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	<title>Kommentare zu: F&#252;r einen ruhigeren Umgang mit der Politik</title>
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		<title>Von: Wowik</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/106/fuer-einen-ruhigeren-umgang-mit-der-politik/comment-page-1/#comment-204</link>
		<dc:creator>Wowik</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jan 2008 20:44:51 +0000</pubDate>
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		<description>Sehe ich genauso, allerdings wurde ich durch die Anspielung auf den &quot;protzigen Willen zur Macht&quot; etwas verunsichert.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Sehe ich genauso, allerdings wurde ich durch die Anspielung auf den &#8220;protzigen Willen zur Macht&#8221; etwas verunsichert.</p>
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		<title>Von: people in motion</title>
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		<dc:creator>people in motion</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jan 2008 20:03:24 +0000</pubDate>
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		<description>Ich finde nicht, dass es ein grober Fehler war, Nietzsche im Text zu erw&#228;hnen. Die Anspielung war ziemlich eindeutig und hatte keinen besonderen Einfluss auf den Rest des Textes.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Ich finde nicht, dass es ein grober Fehler war, Nietzsche im Text zu erw&#228;hnen. Die Anspielung war ziemlich eindeutig und hatte keinen besonderen Einfluss auf den Rest des Textes.</p>
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	<item>
		<title>Von: Wowik</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/106/fuer-einen-ruhigeren-umgang-mit-der-politik/comment-page-1/#comment-202</link>
		<dc:creator>Wowik</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jan 2008 16:33:02 +0000</pubDate>
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		<description>Deinen ersten Kritikpunkt verstehe ich nicht, da besteht doch Konsens. Ich stelle lediglich fest, dass der „Krieg mit Worten“ eben nicht aus dem Zusammensto&#223; zweier unbegr&#252;ndeter Meinungen hervorgehen kann, sondern aus &#220;berzeugungen. Erst auf einer beidseitig nachvollziehbaren Begr&#252;ndung kann ein Schlachtfeld entstehen auf dem sich beide Parteien treffen und gegebenenfalls bek&#228;mpfen k&#246;nnen.  Unbegr&#252;ndete Meinungen wie man sie an Stammtischen trifft f&#252;hren eben nicht zu einem offen Kampf auf dem Felde der Argumentation und Nachvollziehbarkeit, sondern f&#252;hren zu einem v&#246;llig statischen Stellungskrieg in dem sich beide Parteien in die uneinnehmbare, weil unbegr&#252;ndete, Festung ihrer blo&#223;e Meinung verschanzen.

Mein Kommentar ist wohlwollender als du ihn aufzufassen scheinst, daher kann ich die Aufregung nicht nachvollziehen, vielleicht dr&#252;cke ich mich auch zu schwammig aus.
Welche starke Meinung? Ich behaupte doch nirgends, dass ich die die ganz gro&#223;e Wahrheit gefunden h&#228;tte und meine Meinung &#252;ber alle erhaben sei.  
M&#246;glicherweise habe ich deinen Text nicht richtig verstanden aber ich kann deine Trennung von Polemik und Sachlichkeit nicht teilen. Nat&#252;rlich ist nichts als Polemik, wenn sie etwas Schaffendes und erbauliches sein soll wertlos. 
Ich ziehe jedoch einen polemischen Text der wohlbegr&#252;ndet ist und nicht bestreitet, dass er ein subjektives, notwendig unsachliches Moment beinhaltet dem rein sachlichen Text vor. Reine Sachlichkeit ist eine schw&#228;rmerische Vision, Autoren die meinen rein „sachliche“ Texte zu schreiben oder das Problem „objektiv“ zu betrachten sind im Prinzip die gr&#246;&#223;ten Blender und Polemiker. Wertfreie Betrachtungen bleiben Wunschdenken. Au&#223;erdem halte ich es f&#252;r schwieriger aus einem n&#252;chtern geschrieben Text die Polemik herauszufiltern und von Argumenten zu trennen. Nat&#252;rlich besteht dieses Problem in umgekehrter Form auch im offen polemischen Text, man wird n&#228;mlich dazu verleitet werden Argumente zu &#252;bersehen und urteilt m&#246;glicherweise allzu schnell: „Nichts als Polemik!“

1.	Du br&#252;llst und ich h&#246;re dir nicht zu. Dann h&#228;lt sich deine Macht doch stark in Grenzen.
2.	 Du f&#252;hrst physischen Krieg und ich werde mich verteidigen. Wer dabei &#252;brig bleibt, bestimmt die Geschichte.


Ich, Ich, ich, es geht nicht darum was ich tue, es geht auch nicht um meine Macht. Du magst es kaum glauben, aber mein Kommentar sollte kein Theaterst&#252;ck der Selbstdarstellung werden und auch keine pers&#246;nlich gemeinte Kriegerkl&#228;rung im physischen Sinn. 
Ich habe ja nicht ausgeschlossen, dass man auch ohne offene Polemik &#252;berzeugen kann, sondern lediglich dass es egal ist womit man &#252;berzeugt. Der Zweck ist von Bedeutung, n&#228;mlich andere zu &#252;berzeugen, das als Wahrheit anzuerkennen was man ihnen als Wahrheit vorsetzt, wovon man sie &#252;berzeugt. Es ist belanglos wie sich etwas mir vorstellt, wenn ich &#252;berzeugt bin, dass es sich mir anders vorstellt. 

„Argumentieren funktioniert auch ganz gut.“

Wo genau bestreite ich das? Ich sage nur, dass ich keinen Anspruch auf eine f&#252;r sich allein stehende Argumentation habe. Austausch ist immer mehr als blo&#223;e Argumentation, daher bevorzuge ich die Texte die sich Unsachlichkeit zu einem bestimmten Grad von vornherein zugestehen und somit Polemik befreiter und gro&#223;z&#252;giger nutzen k&#246;nnen.



Funktion als Wahrheitskriterium? 
Das finde ich schwierig. Es stellt sich doch umgehend die Frage was funktioniert wozu und f&#252;r wen.  In Naturwissenschaften mag das vielleicht ausreichen, dass kann ich nicht beurteilen, aber betrachtet man beispielsweise politische Systeme oder moraltheoretische Ans&#228;tze,  stellen sich doch die Fragen nach Zielsetzung und Ma&#223;stab. Ist Funktion nicht immer zweckgebunden? 
Dieser Motor funktioniert, weil er die berechnete Leistung erbringt. 
Kann ich das aber beispielsweise von Wahlen sagen? Wahlen funktionieren weil das Volk seine Herrschaft beeinflussen kann, oder weil sie „gut“ f&#252;r die Demokratie sind? Wie sieht es dann mit Demokratie aus? Inwiefern funktioniert sie? Was ist ihr Zweck, ihr Ma&#223;stab? 
Es wird schwierig politische oder gesellschaftskritische Diskussionen zu f&#252;hren und sich dabei auf einen solchen Wahrheitsbegriff zu beziehen, wenn man denn diesen Anspruch an sich stellt. 
Kannst du vielleicht dein Verst&#228;ndnis eines logisch-pragmatischen Wissens n&#228;her ausf&#252;hren? Denn mir scheint so wie ich es bis hier hin verstanden habe, lag ich mit meiner Bemerkung, die &#252;brigens nicht so sehr auf dich gem&#252;nzt war, gar nicht so weit daneben.

Es war &#252;brigens ein grober Fehler meinerseits Nietzsche im Text zu erw&#228;hnen, da allein die Erw&#228;hnung dieses Namens alles andere zu &#252;berschatten scheint und zu falschen Schl&#252;ssen verleitet. Diese Erw&#228;hnung war eigentlich nur als eine Anspielung auf den Satz &quot;Gott ist tot.&quot; gedacht.
Damit wollte ich andeuten, dass seit dem die Leugnung eines Gottes nicht mehr zur Provokation taugt. Eine derartige Feststellung tut nur einmal weh.

Wer zuletzt lacht, lacht am Besten.
@ people in motion: Das Zitat trifft den Nagel auf den Kopf.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Deinen ersten Kritikpunkt verstehe ich nicht, da besteht doch Konsens. Ich stelle lediglich fest, dass der „Krieg mit Worten“ eben nicht aus dem Zusammensto&#223; zweier unbegr&#252;ndeter Meinungen hervorgehen kann, sondern aus &#220;berzeugungen. Erst auf einer beidseitig nachvollziehbaren Begr&#252;ndung kann ein Schlachtfeld entstehen auf dem sich beide Parteien treffen und gegebenenfalls bek&#228;mpfen k&#246;nnen.  Unbegr&#252;ndete Meinungen wie man sie an Stammtischen trifft f&#252;hren eben nicht zu einem offen Kampf auf dem Felde der Argumentation und Nachvollziehbarkeit, sondern f&#252;hren zu einem v&#246;llig statischen Stellungskrieg in dem sich beide Parteien in die uneinnehmbare, weil unbegr&#252;ndete, Festung ihrer blo&#223;e Meinung verschanzen.</p>
<p>Mein Kommentar ist wohlwollender als du ihn aufzufassen scheinst, daher kann ich die Aufregung nicht nachvollziehen, vielleicht dr&#252;cke ich mich auch zu schwammig aus.<br />
Welche starke Meinung? Ich behaupte doch nirgends, dass ich die die ganz gro&#223;e Wahrheit gefunden h&#228;tte und meine Meinung &#252;ber alle erhaben sei.<br />
M&#246;glicherweise habe ich deinen Text nicht richtig verstanden aber ich kann deine Trennung von Polemik und Sachlichkeit nicht teilen. Nat&#252;rlich ist nichts als Polemik, wenn sie etwas Schaffendes und erbauliches sein soll wertlos.<br />
Ich ziehe jedoch einen polemischen Text der wohlbegr&#252;ndet ist und nicht bestreitet, dass er ein subjektives, notwendig unsachliches Moment beinhaltet dem rein sachlichen Text vor. Reine Sachlichkeit ist eine schw&#228;rmerische Vision, Autoren die meinen rein „sachliche“ Texte zu schreiben oder das Problem „objektiv“ zu betrachten sind im Prinzip die gr&#246;&#223;ten Blender und Polemiker. Wertfreie Betrachtungen bleiben Wunschdenken. Au&#223;erdem halte ich es f&#252;r schwieriger aus einem n&#252;chtern geschrieben Text die Polemik herauszufiltern und von Argumenten zu trennen. Nat&#252;rlich besteht dieses Problem in umgekehrter Form auch im offen polemischen Text, man wird n&#228;mlich dazu verleitet werden Argumente zu &#252;bersehen und urteilt m&#246;glicherweise allzu schnell: „Nichts als Polemik!“</p>
<p>1.	Du br&#252;llst und ich h&#246;re dir nicht zu. Dann h&#228;lt sich deine Macht doch stark in Grenzen.<br />
2.	 Du f&#252;hrst physischen Krieg und ich werde mich verteidigen. Wer dabei &#252;brig bleibt, bestimmt die Geschichte.</p>
<p>Ich, Ich, ich, es geht nicht darum was ich tue, es geht auch nicht um meine Macht. Du magst es kaum glauben, aber mein Kommentar sollte kein Theaterst&#252;ck der Selbstdarstellung werden und auch keine pers&#246;nlich gemeinte Kriegerkl&#228;rung im physischen Sinn.<br />
Ich habe ja nicht ausgeschlossen, dass man auch ohne offene Polemik &#252;berzeugen kann, sondern lediglich dass es egal ist womit man &#252;berzeugt. Der Zweck ist von Bedeutung, n&#228;mlich andere zu &#252;berzeugen, das als Wahrheit anzuerkennen was man ihnen als Wahrheit vorsetzt, wovon man sie &#252;berzeugt. Es ist belanglos wie sich etwas mir vorstellt, wenn ich &#252;berzeugt bin, dass es sich mir anders vorstellt. </p>
<p>„Argumentieren funktioniert auch ganz gut.“</p>
<p>Wo genau bestreite ich das? Ich sage nur, dass ich keinen Anspruch auf eine f&#252;r sich allein stehende Argumentation habe. Austausch ist immer mehr als blo&#223;e Argumentation, daher bevorzuge ich die Texte die sich Unsachlichkeit zu einem bestimmten Grad von vornherein zugestehen und somit Polemik befreiter und gro&#223;z&#252;giger nutzen k&#246;nnen.</p>
<p>Funktion als Wahrheitskriterium?<br />
Das finde ich schwierig. Es stellt sich doch umgehend die Frage was funktioniert wozu und f&#252;r wen.  In Naturwissenschaften mag das vielleicht ausreichen, dass kann ich nicht beurteilen, aber betrachtet man beispielsweise politische Systeme oder moraltheoretische Ans&#228;tze,  stellen sich doch die Fragen nach Zielsetzung und Ma&#223;stab. Ist Funktion nicht immer zweckgebunden?<br />
Dieser Motor funktioniert, weil er die berechnete Leistung erbringt.<br />
Kann ich das aber beispielsweise von Wahlen sagen? Wahlen funktionieren weil das Volk seine Herrschaft beeinflussen kann, oder weil sie „gut“ f&#252;r die Demokratie sind? Wie sieht es dann mit Demokratie aus? Inwiefern funktioniert sie? Was ist ihr Zweck, ihr Ma&#223;stab?<br />
Es wird schwierig politische oder gesellschaftskritische Diskussionen zu f&#252;hren und sich dabei auf einen solchen Wahrheitsbegriff zu beziehen, wenn man denn diesen Anspruch an sich stellt.<br />
Kannst du vielleicht dein Verst&#228;ndnis eines logisch-pragmatischen Wissens n&#228;her ausf&#252;hren? Denn mir scheint so wie ich es bis hier hin verstanden habe, lag ich mit meiner Bemerkung, die &#252;brigens nicht so sehr auf dich gem&#252;nzt war, gar nicht so weit daneben.</p>
<p>Es war &#252;brigens ein grober Fehler meinerseits Nietzsche im Text zu erw&#228;hnen, da allein die Erw&#228;hnung dieses Namens alles andere zu &#252;berschatten scheint und zu falschen Schl&#252;ssen verleitet. Diese Erw&#228;hnung war eigentlich nur als eine Anspielung auf den Satz &#8220;Gott ist tot.&#8221; gedacht.<br />
Damit wollte ich andeuten, dass seit dem die Leugnung eines Gottes nicht mehr zur Provokation taugt. Eine derartige Feststellung tut nur einmal weh.</p>
<p>Wer zuletzt lacht, lacht am Besten.<br />
@ people in motion: Das Zitat trifft den Nagel auf den Kopf.</p>
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	</item>
	<item>
		<title>Von: soeren onez</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/106/fuer-einen-ruhigeren-umgang-mit-der-politik/comment-page-1/#comment-201</link>
		<dc:creator>soeren onez</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jan 2008 10:47:26 +0000</pubDate>
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		<description>Wowik, ich h&#228;tte mir gew&#252;nscht, dass du nicht nur das gelesen h&#228;ttest, was dir missf&#228;llt, sonder auch den Anfang des von dir zitierten Absatzes:
&lt;blockquote&gt;Ich will nicht gegen Meinungen und Standpunkte pl&#228;dieren, diese sind genauso wichtig in der Politik, wie Hintergrundwissen um die behandelten Probleme. Glossen und Streitschriften sind wichtig, um die politische Debatte voranzubringen. Sie sind aber nicht um ihrer selbst wichtig.&lt;/blockquote&gt;

Ich h&#228;tte noch so viel zu sagen, aber wei&#223;t du was, gegen so ein Gebr&#252;ll, wie es aus deinem Kommentar spricht, habe ich einfach nichts zu sagen, was nicht pers&#246;nlich w&#252;rde. Du schreibst immer wieder, welch starke Meinung deinem lauten Gebelle zugrunde liegt, aber diese starke Meinung beh&#228;lst du f&#252;r dich. Lautes Gebr&#252;ll mit lautem Gebr&#252;ll zu rechtfertigen und dann mit einem Willen zur Macht zu protzen, der sich allein in Papierform ausdr&#252;ckt, w&#228;re zwar sicher ganz im Sinne Nietzsches, dem nicht nur sein Geist im Wege stand zum Krieger Zarathustra zu werden, aber es gibt eben dann doch nur zwei M&#246;glichkeiten:

1. Du br&#252;llst und ich h&#246;re dir nicht zu. Dann h&#228;lt sich deine Macht doch stark in Grenzen.
2. Du f&#252;hrst physischen Krieg und ich werde mich verteidigen. Wer dabei &#252;brig bleibt, bestimmt die Geschichte.


Aber die Frage nach dem Wahrheitsbegriff will ich beantworten: Ich habe keinen au&#223;er dem logisch-pragmatischen Wissen, das wir als wahr betrachten k&#246;nnen, nicht weil ihm Wahrheit zukommt, sondern weil es funktioniert. In sofern w&#228;re dein Machtbegriff ein Kandidat, um als wahr bezeichnet zu werden, aber beileibe nicht der einzige: Argumentieren funktioniert auch ganz gut. Entschuldige diese polemische Antwort, aber was soll ich jemandem antworten, der mich zun&#228;chst fragt, welchen Wahrheitsbegriff ich habe, um dann allwissend p&#246;belnd es sich und den Lesern dieser Kommentare zu beantworten: 
&lt;blockquote&gt;wozu sich hinter scheinobjektiven Wahrheitsbegriffen verstecken&lt;/blockquote&gt;

Ich schweige, es liegt an dir die Schwerter zu wetzen und die R&#252;stung mit deinem Wappen zu beschmutzen: Aber sieh dann auch zu, dass es nicht das Bild des zahnlosen Papiertigers tr&#228;gt, denn Lachen hinterl&#228;sst ein ebenso lautes Echo wie Gebr&#252;ll.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Wowik, ich h&#228;tte mir gew&#252;nscht, dass du nicht nur das gelesen h&#228;ttest, was dir missf&#228;llt, sonder auch den Anfang des von dir zitierten Absatzes:</p>
<blockquote><p>Ich will nicht gegen Meinungen und Standpunkte pl&#228;dieren, diese sind genauso wichtig in der Politik, wie Hintergrundwissen um die behandelten Probleme. Glossen und Streitschriften sind wichtig, um die politische Debatte voranzubringen. Sie sind aber nicht um ihrer selbst wichtig.</p></blockquote>
<p>Ich h&#228;tte noch so viel zu sagen, aber wei&#223;t du was, gegen so ein Gebr&#252;ll, wie es aus deinem Kommentar spricht, habe ich einfach nichts zu sagen, was nicht pers&#246;nlich w&#252;rde. Du schreibst immer wieder, welch starke Meinung deinem lauten Gebelle zugrunde liegt, aber diese starke Meinung beh&#228;lst du f&#252;r dich. Lautes Gebr&#252;ll mit lautem Gebr&#252;ll zu rechtfertigen und dann mit einem Willen zur Macht zu protzen, der sich allein in Papierform ausdr&#252;ckt, w&#228;re zwar sicher ganz im Sinne Nietzsches, dem nicht nur sein Geist im Wege stand zum Krieger Zarathustra zu werden, aber es gibt eben dann doch nur zwei M&#246;glichkeiten:</p>
<p>1. Du br&#252;llst und ich h&#246;re dir nicht zu. Dann h&#228;lt sich deine Macht doch stark in Grenzen.<br />
2. Du f&#252;hrst physischen Krieg und ich werde mich verteidigen. Wer dabei &#252;brig bleibt, bestimmt die Geschichte.</p>
<p>Aber die Frage nach dem Wahrheitsbegriff will ich beantworten: Ich habe keinen au&#223;er dem logisch-pragmatischen Wissen, das wir als wahr betrachten k&#246;nnen, nicht weil ihm Wahrheit zukommt, sondern weil es funktioniert. In sofern w&#228;re dein Machtbegriff ein Kandidat, um als wahr bezeichnet zu werden, aber beileibe nicht der einzige: Argumentieren funktioniert auch ganz gut. Entschuldige diese polemische Antwort, aber was soll ich jemandem antworten, der mich zun&#228;chst fragt, welchen Wahrheitsbegriff ich habe, um dann allwissend p&#246;belnd es sich und den Lesern dieser Kommentare zu beantworten: </p>
<blockquote><p>wozu sich hinter scheinobjektiven Wahrheitsbegriffen verstecken</p></blockquote>
<p>Ich schweige, es liegt an dir die Schwerter zu wetzen und die R&#252;stung mit deinem Wappen zu beschmutzen: Aber sieh dann auch zu, dass es nicht das Bild des zahnlosen Papiertigers tr&#228;gt, denn Lachen hinterl&#228;sst ein ebenso lautes Echo wie Gebr&#252;ll.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: people in motion</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/106/fuer-einen-ruhigeren-umgang-mit-der-politik/comment-page-1/#comment-200</link>
		<dc:creator>people in motion</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jan 2008 04:59:36 +0000</pubDate>
		<guid isPermaLink="false">http://www.endlosrekursion.de/106/fuer-einen-ruhigeren-umgang-mit-der-politik/#comment-200</guid>
		<description>Hab zu dem Thema ein passendes Zitat gefunden:

&quot;Lautsprecher verst&#228;rken die Stimmen nicht die Argumente.&quot; (Hans Kasper, Aphoristiker)

@ Wowik:

Es geht in dem Artikel, glaube ich, weniger um das Beschneiden der Rhetorik, als um die Konzentration der Debatte auf die eigentliche Sache, das zu l&#246;sende Problem. Ein politische Debatte soll bewegen und darf daher auch bewegt gef&#252;hrt werden, so lange der Sinn und Zweck der ganzen Auff&#252;hrung nicht aus den Augen verloren wird. Die Politik ist nicht nur ein Spiel mit der Macht, sondern sie erh&#228;lt ihre Existenzberechtigung durch die Wahrnehmung einer gesellschaftlichen Verantwortung.  

Stilistisch mal wieder ein sehr ansprechender Beitrag von dir.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Hab zu dem Thema ein passendes Zitat gefunden:</p>
<p>&#8220;Lautsprecher verst&#228;rken die Stimmen nicht die Argumente.&#8221; (Hans Kasper, Aphoristiker)</p>
<p>@ Wowik:</p>
<p>Es geht in dem Artikel, glaube ich, weniger um das Beschneiden der Rhetorik, als um die Konzentration der Debatte auf die eigentliche Sache, das zu l&#246;sende Problem. Ein politische Debatte soll bewegen und darf daher auch bewegt gef&#252;hrt werden, so lange der Sinn und Zweck der ganzen Auff&#252;hrung nicht aus den Augen verloren wird. Die Politik ist nicht nur ein Spiel mit der Macht, sondern sie erh&#228;lt ihre Existenzberechtigung durch die Wahrnehmung einer gesellschaftlichen Verantwortung.  </p>
<p>Stilistisch mal wieder ein sehr ansprechender Beitrag von dir.</p>
]]></content:encoded>
	</item>
	<item>
		<title>Von: Wowik</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/106/fuer-einen-ruhigeren-umgang-mit-der-politik/comment-page-1/#comment-199</link>
		<dc:creator>Wowik</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jan 2008 04:02:33 +0000</pubDate>
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		<description>Das Problem der „Meisten“ ist doch nicht der Hang zur Provokation, nicht die zu scharfe Formulierung der Thesen, sondern ein vollst&#228;ndiges Fehlen dieser als auch das Fehlen eines gehaltvollen Inhalts ist bedenklich. Mir fallen Massen von Beispielen ein die als Thema f&#252;r einen 08/15 Artikel verwendet werden. Da w&#228;re das ewig leidige, ewig l&#228;cherliche Thema des Rechtsradikalismus der in wenigen Stunden die Demokratie vernichten wird, sofern man sich nicht unverz&#252;glich zusammen schlie&#223;t und „Aufkl&#228;rungsarbeit“ leistet. Solche Artikel sind mit klassischen Phrasen gespickt wie „bunt statt braun“ oder „Faschismus ist keine Meinung“. 
Auch ein l&#228;ngst verdautes doch gerne wiedergek&#228;utes Thema ist Sch&#228;ubles Plan des &#220;berwachungsstaates. 
Ich denke das Problem, dass man innerhalb k&#252;rzester Zeit mit Belanglosigkeiten zu allseits bekannten Problemen bombardiert wird, ist nicht nur ein Problem von Webloggs sondern von Medien im Allgemeinen. 
Die schlagartige Sensibilisierung f&#252;r Jugendkriminalit&#228;t welche durch den &#220;berfall auf einen Rentner in M&#252;nchen mit ausgel&#246;st wurde ist ein Paradebeispiel. Sofort melden sich drittklassige Politiker aus der vierten Reihe um „h&#228;rtere Strafen“, „Bootcamps“ und dergleichen zu fordern. Im Radio wird &#252;ber jede Kneipenschl&#228;gerei berichtet, so dass es scheinen k&#246;nnte Jugendkriminalit&#228;t w&#228;re vorgestern entstanden und gestern schlagartig zum Ausbruch gekommen. Es gibt Statistiken anhand derer man beobachten kann wie in den letzten f&#252;nfzehn Jahren die Berichterstattung von Verbrechen in den Nachrichten andere Beitr&#228;ge verdr&#228;ngt hat. Ich habe diese leider nicht griffbereit, vielleicht kann ich sie irgendwo auftreiben. Neben der Tatsache, dass man gelangweilt wird spielt also hierbei noch ein Angstaspekt eine Rolle.
Ich habe jetzt vermutlich etwas an deinem Artikel vorbei geschrieben aber ich war mir nicht sicher ob du nur die Tendenz zu „marktschreierischer Medienpolemik“  bzw. „Provokation“ kritisierst oder Texte „ohne jegliche Meinung“. Muss eine Provokation nicht zwangsl&#228;ufig eine besonders ausdifferenzierte und unkonventionelle Meinung sein um provozieren zu k&#246;nnen? Im Spiegel wurde vor einigen Monaten ein Interview mit einem Biologen ver&#246;ffentlicht der versucht hat die Behauptung aufgestellt hat es g&#228;be keinen Gott. Der Spiegel bezeichnete dies als eine „provokante“ These. Ich w&#252;rde mich fragen ob eine solche These &#252;ber 100 Jahre nach Nietzsche noch provozieren kann? Ich glaube es gibt kaum Artikel die auch auf den zweiten Blick noch provozieren oder ersch&#252;ttern.
Deine Polemikkritik kann ich nicht Teilen.
Ein Diskurs, egal ob politisch, wissenschaftlich oder nach Stammtischart, braucht Thesen die Marmor schneiden, Worte die Fackeln entz&#252;nden, Redner die Massen verblenden. Ist denn nicht die erste Vorraussetzung der Wahrheit, dass diese als solche &#252;berhaupt erkannt wird? Wahrheit als eine Frage der Macht und M&#228;chtigkeit Menschen so zu beeinflussen, dass sie einen Sachverhalt als Wahrheit anerkennen. 
Das Mittel ist uninteressant, der Zweck, die Wahrheit und die Anerkennung dieser sind von Bedeutung. Provokation, Manipulation, Polemik ist gerade f&#252;r die Politik wichtig, ja nahezu unentbehrlich, es geht um Einfluss, um Macht, nicht um Wahrheit. Macht als Wahrheit, als Mittel zur Wahrheit. (Wo wir gerade dabei sind: Kannst du deinen Wahrheitsbegriff etwas n&#228;her erl&#228;utern?) 
Die Krankheit der zeitgen&#246;ssischen Politik ist der Mangel an echten Demagogen, an Anheizern und Aufwieglern, es fehlt an beinharter Polemik, an Positionierung, an Pers&#246;nlichkeit. Markige Spr&#252;che? Ich kann gar nicht sagen wann ich zum letzten Mal einen geh&#246;rt habe. Man kann davon ausgehen, dass sobald jemand in der Politik die gepriesene „Sachlichkeit“,  die z&#246;gerliche Diplomatie ablegt, mit R&#252;cktrittsforderungen belegt wird. Auch wenn Marktschreierei nicht die von mir favorisierte Art der Polemik ist kann ich noch nicht einmal diese in der Politik erkennen. Die politische Gesellschaft l&#246;st sich zumeist nach dem Abschluss eines &#246;den Juristenwalzers in ihre Bestandteile auf, &#220;berzeugungen zerrieseln zu Meinungen, Meinungen zu Phrasen und &#252;brig bleibt die durchschnittliche Unglaubw&#252;rdigkeit. 

„…dann wird das Streitgespr&#228;ch zum Krieg mit Worten…“

Die B&#252;ndelung von Stammtischaussagen m&#252;ndet in einer Handgreiflichkeit falscher Grammatik. Ein Streitgespr&#228;ch wird erst zum Krieg mit Worten wenn die aufeinander treffenden Positionen &#220;berzeugungspotential haben, d.h. wenn sie eben nicht auf blo&#223;er Meinung, sondern auf &#220;berzeugen, d.h. auf begr&#252;ndeter Meinung beruhen.

Und bist du kein Krieger des Wortes? 
Wozu die Polemik-Schm&#228;hungen, wozu sich hinter scheinobjektiven Wahrheitsbegriffen verstecken, wenn die R&#252;stung angelegt und das Schwert gesch&#228;rft ist, wenn der Feind schon auf dem Feld ist und den Kampf sehns&#252;chtig erwartet. 
Ist dies nicht wahre Erbaulichkeit, zu sehen wie Konsonanten und Vokale sich zu Kompanien, zu Worten formieren, Worte sich zu Regimentern, zu S&#228;tzen zusammenschlie&#223;en und daraus sich das Ganze, die Kampfmaschinerie einer durchdachten Theorie, die Armee aller Geistigkeit zusammenschlie&#223;t? Ist es nicht die Erhebung zum G&#246;ttlichen den Feind fallen und dessen Armee fliehen zu sehen, den nahenden Sieg zu sp&#252;ren, in des Feindes Augen zu blicken aus denen die Angst von tausend Generationen spricht, den Atem seines Entsetzens &#252;ber seine Unterlegenheit zu f&#252;hlen? Dies allein ist Wahrheit: Durch die M&#228;chtigkeit des eigenen Wortes Wahrheit nach seinem Bilde zu formen. Wahrheit schafft nicht der der Recht hat, sondern der der &#252;brig bleibt, dessen Worte l&#228;nger in den Ohren seiner H&#246;rer hallen. 
Freunde, ich sehe eine Schlacht und mich d&#252;nkt es wird die letzte sein – lasst  uns Krieg f&#252;hren!</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Das Problem der „Meisten“ ist doch nicht der Hang zur Provokation, nicht die zu scharfe Formulierung der Thesen, sondern ein vollst&#228;ndiges Fehlen dieser als auch das Fehlen eines gehaltvollen Inhalts ist bedenklich. Mir fallen Massen von Beispielen ein die als Thema f&#252;r einen 08/15 Artikel verwendet werden. Da w&#228;re das ewig leidige, ewig l&#228;cherliche Thema des Rechtsradikalismus der in wenigen Stunden die Demokratie vernichten wird, sofern man sich nicht unverz&#252;glich zusammen schlie&#223;t und „Aufkl&#228;rungsarbeit“ leistet. Solche Artikel sind mit klassischen Phrasen gespickt wie „bunt statt braun“ oder „Faschismus ist keine Meinung“.<br />
Auch ein l&#228;ngst verdautes doch gerne wiedergek&#228;utes Thema ist Sch&#228;ubles Plan des &#220;berwachungsstaates.<br />
Ich denke das Problem, dass man innerhalb k&#252;rzester Zeit mit Belanglosigkeiten zu allseits bekannten Problemen bombardiert wird, ist nicht nur ein Problem von Webloggs sondern von Medien im Allgemeinen.<br />
Die schlagartige Sensibilisierung f&#252;r Jugendkriminalit&#228;t welche durch den &#220;berfall auf einen Rentner in M&#252;nchen mit ausgel&#246;st wurde ist ein Paradebeispiel. Sofort melden sich drittklassige Politiker aus der vierten Reihe um „h&#228;rtere Strafen“, „Bootcamps“ und dergleichen zu fordern. Im Radio wird &#252;ber jede Kneipenschl&#228;gerei berichtet, so dass es scheinen k&#246;nnte Jugendkriminalit&#228;t w&#228;re vorgestern entstanden und gestern schlagartig zum Ausbruch gekommen. Es gibt Statistiken anhand derer man beobachten kann wie in den letzten f&#252;nfzehn Jahren die Berichterstattung von Verbrechen in den Nachrichten andere Beitr&#228;ge verdr&#228;ngt hat. Ich habe diese leider nicht griffbereit, vielleicht kann ich sie irgendwo auftreiben. Neben der Tatsache, dass man gelangweilt wird spielt also hierbei noch ein Angstaspekt eine Rolle.<br />
Ich habe jetzt vermutlich etwas an deinem Artikel vorbei geschrieben aber ich war mir nicht sicher ob du nur die Tendenz zu „marktschreierischer Medienpolemik“  bzw. „Provokation“ kritisierst oder Texte „ohne jegliche Meinung“. Muss eine Provokation nicht zwangsl&#228;ufig eine besonders ausdifferenzierte und unkonventionelle Meinung sein um provozieren zu k&#246;nnen? Im Spiegel wurde vor einigen Monaten ein Interview mit einem Biologen ver&#246;ffentlicht der versucht hat die Behauptung aufgestellt hat es g&#228;be keinen Gott. Der Spiegel bezeichnete dies als eine „provokante“ These. Ich w&#252;rde mich fragen ob eine solche These &#252;ber 100 Jahre nach Nietzsche noch provozieren kann? Ich glaube es gibt kaum Artikel die auch auf den zweiten Blick noch provozieren oder ersch&#252;ttern.<br />
Deine Polemikkritik kann ich nicht Teilen.<br />
Ein Diskurs, egal ob politisch, wissenschaftlich oder nach Stammtischart, braucht Thesen die Marmor schneiden, Worte die Fackeln entz&#252;nden, Redner die Massen verblenden. Ist denn nicht die erste Vorraussetzung der Wahrheit, dass diese als solche &#252;berhaupt erkannt wird? Wahrheit als eine Frage der Macht und M&#228;chtigkeit Menschen so zu beeinflussen, dass sie einen Sachverhalt als Wahrheit anerkennen.<br />
Das Mittel ist uninteressant, der Zweck, die Wahrheit und die Anerkennung dieser sind von Bedeutung. Provokation, Manipulation, Polemik ist gerade f&#252;r die Politik wichtig, ja nahezu unentbehrlich, es geht um Einfluss, um Macht, nicht um Wahrheit. Macht als Wahrheit, als Mittel zur Wahrheit. (Wo wir gerade dabei sind: Kannst du deinen Wahrheitsbegriff etwas n&#228;her erl&#228;utern?)<br />
Die Krankheit der zeitgen&#246;ssischen Politik ist der Mangel an echten Demagogen, an Anheizern und Aufwieglern, es fehlt an beinharter Polemik, an Positionierung, an Pers&#246;nlichkeit. Markige Spr&#252;che? Ich kann gar nicht sagen wann ich zum letzten Mal einen geh&#246;rt habe. Man kann davon ausgehen, dass sobald jemand in der Politik die gepriesene „Sachlichkeit“,  die z&#246;gerliche Diplomatie ablegt, mit R&#252;cktrittsforderungen belegt wird. Auch wenn Marktschreierei nicht die von mir favorisierte Art der Polemik ist kann ich noch nicht einmal diese in der Politik erkennen. Die politische Gesellschaft l&#246;st sich zumeist nach dem Abschluss eines &#246;den Juristenwalzers in ihre Bestandteile auf, &#220;berzeugungen zerrieseln zu Meinungen, Meinungen zu Phrasen und &#252;brig bleibt die durchschnittliche Unglaubw&#252;rdigkeit. </p>
<p>„…dann wird das Streitgespr&#228;ch zum Krieg mit Worten…“</p>
<p>Die B&#252;ndelung von Stammtischaussagen m&#252;ndet in einer Handgreiflichkeit falscher Grammatik. Ein Streitgespr&#228;ch wird erst zum Krieg mit Worten wenn die aufeinander treffenden Positionen &#220;berzeugungspotential haben, d.h. wenn sie eben nicht auf blo&#223;er Meinung, sondern auf &#220;berzeugen, d.h. auf begr&#252;ndeter Meinung beruhen.</p>
<p>Und bist du kein Krieger des Wortes?<br />
Wozu die Polemik-Schm&#228;hungen, wozu sich hinter scheinobjektiven Wahrheitsbegriffen verstecken, wenn die R&#252;stung angelegt und das Schwert gesch&#228;rft ist, wenn der Feind schon auf dem Feld ist und den Kampf sehns&#252;chtig erwartet.<br />
Ist dies nicht wahre Erbaulichkeit, zu sehen wie Konsonanten und Vokale sich zu Kompanien, zu Worten formieren, Worte sich zu Regimentern, zu S&#228;tzen zusammenschlie&#223;en und daraus sich das Ganze, die Kampfmaschinerie einer durchdachten Theorie, die Armee aller Geistigkeit zusammenschlie&#223;t? Ist es nicht die Erhebung zum G&#246;ttlichen den Feind fallen und dessen Armee fliehen zu sehen, den nahenden Sieg zu sp&#252;ren, in des Feindes Augen zu blicken aus denen die Angst von tausend Generationen spricht, den Atem seines Entsetzens &#252;ber seine Unterlegenheit zu f&#252;hlen? Dies allein ist Wahrheit: Durch die M&#228;chtigkeit des eigenen Wortes Wahrheit nach seinem Bilde zu formen. Wahrheit schafft nicht der der Recht hat, sondern der der &#252;brig bleibt, dessen Worte l&#228;nger in den Ohren seiner H&#246;rer hallen.<br />
Freunde, ich sehe eine Schlacht und mich d&#252;nkt es wird die letzte sein – lasst  uns Krieg f&#252;hren!</p>
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		<title>Von: people in motion</title>
		<link>http://www.endlosrekursion.de/106/fuer-einen-ruhigeren-umgang-mit-der-politik/comment-page-1/#comment-198</link>
		<dc:creator>people in motion</dc:creator>
		<pubDate>Thu, 10 Jan 2008 00:18:42 +0000</pubDate>
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		<description>Der Artikel gef&#228;llt mir sehr gut. Ist unsere Demokratie tats&#228;chlich zu einer &quot;Schaub&#252;hne der Eitelkeiten&quot; verkommen? War sie jemals mehr als das? Kann sie trotzdem funktionieren? Fragen die gerade in einer Zeit aktuell sind, in der es im politischen Diskurs anscheinend kein beliebteres Mittel als populistische Thesen oder die Beschuldigung des Gegeners, solche zu verwenden, zu geben scheint. 

Ich habe den Glauben noch nicht verloren, dass einige Politiker die Vernunft des Volkes ein wenig untersch&#228;tzen. Zwar kann ein Roland Koch bei seiner Landtagswahl mit ein paar markigen Spr&#252;chen f&#252;r Aufsehen sorgen, aber die meisten Menschen erkennen, ob sie eine aufrichtige Person mit guten Absichten vor sich haben oder nicht. Solche Politiker sind weder d&#228;mlich genug, um von ihren Spr&#252;chen &#252;berzeugt zu sein, noch schauspielern sie gut genug. Ihr Vorgehen dient weder der Sache, noch dient es ihrer Macht so sehr, wie ein Eintreten f&#252;r das, was wirklich sinnvoll und richtig w&#228;re. Sie haben in allen Belangen die falsche Strategie gew&#228;hlt.    

Wenn allerdings alle so anfangen, sich dabei noch gegenseitig hochschaukeln und die Medien mit in das Geschrei einstimmen, dann geht derjenige, bei dem die Vernunft gesiegt hat, irgendwann garnicht mehr zu Wahl. Die Stimme im Kasperletheater w&#228;re den Weg zum Wahlb&#252;ro nicht mehr wert. Wir sollten es nicht so weit kommen lassen.</description>
		<content:encoded><![CDATA[<p>Der Artikel gef&#228;llt mir sehr gut. Ist unsere Demokratie tats&#228;chlich zu einer &#8220;Schaub&#252;hne der Eitelkeiten&#8221; verkommen? War sie jemals mehr als das? Kann sie trotzdem funktionieren? Fragen die gerade in einer Zeit aktuell sind, in der es im politischen Diskurs anscheinend kein beliebteres Mittel als populistische Thesen oder die Beschuldigung des Gegeners, solche zu verwenden, zu geben scheint. </p>
<p>Ich habe den Glauben noch nicht verloren, dass einige Politiker die Vernunft des Volkes ein wenig untersch&#228;tzen. Zwar kann ein Roland Koch bei seiner Landtagswahl mit ein paar markigen Spr&#252;chen f&#252;r Aufsehen sorgen, aber die meisten Menschen erkennen, ob sie eine aufrichtige Person mit guten Absichten vor sich haben oder nicht. Solche Politiker sind weder d&#228;mlich genug, um von ihren Spr&#252;chen &#252;berzeugt zu sein, noch schauspielern sie gut genug. Ihr Vorgehen dient weder der Sache, noch dient es ihrer Macht so sehr, wie ein Eintreten f&#252;r das, was wirklich sinnvoll und richtig w&#228;re. Sie haben in allen Belangen die falsche Strategie gew&#228;hlt.    </p>
<p>Wenn allerdings alle so anfangen, sich dabei noch gegenseitig hochschaukeln und die Medien mit in das Geschrei einstimmen, dann geht derjenige, bei dem die Vernunft gesiegt hat, irgendwann garnicht mehr zu Wahl. Die Stimme im Kasperletheater w&#228;re den Weg zum Wahlb&#252;ro nicht mehr wert. Wir sollten es nicht so weit kommen lassen.</p>
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