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	<title>Kommentare zu: Leseempfehlung I</title>
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		<title>Von: Wowik</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/comment-page-1/#comment-53</link>
		<dc:creator>Wowik</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2007 18:06:27 +0000</pubDate>
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		<description>Jetzt hast du mich weitestgehend widerlegt.
Oder?
Im Bezug auf dich schon, aber ich habe zu deiner Person in meiner Kritik d.h. den ersten drei Kommentaren nichts gesagt (geschweige denn behauptet du seiest ein Dogmatiker)  sondern nur deinen Text kommentiert und bemerkt das dieser gewisse Klischees und Vorurteile erf&#252;llt.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Jetzt hast du mich weitestgehend widerlegt.<br />
Oder?<br />
Im Bezug auf dich schon, aber ich habe zu deiner Person in meiner Kritik d.h. den ersten drei Kommentaren nichts gesagt (geschweige denn behauptet du seiest ein Dogmatiker)  sondern nur deinen Text kommentiert und bemerkt das dieser gewisse Klischees und Vorurteile erf&#252;llt.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: maloXP</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/comment-page-1/#comment-52</link>
		<dc:creator>maloXP</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2007 18:04:05 +0000</pubDate>
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		<description>Argh, schon wieder quergepostet...</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Argh, schon wieder quergepostet&#8230;</p>
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	<item>
		<title>Von: maloXP</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/comment-page-1/#comment-51</link>
		<dc:creator>maloXP</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2007 18:02:11 +0000</pubDate>
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		<description>Den letzten Kommentar von Wowik hatte ich erst nach meinem Abschicken bemerkt.

1. Das sch&#246;ne ist, ich erhebe keinen Anspruch auf Moral, Objektivit&#228;t, Intellektualit&#228;t, Stil oder sonstwas in meinen Blogbeitrag. Sollte sich eines der eben genannten zuf&#228;llig dorthin verirren, macht&#039;s aber nichts. Was ich sagen will: Meine Ma&#223;st&#228;be sind andere als die in diesem Blog, in Bild oder FAZ vorherrschenden. Deshalb finde ich es auch schwierig, Wowik, das Du mir im Subtext vorwirfst &lt;em&gt;deinen&lt;/em&gt; Anspr&#252;chen nicht gerecht werden zu k&#246;nnen, mal ganz abgesehen davon dass deine Kommentare hier meiner Auffassung von Diskursethos auch nicht gerecht werden. Mein Problem, aber ich kann damit umgehen.

Mit Klischees und Stereotypen hast Du recht, ich finde &lt;a href=&quot;http://craplog.de/politische-korrektheit-in-zeiten-oeffentlichen-nahverkehrs/&quot;&gt;ebenfalls&lt;/a&gt;, dass man sie ruhig haben darf, solange man sich das prinzipiell zugesteht und offen h&#228;lt, sie aufzul&#246;sen. Aber nun bin ich ja schonmal drin in deiner Schublade. In dem Sinne: Ich bin nicht &quot;nur&quot; links, ich halte den Kommunismus f&#252;r derzeit undurchf&#252;rbar, viele Aktionen der Antifa l&#228;cherlich, viele Diskussionen in der dogmatischen Linken albern. Und jetzt?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Den letzten Kommentar von Wowik hatte ich erst nach meinem Abschicken bemerkt.</p>
<p>1. Das sch&#246;ne ist, ich erhebe keinen Anspruch auf Moral, Objektivit&#228;t, Intellektualit&#228;t, Stil oder sonstwas in meinen Blogbeitrag. Sollte sich eines der eben genannten zuf&#228;llig dorthin verirren, macht&#8217;s aber nichts. Was ich sagen will: Meine Ma&#223;st&#228;be sind andere als die in diesem Blog, in Bild oder FAZ vorherrschenden. Deshalb finde ich es auch schwierig, Wowik, das Du mir im Subtext vorwirfst <em>deinen</em> Anspr&#252;chen nicht gerecht werden zu k&#246;nnen, mal ganz abgesehen davon dass deine Kommentare hier meiner Auffassung von Diskursethos auch nicht gerecht werden. Mein Problem, aber ich kann damit umgehen.</p>
<p>Mit Klischees und Stereotypen hast Du recht, ich finde <a href="http://craplog.de/politische-korrektheit-in-zeiten-oeffentlichen-nahverkehrs/">ebenfalls</a>, dass man sie ruhig haben darf, solange man sich das prinzipiell zugesteht und offen h&#228;lt, sie aufzul&#246;sen. Aber nun bin ich ja schonmal drin in deiner Schublade. In dem Sinne: Ich bin nicht &#8220;nur&#8221; links, ich halte den Kommunismus f&#252;r derzeit undurchf&#252;rbar, viele Aktionen der Antifa l&#228;cherlich, viele Diskussionen in der dogmatischen Linken albern. Und jetzt?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: Wowik</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/comment-page-1/#comment-50</link>
		<dc:creator>Wowik</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2007 18:01:15 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/#comment-50</guid>
		<description>Ja, k&#246;nnen wir.
Sehr interessante Fragen, ich wei&#223; nicht ob ich  es heute schaffen werde sie zu beantworten. Sch&#246;n ist auch das wir endlich von dem zwischenmenschlichen Firlefanz und verletzten Gef&#252;hlen abgekommen sind, hin zu einer sachlichen Diskussion. 
Es h&#246;rt sich fast so an als wenn du glaubst das  Polemik und Sachlichkeit sich au&#223;schlie&#223;en w&#252;rden. Wenn Polemik, nichts als Polemik ist, dann ist sie leer, ist wertlos. Meine Polemik ist nie einfach nur Polemik, sie ist immer mehr als Polemik. (Dies ist zumindest mein Anspruch, ich werde freilich nicht immer meinem eigenen Ideal gerecht.)
Ich werde so bald wie m&#246;glich auf deine Fragen antworten.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ja, k&#246;nnen wir.<br />
Sehr interessante Fragen, ich wei&#223; nicht ob ich  es heute schaffen werde sie zu beantworten. Sch&#246;n ist auch das wir endlich von dem zwischenmenschlichen Firlefanz und verletzten Gef&#252;hlen abgekommen sind, hin zu einer sachlichen Diskussion.<br />
Es h&#246;rt sich fast so an als wenn du glaubst das  Polemik und Sachlichkeit sich au&#223;schlie&#223;en w&#252;rden. Wenn Polemik, nichts als Polemik ist, dann ist sie leer, ist wertlos. Meine Polemik ist nie einfach nur Polemik, sie ist immer mehr als Polemik. (Dies ist zumindest mein Anspruch, ich werde freilich nicht immer meinem eigenen Ideal gerecht.)<br />
Ich werde so bald wie m&#246;glich auf deine Fragen antworten.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: maloXP</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/comment-page-1/#comment-49</link>
		<dc:creator>maloXP</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2007 17:44:30 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/#comment-49</guid>
		<description>j&#252;discher &lt;em&gt;H&#228;ftling&lt;/em&gt; meinte ich zum Schlu&#223; nat&#252;rlich. K&#246;nnt ihr das korrigieren?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>j&#252;discher <em>H&#228;ftling</em> meinte ich zum Schlu&#223; nat&#252;rlich. K&#246;nnt ihr das korrigieren?</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: maloXP</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/comment-page-1/#comment-48</link>
		<dc:creator>maloXP</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2007 17:38:32 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/#comment-48</guid>
		<description>Hallo Wowik,

ich finde deinen Kommentar wirklich interessant und werde demn&#228;chst ausf&#252;hrlicher Stellung dazu nehmen. Zuvor m&#246;chte ich dich jedoch bitten, mir einige Fragen zu beantworten bzw. sie dir zumindest gedanklich zu stellen. Ich kann dich darum nur &lt;em&gt;bitten&lt;/em&gt;, aber ich denke, es w&#252;rde eine Endlosrekursion von Polemik und ewiggleichen halbgaren Argumenten verhindern und die Diskussion voranbringen.

* Welche Elemente meines Artikels sind deines Erachtens &quot;typisch&quot; links? Bitte sieh mal ab von Wertungen wie &quot;geheuchelt&quot;.
* Wo findet sich bei mir der &quot;Schmierfilm&quot; eines &quot;moralischen Anspruchs&quot;? Moral beschreibt -- wenn man sie philosophisch und nicht als Boulevardvokabel versteht -- die Leitideen von &quot;gutem Handeln&quot;. Wo erhebe ich im Text den Anspruch einer Handlungsempfehlung? Mach das nochmal an einer Textstelle fest.
* Wo sage ich, bzw. wo sagt ein irgendwie geartetes Dogma, dass man Opfer zu &quot;lieben&quot; hat?
* Was ist f&#252;r dich (nicht auf Text bezogen, sondern allgemein) origin&#228;r &quot;links&quot;? Auf der ideellen Ebene, bitte nicht auf jener von institutionellen Gruppierungen und/oder Wertungen. 
* Du hast ja bereits Kritik daran ge&#228;u&#223;ert, dass ich meine, &quot;Sie sprechen aber gut deutsch&quot; sei eine tendenziell rassistische &#196;u&#223;erung gg&#252;. jemandem, der deutscher Staatsb&#252;rger, aber dunkelh&#228;utig(er als die Norm) ist. Ebenso kritisierst du polemisch, dass ich an diesem Sachverhalt festmache, dass wir es hier mit einer auf &#196;u&#223;erlichkeiten beruhenden Form der Konstruktion von Andersheit zu tun haben. Mal ganz ohne &quot;Hoho, wie l&#228;cherlich!&quot; - was sind deine Gegenargumente?
* Woran stellst Du weiterhin fest, dass mein Artikel &lt;em&gt;geheuchelt&lt;/em&gt; sei, bitte losgel&#246;st von &quot;typisch links&quot;?
* Findest Du, Emotionen bedeuten Schw&#228;che? (In Einschr&#228;nkungen bzw. bestimmten Auspr&#228;gungen? Wenn ja, welche?)
* Du stellst Emphatie als l&#228;cherlich (&quot;Gef&#252;hlskino&quot;) dar. Aus welchen Tatbest&#228;nden konstituiert sich deiner Meinung nach diese L&#228;cherlichkeit? Ist sie per se l&#228;cherlich? Oder gibt es Situationen, in denen das &#196;u&#223;ern von Mitgef&#252;hl legitim w&#228;re (vielleicht anhand eines Beispiels)?
* Hypothetisch: Angenommen, ich w&#252;rde &lt;em&gt;wirklich&lt;/em&gt; Mitgef&#252;hl mit den beiden empfinden - wie m&#252;sste meine Kritik an der Polizei und meine Emp&#246;rung &#252;ber das Geschehene beschaffen sein, damit sie f&#252;r dich glaubhaft wird?
* Warum glaubst Du, r&#252;hrt so viele Menschen das Tagebuch der Anne Frank? Oder -- meinetwegen -- der Film &quot;Hotel Ruanda&quot;, wenn doch emotionales Nachvollziehen von Leid nur m&#246;glich ist, bei Menschen, die man kennt?
* Ich nehme an zwischen uns herrscht Konsens, dass Mitgef&#252;hl schwer zu empfinden ist gegen&#252;ber Menschen, die einem nicht nahestehen. Sonst w&#228;re es schlie&#223;lich schwierig f&#252;r uns, die vielen Obdachlosen im Bahnhofsviertel zu ertragen und w&#228;ren dauerhaft gel&#228;hmt, wenn wir im Fernsehen von einem Flugzeugabsturz irgendwo auf der Welt erf&#252;hren. Woraus aber konstituiert sich deiner Meinung nach die Variable &quot;N&#228;he&quot; in diesem Zusammenhang? Anders gefragt: Wie gro&#223; muss das Leid sein bzw. wie nahe muss einem jemand sein, um im Falle eines geschehenen Leids Mitgef&#252;hl zu empfinden?
* Worauf beruht deiner Meinung nach die Akzeptanz sozialer Regeln durch das Individuum? Gibt es eine Ebene hinter der Angst vor Sanktionen? Gibt es ein Gewissen? Wenn ja, welchen Zweck erf&#252;llt es?
* Hypothetisch: W&#252;rdest Du einen Mord begehen, wenn er dir einen Vorteil br&#228;chte und Du dich nicht vor Strafe f&#252;rchten m&#252;sstest?
* Abgesehen von Beleidigungen und dem Konstatieren der L&#228;cherlichkeit des Arguments -- warum findest Du &lt;em&gt;nicht&lt;/em&gt;, dass bei institutionell und/oder hierarchisch oktroyierten Verletzungen universeller Rechte anderer der Ausf&#252;hrende eine Mitverantwortung tr&#228;gt? Nehmen wir mal das plakative Beispiel eines Wehrmachtsoldaten, der im KZ angewiesen wurde, einen j&#252;dischen H&#228;ftling zu erschie&#223;en. Ist dieser &#252;berhaupt nicht verantwortlich? Wenn Verantwortung immer nach oben deligiert werden kann, so wie im Milit&#228;r, war dann das ganze deutsche Volk, die &lt;em&gt;Silent Majority&lt;/em&gt; unschuldig an den Verbrechen des Nationalsozialismus, obwohl sie sie (mit Ausnahmen) ohne Widerstand gew&#228;hren lie&#223;en? War letzten Endes Adolf Eichmann unschuldig als nicht-oberstes Glied der Hierarchie, wie er bis zum Schluss &lt;a href=&quot;http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Eichmann#Der_Eichmann-Prozess&quot;&gt;beteuerte&lt;/a&gt;?
* Wenn nicht, wo f&#228;ngt die Verantwortung an?</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hallo Wowik,</p>
<p>ich finde deinen Kommentar wirklich interessant und werde demn&#228;chst ausf&#252;hrlicher Stellung dazu nehmen. Zuvor m&#246;chte ich dich jedoch bitten, mir einige Fragen zu beantworten bzw. sie dir zumindest gedanklich zu stellen. Ich kann dich darum nur <em>bitten</em>, aber ich denke, es w&#252;rde eine Endlosrekursion von Polemik und ewiggleichen halbgaren Argumenten verhindern und die Diskussion voranbringen.</p>
<p>* Welche Elemente meines Artikels sind deines Erachtens &#8220;typisch&#8221; links? Bitte sieh mal ab von Wertungen wie &#8220;geheuchelt&#8221;.<br />
* Wo findet sich bei mir der &#8220;Schmierfilm&#8221; eines &#8220;moralischen Anspruchs&#8221;? Moral beschreibt &#8212; wenn man sie philosophisch und nicht als Boulevardvokabel versteht &#8212; die Leitideen von &#8220;gutem Handeln&#8221;. Wo erhebe ich im Text den Anspruch einer Handlungsempfehlung? Mach das nochmal an einer Textstelle fest.<br />
* Wo sage ich, bzw. wo sagt ein irgendwie geartetes Dogma, dass man Opfer zu &#8220;lieben&#8221; hat?<br />
* Was ist f&#252;r dich (nicht auf Text bezogen, sondern allgemein) origin&#228;r &#8220;links&#8221;? Auf der ideellen Ebene, bitte nicht auf jener von institutionellen Gruppierungen und/oder Wertungen.<br />
* Du hast ja bereits Kritik daran ge&#228;u&#223;ert, dass ich meine, &#8220;Sie sprechen aber gut deutsch&#8221; sei eine tendenziell rassistische &#196;u&#223;erung gg&#252;. jemandem, der deutscher Staatsb&#252;rger, aber dunkelh&#228;utig(er als die Norm) ist. Ebenso kritisierst du polemisch, dass ich an diesem Sachverhalt festmache, dass wir es hier mit einer auf &#196;u&#223;erlichkeiten beruhenden Form der Konstruktion von Andersheit zu tun haben. Mal ganz ohne &#8220;Hoho, wie l&#228;cherlich!&#8221; &#8211; was sind deine Gegenargumente?<br />
* Woran stellst Du weiterhin fest, dass mein Artikel <em>geheuchelt</em> sei, bitte losgel&#246;st von &#8220;typisch links&#8221;?<br />
* Findest Du, Emotionen bedeuten Schw&#228;che? (In Einschr&#228;nkungen bzw. bestimmten Auspr&#228;gungen? Wenn ja, welche?)<br />
* Du stellst Emphatie als l&#228;cherlich (&#8220;Gef&#252;hlskino&#8221;) dar. Aus welchen Tatbest&#228;nden konstituiert sich deiner Meinung nach diese L&#228;cherlichkeit? Ist sie per se l&#228;cherlich? Oder gibt es Situationen, in denen das &#196;u&#223;ern von Mitgef&#252;hl legitim w&#228;re (vielleicht anhand eines Beispiels)?<br />
* Hypothetisch: Angenommen, ich w&#252;rde <em>wirklich</em> Mitgef&#252;hl mit den beiden empfinden &#8211; wie m&#252;sste meine Kritik an der Polizei und meine Emp&#246;rung &#252;ber das Geschehene beschaffen sein, damit sie f&#252;r dich glaubhaft wird?<br />
* Warum glaubst Du, r&#252;hrt so viele Menschen das Tagebuch der Anne Frank? Oder &#8212; meinetwegen &#8212; der Film &#8220;Hotel Ruanda&#8221;, wenn doch emotionales Nachvollziehen von Leid nur m&#246;glich ist, bei Menschen, die man kennt?<br />
* Ich nehme an zwischen uns herrscht Konsens, dass Mitgef&#252;hl schwer zu empfinden ist gegen&#252;ber Menschen, die einem nicht nahestehen. Sonst w&#228;re es schlie&#223;lich schwierig f&#252;r uns, die vielen Obdachlosen im Bahnhofsviertel zu ertragen und w&#228;ren dauerhaft gel&#228;hmt, wenn wir im Fernsehen von einem Flugzeugabsturz irgendwo auf der Welt erf&#252;hren. Woraus aber konstituiert sich deiner Meinung nach die Variable &#8220;N&#228;he&#8221; in diesem Zusammenhang? Anders gefragt: Wie gro&#223; muss das Leid sein bzw. wie nahe muss einem jemand sein, um im Falle eines geschehenen Leids Mitgef&#252;hl zu empfinden?<br />
* Worauf beruht deiner Meinung nach die Akzeptanz sozialer Regeln durch das Individuum? Gibt es eine Ebene hinter der Angst vor Sanktionen? Gibt es ein Gewissen? Wenn ja, welchen Zweck erf&#252;llt es?<br />
* Hypothetisch: W&#252;rdest Du einen Mord begehen, wenn er dir einen Vorteil br&#228;chte und Du dich nicht vor Strafe f&#252;rchten m&#252;sstest?<br />
* Abgesehen von Beleidigungen und dem Konstatieren der L&#228;cherlichkeit des Arguments &#8212; warum findest Du <em>nicht</em>, dass bei institutionell und/oder hierarchisch oktroyierten Verletzungen universeller Rechte anderer der Ausf&#252;hrende eine Mitverantwortung tr&#228;gt? Nehmen wir mal das plakative Beispiel eines Wehrmachtsoldaten, der im KZ angewiesen wurde, einen j&#252;dischen H&#228;ftling zu erschie&#223;en. Ist dieser &#252;berhaupt nicht verantwortlich? Wenn Verantwortung immer nach oben deligiert werden kann, so wie im Milit&#228;r, war dann das ganze deutsche Volk, die <em>Silent Majority</em> unschuldig an den Verbrechen des Nationalsozialismus, obwohl sie sie (mit Ausnahmen) ohne Widerstand gew&#228;hren lie&#223;en? War letzten Endes Adolf Eichmann unschuldig als nicht-oberstes Glied der Hierarchie, wie er bis zum Schluss <a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Adolf_Eichmann#Der_Eichmann-Prozess">beteuerte</a>?<br />
* Wenn nicht, wo f&#228;ngt die Verantwortung an?</p>
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		<title>Von: Wowik</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/comment-page-1/#comment-47</link>
		<dc:creator>Wowik</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2007 17:22:41 +0000</pubDate>
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		<description>@ soeren onez

Die Sprachkritik bez&#252;glich meines letzten Beitrages d&#252;rfte wohl berechtigt sein, vielleicht war er ein wenig zu hitzig, ein wenig zu seicht, ein wenig zu kurz, vielleicht habe ich zu wenig gesagt und zuviel gesprochen. 
Ich fange mit meiner „hypothetischen Entschuldigung“ an. Von Druck kann keine Rede sein, m&#246;glicherweise habe ich mich unpr&#228;zise Ausgedr&#252;ckt aber ich wollte damit nicht mehr sagen als dass ich keine Ahnung habe wof&#252;r ich mich zu entschuldigen  br&#228;uchte bzw. ist es f&#252;r mich unvorstellbar wie maloxp meine Kritik seines Textes derartig pers&#246;nlich nehmen konnte. Ich beabsichtigte mit dieser Bemerkung jedoch nicht die Ernsthaftigkeit meiner Entschuldigung zu mindern. 

Ich m&#246;chte mich also hiermit noch einmal bei dir, maloxp, entschuldigen falls dich irgendetwas an meinem Text beleidigt hat.

(Vielleicht ist mein Wort zu hart aber sprach nicht einst der Diamant zu K&#252;chenkohle: „Ganz hart ist allein das Edelste?“)

Dreistigkeit? Wessen Dreistigkeit ist damit gemeint, meine oder maloxp`s? Es spielt ohnehin keine Rolle, diese Dreistigkeit beruht auf Gegenseitigkeit. Es ist nicht zu vermeiden, dass man sich in einer Diskussion nicht immer so ausdr&#252;cken kann, dass jeder gl&#252;cklich damit wird. 
Verantwortung? Ja, f&#252;r die von mir geschriebenen Worte, nicht f&#252;r die Interpretation dieser. Weil mir nichts ferner liegt als missverstanden zu werden, versuche ich das von mir Gesagte zu pr&#228;zisieren.

Prinzipiell sind Bytes nichts anderes als akustische Schwingungen. 
Sowenig wie ich beispielsweise T&#246;ne als die Summe ihrer Schallwellen wahrnehme, sowenig nehme ich die Bytes als Daten wahr sondern als Buchstaben welche sich im Optimalfall zu Worten und S&#228;tzen mit Bedeutungs- und Sinngehalt formieren. 
Ich nehme ja einen handschriftlich verfassten Brief nicht als das Volumen der Tinte mit der dieser geschrieben wurde wahr, sondern als eine homogene Einheit seiner Bestandteile.  
Um nun eine Person als Person zu erfahren braucht es jedoch weitaus mehr als eine Schrift, eine Autobiographie oder ein Bild/ Film &#252;ber die sich mir die besagte Person in entfremdeter, weil aus dem lebensweltlichen Zusammenhang entr&#252;ckt, Art und Weise darstellt.
In einem Schriftwechsel fehlen eben wichtige Aspekte der Intimit&#228;t, des pers&#246;nlichen Erlebens und erlebt Werdens wie z.B. Mimik, Gestikulation, usw. Der zwischenmenschliche Austausch reduziert sich auf dem Papier auf das nackte Wort. Das was durch Worte von einer Pers&#246;nlichkeit rekonstruiert und nachgezeichnet werden kann bleibt stets Welten von der eigentlichen, erlebbaren Pers&#246;nlichkeit entfernt.  
Zur&#252;ck zur Sprachpr&#228;zision. 

„Dieser Anspruch, dieser moralische Anspruch der den ganzen Text durchdringt und ihn mit einem Schmierfilm &#252;berzieht ist widerw&#228;rtig.“

Ich sage kein Wort &#252;ber den Autor sondern etwas &#252;ber den Stil und die Art des Textes. Ich kann nur erneut betonen: Ich habe in den ersten drei Kommentaren kein einziges Wort &#252;ber den Autoren selbst verloren. 
Das ich eine moralisch handelnde Person als Verfasser impliziere mag richtig sein (impliziert nicht jeder Text einen Verfasser?), aber dies allein als Anlass daf&#252;r zu nehmen sich pers&#246;nlich angegriffen zu f&#252;hlen halte ich f&#252;r fragw&#252;rdig. (M&#252;sste ich nicht Eigenschaften angegriffen haben, die nur der angegriffenen Person zu eigen sind bzw. in einer bestimmten Konstellation zu eigen sind? Da moralischer Absolutheitsanspruch weder etwas ist was ich ihm als Person vorwerfe noch etwas das ihm alleine zukommt und auch eine bestimmte Konstellation von Eigenschaften  aufgrund der Allgemeinheit des Begriffes des moralischen Anspruchs/Absolutheitsanspruchs ebenfalls ausgeschlossen werden kann, ist es nicht gerechtfertigt bzw. meinerseits nicht nachvollziehbar sich pers&#246;nlich beleidigt zu f&#252;hlen. Die einzige Ausnahme w&#252;rde darin bestehen, dass sich die ganze Pers&#246;nlichkeit des Verfassers &#252;ber den moralischen Anspruch konstituieren w&#252;rde, eine solche Charakterlosigkeit habe ich jedoch nicht unterstellt. (H&#228;tte ich sagen sollen: Du, Mensch, bist nichts als – Moral!)

Das du mir ausgerechnet mit Logik kommst…wo du doch wei&#223;t dass…durchgefallen.
Ich hoffe deinen ersten Vorwurf der fehlenden „Logik“ und Schl&#252;ssigkeit habe ich entkr&#228;ften k&#246;nnen. M&#246;glicherweise haben wir auch ein unterschiedliches Verst&#228;ndnis von Pers&#246;nlichkeit, bzw. pers&#246;nlich sein. (K&#246;nntest du dein Verst&#228;ndnis diesbez&#252;glich er&#246;rtern?)

 Dein zweiter Vorwurf ist ebenfalls nicht stichhaltig (siehe Sprachpr&#228;zision).
Ich sage nicht, dass die Emotionalit&#228;t die Diskussion untergr&#228;bt sondern das der Text kein derartig lyrisches Meisterwerk war, dass ich die Emotion h&#228;tte „nachempfinden“ k&#246;nnen. Diese Feststellung ist nicht unbedingt als Kritik an maloxp`s Text zu verstehen sondern mehr als eine Rechtfertigung f&#252;r mein Verst&#228;ndnis des Textes und somit meiner Kritik. Ich sage: „Wenn eine Emotion deine Kernaussage sein soll, dann schreibe das n&#228;chste Mal einen Roman und keinen Blogg. Das zentrale „Gef&#252;hl“ deines Textes war zu ungenau beschrieben als dass man es h&#228;tte rekonstruieren k&#246;nnen.“

Die Kritik an meinem Hang zum Pauschalisieren mag richtig sein, aber da ich nicht gerne alles(!) relativiere was ich sage sondern davon ausgehe das der „gesunde“ Menschenverstand meiner Leser ihnen sagt: „Was der da spricht ist keine allgemeing&#252;ltige, ewige, absolute, g&#246;ttliche Wahrheit“, werde ich nicht dazu &#252;bergehen den Konjunktiv unn&#246;tig zu strapazieren oder den Zeigefinger warnend zu erheben und alle (ich mache es schon wieder) zu ermahnen: „Du sollst nicht verallgemeinern“

Die formale Logik hat ihre Grenzen dort wo der &#228;sthetische Wert einer Schrift anf&#228;ngt, dort wo Metaphorik ihre Fr&#252;chte tr&#228;gt und der Leser gewillt ist diese zu ernten. 
Nehmen wir ein simples Beispiel. 
„Alles flie&#223;t“ von Heraklit. W&#252;rden wir das mit der Kurzsichtigkeit eines Hardcorelogikers betrachten, w&#228;re das eine All-Aussage die „schwer zu halten“ w&#228;re und empirisch leicht widerlegt werden kann. 

„Dieser Stein flie&#223;t nicht!“
                                         Also sprach Gottlob Frege

Das was du zu den Klischees bemerkst ist soweit in Ordnung. Ich finde es auch nicht verwerflich Klischees zu erf&#252;llen, aber ich halte es f&#252;r hilfreich sich &#252;ber seine Klischees im Klaren zu sein. Das Gleiche gilt f&#252;r ein Dogma, meine Kritik geht viel weniger gegen den Inhalt eines linken, rechten usw. Dogmas, nicht einmal gegen das Dogma selbst sondern gegen den  Unwillen der Dogmatiker das Dogma als Dogma anzuerkennen. (Frage: W&#252;rde der Dogmatiker seinem Dogma folgen wenn er w&#252;sste das es eines ist?)
 
„…aber man sollte sich doch nicht an Klischees und Vorurteilen reiben, sondern am Programm und der inhaltlichen Diskussion“

Ja das h&#246;rt sich interessant an. Ich halte es f&#252;r blanken Unsinn zu glauben an Vorurteilen vorbeikommen zu k&#246;nnen. 
Dass du selbst nicht daran vorbei kommst kann ich dir leicht aufzeigen. Du erinnerst dich sicher noch an das Telefongespr&#228;ch welches wir, ich glaube vor etwa zwei oder drei Wochen f&#252;hrten. Du sagtest etwas zur NPD bzw. den Rechten &#252;berhaupt. (Korrigiere mich bitte wenn ich etwas Falsches wiedergebe.) 
Sinngem&#228;&#223; lief deine Argumentation etwa darauf hinaus, dass die NPD, bzw. deren Anh&#228;nger im weitesten Sinne, etwas anderes wollen als das was sie in ihrem Programm vorgeben zu wollen. 
Nicht das ich jetzt falsch verstanden werde, ich m&#246;chte n&#228;mlich ungern auf dem politischen Parkett ausrutschen, ich stimme dir ja zu aber…
Ist das nicht ein Vorurteil?
Wenn du selbst erf&#252;llen wolltest was du von mir verlangst d&#252;rftest du dich nur daran orientieren was schwarz auf wei&#223; in ihrem Programm steht und dich nicht aufgrund von subjektiven Ahnungen und &#196;ngsten vor einer diffusen rechten Gefahr zu Vor(Urteilen) &#252;ber diese hinrei&#223;en lassen.
Ich halte Vorteile f&#252;r ungef&#228;hrlicher als der Glaube von ihnen frei zu sein.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@ soeren onez</p>
<p>Die Sprachkritik bez&#252;glich meines letzten Beitrages d&#252;rfte wohl berechtigt sein, vielleicht war er ein wenig zu hitzig, ein wenig zu seicht, ein wenig zu kurz, vielleicht habe ich zu wenig gesagt und zuviel gesprochen.<br />
Ich fange mit meiner „hypothetischen Entschuldigung“ an. Von Druck kann keine Rede sein, m&#246;glicherweise habe ich mich unpr&#228;zise Ausgedr&#252;ckt aber ich wollte damit nicht mehr sagen als dass ich keine Ahnung habe wof&#252;r ich mich zu entschuldigen  br&#228;uchte bzw. ist es f&#252;r mich unvorstellbar wie maloxp meine Kritik seines Textes derartig pers&#246;nlich nehmen konnte. Ich beabsichtigte mit dieser Bemerkung jedoch nicht die Ernsthaftigkeit meiner Entschuldigung zu mindern. </p>
<p>Ich m&#246;chte mich also hiermit noch einmal bei dir, maloxp, entschuldigen falls dich irgendetwas an meinem Text beleidigt hat.</p>
<p>(Vielleicht ist mein Wort zu hart aber sprach nicht einst der Diamant zu K&#252;chenkohle: „Ganz hart ist allein das Edelste?“)</p>
<p>Dreistigkeit? Wessen Dreistigkeit ist damit gemeint, meine oder maloxp`s? Es spielt ohnehin keine Rolle, diese Dreistigkeit beruht auf Gegenseitigkeit. Es ist nicht zu vermeiden, dass man sich in einer Diskussion nicht immer so ausdr&#252;cken kann, dass jeder gl&#252;cklich damit wird.<br />
Verantwortung? Ja, f&#252;r die von mir geschriebenen Worte, nicht f&#252;r die Interpretation dieser. Weil mir nichts ferner liegt als missverstanden zu werden, versuche ich das von mir Gesagte zu pr&#228;zisieren.</p>
<p>Prinzipiell sind Bytes nichts anderes als akustische Schwingungen.<br />
Sowenig wie ich beispielsweise T&#246;ne als die Summe ihrer Schallwellen wahrnehme, sowenig nehme ich die Bytes als Daten wahr sondern als Buchstaben welche sich im Optimalfall zu Worten und S&#228;tzen mit Bedeutungs- und Sinngehalt formieren.<br />
Ich nehme ja einen handschriftlich verfassten Brief nicht als das Volumen der Tinte mit der dieser geschrieben wurde wahr, sondern als eine homogene Einheit seiner Bestandteile.<br />
Um nun eine Person als Person zu erfahren braucht es jedoch weitaus mehr als eine Schrift, eine Autobiographie oder ein Bild/ Film &#252;ber die sich mir die besagte Person in entfremdeter, weil aus dem lebensweltlichen Zusammenhang entr&#252;ckt, Art und Weise darstellt.<br />
In einem Schriftwechsel fehlen eben wichtige Aspekte der Intimit&#228;t, des pers&#246;nlichen Erlebens und erlebt Werdens wie z.B. Mimik, Gestikulation, usw. Der zwischenmenschliche Austausch reduziert sich auf dem Papier auf das nackte Wort. Das was durch Worte von einer Pers&#246;nlichkeit rekonstruiert und nachgezeichnet werden kann bleibt stets Welten von der eigentlichen, erlebbaren Pers&#246;nlichkeit entfernt.<br />
Zur&#252;ck zur Sprachpr&#228;zision. </p>
<p>„Dieser Anspruch, dieser moralische Anspruch der den ganzen Text durchdringt und ihn mit einem Schmierfilm &#252;berzieht ist widerw&#228;rtig.“</p>
<p>Ich sage kein Wort &#252;ber den Autor sondern etwas &#252;ber den Stil und die Art des Textes. Ich kann nur erneut betonen: Ich habe in den ersten drei Kommentaren kein einziges Wort &#252;ber den Autoren selbst verloren.<br />
Das ich eine moralisch handelnde Person als Verfasser impliziere mag richtig sein (impliziert nicht jeder Text einen Verfasser?), aber dies allein als Anlass daf&#252;r zu nehmen sich pers&#246;nlich angegriffen zu f&#252;hlen halte ich f&#252;r fragw&#252;rdig. (M&#252;sste ich nicht Eigenschaften angegriffen haben, die nur der angegriffenen Person zu eigen sind bzw. in einer bestimmten Konstellation zu eigen sind? Da moralischer Absolutheitsanspruch weder etwas ist was ich ihm als Person vorwerfe noch etwas das ihm alleine zukommt und auch eine bestimmte Konstellation von Eigenschaften  aufgrund der Allgemeinheit des Begriffes des moralischen Anspruchs/Absolutheitsanspruchs ebenfalls ausgeschlossen werden kann, ist es nicht gerechtfertigt bzw. meinerseits nicht nachvollziehbar sich pers&#246;nlich beleidigt zu f&#252;hlen. Die einzige Ausnahme w&#252;rde darin bestehen, dass sich die ganze Pers&#246;nlichkeit des Verfassers &#252;ber den moralischen Anspruch konstituieren w&#252;rde, eine solche Charakterlosigkeit habe ich jedoch nicht unterstellt. (H&#228;tte ich sagen sollen: Du, Mensch, bist nichts als – Moral!)</p>
<p>Das du mir ausgerechnet mit Logik kommst…wo du doch wei&#223;t dass…durchgefallen.<br />
Ich hoffe deinen ersten Vorwurf der fehlenden „Logik“ und Schl&#252;ssigkeit habe ich entkr&#228;ften k&#246;nnen. M&#246;glicherweise haben wir auch ein unterschiedliches Verst&#228;ndnis von Pers&#246;nlichkeit, bzw. pers&#246;nlich sein. (K&#246;nntest du dein Verst&#228;ndnis diesbez&#252;glich er&#246;rtern?)</p>
<p> Dein zweiter Vorwurf ist ebenfalls nicht stichhaltig (siehe Sprachpr&#228;zision).<br />
Ich sage nicht, dass die Emotionalit&#228;t die Diskussion untergr&#228;bt sondern das der Text kein derartig lyrisches Meisterwerk war, dass ich die Emotion h&#228;tte „nachempfinden“ k&#246;nnen. Diese Feststellung ist nicht unbedingt als Kritik an maloxp`s Text zu verstehen sondern mehr als eine Rechtfertigung f&#252;r mein Verst&#228;ndnis des Textes und somit meiner Kritik. Ich sage: „Wenn eine Emotion deine Kernaussage sein soll, dann schreibe das n&#228;chste Mal einen Roman und keinen Blogg. Das zentrale „Gef&#252;hl“ deines Textes war zu ungenau beschrieben als dass man es h&#228;tte rekonstruieren k&#246;nnen.“</p>
<p>Die Kritik an meinem Hang zum Pauschalisieren mag richtig sein, aber da ich nicht gerne alles(!) relativiere was ich sage sondern davon ausgehe das der „gesunde“ Menschenverstand meiner Leser ihnen sagt: „Was der da spricht ist keine allgemeing&#252;ltige, ewige, absolute, g&#246;ttliche Wahrheit“, werde ich nicht dazu &#252;bergehen den Konjunktiv unn&#246;tig zu strapazieren oder den Zeigefinger warnend zu erheben und alle (ich mache es schon wieder) zu ermahnen: „Du sollst nicht verallgemeinern“</p>
<p>Die formale Logik hat ihre Grenzen dort wo der &#228;sthetische Wert einer Schrift anf&#228;ngt, dort wo Metaphorik ihre Fr&#252;chte tr&#228;gt und der Leser gewillt ist diese zu ernten.<br />
Nehmen wir ein simples Beispiel.<br />
„Alles flie&#223;t“ von Heraklit. W&#252;rden wir das mit der Kurzsichtigkeit eines Hardcorelogikers betrachten, w&#228;re das eine All-Aussage die „schwer zu halten“ w&#228;re und empirisch leicht widerlegt werden kann. </p>
<p>„Dieser Stein flie&#223;t nicht!“<br />
                                         Also sprach Gottlob Frege</p>
<p>Das was du zu den Klischees bemerkst ist soweit in Ordnung. Ich finde es auch nicht verwerflich Klischees zu erf&#252;llen, aber ich halte es f&#252;r hilfreich sich &#252;ber seine Klischees im Klaren zu sein. Das Gleiche gilt f&#252;r ein Dogma, meine Kritik geht viel weniger gegen den Inhalt eines linken, rechten usw. Dogmas, nicht einmal gegen das Dogma selbst sondern gegen den  Unwillen der Dogmatiker das Dogma als Dogma anzuerkennen. (Frage: W&#252;rde der Dogmatiker seinem Dogma folgen wenn er w&#252;sste das es eines ist?)</p>
<p>„…aber man sollte sich doch nicht an Klischees und Vorurteilen reiben, sondern am Programm und der inhaltlichen Diskussion“</p>
<p>Ja das h&#246;rt sich interessant an. Ich halte es f&#252;r blanken Unsinn zu glauben an Vorurteilen vorbeikommen zu k&#246;nnen.<br />
Dass du selbst nicht daran vorbei kommst kann ich dir leicht aufzeigen. Du erinnerst dich sicher noch an das Telefongespr&#228;ch welches wir, ich glaube vor etwa zwei oder drei Wochen f&#252;hrten. Du sagtest etwas zur NPD bzw. den Rechten &#252;berhaupt. (Korrigiere mich bitte wenn ich etwas Falsches wiedergebe.)<br />
Sinngem&#228;&#223; lief deine Argumentation etwa darauf hinaus, dass die NPD, bzw. deren Anh&#228;nger im weitesten Sinne, etwas anderes wollen als das was sie in ihrem Programm vorgeben zu wollen.<br />
Nicht das ich jetzt falsch verstanden werde, ich m&#246;chte n&#228;mlich ungern auf dem politischen Parkett ausrutschen, ich stimme dir ja zu aber…<br />
Ist das nicht ein Vorurteil?<br />
Wenn du selbst erf&#252;llen wolltest was du von mir verlangst d&#252;rftest du dich nur daran orientieren was schwarz auf wei&#223; in ihrem Programm steht und dich nicht aufgrund von subjektiven Ahnungen und &#196;ngsten vor einer diffusen rechten Gefahr zu Vor(Urteilen) &#252;ber diese hinrei&#223;en lassen.<br />
Ich halte Vorteile f&#252;r ungef&#228;hrlicher als der Glaube von ihnen frei zu sein.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: soeren onez</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/comment-page-1/#comment-46</link>
		<dc:creator>soeren onez</dc:creator>
		<pubDate>Wed, 14 Nov 2007 07:29:35 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/#comment-46</guid>
		<description>Ach Wowik,
ich kann deinen Kommentar wirklich nicht verstehen, muss ich wohl auch nicht, ist ja deine Sache. Dreistigkeit kann man verschmerzen und wenn mir jemand auf den Tisch kackt, bringt mich das wohl auch nicht um. Aber plumpe Klischees und Ausfl&#252;chte in die M&#246;glichkeit des Denkens widern mich da um einiges mehr an.

Ich fange hinten an und meine damit den Ausweg virtuell, im Internet, auf den Tischschei&#223;en zu k&#246;nnen, weil es ja eh kein Pers&#246;nliches gibt im Rauschen der Kilobytes. Dadurch meist du auch wohl keine Verantwortung, Toleranz ja nu eh nicht. Aber warum um alles in der Welt sind Bytes jetzt anders als Tonh&#246;hen und akustische Schwingungen? Wenn du redest, werden Daten &#252;bertragen, ob das Wellen oder Bytes sind, ist doch irrelevant, oder machst du am Medium des Austauschs den Austausch fest? Vor allem, weil du vorher von dem absoluten Moralwerten des Autors sprichst und somit eine moralisch handelnde Person implizierst. Aber pers&#246;nlich soll es nicht werden? Unlogisch.

Unlogisch auch der Vorwurf der Emotionalit&#228;t des Textes von MaloXP, der die Diskussion untergr&#228;bt. Nun, der Text war zuerst da und du hast dich drauf bezogen, wenn du ihn nicht verstanden hast, solltest du ihn nicht kritisieren. 

Mit der Logik gehen wir weiter, an den Anfang deines Kommentars und fragen dich, alle? Du schreibst alle Klischees und erf&#252;llst zumindest das des Ungenauen, was genau man dir auch vorwirft. Modus Barbara, du erinnerst dich, all-Aussagen sind schwer zu halten. 

Klar kannst du dich jetzt retten und &quot;einige&quot; einf&#252;gen, statt alle. Aber wie viel Substanz hat dann deine Aussage noch? Erf&#252;llen wir alle nicht irgendwelche Klischees? Sind Klischees nicht vor allem Problem des Betrachters und erf&#252;llen sich eben nur zwangsl&#228;ufig einige, bei genauerer Betrachtung? 

Deine Betrachtung dessen, was du als Links ausgemacht hast, scheint mir mir doch vor allem durch deine Perspektive gepr&#228;gt zu sein, denn was ist denn die Linke, die Antifa? Ich will ja nicht sagen, dass man nicht gegen das Programm der Antifa sein kann (auch ohne dadurch das Gegenprogramm der Faschisten zu billigen oder unterst&#252;tzen) aber man sollte sich doch nicht an Klischees und Vorurteilen reiben, sondern am Programm und der inhaltlichen Diskussion, die kann ich bei dir n&#228;mlich nicht erkenne. Richtig auch im Text von MaloXP erkenne ich sie nicht, aber Gef&#252;hle in Texten auszudr&#252;cken ist grunds&#228;tzlich erlaubt.

Dann zum Schluss noch eine Kleinigkeit. Ist, ist ein sehr genaues Wort, dass man auch genauso genau benutzen sollte. Du schreibst oft, dass etwas so und so ist, auch wenn du es nur auszumachen meinst. So schreibst du, MaloXP &quot;hat&quot; einen absoluten Moralanspruch, doch eigentlich meinst du nur, er habe ihn. Wenn du schreibst, dass es so ist, dann musst du dir den Vorwurf gefallen lassen, du habest einen absoluten Wahrheitsanspruch, zu wissen was andere Denken. Das w&#228;re wohl ziemlich l&#228;cherlich, nicht?

Du forderst eine Genauigkeit im Umgang mit Sprache, die hier gerade eben Ausdrucksmittel ist, und l&#246;st diesen Anspruch nicht ein. Dass soll dich nicht diskreditieren und so die Diskussion in eine immunisierende Weise beenden, sondern eine Diskussion erst m&#246;glich machen, indem du genauer deine Kritik ausdr&#252;ckst. Denn einer Kritik, so oberfl&#228;chlicher Art, wie &quot;er erf&#252;llt alle Klischees&quot; habe ich jedenfalls keine Lust zu folgen, oder auf sie einzugehen.

P.S.: Erlaube mir noch eine Richtigstellung &quot;wirklich&quot; pers&#246;nlicher Art. Ich habe dir nicht gesagt, du sollst dich entschuldigen, wie k&#228;me ich dazu. Das schreibst du aber. Geschrieben habe ich dir, dass ich mich entschuldigen w&#252;rde.  Das ist ein ungemeiner Unterschied, sieht doch deine Formulierung nach Druck aus, den ich nie aufgebaut habe. Dazu sei noch gefragt, was denn bitte eine hypothetische Entschuldigung unter Druck aussagen soll? Sprachliche wie inhaltliche Ungenauigkeiten durchziehen deinen Text.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ach Wowik,<br />
ich kann deinen Kommentar wirklich nicht verstehen, muss ich wohl auch nicht, ist ja deine Sache. Dreistigkeit kann man verschmerzen und wenn mir jemand auf den Tisch kackt, bringt mich das wohl auch nicht um. Aber plumpe Klischees und Ausfl&#252;chte in die M&#246;glichkeit des Denkens widern mich da um einiges mehr an.</p>
<p>Ich fange hinten an und meine damit den Ausweg virtuell, im Internet, auf den Tischschei&#223;en zu k&#246;nnen, weil es ja eh kein Pers&#246;nliches gibt im Rauschen der Kilobytes. Dadurch meist du auch wohl keine Verantwortung, Toleranz ja nu eh nicht. Aber warum um alles in der Welt sind Bytes jetzt anders als Tonh&#246;hen und akustische Schwingungen? Wenn du redest, werden Daten &#252;bertragen, ob das Wellen oder Bytes sind, ist doch irrelevant, oder machst du am Medium des Austauschs den Austausch fest? Vor allem, weil du vorher von dem absoluten Moralwerten des Autors sprichst und somit eine moralisch handelnde Person implizierst. Aber pers&#246;nlich soll es nicht werden? Unlogisch.</p>
<p>Unlogisch auch der Vorwurf der Emotionalit&#228;t des Textes von MaloXP, der die Diskussion untergr&#228;bt. Nun, der Text war zuerst da und du hast dich drauf bezogen, wenn du ihn nicht verstanden hast, solltest du ihn nicht kritisieren. </p>
<p>Mit der Logik gehen wir weiter, an den Anfang deines Kommentars und fragen dich, alle? Du schreibst alle Klischees und erf&#252;llst zumindest das des Ungenauen, was genau man dir auch vorwirft. Modus Barbara, du erinnerst dich, all-Aussagen sind schwer zu halten. </p>
<p>Klar kannst du dich jetzt retten und &#8220;einige&#8221; einf&#252;gen, statt alle. Aber wie viel Substanz hat dann deine Aussage noch? Erf&#252;llen wir alle nicht irgendwelche Klischees? Sind Klischees nicht vor allem Problem des Betrachters und erf&#252;llen sich eben nur zwangsl&#228;ufig einige, bei genauerer Betrachtung? </p>
<p>Deine Betrachtung dessen, was du als Links ausgemacht hast, scheint mir mir doch vor allem durch deine Perspektive gepr&#228;gt zu sein, denn was ist denn die Linke, die Antifa? Ich will ja nicht sagen, dass man nicht gegen das Programm der Antifa sein kann (auch ohne dadurch das Gegenprogramm der Faschisten zu billigen oder unterst&#252;tzen) aber man sollte sich doch nicht an Klischees und Vorurteilen reiben, sondern am Programm und der inhaltlichen Diskussion, die kann ich bei dir n&#228;mlich nicht erkenne. Richtig auch im Text von MaloXP erkenne ich sie nicht, aber Gef&#252;hle in Texten auszudr&#252;cken ist grunds&#228;tzlich erlaubt.</p>
<p>Dann zum Schluss noch eine Kleinigkeit. Ist, ist ein sehr genaues Wort, dass man auch genauso genau benutzen sollte. Du schreibst oft, dass etwas so und so ist, auch wenn du es nur auszumachen meinst. So schreibst du, MaloXP &#8220;hat&#8221; einen absoluten Moralanspruch, doch eigentlich meinst du nur, er habe ihn. Wenn du schreibst, dass es so ist, dann musst du dir den Vorwurf gefallen lassen, du habest einen absoluten Wahrheitsanspruch, zu wissen was andere Denken. Das w&#228;re wohl ziemlich l&#228;cherlich, nicht?</p>
<p>Du forderst eine Genauigkeit im Umgang mit Sprache, die hier gerade eben Ausdrucksmittel ist, und l&#246;st diesen Anspruch nicht ein. Dass soll dich nicht diskreditieren und so die Diskussion in eine immunisierende Weise beenden, sondern eine Diskussion erst m&#246;glich machen, indem du genauer deine Kritik ausdr&#252;ckst. Denn einer Kritik, so oberfl&#228;chlicher Art, wie &#8220;er erf&#252;llt alle Klischees&#8221; habe ich jedenfalls keine Lust zu folgen, oder auf sie einzugehen.</p>
<p>P.S.: Erlaube mir noch eine Richtigstellung &#8220;wirklich&#8221; pers&#246;nlicher Art. Ich habe dir nicht gesagt, du sollst dich entschuldigen, wie k&#228;me ich dazu. Das schreibst du aber. Geschrieben habe ich dir, dass ich mich entschuldigen w&#252;rde.  Das ist ein ungemeiner Unterschied, sieht doch deine Formulierung nach Druck aus, den ich nie aufgebaut habe. Dazu sei noch gefragt, was denn bitte eine hypothetische Entschuldigung unter Druck aussagen soll? Sprachliche wie inhaltliche Ungenauigkeiten durchziehen deinen Text.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wowik</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/comment-page-1/#comment-45</link>
		<dc:creator>Wowik</dc:creator>
		<pubDate>Tue, 13 Nov 2007 20:25:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/#comment-45</guid>
		<description>@MaloXP

ich habe gerade keine Lust mich mit einer l&#228;ngeren Diskussion, deinen verletzten Stolz betreffend, aufzuhalten. 
Ich wiederhole: Meine Kritik bez&#252;glich deines Textes richtete sich mehr gegen die Art und Weise wie du das Thema angesprochen hast. Diese &quot;Art und Weise&quot; hat nun einmal jedes bestehende Vorurteil und Klischee &#252;ber linke Betonk&#246;pfe das sich im Umlauf befindet bravour&#246;s best&#228;tigt. Darum auch die Anspielung auf die Antifa und &quot;Rote Hilfe&quot;, dies sind n&#228;mlich zwei Gruppen die sich ebenfalls bem&#252;hen alle erdenklichen Klischees zu best&#228;tigen. 

Mitgef&#252;hl...ja, ja. Was erwartest du? Das ich sentimental werde und Emotionen heuchle? Das ich mich weinend zu Boden werfe und Gott frage: Warum nur? Warum gerade sie? Oder vielleicht das ich Domian anrufe weil dieses Ereignis mein Leben v&#246;llig aus der Bahn geworfen hat und daraufhin Alkoholiker geworden bin?
Ich kenne deine Bekannten nicht, das erschwert jedes &quot;Mitgef&#252;hl&quot; erheblich und wenn du eine hoffnungslos subjektive Emotion zur Kerninhalt deines Textes machst ist es eben schwierig diesen Text, bzw. seinen Inhalt nachzuvollziehen weil eben die Emotion nicht nachvollziehbar ist (wenn du einen Hang zu gro&#223;em Gef&#252;hlskino hast kannst du es auch „nachempfinden“ nennen). Nein, ich bin durchaus nicht in der Lage es „nachzuf&#252;hlen“  wie es ist aus der Dusche zu kommen und vor Polizisten in Kampfmontur zu stehen. Ich kann es h&#246;chsten gedanklich rekonstruieren und ich glaube du w&#252;rdest es an meiner Stelle ebenfalls nur nachdenken k&#246;nnen.

Deine Kritik an meinem Verst&#228;ndnis einer Institution als Werkzeug hatte ich gewisserma&#223;en erwartet. Sicher, wir m&#252;ssen an alle die gleichen Anspr&#252;che stellen, das gro&#223;e Moral- und Regelbuch der Weisswesten-Idealisten hervorholen und &#252;berpr&#252;fen ob auch jeder artig danach gehandelt hat… meine G&#252;te, dass es solche Sch&#246;ngeister gibt. 

Du kannst von mir aus gerne „auf den Boden spucken“ wenn dir etwas nicht passt aber du darfst dich nicht wundern wenn sich dabei jemand angespuckt f&#252;hlt und dir auf den Tisch kackt. 
Nun, ich wurde gebeten mich bei dir zu entschuldigen, auch wenn ich nichts widerw&#228;rtiger finde als eine Weichsp&#252;ler-Diskussionskultur in der auf jeden R&#252;cksicht genommen werden muss der sich nicht zu &#228;u&#223;ern versteht, dem das Wort keine Waffe in der Hand ist, m&#246;chte ich mich hiermit bei dir entschuldigen. (Freilich, ich wei&#223; nicht f&#252;r was, doch du wei&#223;t es bestimmt. Also ich wiederhole noch einmal ausdr&#252;cklich: Es tut mir aufrichtig leid, dass ich allzu scharf kritisiert habe, ich hatte nicht die Absicht die pers&#246;nlich zu beleidigen.)

p.s. Kann man im Internet wirklich pers&#246;nlich werden? Hier wo sich jede Pers&#246;nlichkeit, jeder Charakter in die Summe seiner Aussagen verwandelt und seine Worte nicht mehr sind als ein paar Kilobytes und Pixel auf meinem Bildschirm?


Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en 

Wowik</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>@MaloXP</p>
<p>ich habe gerade keine Lust mich mit einer l&#228;ngeren Diskussion, deinen verletzten Stolz betreffend, aufzuhalten.<br />
Ich wiederhole: Meine Kritik bez&#252;glich deines Textes richtete sich mehr gegen die Art und Weise wie du das Thema angesprochen hast. Diese &#8220;Art und Weise&#8221; hat nun einmal jedes bestehende Vorurteil und Klischee &#252;ber linke Betonk&#246;pfe das sich im Umlauf befindet bravour&#246;s best&#228;tigt. Darum auch die Anspielung auf die Antifa und &#8220;Rote Hilfe&#8221;, dies sind n&#228;mlich zwei Gruppen die sich ebenfalls bem&#252;hen alle erdenklichen Klischees zu best&#228;tigen. </p>
<p>Mitgef&#252;hl&#8230;ja, ja. Was erwartest du? Das ich sentimental werde und Emotionen heuchle? Das ich mich weinend zu Boden werfe und Gott frage: Warum nur? Warum gerade sie? Oder vielleicht das ich Domian anrufe weil dieses Ereignis mein Leben v&#246;llig aus der Bahn geworfen hat und daraufhin Alkoholiker geworden bin?<br />
Ich kenne deine Bekannten nicht, das erschwert jedes &#8220;Mitgef&#252;hl&#8221; erheblich und wenn du eine hoffnungslos subjektive Emotion zur Kerninhalt deines Textes machst ist es eben schwierig diesen Text, bzw. seinen Inhalt nachzuvollziehen weil eben die Emotion nicht nachvollziehbar ist (wenn du einen Hang zu gro&#223;em Gef&#252;hlskino hast kannst du es auch „nachempfinden“ nennen). Nein, ich bin durchaus nicht in der Lage es „nachzuf&#252;hlen“  wie es ist aus der Dusche zu kommen und vor Polizisten in Kampfmontur zu stehen. Ich kann es h&#246;chsten gedanklich rekonstruieren und ich glaube du w&#252;rdest es an meiner Stelle ebenfalls nur nachdenken k&#246;nnen.</p>
<p>Deine Kritik an meinem Verst&#228;ndnis einer Institution als Werkzeug hatte ich gewisserma&#223;en erwartet. Sicher, wir m&#252;ssen an alle die gleichen Anspr&#252;che stellen, das gro&#223;e Moral- und Regelbuch der Weisswesten-Idealisten hervorholen und &#252;berpr&#252;fen ob auch jeder artig danach gehandelt hat… meine G&#252;te, dass es solche Sch&#246;ngeister gibt. </p>
<p>Du kannst von mir aus gerne „auf den Boden spucken“ wenn dir etwas nicht passt aber du darfst dich nicht wundern wenn sich dabei jemand angespuckt f&#252;hlt und dir auf den Tisch kackt.<br />
Nun, ich wurde gebeten mich bei dir zu entschuldigen, auch wenn ich nichts widerw&#228;rtiger finde als eine Weichsp&#252;ler-Diskussionskultur in der auf jeden R&#252;cksicht genommen werden muss der sich nicht zu &#228;u&#223;ern versteht, dem das Wort keine Waffe in der Hand ist, m&#246;chte ich mich hiermit bei dir entschuldigen. (Freilich, ich wei&#223; nicht f&#252;r was, doch du wei&#223;t es bestimmt. Also ich wiederhole noch einmal ausdr&#252;cklich: Es tut mir aufrichtig leid, dass ich allzu scharf kritisiert habe, ich hatte nicht die Absicht die pers&#246;nlich zu beleidigen.)</p>
<p>p.s. Kann man im Internet wirklich pers&#246;nlich werden? Hier wo sich jede Pers&#246;nlichkeit, jeder Charakter in die Summe seiner Aussagen verwandelt und seine Worte nicht mehr sind als ein paar Kilobytes und Pixel auf meinem Bildschirm?</p>
<p>Mit freundlichen Gr&#252;&#223;en </p>
<p>Wowik</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: maloXP</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/comment-page-1/#comment-44</link>
		<dc:creator>maloXP</dc:creator>
		<pubDate>Mon, 12 Nov 2007 20:20:40 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/17/leseempfelung-i/#comment-44</guid>
		<description>Lieber Wowik,

wenn ich dein Pamphlet von allen Schichten der Polemik befreie, bleibt in der Substanz nicht anderes &#252;brig als ein Haufen d&#252;mmlicher Klischees &#252;ber &quot;die&quot; Linken, die (falsche) Annahme es g&#228;be einen wie auch immer gearteten Hegemonialanspruch linker Geisteshaltung (Wei&#223;t schon: Die Political Correctness der Multikultischwuchteln) und eine diffuse Unzufriedenheit damit, dass ich mich &#252;ber die Willk&#252;rbehandlung zweier Bekannter seitens der Polizei emp&#246;re. Na sowas. Konsequenterweise ist aber, trotz Abstraktion und Interpretation in Richtung des politischen und gesellschaftlichen Rahmens, in denen es stattfand, jene f&#252;r mich die relevanteste Dimension der Auffassung des Geschehnens, die du in deinen ausdauernden Analysen v&#246;llig au&#223;en vorl&#228;sst: Mitgef&#252;hl. Ganz einfach. In der Tat halte ich es n&#228;mlich f&#252;r schwierig, heutzutage in Deutschland Muslim zu sein und/oder &quot;fremd&quot; auszusehen. Dieser konkrete Fall lie&#223; mich das unmittelbar nachf&#252;hlen und verursachte ein nicht zu verhehlendes Gef&#252;hl von &#196;rger, Emp&#246;rung, Ohnmacht. Diesem Gef&#252;hl machte ich in meinem Artikel Luft. Dass mein &#196;rger subjektiver Art ist, geschenkt. Ich schreibe ein Blog. Wenn ich sauer bin, pflege ich bei aller sonstigen Zur&#252;ckhaltung, auch mal auf den Boden zu spucken. Dass du daraus einen &quot;moralischen Absolutheitsanspruch&quot; konstruierst, ist aber l&#228;cherlich. Ich unterstelle der Polizei bzw. den Polizisten nicht, dass sie aus Spa&#223; an der faschistischen Freude das P&#228;rchen terrorisierten und ebenso wenig, dass die Polizisten Rassisten waren oder sind. Unter den klugen Philosophen, mit denen Du dich besch&#228;ftigt hast, ist bestimmt einer dabei, der dir den Unterschied zwischen &quot;Rassist sein&quot; und &quot;rassistisch handeln&quot; erkl&#228;ren kann. Recherchier das mal. 
Aber zur&#252;ck zum Mitgef&#252;hl: Dass Du anscheinend nicht in der Lage bist, nachzuvollziehen, wie man sich wohl f&#252;hlt, wenn man aus dem Bad kommt und ein Haufen Polizisten in Kampfmontur vor dir steht, Du anschlie&#223;end erf&#228;hrst, dass der Grund daf&#252;r dein merkw&#252;rdiges Aussehen war -- das sagt in gewisser Hinsicht auch etwas &#252;ber dich aus (nein, ich werde jetzt die durchaus auch bei mir vorhandenen Folien &#252;ber FAZ-Feuilleton-Leser und Broderisten nicht rausholen). Es ist falsch, immer alles nur die pragmatischen Gl&#228;ser zu sehen. Es kotzt mich an, wenn ich S&#228;tze h&#246;re wie &quot;Ist ja nichts passiert&quot; oder &quot;Im Interesse der Sicherheit war das notwendig&quot;. Glaubst Du, dieses Ereignis war das einzige der Art, welches Omar und Katrin erleben durften? Glaubst Du, es gibt Normalit&#228;t f&#252;r die beiden? Mein Lieblingssatz aus deinen Ausf&#252;hrungen ist &quot;Nicht das Werkzeug darf das Objekt der Emp&#246;rung sein, sondern diejenigen die dieses auf eine bestimmte Art und Weise benutzen&quot;, wobei &quot;Werkzeug&quot; sich auf die Institution der Polizei bezieht. Das ist ein ganz sch&#246;n gef&#228;hrlicher Unsinn, mein Lieber. Wenn eine B&#252;rgerschaft beginnt, ihr Gewissen die Hierarchieleiter hinauf &quot;outzusourcen&quot;, ist man schneller in einem totalit&#228;ren System, als einer &quot;Godwin&quot; rufen kann.

Du schreibst, dass Du mir im Prinzip kein Wort widmest. Nun, dann ist es wohl mein Fehler, S&#228;tze wie &quot;Dieser Anspruch, dieser moralische Anspruch der den ganzen Text durchdringt und ihn mit einem Schmierfilm &#252;berzieht ist wiederw&#228;rtig [sic]. &#039;Konstruktion von Andersheit&#039;, wenn es nicht so weh t&#228;te k&#246;nnte ich dar&#252;ber lachen.&quot; als Beleidigung zu empfinden. Ebenfalls schreibst Du, dass dir meine politische Einstellung prinzipiell egal ist. Was soll dann der Bl&#246;dsinn von &quot;Roter Hilfe&quot; und Antifa?

p.s.: Im Titel des Artikels fehlt ein &quot;h&quot;.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Lieber Wowik,</p>
<p>wenn ich dein Pamphlet von allen Schichten der Polemik befreie, bleibt in der Substanz nicht anderes &#252;brig als ein Haufen d&#252;mmlicher Klischees &#252;ber &#8220;die&#8221; Linken, die (falsche) Annahme es g&#228;be einen wie auch immer gearteten Hegemonialanspruch linker Geisteshaltung (Wei&#223;t schon: Die Political Correctness der Multikultischwuchteln) und eine diffuse Unzufriedenheit damit, dass ich mich &#252;ber die Willk&#252;rbehandlung zweier Bekannter seitens der Polizei emp&#246;re. Na sowas. Konsequenterweise ist aber, trotz Abstraktion und Interpretation in Richtung des politischen und gesellschaftlichen Rahmens, in denen es stattfand, jene f&#252;r mich die relevanteste Dimension der Auffassung des Geschehnens, die du in deinen ausdauernden Analysen v&#246;llig au&#223;en vorl&#228;sst: Mitgef&#252;hl. Ganz einfach. In der Tat halte ich es n&#228;mlich f&#252;r schwierig, heutzutage in Deutschland Muslim zu sein und/oder &#8220;fremd&#8221; auszusehen. Dieser konkrete Fall lie&#223; mich das unmittelbar nachf&#252;hlen und verursachte ein nicht zu verhehlendes Gef&#252;hl von &#196;rger, Emp&#246;rung, Ohnmacht. Diesem Gef&#252;hl machte ich in meinem Artikel Luft. Dass mein &#196;rger subjektiver Art ist, geschenkt. Ich schreibe ein Blog. Wenn ich sauer bin, pflege ich bei aller sonstigen Zur&#252;ckhaltung, auch mal auf den Boden zu spucken. Dass du daraus einen &#8220;moralischen Absolutheitsanspruch&#8221; konstruierst, ist aber l&#228;cherlich. Ich unterstelle der Polizei bzw. den Polizisten nicht, dass sie aus Spa&#223; an der faschistischen Freude das P&#228;rchen terrorisierten und ebenso wenig, dass die Polizisten Rassisten waren oder sind. Unter den klugen Philosophen, mit denen Du dich besch&#228;ftigt hast, ist bestimmt einer dabei, der dir den Unterschied zwischen &#8220;Rassist sein&#8221; und &#8220;rassistisch handeln&#8221; erkl&#228;ren kann. Recherchier das mal.<br />
Aber zur&#252;ck zum Mitgef&#252;hl: Dass Du anscheinend nicht in der Lage bist, nachzuvollziehen, wie man sich wohl f&#252;hlt, wenn man aus dem Bad kommt und ein Haufen Polizisten in Kampfmontur vor dir steht, Du anschlie&#223;end erf&#228;hrst, dass der Grund daf&#252;r dein merkw&#252;rdiges Aussehen war &#8212; das sagt in gewisser Hinsicht auch etwas &#252;ber dich aus (nein, ich werde jetzt die durchaus auch bei mir vorhandenen Folien &#252;ber FAZ-Feuilleton-Leser und Broderisten nicht rausholen). Es ist falsch, immer alles nur die pragmatischen Gl&#228;ser zu sehen. Es kotzt mich an, wenn ich S&#228;tze h&#246;re wie &#8220;Ist ja nichts passiert&#8221; oder &#8220;Im Interesse der Sicherheit war das notwendig&#8221;. Glaubst Du, dieses Ereignis war das einzige der Art, welches Omar und Katrin erleben durften? Glaubst Du, es gibt Normalit&#228;t f&#252;r die beiden? Mein Lieblingssatz aus deinen Ausf&#252;hrungen ist &#8220;Nicht das Werkzeug darf das Objekt der Emp&#246;rung sein, sondern diejenigen die dieses auf eine bestimmte Art und Weise benutzen&#8221;, wobei &#8220;Werkzeug&#8221; sich auf die Institution der Polizei bezieht. Das ist ein ganz sch&#246;n gef&#228;hrlicher Unsinn, mein Lieber. Wenn eine B&#252;rgerschaft beginnt, ihr Gewissen die Hierarchieleiter hinauf &#8220;outzusourcen&#8221;, ist man schneller in einem totalit&#228;ren System, als einer &#8220;Godwin&#8221; rufen kann.</p>
<p>Du schreibst, dass Du mir im Prinzip kein Wort widmest. Nun, dann ist es wohl mein Fehler, S&#228;tze wie &#8220;Dieser Anspruch, dieser moralische Anspruch der den ganzen Text durchdringt und ihn mit einem Schmierfilm &#252;berzieht ist wiederw&#228;rtig [sic]. &#8216;Konstruktion von Andersheit&#8217;, wenn es nicht so weh t&#228;te k&#246;nnte ich dar&#252;ber lachen.&#8221; als Beleidigung zu empfinden. Ebenfalls schreibst Du, dass dir meine politische Einstellung prinzipiell egal ist. Was soll dann der Bl&#246;dsinn von &#8220;Roter Hilfe&#8221; und Antifa?</p>
<p>p.s.: Im Titel des Artikels fehlt ein &#8220;h&#8221;.</p>
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