />
Es scheint als h&#228;tte er die sonst doch feinen, artigen T&#246;ne nicht getroffen, denn derart grob bin ich selten beleidigt worden.  Erfreue dich am Donnern der Salve und an der Wirkung im Ziel, dergleichen will nicht oft gelingen.<br />
Wahrlich, das Dilemma des „Untergangspropheten“ ist, dass dort wo er zum Schweigen bringen wollte, von sich reden machend, das Gespr&#228;ch belebt und es ist seine Magie dass dort wo sein Hammer zermalmen sollte, etwas erw&#228;chst das gr&#246;&#223;er ist als das Alte, welches bereits zerschlagen schien. Nun sieh: Ich schaffe wo ich zu zerst&#246;ren gedachte, was w&#252;rde sich wohl aus den Tr&#252;mmerhaufen erheben wenn ich erst schaffen wollte…</p>
<p>Zur Frage des Stils m&#246;chte ich noch anmerken, dass ich abc´s Problematik der Arroganz nur bedingt nachvollziehen kann.<br />
Ich kann mich grunds&#228;tzlich nicht mit dem Gedanken anfreunden etwas „f&#252;r den Leser“ zu schreiben. Nat&#252;rlich ist es sch&#246;n gelesen zu werden und wenn der Ein oder Andere einen anregenden Kommentar hinterl&#228;sst soll mich das freuen. Wenn wir in den als „lieblich“ bezeichneten, weiblichen Stil verfallen sollten, leuchtete mir nicht ein, wie dies die Blogglandschaft ver&#228;ndern w&#252;rde. Ich glaube eher es gibt viel zu viele Bloggs, obwohl mir freilich nur ein Bruchteil davon bekannt ist, die sich an den W&#252;nschen und Gewohnheiten ihrer Leser allzu sehr orientieren. Es ist ja durchaus nicht so als wenn wir einen Bildungsauftrag zu erf&#252;llen h&#228;tten. Neunmalkluges Gebabbel durch welches der Leser zu irgendetwas herangebildet werden soll ist scheu&#223;lich, zumal wir ja nicht so etwas wie einen  Lehrplan h&#228;tten. Und zum Teufel noch mal mit der kurzen Form.<br />
Jenen Teil der unkommentierten Kommentare finde ich wenig &#252;berzeugend, faktisch ist eben dies zur Zeit der Fall, war eigentlich immer schon der Fall. Wir schreiben Artikel welche haupts&#228;chlich von uns selbst kommentiert werden und die Antworten auf die Kommentare werden zu 80 – 90% wieder von uns verfasst. Der obige Artikel stellt eine der wenigen Ausnahmen dar und wenn ich die dazugeh&#246;rige Diskussion, zugegebenerma&#223;en beginnt sie sich langsam in eine interessantere Richtung zu entwickeln, mit den Diskussionen zu „Ernst der Geschichte – Melancholie der Gegenwart“, „Verbrechen an der Menschlichkeit“ oder „Konjunktiv des Massenmords“ vergleiche, dann erscheint sie mir verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig seicht. Daher finde ich die Bef&#252;rchtung dass, wenn man den Leser beim Schreiben g&#228;nzlich ausblendete und im Zweifelsfall „unter sich“ diskutierte, die Endlosrekursion zu einer selbstzufriedenen Institution verk&#228;me, ungerechtfertigt. Im Gegenteil es ergeben sich doch immer wieder recht hitzige Diskussionen, die weit davon entfernt sind „selbstzufrieden“ zu sein. Ich klopfe jedenfalls niemandem unbedacht auf die Schulter. Vielleicht ist auch eine gewisse Selbst&#252;bersch&#228;tzung, die ich mich zu pflegen bem&#252;he, angebracht, um gar nicht erst ein Wir-Gef&#252;hl bzw. eine Wir-Sind-Gut-Zufriedenheit aufkommen zu lassen. </p>
<p>„Mein Rat w&#228;re also, dass du den weiblichen Stil beh&#228;ltst und die bildungsb&#252;rgerliche aphoristische „&#220;berlegung“ in einen interessanten Gedanken verwandelst, so wie ich wei&#223;, dass du es sehr gut kannst.“</p>
<p>Das war mein Fehler, denn ich habe den Begriff der „Weiblichkeit“ in diesem Zusammenhang eingef&#252;hrt. Der weibliche Stil bezog sich aber weniger auf die Art und Weise des Schreibens als auf die Art und Weise der Diskussion selbst, n&#228;mlich ein Mangel an Tiefe und Gr&#252;ndlichkeit sowohl im Ausgangsartikel als auch in den folgenden Kommentaren.<br />
Deshalb wom&#246;glich auch die undiplomatische Bemerkung des Diplomaten zu meinem Stil, denn er scheint dem Dogma verhaftet zu sein welches einredet dass „wissenschaftlicher“, „philosophischer“ Text in n&#252;chterner Sprache geschrieben werden m&#252;sse. Hier ganz im Geiste Schr&#246;ders: Wortspiele be&#228;ngstigen, weil sie mehr als den blo&#223;en Inhalt vermitteln, Wortgewalt beunruhigt weil sie stets wie „Sophisterei“ wirkt. Doch es wurde M&#228;nnlichkeit mit Knabenhaftigkeit verwechselt, oder bricht gar der Grundsch&#252;ler aus des Mannes Brust? Ein Herr der Sprache, ein Berserker des Wortes, der dazu reich an Inhalt ist hat es eben nicht n&#246;tig alle Gedanken f&#252;r Jedermann zur Schau zu stellen, er kann es sich leisten zu verstecken, etwas verschwinden zu lassen um es sp&#228;ter wieder aus dem Hut zu zaubern. Ich f&#252;rchte ein in akademischen Kreisen gut gepflegter Gedankenexhibitionismus der dem Leser gleich alles zeigen will was er zu bieten hat (und zumeist ist dies nicht viel), bei dem der Stil vor dem herk&#246;mmlichen Inhalt in die Knie gehen muss, hat dazu gef&#252;hrt das F&#252;nfworts&#228;tze und die Wortgewandtheit eines Viertkl&#228;sslers – oder Karl Poppers, zum Non plus ultra der „sachlichen“ und „wissenschaftlichen“ Form mutiert sind, wobei gilt: Jede Metapher ist schon ein Stilbruch.</p>
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		<title>Von: soeren onez</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/228/du-bist-deine-sprache/comment-page-1/#comment-360</link>
		<dc:creator>soeren onez</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 May 2008 21:39:44 +0000</pubDate>
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		<description>Nun gut, dann will ich mich auch noch diesem Vorwurf der anderen Seite entgegenstellen. K&#252;rzer zwar, da die Argumentation in Konsequenz eine &#228;hnlich sein muss, wie die Erwiderung auf den Vorwurf, weibisches Geschw&#228;tz produziert zu haben. Denn ich werde einfach (so einfach ist es nat&#252;rlich nicht) den Begriff des bildungsb&#252;rgerlichen nicht akzeptieren und ihn hier versuchen zur&#252;ckzuweisen.

Es scheint mir so, als schr&#228;nkt ihr beide, aus welchen Gr&#252;nden auch immer, das ein, was Sprache alles ein kann. Mit Berechtigung sein kann. Wissenschaftlich und tiefgr&#252;ndig habt ihr beide mir jetzt vorgeschlagen, ruhig wie mir gro&#223;z&#252;gig von dir ABC zugestanden wurde, mit weibischen Passagen, die aber nicht die Grundintention ausmachen sollten. Warum denn nicht? Was ihr tiefgr&#252;ndig und wissenschaftlich im Gegensatz zum bildungsb&#252;rgerlichen und weibischen seht, stellt sich mir nicht als Gegensatz dar. Wie bildungsb&#252;rgerlich ist denn die Wissenschaft, wie peinlich ber&#252;hrend muten denn bisweilen wissenschaftliche Beitr&#228;ge an, um die sich anscheinend keine Sau k&#252;mmert. Wie weibisch daherredend sind denn tiefgr&#252;ndige Aussagen, die im Grunde schon von vorneherein davon ausgehen, dass sie nicht einmal eine handvoll Leser jemals verstehen werden. 

Du doof, selber doof? Nein meine Argumentation geht einfach von einer anderen Ebene der Betrachtung aus. Die nicht richtiger ist, sondern eine andere Perspektive setzt. Meine Perspektive. Mich interessiert die Philosophie nicht partout. Mich interessiert Literatur/Theater/Film Mich interessiert Sprache nicht partout. Mich interessiert das Internet nicht partout. Mich interessieren Themen, weil sie mein Leben stark beeinflussen, weil sie das Leben vieler stark beeinflussen. Mich interessieren diese Themen, weil ich in ihnen das Potential sehe weiterzuschreiten, wohin auch immer. Dieses Schreiten, was im Grunde ohne Grund auskommen muss, l&#228;sst sich oft nur als Mischung dessen beschreiben, was oben als tiefgr&#252;ndig, weibisch, bildungsb&#252;rgerlich und wissenschaftlich beschrieben wurde. Weil all das ein Teil meiner Person ist. Aber diese Person schreibt.

So jetzt kann man nat&#252;rlich deine Kritik ABC ernst nehmen und sagen, naja, war bl&#246;d der Text, merk&#039;ste selber, mach&#039;ste nicht nochmal, ne? 

Aber hier kommt das Bloggen ins Spiel, was ich zudem oben genannten Themen gerne betreibe. Bloggen ist eben auch Pers&#246;nlichkeit zeigen und an Pers&#246;nlichkeitsver&#228;nderungen teilhaben zu lassen. Und zwar sowohl als wissenschaftlich geistigen Fortschritt, als auch menschlich weibischen Fortschritt. Manchmal verwischt eben das und es ist gerade sch&#246;n, wenn zwei so genaue Kommentare darauf hinweisen. Da zeigt sich die kommunikative Kraft des neuen Mediums Internet. 

Das hei&#223;t allerdings nicht, dass ich so eine rege Diskussion mit dem Artikel bezweckt oder sie gar geplant, intendiert h&#228;tte. Nein, der Zufall ist immer noch der interessanteste Diskussionspartner. Wenn man diesen aber durch eure &#220;berlegungen beiseite schiebt und nicht zul&#228;sst, w&#252;sste ich nicht, worauf ich noch hoffen k&#246;nnte. Hier schlie&#223;t sich der Kreis der Argumentation, komme ich doch auch dazu bei meiner ersten Entgegnung zu meinem Artikel. Die Hoffnung zu einem Menschen zu werden, der ich gerne sein m&#246;chte, l&#228;sst sich durch Wissenschaft nicht erf&#252;llen. Das mag kurzsichtig sein, aber ich sehe in all dieser Tiefgr&#252;ndigkeit einfach kein Licht, das Leben erheblich zu erhellen. Auch die gelebte Erfahrung scheint mir dieses Licht nicht auszustrahlen. 

W&#252;rde ich mich also auf eine der von euch vorgeschlagenen Formen eingehen und dies Ernst nehmen, hie&#223;e dies in Konsequenz mich aufzugeben. Denn ja ich glaube, das Weib in mir hat eben so eine Berechtigung wie der tiefgr&#252;ndige Denker, ebenso der rationale Wissenschaftler, ebenso der aufgeblasene Bildungsb&#252;rger. Ich will mich nicht Einschr&#228;nken nur weil die sonst eintretenden Auswirkungen vielleicht peinlich (Bildungsb&#252;rger), oder uninteressant (Weib) sein k&#246;nnten. Das w&#228;re n&#228;mlich erst recht peinlich und uninteressant.

Du siehst, ich erz&#228;hle dir etwas, habe auch den ein oder anderen Spruch hier &quot;versteckt&quot;. Weil ich glaube, dass dies bisweilen eine super Unterhaltung ist. Ich wei&#223; nicht was ich dir auf deinen tollen Artikel &#252;ber Foucault sagen k&#246;nnte, auch wenn es da sicher redlich viel zu diskutieren g&#228;be. Aber sich dar&#252;ber zu streiten, was eine angemessene Form des Schreibens im Internet ist, das kommentiere ich gerade mit Freude. N&#228;chste Woche kann es andersherum sein, was soll&#039;s.

Ich schreibe gerne. Ich schreibe so wie ich eben bin, mal so, mal so. Zielgerichtet schreiben und leben ist klasse, so dies nicht pathologisch wird. Mein Blog, mein Wohnzimmer, meine Gespr&#228;che, geh wenn es dir nicht passt, ist nat&#252;rlich hier auf diesem Gruppenblog nicht angebracht, aber grunds&#228;tzlich meine Haltung zu der grundlegenden Kritik eurerseits. Nicht, weil mich die Kritik nicht trifft, mich nachdenken macht, sondern, weil sie einen Bereich anspricht, der zur Farce verkommt, so er sich durch Kritik zu sehr beeinflussen l&#228;sst. 

Aber so schreiben wie ich will kann ich auch woanders, das muss nicht hier sein. Eine Diskussion dar&#252;ber zu f&#252;hren, was die Endlosrekursion ausmacht, wie wir hier schreiben, auftreten etc. will ich schon seit Beginn dieses Projekts anregen. Bisher ohne Erfolg. Sollte der Artikel wirklich der Ausl&#246;ser einer solchen Debatte sein, k&#228;me ihm mehr Gewicht zu als er wohl hat, aber so es der Zufall will. 

Wie wollen wir hier schreiben, sollen Aphorismen, denn mehr Gehalt als solche hatte der Beitrag wirklich nicht, hier erscheinen, oder nicht? Mich schr&#228;nkt das nicht ein,  Blogs zu bef&#252;llen habe ich einige. Wo also wollen wir hin mit der Endlosrekursion? Und k&#246;nnen wir &#252;berhaupt? Was ist denn die Alternative zu solchen Texten, wie dem kritisierten?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Nun gut, dann will ich mich auch noch diesem Vorwurf der anderen Seite entgegenstellen. K&#252;rzer zwar, da die Argumentation in Konsequenz eine &#228;hnlich sein muss, wie die Erwiderung auf den Vorwurf, weibisches Geschw&#228;tz produziert zu haben. Denn ich werde einfach (so einfach ist es nat&#252;rlich nicht) den Begriff des bildungsb&#252;rgerlichen nicht akzeptieren und ihn hier versuchen zur&#252;ckzuweisen.</p>
<p>Es scheint mir so, als schr&#228;nkt ihr beide, aus welchen Gr&#252;nden auch immer, das ein, was Sprache alles ein kann. Mit Berechtigung sein kann. Wissenschaftlich und tiefgr&#252;ndig habt ihr beide mir jetzt vorgeschlagen, ruhig wie mir gro&#223;z&#252;gig von dir ABC zugestanden wurde, mit weibischen Passagen, die aber nicht die Grundintention ausmachen sollten. Warum denn nicht? Was ihr tiefgr&#252;ndig und wissenschaftlich im Gegensatz zum bildungsb&#252;rgerlichen und weibischen seht, stellt sich mir nicht als Gegensatz dar. Wie bildungsb&#252;rgerlich ist denn die Wissenschaft, wie peinlich ber&#252;hrend muten denn bisweilen wissenschaftliche Beitr&#228;ge an, um die sich anscheinend keine Sau k&#252;mmert. Wie weibisch daherredend sind denn tiefgr&#252;ndige Aussagen, die im Grunde schon von vorneherein davon ausgehen, dass sie nicht einmal eine handvoll Leser jemals verstehen werden. </p>
<p>Du doof, selber doof? Nein meine Argumentation geht einfach von einer anderen Ebene der Betrachtung aus. Die nicht richtiger ist, sondern eine andere Perspektive setzt. Meine Perspektive. Mich interessiert die Philosophie nicht partout. Mich interessiert Literatur/Theater/Film Mich interessiert Sprache nicht partout. Mich interessiert das Internet nicht partout. Mich interessieren Themen, weil sie mein Leben stark beeinflussen, weil sie das Leben vieler stark beeinflussen. Mich interessieren diese Themen, weil ich in ihnen das Potential sehe weiterzuschreiten, wohin auch immer. Dieses Schreiten, was im Grunde ohne Grund auskommen muss, l&#228;sst sich oft nur als Mischung dessen beschreiben, was oben als tiefgr&#252;ndig, weibisch, bildungsb&#252;rgerlich und wissenschaftlich beschrieben wurde. Weil all das ein Teil meiner Person ist. Aber diese Person schreibt.</p>
<p>So jetzt kann man nat&#252;rlich deine Kritik ABC ernst nehmen und sagen, naja, war bl&#246;d der Text, merk&#8217;ste selber, mach&#8217;ste nicht nochmal, ne? </p>
<p>Aber hier kommt das Bloggen ins Spiel, was ich zudem oben genannten Themen gerne betreibe. Bloggen ist eben auch Pers&#246;nlichkeit zeigen und an Pers&#246;nlichkeitsver&#228;nderungen teilhaben zu lassen. Und zwar sowohl als wissenschaftlich geistigen Fortschritt, als auch menschlich weibischen Fortschritt. Manchmal verwischt eben das und es ist gerade sch&#246;n, wenn zwei so genaue Kommentare darauf hinweisen. Da zeigt sich die kommunikative Kraft des neuen Mediums Internet. </p>
<p>Das hei&#223;t allerdings nicht, dass ich so eine rege Diskussion mit dem Artikel bezweckt oder sie gar geplant, intendiert h&#228;tte. Nein, der Zufall ist immer noch der interessanteste Diskussionspartner. Wenn man diesen aber durch eure &#220;berlegungen beiseite schiebt und nicht zul&#228;sst, w&#252;sste ich nicht, worauf ich noch hoffen k&#246;nnte. Hier schlie&#223;t sich der Kreis der Argumentation, komme ich doch auch dazu bei meiner ersten Entgegnung zu meinem Artikel. Die Hoffnung zu einem Menschen zu werden, der ich gerne sein m&#246;chte, l&#228;sst sich durch Wissenschaft nicht erf&#252;llen. Das mag kurzsichtig sein, aber ich sehe in all dieser Tiefgr&#252;ndigkeit einfach kein Licht, das Leben erheblich zu erhellen. Auch die gelebte Erfahrung scheint mir dieses Licht nicht auszustrahlen. </p>
<p>W&#252;rde ich mich also auf eine der von euch vorgeschlagenen Formen eingehen und dies Ernst nehmen, hie&#223;e dies in Konsequenz mich aufzugeben. Denn ja ich glaube, das Weib in mir hat eben so eine Berechtigung wie der tiefgr&#252;ndige Denker, ebenso der rationale Wissenschaftler, ebenso der aufgeblasene Bildungsb&#252;rger. Ich will mich nicht Einschr&#228;nken nur weil die sonst eintretenden Auswirkungen vielleicht peinlich (Bildungsb&#252;rger), oder uninteressant (Weib) sein k&#246;nnten. Das w&#228;re n&#228;mlich erst recht peinlich und uninteressant.</p>
<p>Du siehst, ich erz&#228;hle dir etwas, habe auch den ein oder anderen Spruch hier &#8220;versteckt&#8221;. Weil ich glaube, dass dies bisweilen eine super Unterhaltung ist. Ich wei&#223; nicht was ich dir auf deinen tollen Artikel &#252;ber Foucault sagen k&#246;nnte, auch wenn es da sicher redlich viel zu diskutieren g&#228;be. Aber sich dar&#252;ber zu streiten, was eine angemessene Form des Schreibens im Internet ist, das kommentiere ich gerade mit Freude. N&#228;chste Woche kann es andersherum sein, was soll&#8217;s.</p>
<p>Ich schreibe gerne. Ich schreibe so wie ich eben bin, mal so, mal so. Zielgerichtet schreiben und leben ist klasse, so dies nicht pathologisch wird. Mein Blog, mein Wohnzimmer, meine Gespr&#228;che, geh wenn es dir nicht passt, ist nat&#252;rlich hier auf diesem Gruppenblog nicht angebracht, aber grunds&#228;tzlich meine Haltung zu der grundlegenden Kritik eurerseits. Nicht, weil mich die Kritik nicht trifft, mich nachdenken macht, sondern, weil sie einen Bereich anspricht, der zur Farce verkommt, so er sich durch Kritik zu sehr beeinflussen l&#228;sst. </p>
<p>Aber so schreiben wie ich will kann ich auch woanders, das muss nicht hier sein. Eine Diskussion dar&#252;ber zu f&#252;hren, was die Endlosrekursion ausmacht, wie wir hier schreiben, auftreten etc. will ich schon seit Beginn dieses Projekts anregen. Bisher ohne Erfolg. Sollte der Artikel wirklich der Ausl&#246;ser einer solchen Debatte sein, k&#228;me ihm mehr Gewicht zu als er wohl hat, aber so es der Zufall will. </p>
<p>Wie wollen wir hier schreiben, sollen Aphorismen, denn mehr Gehalt als solche hatte der Beitrag wirklich nicht, hier erscheinen, oder nicht? Mich schr&#228;nkt das nicht ein,  Blogs zu bef&#252;llen habe ich einige. Wo also wollen wir hin mit der Endlosrekursion? Und k&#246;nnen wir &#252;berhaupt? Was ist denn die Alternative zu solchen Texten, wie dem kritisierten?</p>
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		<title>Von: Abc</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/228/du-bist-deine-sprache/comment-page-1/#comment-359</link>
		<dc:creator>Abc</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 05 May 2008 13:36:17 +0000</pubDate>
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		<description>Ich muss zugestehen, dass ich denselben Gedanken wie unser Untergangsprophet hatte, als ich deinen Artikel las; das hei&#223;t, nicht ganz denselben: Der „weibliche“ Diskussionsstil finde ich lieblich; m.E. besteht die Gefahr vielmehr darin, dass der Artikel zu einem bildungsb&#252;rgerlichen Umgang mit einem philosophischen Thema wird, der dieses im Endeffekt eher &#228;chtet als es zur Diskussion zu stellen. Die Empirie wird zum Austausch der Erfahrung, der Gedanke zum trivialen Aphorismus. 
Der Punkt ist h&#246;chst kompliziert, denn er betrifft die Frage nach der Form einer &#246;ffentlichen „sachlichen“ Diskussion &#252;berhaupt. Unter dem Gesichtspunkt dessen, was ich eben angemerkt, w&#252;rde ich deine Antwort auf Wowik in so fern f&#252;r mangelhaft ansehen, als dein Artikel, trotzt deiner ganz bestimmt „guten“ Absicht, eine problematische (n&#228;mlich bildungsb&#252;rgerliche) Struktur verwirklicht und diese Struktur eben durch deine Absicht „besser mal anrei&#223;en und damit vielleicht jemand anfixen, als nicht schreiben und selbst schon bald vergessen“ zu Stande kommt. Das Dilemma ist nun, dass die Figur, die du beschreibst, gleichzeitig eine gewisse Notwendigkeit und wichtige Qualit&#228;t besitzt. Dein Talent f&#252;r das Bloggen, besteht z.T. darin, dass du nicht davor zur&#252;ckscheust mal richtig „weiblich“ und „bildungsb&#252;rgerlich“ zu sein. Wowik reflektiert seine Unf&#228;higkeit: Die langen Kommentare bleiben unkommentiert. Vielleicht ist das ein Hinweis darauf, dass die kurzen Artikel f&#252;r eine &#246;ffentliche Debatte notwendig sind. Wenn es u.a. die Absicht der Endlosrekursion ist, eine sachlichere Diskussion in die blogosph&#228;rische &#214;ffentlichkeit zu stellen (ein arrogantes Unternehmen), dann ist diese kurze Form unvermeidbar. Leider hat dieses Argument den Klang der volksaufkl&#228;rerischen Arroganz einer Elite die eingesehen haben will, dass sie p&#228;dagogisch vorgehen muss. Die Seite der unkommentierten Kommentare hat jedoch eine &#228;hnliche Arroganz, n&#228;mlich diejenige der Ignoranz einer selbstzufriedenen Institution. Das Dilemma tritt also auf dieser Ebene wieder hervor. 
Die &#220;berlegung hier geht lediglich um die Frage, ob die Form des kurzen Artikels durch seine, wie du sagt, pragmatische Funktion gerechtfertigt werden kann. Das beschriebene Dilemma scheint zwei immanente Aspekte verdeutlicht zu haben, die latent schon in unseren angewendeten Begrifflichkeiten versteckt lagen und wir jetzt daf&#252;r benutzen k&#246;nnen, die gef&#228;hrlichere von der vorteilhafteren Seite des kurzen Artikels zu unterscheiden: Die Weiblichkeit seiner Form ist eben der Vorteil; sie ist die Einladung zum Gespr&#228;ch, besitzt N&#228;he und Vertrautheit, l&#228;sst ein bisschen Quatsch und ruhige Ann&#228;hrung zu. Die Bildungsb&#252;rgerlichkeit seiner Form ist der Nachteil, der zu vermeiden w&#228;re; sie stellt der ungr&#252;ndliche Umgang mit einem Thema dar, der in seiner Wirkung in der Debatte von der Illusion gepr&#228;gt ist, dass das Thema ernsthaft diskutiert wird. Am Ende dieser Bewegung stehen die B&#252;rger im Salon und geben einander Recht, w&#228;hrend sie an die Mahlzeit denken und sich gebildet f&#252;hlen. Nach dem nahrungsvollen Essen gehen sie in das Herrenzimmer: Die Weiblichkeit wird verdr&#228;ngt und die Selbstzufriedenheit endg&#252;ltig durchgesetzt. 
Mein Rat w&#228;re also, dass du den weiblichen Stil beh&#228;ltst und die bildungsb&#252;rgerliche aphoristische „&#220;berlegung“ in einen interessanten Gedanken verwandelst, so wie ich wei&#223;, dass du es sehr gut kannst. 
Dieses Ergebnis muss notwendigerweise auch mich selbst treffen. Weniger trifft sie bei Wowik zu, der, anscheinend ohne es gemerkt zu haben, einen sehr weiblichen Stil hat (wie jeder Untergangsprophet). Ich dagegen komme selten dazu einen Artikel zu verfassen, weil ich immer viel Zeit und Aufwand brauche. Dies hei&#223;t nicht, dass ich besonders gr&#252;ndlicher oder geistiger bin, als andere Verfasser, sondern nur, dass ich im weiblichen Stil nicht ge&#252;bt bin. Sagen wir, dass dieser Text eine erste &#220;bung war. Soll ich nun etwas zur „Sprache“ sagen? Ach, lassen wir es lieber.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich muss zugestehen, dass ich denselben Gedanken wie unser Untergangsprophet hatte, als ich deinen Artikel las; das hei&#223;t, nicht ganz denselben: Der „weibliche“ Diskussionsstil finde ich lieblich; m.E. besteht die Gefahr vielmehr darin, dass der Artikel zu einem bildungsb&#252;rgerlichen Umgang mit einem philosophischen Thema wird, der dieses im Endeffekt eher &#228;chtet als es zur Diskussion zu stellen. Die Empirie wird zum Austausch der Erfahrung, der Gedanke zum trivialen Aphorismus.<br />
Der Punkt ist h&#246;chst kompliziert, denn er betrifft die Frage nach der Form einer &#246;ffentlichen „sachlichen“ Diskussion &#252;berhaupt. Unter dem Gesichtspunkt dessen, was ich eben angemerkt, w&#252;rde ich deine Antwort auf Wowik in so fern f&#252;r mangelhaft ansehen, als dein Artikel, trotzt deiner ganz bestimmt „guten“ Absicht, eine problematische (n&#228;mlich bildungsb&#252;rgerliche) Struktur verwirklicht und diese Struktur eben durch deine Absicht „besser mal anrei&#223;en und damit vielleicht jemand anfixen, als nicht schreiben und selbst schon bald vergessen“ zu Stande kommt. Das Dilemma ist nun, dass die Figur, die du beschreibst, gleichzeitig eine gewisse Notwendigkeit und wichtige Qualit&#228;t besitzt. Dein Talent f&#252;r das Bloggen, besteht z.T. darin, dass du nicht davor zur&#252;ckscheust mal richtig „weiblich“ und „bildungsb&#252;rgerlich“ zu sein. Wowik reflektiert seine Unf&#228;higkeit: Die langen Kommentare bleiben unkommentiert. Vielleicht ist das ein Hinweis darauf, dass die kurzen Artikel f&#252;r eine &#246;ffentliche Debatte notwendig sind. Wenn es u.a. die Absicht der Endlosrekursion ist, eine sachlichere Diskussion in die blogosph&#228;rische &#214;ffentlichkeit zu stellen (ein arrogantes Unternehmen), dann ist diese kurze Form unvermeidbar. Leider hat dieses Argument den Klang der volksaufkl&#228;rerischen Arroganz einer Elite die eingesehen haben will, dass sie p&#228;dagogisch vorgehen muss. Die Seite der unkommentierten Kommentare hat jedoch eine &#228;hnliche Arroganz, n&#228;mlich diejenige der Ignoranz einer selbstzufriedenen Institution. Das Dilemma tritt also auf dieser Ebene wieder hervor.<br />
Die &#220;berlegung hier geht lediglich um die Frage, ob die Form des kurzen Artikels durch seine, wie du sagt, pragmatische Funktion gerechtfertigt werden kann. Das beschriebene Dilemma scheint zwei immanente Aspekte verdeutlicht zu haben, die latent schon in unseren angewendeten Begrifflichkeiten versteckt lagen und wir jetzt daf&#252;r benutzen k&#246;nnen, die gef&#228;hrlichere von der vorteilhafteren Seite des kurzen Artikels zu unterscheiden: Die Weiblichkeit seiner Form ist eben der Vorteil; sie ist die Einladung zum Gespr&#228;ch, besitzt N&#228;he und Vertrautheit, l&#228;sst ein bisschen Quatsch und ruhige Ann&#228;hrung zu. Die Bildungsb&#252;rgerlichkeit seiner Form ist der Nachteil, der zu vermeiden w&#228;re; sie stellt der ungr&#252;ndliche Umgang mit einem Thema dar, der in seiner Wirkung in der Debatte von der Illusion gepr&#228;gt ist, dass das Thema ernsthaft diskutiert wird. Am Ende dieser Bewegung stehen die B&#252;rger im Salon und geben einander Recht, w&#228;hrend sie an die Mahlzeit denken und sich gebildet f&#252;hlen. Nach dem nahrungsvollen Essen gehen sie in das Herrenzimmer: Die Weiblichkeit wird verdr&#228;ngt und die Selbstzufriedenheit endg&#252;ltig durchgesetzt.<br />
Mein Rat w&#228;re also, dass du den weiblichen Stil beh&#228;ltst und die bildungsb&#252;rgerliche aphoristische „&#220;berlegung“ in einen interessanten Gedanken verwandelst, so wie ich wei&#223;, dass du es sehr gut kannst.<br />
Dieses Ergebnis muss notwendigerweise auch mich selbst treffen. Weniger trifft sie bei Wowik zu, der, anscheinend ohne es gemerkt zu haben, einen sehr weiblichen Stil hat (wie jeder Untergangsprophet). Ich dagegen komme selten dazu einen Artikel zu verfassen, weil ich immer viel Zeit und Aufwand brauche. Dies hei&#223;t nicht, dass ich besonders gr&#252;ndlicher oder geistiger bin, als andere Verfasser, sondern nur, dass ich im weiblichen Stil nicht ge&#252;bt bin. Sagen wir, dass dieser Text eine erste &#220;bung war. Soll ich nun etwas zur „Sprache“ sagen? Ach, lassen wir es lieber.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: soeren onez</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/228/du-bist-deine-sprache/comment-page-1/#comment-358</link>
		<dc:creator>soeren onez</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 May 2008 22:57:14 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/228/du-bist-deine-sprache/#comment-358</guid>
		<description>Deiner Kritik an diesem Artikel entspreche ich voll und ganz, &#252;berlegte ich doch selbst einige Zeit ob ich diesen nicht zu Ende gesponnenen Gedanken anderen zu lesen gebe, oder nicht. Aber ich habe mich daf&#252;r entschieden, weil ich gedacht habe, besser mal anrei&#223;en und damit vielleicht jemand anfixen, als nicht schreiben und selbst schon bald vergessen haben. Ich bleibe selten lange bei einem Thema, wie du sicher meinen thematisch immer wieder wechselnden Artikeln entnehmen kannst. Wenn ich einen Artikel, den ich heute erdacht habe, nicht heute schreibe, schreibe ich ihn nie. Das hei&#223;t nicht, dass das Thema verschwindet, aber morgen werde ich anders dar&#252;ber denken. Aber das ist nur der pragmatische, vielleicht nachvollziehbare Teil.

Der zweite Teil wird weniger verst&#228;ndlich, weil er einem Thema untersteht, dass ich nur ungen&#252;gend mit Hoffnung betiteln kann. Deine Argumentation gegen das Fremde (ohne es abzulehnen oder auszugrenzen) ist hier ja schon oft aufgetaucht und ich kann ihr folgen, bis zu einem gewissen Punkt. Dieser Punkt hei&#223;t &#220;berwindung. Das ist weder notwendig, noch sinnvoll noch sonstwie fassbar zu machen. Es ist ganz einfach Leben.

Wenn ich hier in Deutschland mein ganzes Leben verbringen m&#252;sste, w&#252;rde ich verr&#252;ckt werden, bevor mich das Leben hier verr&#252;ckt machen w&#252;rde. Nenn es Flucht, nenn es Aufbruch, nenn es &lt;a href=&quot;http://www.endlosrekursion.de/217/die-zwei-waagschalen/&quot;&gt;Fernweh&lt;/a&gt;. Ich muss hier manchmal weg, muss mich und die Welt, kurz das leben neu entdecken, bei Null anfangen, gedanklichen wie sozialen Ballast hinter mir lassen k&#246;nnen, um mich als sich entwickelnde Person ernst nehmen zu k&#246;nnen. Dieses Ferne kann ein Schritt, eintausend Kilometer oder eine Entscheidung sein. Das spielt keine Rolle. Es muss nur m&#246;glich sein. Denn das ist Hoffnung f&#252;r mich.

Wenn ich aber von vorneherein eine Einstellung wie du sie hier verteidigst gehabt h&#228;tte, w&#228;re ich nicht derjenige, der mit dir redest. Werde, der du bist hei&#223;t eben auch, nichts auszuschlie&#223;en, auf das du hoffen kannst. Wahrscheinlichkeiten bringen dich n&#228;mlich nur wahrscheinlich weiter. 

Ich habe in Tschechien Jana kennengelernt und wir haben uns ein halbes Jahr nicht verstanden. Haben uns mit Englisch beholfen, was sie erst gelernt hat und ich nur bedingt kann. Es hat funktioniert, weil das Leben, weil mein leben nicht nur aus konsequent zu Ende Gedachtem besteht, sonder aus Sympathie, die durchaus auch erstmal auf Basis der Hoffnung vergeben werden kann. 

Alles nur Kaffeklatsch? Ja sicher, was hast du erwartet? 

Wenn du man um sich herum nicht verstanden wird und nichts versteht, dann wird man ruhig. Wenn man ruhig wird ohne ruhig zu sein, dann wird man sich fremd. Sprache gibt uns die M&#246;glichkeit das was du Tiefgang genannt hast, zu erfahren. Aber manchmal nimmt man die  Sprachlosigkeit in Kauf, weil Sprache nicht die einzige Art des Erfahrens ist. Das l&#228;sst mich immer wieder aufbrechen, sei es in Gedanken oder in andere L&#228;nder. Mich interessiert das Erfahren, Tiefgr&#252;ndigkeit ist eine Art davon. Eine unter vielen.

Vielleicht reicht dir das, vielleicht auch nicht. Sprich an, was dich an der im Artikel angerissenen Sprachkonzeption st&#246;rt und vielleicht kratze ich dann gerne mit dir die Kurve. Aber sich unter Menschen bei Kaffee und Kuchen auszutauschen lasse ich mir dennoch nicht madig reden.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Deiner Kritik an diesem Artikel entspreche ich voll und ganz, &#252;berlegte ich doch selbst einige Zeit ob ich diesen nicht zu Ende gesponnenen Gedanken anderen zu lesen gebe, oder nicht. Aber ich habe mich daf&#252;r entschieden, weil ich gedacht habe, besser mal anrei&#223;en und damit vielleicht jemand anfixen, als nicht schreiben und selbst schon bald vergessen haben. Ich bleibe selten lange bei einem Thema, wie du sicher meinen thematisch immer wieder wechselnden Artikeln entnehmen kannst. Wenn ich einen Artikel, den ich heute erdacht habe, nicht heute schreibe, schreibe ich ihn nie. Das hei&#223;t nicht, dass das Thema verschwindet, aber morgen werde ich anders dar&#252;ber denken. Aber das ist nur der pragmatische, vielleicht nachvollziehbare Teil.</p>
<p>Der zweite Teil wird weniger verst&#228;ndlich, weil er einem Thema untersteht, dass ich nur ungen&#252;gend mit Hoffnung betiteln kann. Deine Argumentation gegen das Fremde (ohne es abzulehnen oder auszugrenzen) ist hier ja schon oft aufgetaucht und ich kann ihr folgen, bis zu einem gewissen Punkt. Dieser Punkt hei&#223;t &#220;berwindung. Das ist weder notwendig, noch sinnvoll noch sonstwie fassbar zu machen. Es ist ganz einfach Leben.</p>
<p>Wenn ich hier in Deutschland mein ganzes Leben verbringen m&#252;sste, w&#252;rde ich verr&#252;ckt werden, bevor mich das Leben hier verr&#252;ckt machen w&#252;rde. Nenn es Flucht, nenn es Aufbruch, nenn es <a href="http://www.endlosrekursion.de/217/die-zwei-waagschalen/">Fernweh</a>. Ich muss hier manchmal weg, muss mich und die Welt, kurz das leben neu entdecken, bei Null anfangen, gedanklichen wie sozialen Ballast hinter mir lassen k&#246;nnen, um mich als sich entwickelnde Person ernst nehmen zu k&#246;nnen. Dieses Ferne kann ein Schritt, eintausend Kilometer oder eine Entscheidung sein. Das spielt keine Rolle. Es muss nur m&#246;glich sein. Denn das ist Hoffnung f&#252;r mich.</p>
<p>Wenn ich aber von vorneherein eine Einstellung wie du sie hier verteidigst gehabt h&#228;tte, w&#228;re ich nicht derjenige, der mit dir redest. Werde, der du bist hei&#223;t eben auch, nichts auszuschlie&#223;en, auf das du hoffen kannst. Wahrscheinlichkeiten bringen dich n&#228;mlich nur wahrscheinlich weiter. </p>
<p>Ich habe in Tschechien Jana kennengelernt und wir haben uns ein halbes Jahr nicht verstanden. Haben uns mit Englisch beholfen, was sie erst gelernt hat und ich nur bedingt kann. Es hat funktioniert, weil das Leben, weil mein leben nicht nur aus konsequent zu Ende Gedachtem besteht, sonder aus Sympathie, die durchaus auch erstmal auf Basis der Hoffnung vergeben werden kann. </p>
<p>Alles nur Kaffeklatsch? Ja sicher, was hast du erwartet? </p>
<p>Wenn du man um sich herum nicht verstanden wird und nichts versteht, dann wird man ruhig. Wenn man ruhig wird ohne ruhig zu sein, dann wird man sich fremd. Sprache gibt uns die M&#246;glichkeit das was du Tiefgang genannt hast, zu erfahren. Aber manchmal nimmt man die  Sprachlosigkeit in Kauf, weil Sprache nicht die einzige Art des Erfahrens ist. Das l&#228;sst mich immer wieder aufbrechen, sei es in Gedanken oder in andere L&#228;nder. Mich interessiert das Erfahren, Tiefgr&#252;ndigkeit ist eine Art davon. Eine unter vielen.</p>
<p>Vielleicht reicht dir das, vielleicht auch nicht. Sprich an, was dich an der im Artikel angerissenen Sprachkonzeption st&#246;rt und vielleicht kratze ich dann gerne mit dir die Kurve. Aber sich unter Menschen bei Kaffee und Kuchen auszutauschen lasse ich mir dennoch nicht madig reden.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wowik</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/228/du-bist-deine-sprache/comment-page-1/#comment-357</link>
		<dc:creator>Wowik</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 May 2008 21:01:34 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/228/du-bist-deine-sprache/#comment-357</guid>
		<description>Das ist schon lustig, manchmal schreibe ich zwei oder drei Seiten tiefsch&#252;rfende Kommentare und kein Mensch antwortet. Nun habe ich einen einzigen Satz geschrieben und werde mit Fragen &#252;bersch&#252;ttet. Wenn die anf&#228;ngliche K&#252;rze ansprechender wirkt bzw. einen besseren Einstieg erm&#246;glicht, werde ich mir das f&#252;r die n&#228;chsten Kommentare merken. 

@ Claudia

„Was ist mit der h&#252;bschen, 20-j&#228;hrigen Italienierin, die in der U-Bahn schr&#228;g gegen&#252;ber sitzt und dich anl&#228;chelt?“ 

Ich beginne zun&#228;chst mit der zweidimensionalen geometrischen Vermessung des Gesichts und transformiere die Messdaten dann in einen f&#252;r mich verst&#228;ndlichen Bin&#228;rcode…001010100 usw.
Nein, ich bin keine Maschine aber mit deinem Beispiel reduzierst du mein Verst&#228;ndnis von Sympathie auf die Form. Nat&#252;rlich kann eine Italienerin sch&#246;n anzuschauen sein, aber was wird beim blo&#223;en Anblick sch&#246;n gefunden?
Der K&#246;rper, denn die blo&#223;e Betrachtung ist noch nicht sprachlich. Es ging jedoch in den Kommentaren zuvor um Sprache, ich w&#252;rde also meine Behauptung etwas pr&#228;ziser formulieren: Um etwas Sprechendes sympathisch finden zu k&#246;nnen, muss dieses Sprechende meine Sprache sprechen. 

„Die Bedienung im vietnamesischen Restaurant, die dir die W&#252;nsche von den Augen abliest und dich super bedient, obwohl mehr als “auf die Karte zeigen” nicht drin ist??“

Es gibt Hunde denen muss man das St&#246;ckchen  nur hinwerfen und ohne dass man auch nur ein Wort sagen m&#252;sste bringen sie es zur&#252;ck. Das zweite Beispiel taugt also auch nicht, denn es gibt mannigfaltige Lebewesen die zudiensten sein k&#246;nnen, sprechen kann man hingegen nur mit Menschen. 

„Dann all die Menschen, die dir weiter helfen, wenn du im Ausland bist, zur Not mittels Zeichensprache? Oder die dich zu etwas einladen, obwohl sie dich nicht verstehen?“

Leider wieder so ein Beispiel aus der Lebenswelt, ungen&#252;gend weil beliebig, man kann genauso gut im Ausland &#252;berfallen werden oder wenn du gerne nach Kolumbien f&#228;hrst stehen die Chancen auf eine Entf&#252;hrung auch nicht schlecht. Ich will damit jetzt keine Diskussion &#252;ber die Boshaftigkeit bzw. Gutm&#252;tigkeit „fremder“ V&#246;lker beginnen, sondern nur zeigen dass solche konstruierten Situationen zu keiner Argumentation taugen.  

„Alle unsympathisch??“ 

Ja, allein die Beispiele sind es.

„Was ist mit nonverbaler Kommunikation…“

Das ist ein guter Punkt, denn hiermit deutest du indirekt auf das Potenzial hin welches eine solche Diskussion &#252;ber Sprache haben k&#246;nnte, vorausgesetzt man w&#252;rde sie anders f&#252;hren. 
Die Kommunikation verr&#228;t dich. Ich will, obzwar ich, wie du mit deiner Schlussbemerkung schon passend bemerkt hast, Grimassenschneiden und Gestikulation als Mittel zur Kommunikation weder beherrsche noch sch&#228;tze, nicht abstreiten dass es m&#246;glich sei sich derart zu verst&#228;ndigen. 
Kann man Verst&#228;ndigung durch Mimik und Gestik jedoch als Sprache bezeichnen? Wo liegt dann der Unterschied zwischen der Art und Weise wie Tiere kommunizieren, man denke mal an Drohgeb&#228;rden oder Warnlaute mit denen diese sich ja auch irgendwie „verst&#228;ndigen“ und der Kommunikation zweier Menschen. 
Kann das Sprechen mit Sprache gleichgesetzt werden? Ist das Sprechen insofern nur eines unter vielen Mitteln zur Kommunikation als dass damit nichts anderes gesagt werden k&#246;nnte was auch auf andere weise sagbar w&#228;re? Weil Sprache eben mehr ist als das blo&#223;e Sprechen, br&#228;uchte man den Vietnamesen auch nicht mit einem Hund gleichzusetzen, (&#220;beraufmerksame Leser h&#228;tten mir diesen Gedanken sicher vorgeworfen) man kann zwar im Sinne eines sprachlichen Austausches weder mit dem einen noch mit dem anderen Sprechen wohl aber mit beiden auf irgendeine Art kommunizieren. Der Unterschied zwischen dem Hund und dem Vietnamesen liegt eben darin, dass der eine Sprache hat und der andere nicht, d.h. beim Vietnamesen fehlt nur das ad&#228;quate Sprachmittel, beim Hund fehlt die Sprache selbst. 
Oder anders: Versuche jemandem (vielleicht einem Inder) den Inhalt des vorherigen Absatzes mithilfe von nonverbalen Kommunikationsmitteln deutlich zu machen. 

@ soeren onez:

Eigentlich wollte ich mir Kritik dieser Art verkneifen zumal ich selbst nicht gerade in ausreichender Zahl Artikel schreibe und irgendetwas immer noch besser ist als nichts. Nun, ich hoffe es klingt nicht zu b&#246;sartig, denn das soll es eigentlich nicht sein.
Ein interessantes Thema das du angeschnitten hast. Die Betonung liegt auf „angeschnitten“, denn ich war vom Umfang und Inhalt des Artikels verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig entt&#228;uscht. F&#252;r das Potenzial des Themas Sprache, welches mit Sicherheit nahezu unersch&#246;pflich gro&#223; ist, ist der Artikel viel zu kurz geraten. Ich denke die unzureichende Qualit&#228;t l&#228;sst sich auch an dem „weiblichen“ Diskussionsstil erkennen: Statt ein Ergebnis zu verfolgen oder wenigstens die fehlende Tiefgr&#252;ndigkeit nachzuholen, tauscht man sich bei Kaffee und Kuchen &#252;ber belanglose Erfahrungen aus. 
Wie war euer Tag denn heute so? 
Ach…wie „spannend“!
Und ich bin der verdammte Weihnachtsmann.

Ich hoffe wir kriegen die Kurve noch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das ist schon lustig, manchmal schreibe ich zwei oder drei Seiten tiefsch&#252;rfende Kommentare und kein Mensch antwortet. Nun habe ich einen einzigen Satz geschrieben und werde mit Fragen &#252;bersch&#252;ttet. Wenn die anf&#228;ngliche K&#252;rze ansprechender wirkt bzw. einen besseren Einstieg erm&#246;glicht, werde ich mir das f&#252;r die n&#228;chsten Kommentare merken. </p>
<p>@ Claudia</p>
<p>„Was ist mit der h&#252;bschen, 20-j&#228;hrigen Italienierin, die in der U-Bahn schr&#228;g gegen&#252;ber sitzt und dich anl&#228;chelt?“ </p>
<p>Ich beginne zun&#228;chst mit der zweidimensionalen geometrischen Vermessung des Gesichts und transformiere die Messdaten dann in einen f&#252;r mich verst&#228;ndlichen Bin&#228;rcode…001010100 usw.<br />
Nein, ich bin keine Maschine aber mit deinem Beispiel reduzierst du mein Verst&#228;ndnis von Sympathie auf die Form. Nat&#252;rlich kann eine Italienerin sch&#246;n anzuschauen sein, aber was wird beim blo&#223;en Anblick sch&#246;n gefunden?<br />
Der K&#246;rper, denn die blo&#223;e Betrachtung ist noch nicht sprachlich. Es ging jedoch in den Kommentaren zuvor um Sprache, ich w&#252;rde also meine Behauptung etwas pr&#228;ziser formulieren: Um etwas Sprechendes sympathisch finden zu k&#246;nnen, muss dieses Sprechende meine Sprache sprechen. </p>
<p>„Die Bedienung im vietnamesischen Restaurant, die dir die W&#252;nsche von den Augen abliest und dich super bedient, obwohl mehr als “auf die Karte zeigen” nicht drin ist??“</p>
<p>Es gibt Hunde denen muss man das St&#246;ckchen  nur hinwerfen und ohne dass man auch nur ein Wort sagen m&#252;sste bringen sie es zur&#252;ck. Das zweite Beispiel taugt also auch nicht, denn es gibt mannigfaltige Lebewesen die zudiensten sein k&#246;nnen, sprechen kann man hingegen nur mit Menschen. </p>
<p>„Dann all die Menschen, die dir weiter helfen, wenn du im Ausland bist, zur Not mittels Zeichensprache? Oder die dich zu etwas einladen, obwohl sie dich nicht verstehen?“</p>
<p>Leider wieder so ein Beispiel aus der Lebenswelt, ungen&#252;gend weil beliebig, man kann genauso gut im Ausland &#252;berfallen werden oder wenn du gerne nach Kolumbien f&#228;hrst stehen die Chancen auf eine Entf&#252;hrung auch nicht schlecht. Ich will damit jetzt keine Diskussion &#252;ber die Boshaftigkeit bzw. Gutm&#252;tigkeit „fremder“ V&#246;lker beginnen, sondern nur zeigen dass solche konstruierten Situationen zu keiner Argumentation taugen.  </p>
<p>„Alle unsympathisch??“ </p>
<p>Ja, allein die Beispiele sind es.</p>
<p>„Was ist mit nonverbaler Kommunikation…“</p>
<p>Das ist ein guter Punkt, denn hiermit deutest du indirekt auf das Potenzial hin welches eine solche Diskussion &#252;ber Sprache haben k&#246;nnte, vorausgesetzt man w&#252;rde sie anders f&#252;hren.<br />
Die Kommunikation verr&#228;t dich. Ich will, obzwar ich, wie du mit deiner Schlussbemerkung schon passend bemerkt hast, Grimassenschneiden und Gestikulation als Mittel zur Kommunikation weder beherrsche noch sch&#228;tze, nicht abstreiten dass es m&#246;glich sei sich derart zu verst&#228;ndigen.<br />
Kann man Verst&#228;ndigung durch Mimik und Gestik jedoch als Sprache bezeichnen? Wo liegt dann der Unterschied zwischen der Art und Weise wie Tiere kommunizieren, man denke mal an Drohgeb&#228;rden oder Warnlaute mit denen diese sich ja auch irgendwie „verst&#228;ndigen“ und der Kommunikation zweier Menschen.<br />
Kann das Sprechen mit Sprache gleichgesetzt werden? Ist das Sprechen insofern nur eines unter vielen Mitteln zur Kommunikation als dass damit nichts anderes gesagt werden k&#246;nnte was auch auf andere weise sagbar w&#228;re? Weil Sprache eben mehr ist als das blo&#223;e Sprechen, br&#228;uchte man den Vietnamesen auch nicht mit einem Hund gleichzusetzen, (&#220;beraufmerksame Leser h&#228;tten mir diesen Gedanken sicher vorgeworfen) man kann zwar im Sinne eines sprachlichen Austausches weder mit dem einen noch mit dem anderen Sprechen wohl aber mit beiden auf irgendeine Art kommunizieren. Der Unterschied zwischen dem Hund und dem Vietnamesen liegt eben darin, dass der eine Sprache hat und der andere nicht, d.h. beim Vietnamesen fehlt nur das ad&#228;quate Sprachmittel, beim Hund fehlt die Sprache selbst.<br />
Oder anders: Versuche jemandem (vielleicht einem Inder) den Inhalt des vorherigen Absatzes mithilfe von nonverbalen Kommunikationsmitteln deutlich zu machen. </p>
<p>@ soeren onez:</p>
<p>Eigentlich wollte ich mir Kritik dieser Art verkneifen zumal ich selbst nicht gerade in ausreichender Zahl Artikel schreibe und irgendetwas immer noch besser ist als nichts. Nun, ich hoffe es klingt nicht zu b&#246;sartig, denn das soll es eigentlich nicht sein.<br />
Ein interessantes Thema das du angeschnitten hast. Die Betonung liegt auf „angeschnitten“, denn ich war vom Umfang und Inhalt des Artikels verh&#228;ltnism&#228;&#223;ig entt&#228;uscht. F&#252;r das Potenzial des Themas Sprache, welches mit Sicherheit nahezu unersch&#246;pflich gro&#223; ist, ist der Artikel viel zu kurz geraten. Ich denke die unzureichende Qualit&#228;t l&#228;sst sich auch an dem „weiblichen“ Diskussionsstil erkennen: Statt ein Ergebnis zu verfolgen oder wenigstens die fehlende Tiefgr&#252;ndigkeit nachzuholen, tauscht man sich bei Kaffee und Kuchen &#252;ber belanglose Erfahrungen aus.<br />
Wie war euer Tag denn heute so?<br />
Ach…wie „spannend“!<br />
Und ich bin der verdammte Weihnachtsmann.</p>
<p>Ich hoffe wir kriegen die Kurve noch.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Claudia</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/228/du-bist-deine-sprache/comment-page-1/#comment-356</link>
		<dc:creator>Claudia</dc:creator>
		<pubDate>Sat, 03 May 2008 09:11:03 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/228/du-bist-deine-sprache/#comment-356</guid>
		<description>@Wowik: dein Statement &quot;Menschen die nicht meine Sprache sprechen sind mir nie sympathisch.&quot; finde ich ersch&#252;tternd und kann es gar nicht glauben
 
Was ist mit der h&#252;bschen, 20-j&#228;hrigen Italienierin, die in der U-Bahn schr&#228;g gegen&#252;ber sitzt und dich anl&#228;chelt? Die Bedienung im vietnamesischen Restaurant, die dir die W&#252;nsche von den Augen abliest und dich super bedient, obwohl mehr als &quot;auf die Karte zeigen&quot; nicht drin ist?? Dann all die Menschen, die dir weiter helfen, wenn du im Ausland bist, zur Not mittels Zeichensprache? Oder die dich zu etwas einladen, obwohl sie dich nicht verstehen?

Alle unsympathisch?? Was ist mit nonverbaler Kommunikation, die doch einen wesentlichen Bestandteil menschlicher Kommunikation ausmacht? (http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/KOMMUNIKATION/KommNonverbale.shtml)
Bist du eine Maschine, die dagegen immun ist??</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@Wowik: dein Statement &#8220;Menschen die nicht meine Sprache sprechen sind mir nie sympathisch.&#8221; finde ich ersch&#252;tternd und kann es gar nicht glauben</p>
<p>Was ist mit der h&#252;bschen, 20-j&#228;hrigen Italienierin, die in der U-Bahn schr&#228;g gegen&#252;ber sitzt und dich anl&#228;chelt? Die Bedienung im vietnamesischen Restaurant, die dir die W&#252;nsche von den Augen abliest und dich super bedient, obwohl mehr als &#8220;auf die Karte zeigen&#8221; nicht drin ist?? Dann all die Menschen, die dir weiter helfen, wenn du im Ausland bist, zur Not mittels Zeichensprache? Oder die dich zu etwas einladen, obwohl sie dich nicht verstehen?</p>
<p>Alle unsympathisch?? Was ist mit nonverbaler Kommunikation, die doch einen wesentlichen Bestandteil menschlicher Kommunikation ausmacht? (<a href="http://www.stangl-taller.at/ARBEITSBLAETTER/KOMMUNIKATION/KommNonverbale.shtml" rel="nofollow">http://www.stangl-taller.at/AR.....bale.shtml</a>)<br />
Bist du eine Maschine, die dagegen immun ist??</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wowik</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/228/du-bist-deine-sprache/comment-page-1/#comment-354</link>
		<dc:creator>Wowik</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 30 Apr 2008 20:08:36 +0000</pubDate>
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		<description>.&quot;..auch wenn ich wei&#223; wie ern&#252;chternd es sein kann, wenn man von symphatischen Leuten der anderen Sprache nicht die gewohnte verstehende Reaktion bekommt!&quot;

Das Problem kenne ich nicht, Menschen die nicht meine Sprache sprechen sind mir nie sympathisch.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>.&#8221;..auch wenn ich wei&#223; wie ern&#252;chternd es sein kann, wenn man von symphatischen Leuten der anderen Sprache nicht die gewohnte verstehende Reaktion bekommt!&#8221;</p>
<p>Das Problem kenne ich nicht, Menschen die nicht meine Sprache sprechen sind mir nie sympathisch.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Marvin</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/228/du-bist-deine-sprache/comment-page-1/#comment-352</link>
		<dc:creator>Marvin</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 29 Apr 2008 16:47:00 +0000</pubDate>
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		<description>Ich habe fr&#252;her nie &#252;ber dergleichen nachgedacht, aber durch die Arbeit im Krankenhaus w&#228;hrend meines Zivildienstes mit &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Aphasie&quot;&gt;Aphasikern&lt;/a&gt;; habe ich gelernt, wie extrem tragisch der Sprachverlust ist.
Das &quot;sich nicht &#228;u&#223;ern k&#246;nnen&quot;  endet zwar oft bei Zeichensprache, womit sich die meisten Patienten durchaus ausdr&#252;cken k&#246;nnen, aber wenn die entsprechende Person merkt, dass man sie &#252;berhaupt nicht versteht, wird daraus meist ein emotionales Chaos. Dementsprechend finde ich Sprachbarrieren nat&#252;rlicher Herkunft eher weniger schlimm, auch wenn ich wei&#223; wie ern&#252;chternd es sein kann, wenn man von symphatischen Leuten der anderen Sprache nicht die gewohnte verstehende Reaktion bekommt!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich habe fr&#252;her nie &#252;ber dergleichen nachgedacht, aber durch die Arbeit im Krankenhaus w&#228;hrend meines Zivildienstes mit <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Aphasie">Aphasikern</a>; habe ich gelernt, wie extrem tragisch der Sprachverlust ist.<br />
Das &#8220;sich nicht &#228;u&#223;ern k&#246;nnen&#8221;  endet zwar oft bei Zeichensprache, womit sich die meisten Patienten durchaus ausdr&#252;cken k&#246;nnen, aber wenn die entsprechende Person merkt, dass man sie &#252;berhaupt nicht versteht, wird daraus meist ein emotionales Chaos. Dementsprechend finde ich Sprachbarrieren nat&#252;rlicher Herkunft eher weniger schlimm, auch wenn ich wei&#223; wie ern&#252;chternd es sein kann, wenn man von symphatischen Leuten der anderen Sprache nicht die gewohnte verstehende Reaktion bekommt!</p>
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	<item>
		<title>Von: Jörg Friedrich &#124; Was ich letzte Woche las</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/228/du-bist-deine-sprache/comment-page-1/#comment-351</link>
		<dc:creator>Jörg Friedrich &#124; Was ich letzte Woche las</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 28 Apr 2008 10:30:54 +0000</pubDate>
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		<description>[...] Wie sehr schr&#228;nkt es mich ein, wenn ich die Sprache meiner Umgebung nicht sicher beherrsche, fragt Soeren Onez. [...]</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>[...] Wie sehr schr&#228;nkt es mich ein, wenn ich die Sprache meiner Umgebung nicht sicher beherrsche, fragt Soeren Onez. [...]</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: katha</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/228/du-bist-deine-sprache/comment-page-1/#comment-350</link>
		<dc:creator>katha</dc:creator>
		<pubDate>Sun, 27 Apr 2008 06:01:03 +0000</pubDate>
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		<description>Ich bin im Moment in einer &#228;hnlichen Situation: Ich lebe in China, kann aber kaum Chinesisch. Englisch spricht im l&#228;ndlichen China kaum jemand. So sind wir (ich und mein Freund) immer die &quot;lao wei&quot;, die nichts/kaum was verstehen. 
Wirklich kennen lernen k&#246;nnen wir so nur Leute, die Englisch sprechen oder mit denen wir st&#228;ndig Kontakt haben. Die Verst&#228;ndigung mit H&#228;nden und F&#252;&#223;en in Verbindung mit ein paar chinesischen Fetzen klappt inzwischen gut. &#220;berraschend gut. Dennoch ist es manchmal zerm&#252;rbend. Denn China ist anders, ironische Witze kommen nicht gerade gut an (Versaute Witze dagegen sind ohne Sprachbarriere m&#246;glich). Doch das ist zu verschmerzen. Viel schlimmer ist es, wenn wir begr&#252;nden wollen, warum wir etwas tun oder nicht tun m&#246;chten. Es geht nicht! Inzwischen hab ich mich daran gew&#246;hnt auch mal unh&#246;flich zu sein, wenn ich etwas eigenen Willen zeige. 

Du hast Recht, Sprache gibt uns Identit&#228;t und ist mehr als der blo&#223;e Austausch von Informationen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich bin im Moment in einer &#228;hnlichen Situation: Ich lebe in China, kann aber kaum Chinesisch. Englisch spricht im l&#228;ndlichen China kaum jemand. So sind wir (ich und mein Freund) immer die &#8220;lao wei&#8221;, die nichts/kaum was verstehen.<br />
Wirklich kennen lernen k&#246;nnen wir so nur Leute, die Englisch sprechen oder mit denen wir st&#228;ndig Kontakt haben. Die Verst&#228;ndigung mit H&#228;nden und F&#252;&#223;en in Verbindung mit ein paar chinesischen Fetzen klappt inzwischen gut. &#220;berraschend gut. Dennoch ist es manchmal zerm&#252;rbend. Denn China ist anders, ironische Witze kommen nicht gerade gut an (Versaute Witze dagegen sind ohne Sprachbarriere m&#246;glich). Doch das ist zu verschmerzen. Viel schlimmer ist es, wenn wir begr&#252;nden wollen, warum wir etwas tun oder nicht tun m&#246;chten. Es geht nicht! Inzwischen hab ich mich daran gew&#246;hnt auch mal unh&#246;flich zu sein, wenn ich etwas eigenen Willen zeige. </p>
<p>Du hast Recht, Sprache gibt uns Identit&#228;t und ist mehr als der blo&#223;e Austausch von Informationen.</p>
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